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Stress im Job - Wie krank macht Arbeit wirklich ?

Die Berichte der großen Krankenkassen lassen wieder einmal einen eindeutigen Negativtrend in den Erkrankungszahlen der Arbeitnehmer erkennen. Vor allem psychische Erkrankungen scheinen sich in den letzten Jahren zu häufen.

In den letzten 15 Jahren stieg die Anzahl der Fehltage durch psychische Erkrankungen um 165 Prozent. Betroffene Personen fallen über 40 Tage im Jahr krankheitsbedingt aus.

Laut neuen Statistiken müssen fast zwei Drittel der Arbeitnehmer innerhalb der gleichen Arbeitszeit deutlich mehr leisten als noch vor wenigen Jahren. Politiker haben nun vor, den Stress im Job zu reduzieren und beschlossen daher eine Antistress-Verordnung.


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WebReporter: KillerCookie
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Arbeit, Job, Krankheit, Stress, Fehltage
Quelle: www.bild.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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13.05.2013 09:29 Uhr von CommanderRitchie
 
+28 | -1
 
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Oh... das so etwas publik gemacht wird... das wundert mich aber.
Wo wir doch - laut Merkel - wirtschaftsstrategisch angeblich so gut dastehen...
Wen interessiert da schon (bzw. wen geht es etwas an), dass der wirtschaftliche Erfolg in Deutschland auf Ausbeutung der Arbeitnehmer im körperlichen und psyschichen Belastungs-Bereich basiert !! Okay... das Arbeitsleben ist nun einmal kein "Zuckerschlecken"... aber die Erniedrigung der Arbeitnehmer durch Zahlung von Hungerlöhnen trägt die psyschich existenziellen Ängste auch in den "Freizeitbereich" des Arbeitnehmers... von Regeneration in der "Freizeit" kann ja keine Rede sein, wenn sich die Arbeitnehmer in dieser Zeit Gedanken machen müßen, wie sie den nächsten Monat finanziell überstehen sollen - oder gar noch zusätzlich einen 450 Euro.Job ausüben müßen.
Nichts ist gut genug, nichts geht schnell genug, Gewinnmaximierung ist oberstes Gebot, für Moral ist kein Platz in der Unternehmenswelt.
Den Unternehmen wird es ja auch leicht gemacht... wer nicht spurt fliegt raus !! An neuen Nachschub für Billiglöhner sorgt dann schon das Arbeitsamt und die Leihfirmen. Arbeit, die eigentlich zwei Arbeitsplätze fordern, werden von einer Person erledigt... schafft ein Arbeitnehmer die Arbeit dann nicht... kommen die Vorgesetzten und diffamieren den Arbeitnehmer noch.
Mobbing, Diffamierung, Ausbeutung, Druck, kostenlose Überstunden, Hungerlöhne... das ist das Prinzip unserer Unternehmen !!

Damit der Arbeitnehmer nicht "auf dumme Gedanken" kommt... wird über allem das "Damokles-Schwert" der Regierung geschwungen... frei nach dem Motto: "Wir brauchen in Deutschland dringend ausländische Fachkräfte"

Und wer sich diesem "Hexenkessel" durch Kündigung entzieht... der ist ja grundsätzlich zu Faul zum Arbeiten...

[ nachträglich editiert von CommanderRitchie ]
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13.05.2013 10:38 Uhr von lokoskillzZZ
 
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Leider Fakt -.-"
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13.05.2013 11:28 Uhr von Jason31
 
+6 | -0
 
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@CommanderRitchie

Das stimmt so aber nicht ganz. Zunehmende "Burn-Out" Erscheinungen sind nicht begründet durch Hungerlöhne, sondern hauptsächlich in der Tat im normalen/höheren Lohnsegment anzutreffen.
Sich Sorgen darum zu machen was morgen ist, machen täglich an die 7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten. Etwa 4 Millarden von ihnen wissen nicht, wo sie morgen etwas zu Essen her bekommen.

Vielmehr werden Überlastungsbedingte Erkrankungen durch die zunehmende "immer erreichbarkeit" und dem zunehmenden Unvermögen richtig abzuschalten gefördert. Wer von euch hat seine Handynummer in der Firma bekannt gemacht? Arbeitskollegen/Vorgesetzte als Facebook-"Freunde"? E-Mail Adresse weitergeben? ect. ect. ect.

Ich kenne solche Personen aus meinem eigenen Umfeld, die sich sogar Sonntags anrufen lassen und zur Firma fahren um Trivialitäten zu erledigen. Einige von Ihnen sind schon teilweise mehrfach wegen Überlastungserkrankungen in Behandlung gewesen. Gelernt haben sie aber nicht daraus: Sie machen weiter wie bisher.
Das schlimme an diesem Umsatnd ist, dass Stress die Reizbarkeit stark erhöht, was mit zunehmender Verrauhung im ton und Umgang einhergeht. Was im Ganzen ein Betriebsklima herunter zieht.

Und so lange sich nun einmal Leute finden die, meiner Meinung nach, den Arschkriecher machen, so lange wird dies jeder Arbeitgeber auch scharmlos ausnutzen. Somit muss mal jeder für sich selbst nachdenken warum ihm ein Wochenende oder Urlaub wichtig sein sollte. Anderer seitz aber auch, ob es nötig ist um 22 Uhr Einkaufen zu gehen, nur weil man es kann - oder die Dame an der Hotline wieder einmal runter zu machen, weil sie nichts "sagen" darf.

Deswegen kann man nicht davon sprechen, das einige Wenige dafür verantwortlich sind, obgleich sie die Situation ausnutzen. Letzten Endes ist es die risige Hammelherde die es mit sich machen lässt oder sogar in der Umkehr die gegebene Macht gerne als "Rache" Misbraucht, so man sie ihnen denn mal in die Hand legt.
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13.05.2013 13:03 Uhr von Jason31
 
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@hoenipoenoekel

Man darf aber auch nicht verachten, das es das selbe Volk ist, das Lünch.Justiz fordert, wenn man wieder heraus kommt, das jemand aus "ehtischer Sicher" unberechtigt Sozialleistungen bezogen hat. Weil einen selbst betrifft es ja nicht, aber wehe dem ist dann mal so...
Also gemäß: die Geister die ich rief.

Demnach gebe ich dir recht. Warum muss jemand seine Lebensleistung zerstören, ggf. sogar noch durch die Schuld anderer? Anderer seitz warum sollen alle anderen (Steuerzahler) für die pure Faulheit anderer aufkommen. Was die Tücken eines Rechtsstaats aufwirft, denn immerhin sind vor dem Gesetz alle gleich. (und andere "gleicher" - wie das Sprichwort so schön sagt)

Also ja, das Volk ist in der Tat bescheuert - aber auf eine sehr viel perfidere Art und Weise als es oberflächlich scheint. Jeder kastriert sich ein Stück weit immer selbst. Die gewählten "Volksvertreter" nehmen es dankend an und machen potivive Stimmung bei einem Teil des Volkes auf Kosten eines anderen kleineren Teil des Volkes. Da bietet sich vor allem die Unterschicht an, da sie es doch auch ist die mehrheitlich nicht zu Wahl geht. Somit ist ihre Meinung doch am Wahltag "irrelevant".
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13.05.2013 14:19 Uhr von ThomasHambrecht
 
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Es ist eine private Meinung von mir, dass sich ein 40-Stunden-Arbeitsplatz in vielen Firmen nicht (mehr) lohnt - daher wird die Arbeit verdichtet
Früher arbeitete man im Regelfall 50 Stunden und mehr (Samstag war Arbeitstag) und die Frau kümmerte sich um den Haushalt und Kinder. Automatisch gab es (weil fast nur Männer arbeiteten) dadurch mehr Arbeitsplätze, weniger Angst vor Entlassungen und es wurde gemütlicher gearbeitet, da man länger bei der Arbeit war.
Anfragen kamen früher per Brief, die man in einer Woche beantwortete - und heute sind es 100 Mails, die sofort beantwortet werden müssen.
Gebracht haben die kürzere Arbeitszeit und die schnellen Medien gar nichts - ausser Stress.
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13.05.2013 18:28 Uhr von blaupunkt123
 
+3 | -0
 
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Ja wir beschließen mal eine Anti Stress Verordnung.

Keiner hat zwar ne Ahnung was es ist, aber es hört sich gut an.
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13.05.2013 21:44 Uhr von ErnstU
 
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Ich hatte letztes Jahr keinen einzigen Fehltag. Diesbezüglich muss ich aber feststellen, das gerade die jüngeren Kollegen, besonders häufig Berufsanfänger, wegen jedem Mist zum Arzt rennen und sich krank schreiben lassen. Einstellungen wie "wer saufen kann, kann auch arbeiten" gelten nicht mehr, die Spassfreizeit wird massiv gegenüber der Arbeit überwertet. Jugendliche kommen mit naiven und unrealistischen Vostellungen in den Job und halten dann selbst einem völlig normalen Arbeitsdruck nicht stand.

[ nachträglich editiert von ErnstU ]
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14.05.2013 00:33 Uhr von darnoc3
 
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Konrad Kustos gab eine Antwort auf diese Frage in seinem CHAOS mit SYSTEM BLOG. Solltet ihr mal lesen. Dann wird so manches klarer.

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