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Lernforscherin: "Die meisten Gymnasiasten sind intellektuell nicht auf der Höhe"

Die Lernforscherin Elsbeth Stern ist der Ansicht, dass nur ein Fünftel aller Schüler auf ein Gymnasium gehen sollen.

"Das Gymnasium als Massenschule hat folgenden Nachteil: Die meisten Gymnasiasten sind nur mittelmäßig begabt und intellektuell nicht ganz auf der Höhe. Das ergibt sich zwangsläufig aus der Normalverteilung der Intelligenz", erklärt Stern.

Die Forscherin plädiert deshalb gegen das Gymnasium als Massenschule. Analog dazu soll auch nicht jeder studieren, der sich nicht ernsthaft mit Wissenschaft beschäftigen will. Die Fachhochschulen sollten deshalb mehr in den Fokus rücken.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Freizeit
Schlagworte: Schüler, Höhe, Gymnasium, Fachhochschule
Quelle: www.spiegel.de

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.05.2013 11:21 Uhr von GroundHound
 
+4 | -9
 
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@nochmalblabla:

Sehe ich anders. Die hervorragende Ausbildung an einem Gymnasium hat mich perfekt auf das Studium und das spätere Leben vorbereitet.
Ich bin sehr zufrieden. Mit einem Abitur in der Tasche stehen einem alle Möglichkeiten offen. Nicht nur wegen des Abschlusses, sondern auch wegen des Wissens.
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08.05.2013 11:23 Uhr von Phyra
 
+6 | -2
 
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@nochmalblabla
Das deutsche schulsystem ist und war schon immer als elitenförderungssystem gedacht.
Dadurch das aber jetzt mit falscher politischer correctness dieses prinzip ausgehebelt wird und selbst idioten auf das gymnasium kommen (mit darauf folgendem niveuverlust des unterrichtes) funktioniert das einfach nicht mehr. das hat nix mit lernen lernen oder allgemeinbildung verschaffen zu tun.
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08.05.2013 11:30 Uhr von saber_
 
+13 | -2
 
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@GroundHound

ich bin vom gymnasium auf die fachoberschule.... in den ersten semestern haben die gymnasiasten dann am meisten gerudert...

mathe, chemie, physik und elektrotechnik hatten sie gut was nachzuholen...


der lehrplan vom gymnasium ist viel breiter gefaechert als der von fachoberschulen...und waehrend wir direkt auf das technische studium getrimmt wurden, mussten die gymnasiasten halt noch viele andere themen behandeln... diese dann aber nicht in selbiger tiefe wie wir...



und was einem am gymnasium garnicht vermittelt wird: lernen lernen!
es wird alles stupide von einem verlangt... es bringt nichts wenn du eine information herleitest...solange es nicht 1:1 so wiedergegeben ist wie der lehrer es erwartet sind es 0 punkte...

und anstatt den schuelern den korrekten umgang mit buechern und formelsammlungen und taschenrechnern beizubringen verbietet man einfach alles! und wofuer bitte sollte ich die formel fuer die gravitationsfeldstaerke jemals auswendig wissen?! ich muss wissen wie ich sie wo am schnellsten finde!

und taschenrechner sollten auch immer erlaubt sein! man muss den schuelern eben beibringen und zeigen das es ohne meistens viel schneller geht!
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08.05.2013 11:53 Uhr von Biblio
 
+4 | -0
 
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@Groundhound

"Mit einem Abitur in der Tasche stehen einem alle Möglichkeiten offen. Nicht nur wegen des Abschlusses, sondern auch wegen des Wissens."

Welches Wissen?^_^
Wirkliches Wissen wird auch an Gymnasien vorenthalten,
keinem Schüler einer staatlichen Schule werden die Hintergründe ihres Wissens vermittelt.
Kaum einer kennt die wahre Bedeutung der Mittel, mit denen er zu hantieren und zu arbeiten lernt.

Es bleibt schliesslich doch dem individuellen Intellekt überlassen, die Summe seines Wissens auf einen Nenner zu bringen und zu verstehen, anstatt wie ein ahnungsloser Roboter stur auszuführen, was ihm programmiert worden ist.
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08.05.2013 11:55 Uhr von sicness66
 
+1 | -7
 
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Jawoll, wieder so eine Oberschlaue, die nur Elite haben will. Jetzt sind also schon Schüler, die der Normalverteilung ensprechen nicht mehr gut genug fürs Gymnasium. Wieso sieben wir nicht schon im Kindergarten aus, wenn die meisten Kinder die Löffel nicht richtig halten können ?

Hier verschiebt man wieder nur das Problem vom Bildungssystem und ihrer Betreuung auf die Schüler...
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08.05.2013 12:00 Uhr von perMagna
 
+6 | -0
 
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Naja, ganz unrecht hat die Dame nicht. In meiner Stufe haben Leute das Reifezeugnis ablegen können, die primär durch die Verwendung von "Isch haabe keine Bock, alter" und diverser Slangausdrücke für das weibliche Genitale auffielen.
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08.05.2013 12:09 Uhr von Maedy
 
+4 | -1
 
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Es liegt an den Eltern nicht an den Schulen.Eltern sind so fixiert auf Gymnasium,dass sie nicht sehen wollen was ihr Kind wirklich zu leisten vermag.Sie arbeiten die ganze Grundschulzeit daran,dass ihr Kind aufs Gymnasium kommt und wundern sich dann,dass die Zeit auf dem Gymnasium nicht einfacher wird-im Gegenteil.So ackern sie auch da um ihr Kind durch bis zum Abi zu bringen...deshalb gibt es jetzt das Problem,dass bei Unianfang die Eltern mit samt den Neustudenten bei der Uni aufschlagen was früher nicht so war...den Kindern wird so die Verantwortung für sich abgenommen-wenn es nicht klappt,dann wird gefördert und gearbeitet bis zum Erbrechen,aber die ganz normalen Dinge die wichtig sind und zur Allgemeinbildung gehören bleiben auf der Strecke.
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08.05.2013 12:13 Uhr von Atze2
 
+2 | -0
 
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das kenn ich

mathe leistungskurs aber keine ahnung wie ein simpler dreisatz funktioniert, vom Prozentrechnen will ich gar nicht anfangen, im Hundert, auf Hundert, von Hundert sind für die Fremdwörter

die wesentlichen Grundrechenarten werden denen einfach nicht beigebracht

[ nachträglich editiert von Atze2 ]
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08.05.2013 12:18 Uhr von IrgendeinUser
 
+3 | -1
 
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@ saber_
Formelsammlungen sind erlaubt!
Taschenrechner waren es bei uns auch.
Nur stand manchmal!, man solle "händisch" rechnen, also einen nachvollziehbaren Weg ohne Taschenrechner, der zeigt, dass man es verstanden hat. Und das auch nur bei simplen Sachen wie Ableitungsregeln oder Additionsverfahren.

Dennoch hast du recht, die fehlende Spezialisierung eines normalen Gymnasiums kann zu Problemen führen.
Fachgymnasien und Fachoberschulen bereiten gut vor, wenn man diese Richtung auch studieren möchte.
____________________________________________
Wir hatten in Englisch(LK) Indien als Thema. Es gab Schüler, die hatten nie von Mahatma Gandhi gehört. Nur 2 Schüler konnten erklären, wer er war.
Eine aus dem Mathe LK ging abends kellnern. Für 5 Jägermeister á 1,80€ hat sie im Kopf 7,20€ rausgekriegt. (Und ich hab ihr nen Zehner gegeben und gesagt:"Dann machen wir neun draus." xD) Na gut, sie hats dann auch nicht geschafft.
Wir sollten in Deutsch ein Buch lesen, die Hälfte hats nicht gemacht.
Manchmal hatte ich dass Gefühl 3/4 der Schüler rafft BRC (Betriebswirtschaft, Rechnungswesen, Controlling)kein Stück. Kurze 10min- Test haben das oft bestätigt.
Geschichte war unbeschreiblich katastrophal.
Natürlich wurde das eigene Desinteresse immer auf den Lehrer geschoben.
Und ich könnte noch viel ausführlicher erzählen.

Lange Geschichte, kurzer Sinn: Die News stimmt, zumindest die Hälfte aller Schüler sind nicht geistig auf der Höhe und haben das Abi kaum verdient.
__________________________________
@nochmalblabla:
vielleicht hast du einfach zu den "ein Fünftel" gehört, die auf dem Gymnasium völlig richtig ist.
Ob es wirklich nur ein Fünftel ist, sei dahingestellt.
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08.05.2013 12:46 Uhr von Phyra
 
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@Atze
grundrechenarten bei zu bringen ist sache der grundschule, wer nach der dritten oder 4. klasse noch nicht das beispiel von IrgendeinUser rechnen kann, der hat auch auf dem gymnasium nichts verloren.
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08.05.2013 13:17 Uhr von Peter323
 
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ich weiß zwar nicht, was das Gymnasium nun mit Intelligenz zu tun hat.

Wenn man ein Lerntyp iss, konnte man alles problemlos durchwandern, vom Gymi bis zur Uni.
Das meiste ist simples auswendig lernen und anwenden von Schemen, nur hat das halt nix mit Intelligenz zu tun.

Generell ist nicht einmal klar, was überhaupt mit Intelligenz gemeint ist, da streiten sich die Geister. Meiner Meinung nach kann man das nicht einmal messen oder gar vergleichen mit heutiger Technik. Nein Intelligenztests kann man üben, maßgeblich beeinflussen und hängt hauptsächlich vom Schreiber ab und haben eine Aussagekraft gegen 0.

Die Frau scheint aber keinen allzu großen Intellekt zu besitzen.
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08.05.2013 13:19 Uhr von Petaa
 
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Das heutige Abi ist eigentlich keine gute Vorbereitung auf ein Studium. Es wird nur das sture auswendig Lernen in den Vordergrund gerückt. Labert man dem Lehrer nicht 1:1 nach gibt es gleich mal Punktabzug. Logik und eigene Herleitung von Problemen wird in keinem Fach wirklich gefördert und die meisten Schüler haben auch keinen Anspruch mehr es auf diese Art überhaupt zu versuchen. Selbst wenn dieser Anspruch da sein sollte, so fehlt die Zeit dafür. Man muss sich ja zeitintensiv mit Fächer herum quälen die man anschließend nie wieder braucht nur um nicht durchzufallen. Das rächt sich später massiv.

Spätestens nach der 10. Klasse sollte die Spezialisierung noch viel weiter gehen als sie es jetzt schon ist. Wieso soll sich ein zukünftiger Germanistik Student noch mit Kurvendiskussionen quälen oder ein zukünftiger Informatik Student sich durch Faust das Leben schwer machen lassen. Jemanden ohne Talent in einem Bereich etwas zu vermitteln dauert einfach die zehnfache Zeit und ist nach einigen Wochen sowieso komplett wieder vergessen.

Sieht man auch gut an meinem ABI Zeugnis. Für die LK Fächer habe ich mich jeweils nur 3 Tage vorbereitet. Das waren dann auch jeweils 12 und 13 Punkte. Für das mündliche ABI habe ich ca. 2 Wochen Vorbereitungszeit gebraucht. Ich kannte das Thema sehr genau und habe das stur gelernt ohne auch nur eine Kleinigkeit wirklich zu verstehen. Aus der Vornote 4 wurden dann erneut 13 Punkte da ich die Details einfach auswendig kannte. Das Gesicht der Lehrerin werde ich jedenfalls nicht vergessen.
Das vierte Fach war dann unter Zwang Deutsch schriftlich. Ich habe mir mehrere Monate vorher bereits ne Nachhilfe gesucht und regelmäßig was dafür getan. Trotz intensiver Vorbereitung bei der jede Menge Zeit drauf gegangen ist, habe ich wahnsinnige 3 Punkte bekommen. Die Zweitkorrektur wollte mir ursprünglich sogar 0 Punkte geben.

Hätte man mich nach der 10. Klasse von den Fächern befreit die nur schwerer Ballast waren, wäre nicht nur meine ABI Note besser. Ich hätte sehr wahrscheinlich deutlich mehr Wissen mit ins Studium genommen.

Mein Fazit aus dem Lernen fürs ABI habe ich dann auch im Studium angewendet. Was nach 3 Tagen intensiver Vorbereitung nicht logisch nachvollziehbar hängen bleibt ist es nicht wert weiter gebüffelt zu werden.

ps.

Mein Deutsch ist weiterhin besch... aber fürs Diplom hat es gereicht.

[ nachträglich editiert von Petaa ]
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08.05.2013 13:26 Uhr von Schaumschlaeger
 
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@Terrorstorm
Das setzt sich auch weiter so an den Hochschulen fort. Man fragt, woher manche ihre Abschluss erhalten haben und manchmal sogar, wie es die Leute in die fortgeschritteneren Semester geschafft haben, obwohl einfachste Grundlagen einfach nicht vorhanden sind.

@Topic
"Analog dazu soll auch nicht jeder studieren, der sich nicht ernsthaft mit Wissenschaft beschäftigen will. Die Fachhochschulen sollten deshalb mehr in den Fokus rücken."

Den Satz verstehe ich nicht. Rein theoretisch ist ein Fachhochschulstudium einem Universitätsstudium gleichzusetzen, wobei die FH ein wenig mehr Augenmerk auf die praktische Ausbildung im vergleich zur theoretischen legt. Sollen jetzt die Abiturienten, die später nicht forschen wollen, an die FH? Dann sollte man die Abschlüsse aber auch wieder klar und deutlich trennen.

Stimmt schon, dass nicht jeder studieren sollte, aber dann sollte man im Gegenzug auch denen, die sich ernsthaft mit Wissenschaft auseinandersetzen wollen die Möglichkeit geben, an die Uni zu gehen. Wieso darf man mit einer Fachhochschulreife nicht an die Uni sondern nur an die FH, obwohl man für die gewünschte Fachrichtung ebenso intensiv vorbereitet wurde?

Ja es gibt noch einiges zu tun im Bildungssystem.
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09.05.2013 09:41 Uhr von H-Star
 
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"Stellt euch vor ihr habt ein Abitur mit Note 3 oder schlechter, da kann man sich auch gleich umbringen,"

generell kann man das nicht sagen
ich hab eine note von 3.4, nicht studiert, und jetzt, 13 jahre später, kriege ich 5000€ brutto für 40h/woche :)

[ nachträglich editiert von H-Star ]
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09.05.2013 10:01 Uhr von Again
 
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@ nochmalblabla:
"weil viele Gymnasien ihre Abiturienten zu ... sagen wir mal: Fachidioten ausbilden."
Nicht wirklich. Um welches Fach gehts denn dabei?

@ saber_:
" es bringt nichts wenn du eine information herleitest...solange es nicht 1:1 so wiedergegeben ist wie der lehrer es erwartet sind es 0 punkte..."
Das ist wohl eher vom Lehrer abhängig und nirgends so vorgegeben.

"und anstatt den schuelern den korrekten umgang mit buechern und formelsammlungen und taschenrechnern beizubringen verbietet man einfach alles!"
War hier bei uns erlaubt.

@ IrgendeinUser:
"Wir sollten in Deutsch ein Buch lesen, die Hälfte hats nicht gemacht."
Naja, hab ich aber auch fast nie gemacht. Wenn eine Lehrerin sagt "ein ganz tolles Jugendbuch", hat man es prinzipiell nicht gelesen.

@ Peter323:
"Nein Intelligenztests kann man üben, maßgeblich beeinflussen und hängt hauptsächlich vom Schreiber ab und haben eine Aussagekraft gegen 0."
Ganz so ist es auch wieder nicht ^^

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