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Berlin: Fall Jonny K. - Prozess beginnt heute

Heute beginnt das Verfahren gegen die am Tod von Jonny K. beteiligten Angeklagten. Im Vorfeld gab es wegen der Anklageschrift, die weder über Mord noch Totschlag sondern unter anderem Körperverletzung mit Todesfolge lautet, kontroverse Diskussionen in der Bevölkerung.

Als direkte Folge der Tat wurde eine mobile Polizeiwache auf dem Alexanderplatz installiert, die solche Taten zukünftig vorbeugen soll.

In den Kommentarspalten der Online-Ausgaben der Berliner Tageszeitungen werden sarkastischerweise türkische Politiker und Parlamentarier zum Prozess in Berlin eingeladen, falls sie keinen Platz in München gefunden haben.


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WebReporter: th3_m0l3
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Prozess, Fall, Gewalt, Jonny K.
Quelle: www.welt.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.05.2013 10:42 Uhr von yeah87
 
+5 | -2
 
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Hier in bayern gabs für sowas vor nem jahr 7 jahre haft und das war nur 2 schläge und unglückliches fallen.

In demfall sind 7-8 jahren wahrscheinlich auch gesetzliche höchststrafe

Lächerlich den kann ich ja mal auch gegen den kopf treten verdient ham ses ja nur nehm ich springer mit
Und kassier meine häufig vergebene 3 jahe teils zur bewährung wie die vergangenheit zeigt
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13.05.2013 10:42 Uhr von softail81
 
+9 | -2
 
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in den Knast für sehr lange zeit und in die Zelle mit lauter Nazis.
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13.05.2013 11:34 Uhr von omar
 
+6 | -1
 
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@yeah87:
Wieso nur 7-8 Jahre?
Für Mord kann es doch mehr geben, oder nicht?
Wer jemand, der wehrlos auf dem Boden liegt, mehrfach gegen den Kopf tritt, handelt mit Tötungsabsicht.

Ob Mord oder Totschlag, das ist hier die Frage.

㤠212 Totschlag
(1) Wer einen Menschen tötet, ohne Mörder zu sein, wird als Totschläger mit Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren bestraft.
(2) In besonders schweren Fällen ist auf lebenslange Freiheitsstrafe zu erkennen.“



§ 211 Mord

(1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.

(2) Mörder ist, wer

aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen,
heimtückisch oder grausam oder mit gemeingefährlichen Mitteln oder
um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken,

einen Menschen tötet.


Ich sehe hier lebenslänglich als angebracht.
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13.05.2013 11:42 Uhr von Jolly.Roger
 
+6 | -2
 
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@omar:

"Ich sehe hier lebenslänglich als angebracht. "

Das ja, allerdings lässt sich die Tötungsabsicht hier nicht beweisen. Wenn Jonny K. in die Fäuste und Füße der sonst so friedlichen Türken rennt, dann kann man ihnen eben keine Tötungsabsicht unterstellen.

Also scheidet hier schon mal Totschlag oder gar Mord aus. Sie wollten ihn ja höchstens verprügeln. Dass er dabei gestorben ist, ist im Endeffekt seine Schuld.

Es wundert mich allerdings schon, dass der Andrang türkischer Medien hier so klein ist. Zumindest hat niemand seinen Platz bei dieser Verhandlung eingeklagt. Vermutlich haben alle 0 Pressevertreter einen Platz erhalten.



PS: Wer den Sarkasmus oben nicht findet, ist selbst schuld. Smilies zur Kennzeichnung finde ich hier mehr als unangebracht.
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13.05.2013 13:31 Uhr von omar
 
+2 | -2
 
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@ Jolly.Roger:
Hinsichtlich deiner Aussage bezüglich warum türkische Medien hier wenig Interesse zeigen:
Es besteht in der (türkischen) Öffentlichkeit kein Interesse an türkischen Straftätern. Es wird als Selbstverständlichkeit erachtet, dass man solche Straftäter mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft. Und da es bekanntlich öfter mal Straftäter mit Migrationshintergrund gibt (sind in der Unterschicht überporportional vertreten), müssten die Journalisten alle Nase lang über einen Vorfall berichten.
Es ist nunmal eine Tatsache, dass Migranten doppelt so häufig straffällig werden, wie Deutsche (ca. 2 von 10, bei Deutschen ca. 1 von 10). Würde man ständig über solche Vorfälle berichten, würde dies ein sehr negatives Bild der Gesellschaft im Gesamten, und der Migranten/Türken im Besonderen suggerieren, da sich Menschen häufig nur die negativen 20% merken, aber die positiven 80% außer Acht lassen). Dabei wird in den Medien (auch hier bei SN) nie beleuchtet, was die Hintergründe sind. Würde man die Straffälligkeit im gleichen Milleu vergleichen, schneiden Migranten sogar nüchtern betrachtet besser ab, denn sie sind dann weniger oft kriminell (4x so häufig in Armut / prekärer Lebenslage, aber "nur" doppelt so häufig straffällig). Über die Ursachen könnte man viele Bücher füllen. Für mich liegen sie primär in der fehlgeschlagenen Einwanderungs und Bildungspolitik der regierenden Parteien. Vergleich man mit den USA oder Frankreich (z.B.) wird man eine Häufung von Schwarzen oder Arabischen Straftätern sehen. Dass diese aber überporportional dem Prekariat zuzuordnen sind, wird meist ausser Acht gelassen.

Bei Opfern sieht man das differenzierter. Man identifiziert sich eher mit den Opfern (es könnte ja einem selbst passieren...).
Hier ist das öffentliche Interesse größer, zumal man ja den Ermittlungs-Behörden indirekt unterstellt, auf dem rechten Auge blind zu sein (was ich persönlich als Übertreibung empfinde).

Bitte gehe mit deiner Polemik etwas sparsamer um:
" in die Fäuste und Füße der sonst so friedlichen Türken rennt"
Pauschalisierungen sind hier unangebracht.
Die Täter sind auch in den Augen der anderen Türken verachtenswert und gehören hart bestraft.
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13.05.2013 14:09 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -1
 
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@omar:

"Pauschalisierungen sind hier unangebracht."

Wie man lesen kann, ist diese Aussage auf genau die Türken bezogen, die jetzt vor Gericht stehen und denen man eben keine Tötungsabsicht nachweisen kann.

Ansonsten frage ich mich, ob deine Ausführungen bzgl. der sozialen Schicht voll und ganz zutreffend sind, wenn man sich die Quoten z.B. bei Vergewaltigung und organisiertem Verbrechen so anschaut.....das sind nicht unbedingt Taten, die aufgrund von Armut begangen werden....^^
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13.05.2013 17:36 Uhr von omar
 
+1 | -1
 
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@Jolly.Roger:
"Wenn Jonny K. in die Fäuste und Füße der sonst so friedlichen Türken rennt, dann kann man ihnen eben keine Tötungsabsicht unterstellen."
Möglicherweise habe ich den Satz nicht richtig interpretiert.
Für mich las sich das wie eine Verallgemeinerung "der sonst so friedlichen Türken".

Bezüglich organisierter Kriminaltität:
Die Mitglieder solcher Banden kommen primär aus der Unterschicht (Ausnahmen bestätigen sicher die Regel). In der Unterschicht landet man seltener als Kind aus wohlhabendem Elternhaus.
Bestimmte Delikte kommen tatsächlich häufiger unter bestimmten Migranten vor. Dabei wird nicht beachtet aus welchem Milieu diese Menschen kommen.
Wenn Deutschland ständig Leute aus rückständigen Regionen ins Land lässt, braucht man sich nicht wundern, wenn es da Auffälligkeiten gibt.
Wir sind sicher einer Meinungen, wenn ich sage, dass unter "echten" Fachkräften (also schlaue Köpfe die man "importiert" hat) solche negativen Phänotypen eher seltener anzutreffen sind, als unter geistigen Einzellern ohne richtige Ausbildung/Schulbildung/Perpektiven...
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13.05.2013 18:08 Uhr von Jolly.Roger
 
+0 | -2
 
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@omar:
"Für mich las sich das wie eine Verallgemeinerung "der sonst so friedlichen Türken". "

Mit den "sonst so friedlichen Türken" meinte ich schon die mutmäßlichen Täter aus diesem Fall, um den es hier geht.
Lässt sich vielleicht am Satz davor oder am Bezug auf Jonny K. erkennen.

"Die Mitglieder solcher Banden kommen primär aus der Unterschicht "

Die Köpfe solcher Banden eher weniger.

Und beim Thema Vergewaltigung kann ich ehrlich keinen Zusammenhang zur sozialen Schicht sehen.

"Lustigerweise" werden bestimmte Delikte (z.B. einfacher Diebstahl) überproportional von Jugendlichen aus wohlhabenderen Elternhaus und mit höherer Schuldbildung begangen.
Nicht so deutlich, dass man nun für die Gesamtzahl eine Trendumkehr ableiten könnte, aber durchaus auffällig, wenn man diese Delikte genauer betrachtet.

Sicher ist es so, dass Kriminalität im Allgemeinen in den höheren sozialen Schichten geringer ist, dennoch frage ich mich dann gerne, wieso andere Migranten-Gruppen weniger auffällig sind.
"Importieren" wir tatsächlich nur aus bestimmten Ländern den sozialen Bodensatz? Oder ist das einfach nur Zufall?
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14.05.2013 02:52 Uhr von Route81
 
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denen passiert nicht viel! warum glaubt ihr, sind 5 von den brüdern nicht geflüchtet und der häuptling selbst "zur vernunft" gekommen (wahrscheinlich auf anraten seines anwalts) und wieder zurückgekommen? in der türkei würden sie wegen mordes angeklagt, hier eben nicht... verstehe ich sowieso nicht. in vielen muslimischen ländern muss man bei allem aufpassen was man tut, sonst sind die hände ab. oder man sitzt auf jeden fall sehr lange zeit im loch. wieso wird in der türkei mit dem fall dann so milde umgegangen?
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14.05.2013 11:44 Uhr von omar
 
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@ Route81
"wieso wird in der türkei mit dem fall dann so milde umgegangen? "
=> Woher ziehst du diesen Schluss?
Ich vermute gerade weil die türkischen Behörden Ermittlungen aufgenommen haben (auf Druck der deutschen Staatsanwaltschaft), hat er sich wieder nach Deutschland verdünnisiert. Dort ist der "Kuschelknast" und das "milde" Strafmaß sicher angenehmer...
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14.05.2013 11:46 Uhr von omar
 
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@Jolly.Roger
"wieso andere Migranten-Gruppen weniger auffällig sind.
"Importieren" wir tatsächlich nur aus bestimmten Ländern den sozialen Bodensatz? Oder ist das einfach nur Zufall? "
=> Das liegt m.E. primär an der höheren Zahl. Je mehr von einer Sorte Spacken im Land sind, umso auffälliger werden diese. Wenn nur eine Handvoll von denen da ist, werden die kaum auffallen. Türken gibt es z.B. auch in den USA. Aber dort fallen die kaum auf, weil primär Schwarze und Latinos auffallen (sind ja auch deutlich mehr davon da...).

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