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Solarmodule aus China: EU verhängt Strafzölle

Nach Angaben von Insidern gegenüber "SPIEGEL ONLINE" hat die EU nun hohe Strafzölle auf Solarmodule aus China auf den Weg gebracht. Ab dem 6. Juni sollen die Zölle in Kraft treten und bei etwa 47 Prozent liegen.

Das Verhängen von Zöllen auf Solarprodukte aus Fernost stand schon seit langem auf der Tagesliste der EU-Kommission. Diese hat nun bis zum 5. Juni Zeit, um ihre Meinung zum geplanten Entwurf zu äußern. Verhindern wird sie diese Zölle allerdings nicht können.

In China werden weltweit am meisten Solarpanels hergestellt und auf dem Weltmarkt zu Dumpingpreisen angeboten. Allein im letzten Jahr verkaufte China Solarprodukte im Wert von 21 Milliarden Euro in Europa. Experten befürchten, dass sich Spannungen in den Handelsbeziehungen aufbauen könnten.


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WebReporter: camperjack
Rubrik:   Politik
Schlagworte: China, EU, Strafe, Zoll, Solar
Quelle: www.spiegel.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.05.2013 15:09 Uhr von camperjack
 
+17 | -12
 
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Tja, auf der einen Seite immer vom Wachstum Chinas profitieren wollen und bloß alles exportieren was die deutsche Wirtschaft zu bieten hat. Aber auf der andern Seite nicht zulassen wollen, dass unser Handelspartner ebenfalls exportiert. Handel ist eben keine Einbahnstraße!
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08.05.2013 15:12 Uhr von Perisecor
 
+26 | -4
 
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@ camperjack

Das Problem hierbei ist nur, dass die VR China massivste Subventionen für (Staats)Betriebe ausschüttet, womit die Konkurrenz auf dem Weltmarkt zerstört wird.

Danach werden die Preise deutlich angehoben.


So geschehen in der Vergangenheit u.a. bei Seltenen Erden.
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08.05.2013 15:45 Uhr von stoske
 
+6 | -1
 
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@Perisecor: Das Problem ist, dass die nicht dürfen, was wir seit Ewigkeiten mit denen machen. Das ist in der Tat schwer zu verstehen und alles andere als korrekt.
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08.05.2013 16:04 Uhr von Delios
 
+14 | -0
 
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Das fällt denen reichlich spät ein.
Jetzt wo alle großen hier ansässigen Solarfirmen pleite sind bzw. in erheblicher Schieflage hängen...
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08.05.2013 16:42 Uhr von SN_Spitfire
 
+0 | -2
 
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Eigentlich nur gerecht.
Wenn man bedenkt, dass in China bewusst zur reinen Schikane Niederlassungen von bspw. deutschen Automobilfirmen durchsucht wurden, dann kommt jetzt so die Retourkutsche.
So kanns gehn.
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08.05.2013 16:43 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -1
 
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@stoske
Was dürfen die denn nicht was wir machen?
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08.05.2013 16:54 Uhr von SN_Spitfire
 
+2 | -1
 
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@Dracultepes
Betriebsräte sind in China so gut wie nicht vorhanden.
In den Medien gibt es unzählige Beiträge über Arbeitsbedingungen in China.
Das dürfte nicht zu schwer sein, hier Sachen zu finden.

Es ging auch darum, dass wir in Europa durch unseren Massenkonsum sowas fördern bzw. solche Probleme in deren Ländern hervorrufen.
Würde dort jemand für mehr Lohn auf die Straße gehen, dann könnte der innerhalb einer Stunde seine Sachen packen. Sowas kann man hier nicht so einfach umsetzen ohne einen Betriebsrat im Rücken.
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08.05.2013 17:09 Uhr von Dracultepes
 
+0 | -3
 
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@SN_Spitfire

Stoske behauptet explizit wir machen etwas was wir den Chinesen verwähren. Ich wollte wissen was.

Wir haben Betriebsräte, unsere Arbeitsbedingungen sind mehr als gut.
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08.05.2013 17:31 Uhr von Dracultepes
 
+2 | -2
 
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@Zeus35
Schonmal bei Mercedes, VW, BMW, Eurogate geschaut?
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08.05.2013 18:01 Uhr von Dracultepes
 
+0 | -2
 
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@zeus35

Komisch ich liege bis jetzt 2 Beispiele vorne und meins sind Ausnahmen? Du hast eher negative Einzelfälle gebracht.

Ich habe noch x lokale Windenergie Unternehmen an der Hand die gute Arbeitsbedingungen haben + Betriebsräte.

Also bausche das nicht so künstlich auf.
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