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Russlands Außenminister verteidigt Raketenlieferungen an Syrien

Das Außenminister-Treffen aus Russland, Deutschland und Polen ist von dem Raketengeschäft Russlands mit Syrien überschattet worden. Sergej Lawrow äußerte, dass man mit dem Deal keine internationalen Vorschriften verletzt hätte.

Die Raketen dienen nur der Verteidigung Syriens gegen Luftangriffe. "Und das ist, wie wir wissen, keineswegs ein abwegiges Szenario", so Lawrow. Guido Westerwelle sagte, dass er von Russland eine Beendigung der Waffenlieferungen an Syrien fordere.

"Aus deutscher Sicht ist erforderlich, dass Waffenlieferungen nach Syrien unterbleiben", so Westerwelle, der weiterhin eine politische Lösung des Krieges in Syrien propagierte.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Russland, Syrien, Waffe, Guido Westerwelle, Außenminister
Quelle: www.zeit.de
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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.05.2013 20:45 Uhr von shane12627
 
+15 | -2
 
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Immer wieder lustig, wenn ein Würstchen wie Guido Westerwelle was von Russland fordert.
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10.05.2013 20:57 Uhr von Crawlerbot
 
+7 | -0
 
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Wir wissen ja was die Russen von Schwulen halten.
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10.05.2013 21:05 Uhr von Perisecor
 
+4 | -8
 
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Wenn Polen und andere Staaten Abwehrraketen aufstellen wollen - und das noch nicht einmal in einem Kriegsgebiet - dann findet Russland das aber plötzlich nicht mehr so toll.



S-300 an sich sind alleine sowieso nutzlos. Bodengestützte FlaRak setzt auch immer eine funktionierende Luftwaffe voraus, damit im Verbund Ergebnisse erzielt werden.
Gerade ein Land wie Syrien, welches relativ schmal an einer Küste entlang läuft, verliert seine stationäre FlaRak im Ernstfall sowieso an Kurz- und Mittelstreckenraketen, welche von See aus gestartet würden.
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10.05.2013 22:56 Uhr von CoffeMaker
 
+6 | -1
 
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"Bodengestützte FlaRak setzt auch immer eine funktionierende Luftwaffe voraus, damit im Verbund Ergebnisse erzielt werden."

Blödsinn. Flaraketen kommen zum Einsatz wenn man damit rechnet das die Flugzeuge des Gegners in Zahl oder technisch überlegen ist.
Und das wird dem Westen nicht gefallen, weil alles beginnt ja mit der sogenannten "Flugverbotszone" die nichts anderes bedeutet wie -> alles schön platt machen damit die Terroristen*hust*Rebellen nur noch vormarschieren brauchen und die in Ungnade gefallenen Bevölkerungsteile dezimieren*hust*überzeugen können.
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10.05.2013 23:18 Uhr von Perisecor
 
+2 | -5
 
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@ CoffeMaker

Das ist natürlich kein Blödsinn.

Wir haben nicht mehr 1960, wo gute Luftabwehrraketen á la SA-2 und SA-3 die Luftüberlegenheit des Feindes schwächen können.


Heute stehen Anti-Radar-Raketen mit hoher Reichweite zur Verfügung, dazu eine schier unendliche Anzahl an Luft-, Boden- und Seegestützten Raketen, welche selbst die Reichweite hochmoderner Komplexe wie S-300 und S-400 problemlos auskontern.


FlaRak macht in der heutigen Zeit dann Sinn, wenn sie die eigene Luftwaffe unterstützt, zumindest aber von dieser unterstützt werden kann.

Außerhalb des Bedrohungsradius, der bei S-300 irgendwo zwischen 100km und 300m liegt, kann man Feinde nämlich nur mit eigenen Flugzeugen bekämpfen.



Beispiel hierfür gab es in der Vergangenheit auch genug; 1967 (6-Tage, Vietnam) waren die Verluste durch FlaRak enorm, 1973 (Jom-Kippur, aber auch Vietnam) deutlich geringer.

Die nordafrikanischen Staaten, aber auch die arabischen Staaten, haben schon immer auf eine solide stationäre Luftabwehr gesetzt. Hat das Libyen 1988 geholfen? Dem Irak 1991?

Was war mit den Briten, die ohne Luftunterstützung aber mit, zur damaligen Zeit durchaus sehr moderner, FlaRak und CIWS die Sheffield im Falklandkrieg verloren haben?


Was war mit Libyen vor zwei Jahren, als die Nachrichten groß tönten, die große Anzahl Luftabwehrraketen des Landes sei ein Problem für Angreifer, aber selbst die Franzosen und Italiener problemlos drüberrutschen konnten?




Bei den Russen funktioniert stationäre Luftabwehr (höchstwahrscheinlich), weil mehrere Faktoren zusammentreffen:
1) Marineeinheiten können nur schwer in Stellung gebracht werden. Einerseits verfügt Russland über eine starke Küstenmarine, andererseits aber auch über eine große Anzahl Bomber mit div. Anti-Schiffs-Raketen.
2) Viele Ziele befinden sich so weit weg von Gewässern, aber auch vom feindlichen Luftraum, dass der Feind sich zur Bekämpfung in den russischen Luftraum vorwagen muss.
3) FlaRak wird durch eine große Anzahl spezialisierter Luftüberlegenheitsjäger unterstützt, welche die erste und die letzte Verteidigungslinie darstellen, vor allem aber gegen feindliche Bomber agieren sollen, welche potentiell FlaRak gefahrlos ausschalten können.


Syrien hingegen liegt konsequent im Bereich von Marschflugkörpern. Syrien liegt außerdem komplett im Bereich von Anti-Radar-Raketen. Die syrische Luftwaffe ist weder in der Lage, die Lufthoheit zu behaupten, noch FlaRak vernünftig zu unterstützen - im Fall der Fälle würde sie wohl großteils am Boden zerstört werden, der Rest könnte aufgrund zerstörter Flughäfen nicht starten.

Und für die S-300 selbst werden weder genügend Komplexe zur Verfügung stehen, um etwas bewirken zu können, noch genug Raketen, um dem Gegner auch nur halbwegs die Möglichkeit zu nehmen, Sättigungsangriffe durchzuführen.




Aber danke, CoffeMaker, dass du meine Ausführungen als "Blödsinn" bezeichnet hast. Mich für die mit Abstand größte Militärmacht der Welt mit russischen Systemen und deren Wirkweisen und Strategien über mehrere Jahre beruflich beschäftigt zu haben, bedeutet natürlich nicht, dass nicht irgendein Random im Internet wie du, der schon in der Vergangenheit keine Ahnung von Militär hatte, viel mehr darüber weiß.
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10.05.2013 23:20 Uhr von Perisecor
 
+2 | -4
 
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@ dungalop

Du hast in deinem inhaltlich äußert verwirrt wirkenden Posting leider sämtliche Argumente vergessen.

Besser das doch erstmal nach, bevor du bei den Großen mitreden magst.



In dem Zuge kannst du dich ja auch mal damit befassen, dass der Planet auf dem wir leben, die Erde, eine Kugel ist;
http://www.luftlinie.org/...
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11.05.2013 01:59 Uhr von ElChefo
 
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dungalop

Dir muss irgendwie entfallen sein, das sich kurz vorher noch die Russen ins Höschen gemacht haben, als es um die Stationierung von Atomwaffen in der Türkei und Italien ging. Wie schon Peri sagte... erstmal den Grundstoff lernen, dann mit den Erwachsenen spielen.


Coffeemaker

Besser mal ein wenig dein Wissen über militärische Doktrin und so auf.
FlaRak und FlaK sind dazu gedacht - im Gefecht der verbundenen Waffen - eine eigene Hoheit (im Verbund mit der Luftwaffe) zu etablieren und DANACH zu erhalten. Von alleine bewirken sie überhaupt nichts.
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11.05.2013 06:26 Uhr von Boron2011
 
+3 | -0
 
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Wo bleibt dann Guidos Protestschreiben in Richtung Amerika? Hiess es nicht vor kurzem, Obama erwäge eine Waffenunterstützung der Rebellen in Syrien?

Wer A sagt, muss auch B sagen ...
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11.05.2013 09:14 Uhr von CoffeMaker
 
+1 | -0
 
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@ElChefo mir ist schon klar das man mit einem Gefecht der verbundenen Waffen besser fährt.
Als nutzlos würde ich mobile Flak/Flarak aber nun trotzdem nicht bezeichnen wenn auch die eigene Luftüberlegenheit fehlt, wenn man sie denn taktisch richtig einsetzt. Ich glaube im Kosovo hatte man sich auch eine neue Taktik ausgedacht und Erfolge damit gehabt.

Perisecor ist zwar ein Klugscheißer aber in Sachen stationärer Flugabwehr geb ich ihm recht. In Sachen mobiler Flugabwehr wäre ich allerdings vorsichtig sie als "nutzlos" zu bezeichnen. Aus Kriege lernt man und es entwickeln sich neue Taktiken.
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11.05.2013 16:28 Uhr von ElChefo
 
+1 | -0
 
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Coffeemaker

"Als nutzlos würde ich mobile Flak/Flarak aber nun trotzdem nicht bezeichnen wenn auch die eigene Luftüberlegenheit fehlt, wenn man sie denn taktisch richtig einsetzt."

Das ist nebenbei ein prima Lehrbeispiel, wie man etwas zwar gut einsetzen kann, aber im Endeffekt trotzdem nichts gewinnt. Mehr als ein paar Nadelstiche konnten nicht gesetzt werden, geschweige denn die Lufthoheit ernsthaft gefährdet werden. Im Gegenteil, eine aktive Fla-Anlage hat in den meisten Fällen dazu geführt, das der Verband um sie herum gleich mit aufgeklärt werden konnte, sobald sie "aktiv" wurden.

"Ich glaube im Kosovo hatte man sich auch eine neue Taktik ausgedacht und Erfolge damit gehabt."

Das passiert so ziemlich in jedem bewaffneten Konflikt. Selbst in Afghanistan beruhten die Erfolge mit mobiler Flugabwehr auch auf der Kombination mit Bodenkräften.
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11.05.2013 23:15 Uhr von Perisecor
 
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@ CoffeMaker


"... Ich glaube im Kosovo hatte man sich auch eine neue Taktik ausgedacht und Erfolge damit gehabt..."

Die zwei bestätigten Abschüsse von NATO-Flugzeugen im Kosovo beruhten in großem Maße in taktischen und strategischen Mängeln auf Seiten der NATO.


Die eine F-117A wurde verloren, weil sie sets denselben Einflugkorridor benutzten.

Die F-16CG wurde zwar konventionell verloren, der eine Abschuss zeigt aber eher die Unterlegenheit der stationären Luftabwehr und nicht deren Überlegenheit auf.
Hier wurde auch nicht das Flugzeug zerstört, sondern der Schwachpunkt der F-16 ausgenutzt - das einzelne Triebwerk. Es versagte durch eine nahe Explosion und musste daher aufgegeben werden.



". In Sachen mobiler Flugabwehr wäre ich allerdings vorsichtig sie als "nutzlos" zu bezeichnen."

Große Systeme wie die S-300 und S-400 (aber auch S-75 und S-125) sind zwar mobil verlegbar, in aller Regel aber stationär - weder können sie aus dem Fahren abgeschossen werden, noch dauert die Herstellung der Einsatzbereitschaft nur wenige Sekunden. Um eine S-300-Einheit aus dem fahrenden Zustand einsatzbereit zu machen, werden geübte Crews mehrere Minuten brauchen. Von vernünftig angelegten Stellungen á la Lehrbuch ganz zu schweigen, dafür sind dann ja auch Bulldozer etc. nötig.



Hier darf natürlich auch nicht vergessen werden, dass sich seit 1995, aber auch seit 1999 extrem viel getan hat. Intelligente Waffen werden immer intelligenter, die Reichweiten höher und die Entdeckungswahrscheinlichkeit, auch durch eine höhere Satellitenabdeckung, gesteigert.



"Aus Kriege lernt man und es entwickeln sich neue Taktiken."

Das stimmt. Hier schlägt dann aber auch das deutlich höhere Budget der NATO voll durch. Während die USA im Fall der Fälle sofort 3-5 neue KH starten können, verfügen Staaten wie Syrien nicht einmal über einfachste Wettersatelliten.




"Perisecor ist zwar ein Klugscheißer..."

In meiner Heimat ist Wissen nichts wofür man sich schämen müsste. Im Gegenteil, die meisten Leute sind dankbar, wenn sie etwas dazu lernen können.

Ich freue mich ja auch, hier immer wieder interessante Kommentare von z.B. ElChefo über Drohnen und Luftfahrtdetails zu lesen, weil ich mich damit eben nur sehr rudimentär auskenne.
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11.05.2013 23:18 Uhr von Perisecor
 
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@ dungalop

"...worauf Kennedy mit einem Atomkrieg drohte."

"Und das wir heute noch sind, haben wir den Russen zu verdanken, nicht diesen Wer-nicht-für-uns-ist-ist-gegen-uns Staat USA. Denn Kennedy hätte AUF JEDEN FALL einen ATOMKRIEG entfacht. Nicht einfach einen konventionellen Krieg. Nein, es mußte schon ein Atomkrieg sein...."



Das ist völliger Unsinn. Ich bin zwar kein großer Freund, Hollywood-Filme als Wissensgrundlage zu nehmen, aber der Film "Thirteen Days" ist nicht übel und beleuchtet die Geschehnisse objektiv.

Mit einem Atomkrieg haben weder die UdSSR noch die USA gedroht und entschärft wurde der Konflikt von beiden Parteien.
Die UdSSR hat hierbei lediglich zuerst nachgegeben - wohlwissend, dass sie einen Atomkrieg verlieren würde, aber ohne, dass die USA gesondert darauf hingewiesen hätten.





"Und es steht Syrien rechtlich auch zu, sich gegen Aggressoren aus dem Ausland zu verteidigen!"

Genauso hat Israel natürlich das Recht, jeder Zeit in Syrien die totale militärische Vernichtung durchzuführen.
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12.05.2013 02:00 Uhr von ElChefo
 
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dungalop

"Hatten die Russen auf diese amerikanische Provokation mit einen Atomschlag gedroht?
Nein."

Wie haben denn die Amerikaner auf die Stationierung der Waffen auf Kuba reagiert? Welche Drohungen kamen denn nun? Im folgenden stellst du - einfach zu wiederlegende, aber umso haarsträubendere - Thesen auf.

"Aber als Antwort auf die Stationierung amerikanischer Raketen in der Türkei hatten die Russen ihrerseits A-Waffen auf Kuba stationiert, worauf Kennedy mit einem Atomkrieg drohte."

Unsinn. Amerika reagierte mit der Bereitschaftserhöhung seiner strategischen Kräfte (wie es die Sowjets nebenbei auch nahezu routinemässig bei REFORGER-Übungen sowie einige Zeit später bei Able Archer ´85 taten) sowie der Mobilisierung von 8 LL-Divisionen zur Landung auf Kuba. Die Reaktion darauf war nebenbei Castros Forderung nach einem Erstschlag. Derselbe Castro, der nachdem seine Forderungen ignoriert wurden, in über einem halben Dutzend Ländern Stellvertreterkriege am Laufen hielt, damit die Amerikaner bloss beschäftigt bleiben.

"Und das wir heute noch sind, haben wir den Russen zu verdanken, nicht diesen Wer-nicht-für-uns-ist-ist-gegen-uns Staat USA."

Quark. "Den Russen" haben wir nichts zu verdanken, auch nicht "den Sowjets", sondern einzig und allein Nikita Chruschtschow, der die Spielchen seiner Militärs nicht mitmachte und rechtzeitig gegen seine eigenen Hardliner UND Castro die Notbremse zog. Wäre es nach "den Sowjets" gegangen, wäre aus der Kuba-Krise ein Krieg geworden. Ebenfalls eine Frucht dieser Krise, der wir noch mehr zu verdanken haben, ist die Einrichtung des heissen Drahtes, der letztlich auch die Able-Archer-Krise vor dem Eskalieren bewahrt hat.

"Denn Kennedy hätte AUF JEDEN FALL einen ATOMKRIEG entfacht."

Quark.
Die Ausrufung von DefCon2 galt der Auslöschung der Sowjetunion im Falle eines Raketenstarts von Kuba aus. Im Rahmen von MAD eine vollkommen logische Entscheidung. Jeder einzelne U-Boot-Kapitän der Russen hätte weitaus mehr direkte und unmittelbare Entscheidungsmöglichkeiten gehabt als Kennedy und Chruschtschow zusammen. Aber um das zu wissen - was du offensichtlich nicht tust - müsstest du erstmal die Einsatzrichtlinien für russische SSBN und dergleichen vor 1962/63 kennen.

"Nicht einfach einen konventionellen Krieg."

Die unmittelbaren, realen (und nicht fiktiven) Konsequenzen der Krise war die Mobilisierung von 8 LL-Divisionen sowie die Errichtung der Kuba-Blockade. Rein konventionell.

"Jedenfalls hat Syrien das Recht auf seiner Seite, Waffenkäufe zu tätigen,"

Klar, wieso auch nicht.

"ob von den Russen, den Chinesen, von Aliens oder sonstwen!"

Der Hauptkritikpunkt - wie Peri schon dargelegt hat - ist hier die russische Doppelmoral. Als es um denselben Deal mit Polen ging, quiekte man in Russland laut auf. Und nun ist man sich empört am rechtfertigen, weil man Syrien ein wenig melken will?


...insofern, ja. In dieser Liga spielst du noch lange nicht mit. Da sind viel zu große Lücken in deinem Realwelt-Wissen, die du mit Vermutungen auffüllst. Siehe etwa die Mutmaßung über Kennedys manische Fixierung auf einen Atomkrieg.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
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12.05.2013 11:45 Uhr von CoffeMaker
 
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@Perisecor

"Die zwei bestätigten Abschüsse von NATO-Flugzeugen im Kosovo beruhten in großem Maße in taktischen und strategischen Mängeln auf Seiten der NATO."

So könnte man das auch nennen ;)
Ich meine, diese modernen Flugzeuge wurden von einem System aus den 60igern abgeschossen und nun stell dir mal vor die hätten brandneue Flaraks gehabt.
Aber darum gehts mir in erster Linie nicht sondern um die Taktik die dazu führte das sie diese Maschinen abschießen konnten. Die haben sich nämlich nicht hingestellt das Radar angemacht und gewartet bis was vorbei kam sondern das Radar nur kurzzeitig laufen lassen und (sehr vermutlich) öfter mal einen Stellungswechsel vollzogen.

"Große Systeme wie die S-300 und S-400 (aber auch S-75 und S-125) sind zwar mobil verlegbar, in aller Regel aber stationär - weder können sie aus dem Fahren abgeschossen werden,............. "

Das brauchen sie auch nicht (jedenfalls nicht stündlich). Sie müssen erst verlegt werden wenn sie aufgeklärt wurden bzw. aktiv wurden. Das setzt natürlich voraus das die Stellung super getarnt ist gegen Boden, Luft und Satellitenaufklärung. Der einzige der sich bewegen muss ist das Aufklärungsradar weil es sobald es den ersten "Ping" sendet für alle in Reichweite sichtbar ist. Hast du mehrere Aufklärungsradare in einem Sektor die abwechselnd sich bewegen und überwachen dürfte es sehr schwer werden diese auszuschalten.
Am Ende ergibt sich dann das Bild das sich ein Pilot der in diese Zone reinfliegt sich vorkommt wie ein Infanterist im Minenfeld.

"In meiner Heimat ist Wissen nichts wofür man sich schämen müsste. Im Gegenteil, die meisten Leute sind dankbar, wenn sie etwas dazu lernen können."

Ja sorry das ich dich einen Klugscheißer nannte, ich reagiere nur etwas allergisch darauf wenn jemand in Sachen Waffen sagt das das es total nutzlos ist.
Hinter jeder Waffe steckt noch ein Mensch und das modernste Waffensystem ist nutzlos wenn ein Idiot sie bedient, genauso gut aber können alte Waffensysteme äußerst effektiv sein wenn schlaue und gut ausgebildete Menschen sie bedienen.

Man sollte gerade in Sachen Waffen nie sagen das es nutzlos ist weil es täuscht eine Sicherheit vor und macht leichtsinnig. Das ist mir besonders aufgefallen bei der Einschätzung der AK. Diese sogenannten Experten behaupten das diese Waffe zu ungenau ist. Die Soldaten die diese Berichte lesen denken sich "ach damit treffen die eh nicht, ich bin in Sicherheit". Aber in der Hand eines geübten Schützen ist diese Waffe genauso gut wie eine Waffe der Natostaaten. Sagt mir jedenfalls meine Erfahrung mit Ak im Bezug auf G3.
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12.05.2013 13:55 Uhr von Perisecor
 
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@ CoffeMaker


"So könnte man das auch nennen ;)"

So könnte man das nicht auch nennen, es ist so. Ich rede hier nicht von irgendwelchen theoretischen Phantasiemärchen, das solltest du doch mittlerweile gemerkt haben.



"...und nun stell dir mal vor die hätten brandneue Flaraks gehabt."

Dann hätten sie trotzdem nicht mehr machen können. Die abgeschossene F-16 wäre dann vielleicht direkt ein Totalverlust gewesen. Lassen wir mal fünf gerade sein und gehen davon aus, dass eine der zwei beschädigten F-16 dann ebenfalls abgeschossen worden wäre.

Dann hätten also moderne FlaRak, die viel mehr Geld in Unterhaltung und Produktion kosten, 2 statt 1 Flugzeug abgeschossen. Wahrlich eine viel bessere Quote...




"Die haben sich nämlich nicht hingestellt das Radar angemacht und gewartet bis was vorbei kam sondern das Radar nur kurzzeitig laufen lassen und (sehr vermutlich) öfter mal einen Stellungswechsel vollzogen."

Und trotzdem gingen deutlich mehr FlaRak-Stellungen verloren als Flugzeuge.

Es ist außerdem unklug anzunehmen, dass die NATO daraus keine Schlüsse gezogen hat. Irak 2003 und Libyen 2011 unterstützen diese Annahme weiter.



"Das setzt natürlich voraus das die Stellung super getarnt ist gegen Boden, Luft und Satellitenaufklärung."

Und da beginnt schon das Problem. Dank moderner Satelliten ist eine solche Aufklärung von Jahr zu Jahr einfacher.



"Hast du mehrere Aufklärungsradare in einem Sektor die abwechselnd sich bewegen und überwachen dürfte es sehr schwer werden diese auszuschalten."

Die Radaranlagen der großen FlaRak-Systeme sind nicht mobil und größtenteils kann auch keine drahtlose Vernetzung stattfinden.




"Am Ende ergibt sich dann das Bild das sich ein Pilot der in diese Zone reinfliegt sich vorkommt wie ein Infanterist im Minenfeld."

Das Bild ist wohl eher, dass die Systeme via Satellit o.ä. aufgeklärt werden und dann aus der Ferne vernichtet werden.

Die tatsächlich völlig mobilen Systeme sind straßengebunden. Die Vermeidung solcher Flugrouten ist lästig, wurde aber bereits im Kosovo-Krieg praktiziert.



Wie bereits gesagt: Wenn man genügend Fläche hat und Waffensysteme im Verbund operieren können, sind FlaRak eine nützliche Ergänzung.

Wie aber auch Kampfpanzer sind FlaRak-Systeme alleine wenig nützlich. Man hat, wie bei einem Panzer auch, ein vergleichsweise extrem teures Einzelsystem, welches nur unter ganz bestimmten Bedingungen alleine funktioniert, und dann auch nur leidlich.

Niemand weiß das übrigens besser als die Sowjets, welche in Grosny ein komplettes Garde-Panzerregiment verloren haben.





"Hinter jeder Waffe steckt noch ein Mensch und das modernste Waffensystem ist nutzlos wenn ein Idiot sie bedient, genauso gut aber können alte Waffensysteme äußerst effektiv sein wenn schlaue und gut ausgebildete Menschen sie bedienen."

Ich habe es bisher vermieden, auf den Ausbildungsstand der syrischen - oder aller anderen arabischen - Streitkräfte einzugehen. Das ist dann nämlich das nächste Problem.




"Diese sogenannten Experten behaupten das diese Waffe zu ungenau ist."

Das ist auch eine dumme Pauschalaussage. Sturmgewehre sind in der angedachten Entfernung bis zu 400m alle ausreichend genau, wenn sie justiert wurden.

Ich dachte aber, ich habe mich hier deutlich genug ausgedrückt und keinen Allgemeinplatz á la "S-400 ist scheiße" rausgehauen, denn das ist nicht der Fall. S-400 ist das mit Abstand beste landgestützte FlaRak-System dieses Planeten und MIM-104 in vielerlei Hinsicht überlegen (wenngleich auch dieses seinen Zweck erfüllt).

Das Problem ist hier ganz konkret die Konzipierung des Systems an sich (unflexibel), die stetige Weiterentwicklung der Konterwaffen (Marschflugkörper von immer mehr Trägersystemen, höhere Reichweite auch kostengünstiger Marschflugkörper) und im Verbund mit Syrien auch die äußert schlechten Umgebungsvariablen: Küstennähe ohne schlagkräftige syrische Marine; keine ernsthafte Luftwaffe; keine Möglichkeiten, selbst offensiv zu agieren



Das Problem betrifft aber nicht nur FlaRak-Systeme, sondern z.B. auch die russischen mobilen ICBM á la Topol(-M).

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