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Großbritannien: Frau begeht Selbstmord wegen Schlafzimmersteuer

Eine britische Frau hat sich selbst das Leben genommen, weil sie Steuern für ihre Schlafzimmer zahlen musste. In einem Abschiedsbrief schrieb Stephanie Bottrill (53), dass sie es der Regierung verüble, weil man diese Steuer durchgedrückt hat.

Die Schlafzimmersteuer gilt für alle Wohnungen im sozialen Wohnungsbau und muss für leer stehende Schlafzimmer entrichtet werden. Zuvor zahlte die Frau 320 Pfund im Monat, für das Haus, worin sie seit 18 Jahren lebte. Die neue Steuer würde ihr 80 Pfund mehr im Monat kosten.

Sie versuchte noch einen Job zu bekommen, aber durch ein gesundheitliches Problem gelang dies nicht. Ihr Sohn (27) teilte den Medien mit, dass es seiner Mutter vor Einführung der Steuer gut ging, sie aber die finanzielle Last jetzt nicht mehr habe tragen können.


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WebReporter: Sijamboi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Frau, Großbritannien, Steuer, Selbstmord
Quelle: www.mirror.co.uk

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13 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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12.05.2013 11:53 Uhr von blade31
 
+21 | -2
 
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"muss für leer stehende Schlafzimmer entrichtet werden."

Das versteh ich nicht wieviele Zimmer haben denn diese sozial Wohnungen?
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12.05.2013 12:56 Uhr von Humpelstilzchen
 
+9 | -7
 
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Es gab Zeiten, da versuchte die Obrigkeit Mal wieder reiche Händler abzuzocken! Die Händler hatten große Lagerhäuser für ihre Waren und sollten für jedes Fenster und jede Tür dieser Lagerhäuser Steuern zahlen! Einmal sieht man, mit welch ungeheuerlicher Kreativität sich die Steuertreiber immer wieder was Neues einfallen lassen, wobei hier jedoch die Betonung mehr auf "ungeheuerlich" als auf "kreativ" liegt! Andererseits zeigt es auch, das es gegen alles ein Gegenmittel gibt, um solch Auflagen mit Cleverness zu umgehen! Die Kaufleute liessen alle Fenster und Türen, die nicht unbedingt benötigt wurden, zumauern, und konnten so die Steuer umgehen! Wer letztlich am längsten Hebel sitzt, kann an drei Fingern ausgerechnet werden, lässt aber gleichzeitig doch auch erkennen, mit welch "Raubtier- Mentalität" da zur Tat geschritten wird! Und das Beste ist, wer dem tatsächlich nichts entgegenzusetzen hat und seine "Steuern" nicht zahlen kann, der "bleibt auf der Strecke", wie der Jäger immer so gerne sagt!!!
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12.05.2013 13:11 Uhr von Captnstarlight
 
+5 | -3
 
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Ich hätte das Zimmer halt vermietet!
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12.05.2013 13:26 Uhr von Jesus_From_Hell
 
+6 | -6
 
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Ich glaube eher das das ein vorgeschobener Grund ist um die Familie vor Schuldgefühlen zu bewahren und ihnen eine Antwort aufs warum zu geben...

Kann natürlich auch anders sein, aber das 80 Pfund mehr da wirklich der Hauptgrund sind wage ich zu bezweifeln.
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12.05.2013 13:32 Uhr von Floetistin
 
+7 | -4
 
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Naja. Ob sinnvoll oder nicht kann man ja diskutieren. Aber so ganz unsinnig ist das nicht.

Der Name "Schlafzimmersteuer" ist natürlich blödsinnig.

Es geht dabei eigentlich nur darum, dass man Sozialhilfeempfängern nur einen bestimmten Wohnraum zugestehen will (das gibst auch in DE schon seit längerem).

Und Wohnungen mit mehr qm, bzw. zusätzlichen Zimmern werden dann halt nicht mehr voll bezahlt.

Hier in DE würde man das auf den qm runterrechnen. In GB machen sie es halt anders. Wenns ein Zimmer "zuviel" gibt, werden 14% gekürzt.
Ob das Zimmer dann 10qm oder 50qm hat ist nebensächlich.

Aber das grundsätzliche Prinzip kann ich schon nachvollziehen. Wieso jemandem, der von Sozialhilfe lebt eine "große" Wohnung finanzieren wenn er ein Zimmer hat, dass für diese Person alleine gar nicht notwendig ist?

Auch hier in DE werden für H4-Empfänger, Arbeitslose, etc. nur eine bestimmte Anzahl an qm bezahlt. Wenns mehr ist muß der Empfänger entweder umziehen oder aufzahlen.

Was anderes ist das hier auch nicht.
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12.05.2013 13:41 Uhr von amaxx
 
+2 | -5
 
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Einfach Bett raus schmeißen und es ist kein Schlafzimmer mehr ...

Dennoch ergibt sich mir der Sinn dieses Gesetztes nicht und dieser Fall wird hoffentlich auch zur baldigen Abschaffung führen.

Werden in Deutschland nicht überflüssige Zimmer bei Sozialwohnungen abgesperrt und unbrauchbar gemacht anstelle einer Abgabe?
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12.05.2013 13:43 Uhr von Schäff
 
+9 | -0
 
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@Humpelstilzchen

Die 80 Pfund waren keine Steuer, sondern ihre Wohngeldunterstützung wurde um diesen Betrag gekürzt, weil zwei Kinder aus der Wohnung ausgezogen waren.
http://www.housing.org.uk/...

Den Trick mit den zugemauerten Fenstern wenden Hartz4-Bezieher in abgewandelter Form übrigens schon längst an:
Dort wird der Wohnraum auf das unterstützungsfähige Maß verringert, die Heizkörper werden abgestellt, die Zimmer leer geräumt und abgeschlossen, der Mietvertrag um die entsprechende Summe nach unten korrigiert. Das klappt so gut, dass die Mieter sogar die Schlüssel für die Zimmer behalten dürfen.
http://www.abendblatt.de/...
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12.05.2013 13:47 Uhr von Humpelstilzchen
 
+1 | -4
 
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Was denn, hab ich was falsches gesagt?
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12.05.2013 14:03 Uhr von Schäff
 
+1 | -0
 
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@amaxx
Es geht bei den Kürzungen darum, dass die Allgemeinheit (Staat) meint, dass ab einer gewissen qm-Zahl, bzw Zimmerzahl Luxus vorliegt, für den der Mieter dann selbst aufkommen soll.

>Werden in Deutschland nicht überflüssige Zimmer bei
>Sozialwohnungen abgesperrt und unbrauchbar gemacht
>anstelle einer Abgabe?

Dazu muss der Vermieter mitspielen.
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12.05.2013 14:37 Uhr von Schäff
 
+1 | -1
 
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@Jesus_From_Hell
In der Quelle heisst es, der Frau sei von den Behörden 2000 Pfund für dem Umzug angeboten worden, die jedoch nicht für die Reparaturen/Renovierungen des alten Hauses reichten, weshalb sie hätte selbst Hand anlegen müssen, wozu sie aber nicht fähig war, da sie unter einer Autoimmunkrankheit litt, die sie sehr schwächte für die sie aber nie einen Behindertenstatus beantragt hat.

Es wurde ihr von den Behörden ein Bungalow als Ersatz angeboten, der jedoch 30 Minuten Fußweg von der nächsten Bushaltestelle und Meilen von ihren Freunden und Verwandten entfernt war.
Zudem litt sie unter dem Auszug ihrer Kinder.
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12.05.2013 15:03 Uhr von Gorli
 
+2 | -4
 
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Quelle falsch wiedergegeben. Die "Steuer" ist eine Kürzung, da die Wohnung als WG gedacht ist. Sie hat sich im Grunde umgebracht weil sie die ganze WG für sich allein wollte...
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12.05.2013 15:30 Uhr von sv3nni
 
+0 | -4
 
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waer sie nach DE gekommen - hier gibts immerhin hartz4
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12.05.2013 19:24 Uhr von Surrender
 
+0 | -0
 
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Mal so gefragt: Ich dachte, dass bei H4 nur in Sachen Nebenkosten nach qm gegangen wird. Ansonsten kenne ich es so, dass hier die absoluten Kosten berücksichtigt werden. Wenn einem H4-Empfänger also eine Luxusvilla für 300€ vermietet würde, wäre das tendenziell gar kein Fall für einen Widerspruch seitens der ArGe (oder wie auch immer die jetzt heisst). Vorausgesetzt, dass die Nebenkosten nicht ins Unferlose steigen.

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