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Das Geschäft mit dem Burnout - Falsche Diagnose kann gefährlich sein

Immer mehr Menschen fühlen sich ausgebrannt und von der Arbeit und dem Alltag überfordert. Schnell fällt dann das Schlagwort Burnout.

Und die Gesundheitsindustrie verspricht Hilfe in Form von Pillen, Reisen und Seminaren. Doch nicht immer helfen diese Maßnahmen. Denn viele Patienten, die glauben an einem Burnout erkrankt zu sein, sind in Wirklichkeit depressiv.

Dies ist jedoch eine ernsthafte Krankheit, welche eine andere Behandlung erfordert. Durch eine falsche Diagnose können solche Menschen noch tiefer in die Depression fallen.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Geschäft, Depression, Diagnose, Burnout
Quelle: www.br.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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08.05.2013 00:18 Uhr von shadow#
 
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Und wo ist ein Burnout jetzt bitte keine Depression?
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08.05.2013 01:28 Uhr von NoPq
 
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@shadow: Die Übergänge scheinen, bedingt durch die relativ offene Auslegung der Burnout-Diagnostizierung, sehr fließend zu sein.

Burnout ist sozusagen eine starke / ausgeprägte / wie auch immer / reaktive Depression. Ändert aber nichts an den Symptomen, aber es macht das Ganze ein wenig mehr nachvollziehbar
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08.05.2013 01:57 Uhr von blonx
 
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@ Shadow

Ein Burnout geht meistens auch mit einer Depression einher, allerdings nur mit einer punktuell bedingten. Arbeit, Stress und Überforderung.
Eine richtige Depression hat andere, tiefgreifendere Gründe und muss anders behandelt werden.
Wie in einer anderen ShortNews schon geschrieben wurde, helfen die Psychopharmaka, welche bei Depressionen verschrieben werden, bei einem Burnout nicht. Genauso helfen die Behandlungen bei einem Burnout nicht bei schweren Depressionen.
Es werden vielleicht die Symptome bekämpft, aber nicht die Ursachen.
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08.05.2013 05:41 Uhr von jschling
 
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Die Quelle ist mit ihrem Satz: "Denn zahlreiche Menschen, die glauben, an einem Burnout zu leiden, sind depressiv, also ernsthaft krank." ähnlich geil wie die News hier (letzter Satz 2. Absatz + 1. Satz 3. Absatz), von daher korrekt wiedergegeben *g* naja, Bayern halt

also ist in sofern völlig daneben, als das es aussagt, dass Depressive wirklich krank sind, im Gegensatz zu den dauernd nur rumjammernden und krankfeiernden Bournout-Weicheiern :-))
aber medizinisch sind wir (abgesehen von Bayern) doch eigentlich so weit, Bournout als Krankheit erkannt zu haben (das es viele Fehldiagnosen geben mag steht ja auf einem anderen Blatt, ist ein ganz anderes Thema)

[ nachträglich editiert von jschling ]
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08.05.2013 12:01 Uhr von erw
 
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Depression ist eine psychische Erschlaffungserscheinung. Burnout auch. Im Gegensatz zur reinen Depression kommen bei Burnout psychische Veränderungen hinzu. Ein Mensch, der sich so stark überforderte und letztendlich an dem Burnout-Syndrom erkrankte, hat schon vorher so gut wie sein ganzes Wertesystem auf den Müll geworfen, um noch mehr leisten zu können.

Ich habe bei Kollegen mit Symptomen in der Richtung miterlebt, wie sie in Stresssituationen in kindliches und perfides Verhalten verfielen, weil sie sich nicht mehr anders zu helfen wussten.
Witzigerweise ähnelt ihr Verhalten in ihren extremen Auswüchsen dem Verhalten von Politikern in hohen/stressigen und undankbaren Ämtern oder der Chefetage eines Großkonzerns. Da wundert es mich auch nicht, dass man heutzutage überall von Korruption liest.


Anscheinend ist Burnout psychisch gesehen das Ende des Leitsatzes "abyss abyssum invocat".
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08.05.2013 18:17 Uhr von Manu68
 
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Burnout ist nur ein Symptom der Depression, es existiert als eigenständige Krankheit gar nicht. es kann dann nur zu einer Depression werden, wenn man den Schuß vor den Bug nicht mitbekommt. Nur manche Manager oder Männer (meinetwegen auch Karreriefrauen) können dann denken, sie hätten sich diese Krankheit hart erarbeitet und fühlen sich nicht so stigmatisiert wie bei der "echten" Depression. Burnout klingt ja wenigstens nach was
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09.05.2013 18:18 Uhr von Katatonia
 
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"So kann beispielsweise Entspannung und Ruhe dem überarbeiteten Manager durchaus helfen, bei Depression droht damit aber ein tieferes Abrutschen in die Krankheit." Aus der Quelle

So ein absoluter Quatsch. Entspannung und Ruhe gehört gleichermaßen zum BurnOut und zur Depression und sie ist auch in der Depression notwendig. Erstens, weil es der Körper verlangt und zweitens, weil es die Psyche verlangt und drittens geht es hier nur um wirklich maßvolle Aktivität. Die ist auch beim BurnOut hilfreich.

Ich habe sowohl den BurnOut durch, wie auch Depressionen. Der Unterschied sind einzig die Gründe für Beides. Während die Depression meistens tiefgreifende und langfristigen Lebensereignissen voraus geht, rührt der BurnOut oftmals u.A. aus der massiven Belastung mehrere eigener Lebensbereiche in einem Zeitraum von ein bis ein paar Jahren - natürlich nur bei entsprechenden Persönlichkeitsvoraussetzungen.

Ich behaupte, der BurnOut ist nur eine Form der mittleren bis schweren Depression. Mehr nicht. Er gleicht sich schlichtweg in Form und Farbe.

@erw

In meinem Fall hatte das nichts mit dem Wegwerfen meines Wertesystems zutun, sondern schlichtweg damit, dass ich deutlich mehr für andere da war, als für mich selbst. Die Selbsthygiene trat immer mehr in den Hintergrund. Alles wurde zu einem Muss. Ohne Ausnahmen. Und ich ließ mich bis an meine Grenzen ausnutzen.

Vom BurnOut sind vorallem die menschlichen Charaktere betroffen - genau die mit einem Helfersyndrom, auch mal mit einem geringen Selbstwertgefühl und die, die Andere und Anderes über sich selbst stellen. Ich habe mich permanent selbst ausgebeutet. Narzisten sind davon weniger betroffen, möge ich behaupten. In meiner Reha glichen sich jedenfalls alle mit BurnOut. Ganz egal, welche Branche und Gesellschaftsschicht.

@Manu68

Auch wenn ich dir zustimme, aber das Bunrout-Syndrom ist im ICD-10 eine eigenständige Diagnose:

Z73 Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung
Z73.0 Ausgebranntsein (Burn-out, Zustand der totalen Erschöpfung)

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