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Nach negativem Urteil von Kinderärzten: Beschneidungsdebatte kocht wieder hoch

Ein Jahr nach dem umstrittenen Urteil von Köln, dass die Beschneidung von Jungs als Straftbestand einstufte, kocht die Debatte wieder hoch.

Zwar hatte die Regierung später den Eingriff per Gesetz legalisiert und sich auf ärztliche Urteile berufen, doch nun sorgt ein Gutachten von 19 europäischen Kinderarztverbänden für Zweifel an den gesundheitlichen Vorteilen einer Beschneidung. Laut deren Studien gibt es keine Vorteile.

"Sie lässt sich mit weniger schweren Eingriffen vorbeugen und es gibt keinen überzeugenden Grund, Jungen ihr legitimes Recht vorzuenthalten, ihre eigene informierte Entscheidung zu fällen, wenn sie alt genug sind", so das Fazit der medizinischen Taskforce.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Urteil, Debatte, Beschneidung, Kinderarzt
Quelle: www.sueddeutsche.de

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9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.05.2013 12:12 Uhr von psycoman
 
+20 | -1
 
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Richtig. Volljährige können das gerne machen lassen, wenn sie es für richtig halten, Kindern jedoch ist nichts abzuschneiden, was nicht nachwächst, und vorallem nicht ohne deren bewusste Zustimmung. Die können Kinder und Jugendliche aber noch nicht treffen.
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08.05.2013 12:18 Uhr von Silenius
 
+15 | -11
 
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Ich finde, das sollte man mit der Taufe ähnlich halten.
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08.05.2013 12:23 Uhr von Atze2
 
+4 | -0
 
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nene, bei den Religionskrapfen schützt das Schnippeln ja vor HIV, hauptsache nicht an Tetanus denken
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08.05.2013 12:27 Uhr von SNnewsreader
 
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@Silenius

Das sehe ich auch so. Meine Kinder haben sich mit 14 entschieden getauft zu werden. So ist die Eine nun katholisch, der Andere evangelisch getauft.

Das hat auch etwas mit Religionsfreiheit zu tun.

Die Adventisten, so weiß ich, taufen ihre Kinder prinzipiell nicht vor dem 14. Lebensjahr.
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08.05.2013 12:36 Uhr von El_Caron
 
+10 | -0
 
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Na endlich. Es ist widerlich, wie man die unwiderufliche religiöse Kennzeichnung von hilflosen und nicht zustimmungsfähigen Individuen mit ReligionsFREIHEIT begründen will.
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08.05.2013 12:40 Uhr von hanton
 
+14 | -0
 
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Also die Taufe mit Körperverletzung gleichzusetzen ist ja wohl Schwachsinn. Wenn man das nicht mehr mitmachen will kann man austreten und gut ist aber eine Beschneidung kann man nicht mehr rückgängig machen.
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08.05.2013 12:41 Uhr von Jolly.Roger
 
+11 | -1
 
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@Silenius:
Die Taufe hinterlässt zwar keinen bleibenden körperlichen Schaden, aber im Prinzip hast du damit ebenso recht.

Die Beschneidung betrifft aber eben nicht nur die religiöse Selbstbestimmung, sondern vor allem das Recht auf körperliche Unversehrtheit!

Großer Unterschied zur Taufe, findest du nicht?

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]
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08.05.2013 13:27 Uhr von guy110511
 
+9 | -0
 
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Besonders prikelnd ist auch die Tatsache, woher die Beschneidung eigentlich stammt, bzw. warum sie "erfunden"wurde.
Einziger Grund für die Beschneidung war in alter Zeit der Dreck, vornehmlich der unter der Vorhaut (mmhhmm, lecker). Da man aber im nahen Osten nicht wollte, dass 2/3 der männlichen Bevölkerung der Schnippeldillerich abfault, hat man kurzerhand die Religion vorgeschickt und gesagt => Haut ab, sonst Hölle! Cool, oder!?! Und so ein Mist ist heute noch immer Religion. Man muss nix abschneiden, duschen reicht!
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08.05.2013 16:15 Uhr von psycoman
 
+1 | -0
 
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Der Glaube der Eltern prägt einen soweiso, aber man muss nicht noch Körperverletzung hinzufügen.

Zur Taufe sei gesagt, dass es für das Kind nur insofern bleibende Folgen hat, dass es dann Relgionsunterricht hat, bis es 14 Jahre alt ist und bei Nichtgefallen der Relgion für einen Austritt meistens Geld bezahlen muss. Das würde ich mir aber von meinen Eltern weiderholen, denn wenn ich dafür bezahlen muss, aus einem Verein auszutreten, dem ich überhaupt nicht beitreten wolte, ist das deren Schuld, da sie mich dort angemeldet haben.

Eine Erlaubnis ab dem 18 Lebensjahr schränkt auch niemanden ein. Volljährige Juden oder Muslime können immer noch eine Beschneidung durchführen lassen und die wurde dann auch von mündigen Erwachsenenn getroffen.

Wenn meine Religion verlangt, dass ich meinem Kind die Ohrläppchen abhacke, darf ich das dann auch? Die braucht doch sowieso keiner und Gott will es, steht zumindest so in meinem heiligen Buch.

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