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Fußball: Beschwerde gegen "Financial Fair Play" vor EU-Kommission

Widerstand erhebt sich gegen das sogenannte "Financial Fair Play" des europäischen Fußballverbandes UEFA. Der belgische Anwalt Jean-Louis Dupont hat bei der EU-Kommission offiziell Beschwerde eingelegt. Der Anwalt war in der 90er Jahren durch das revolutionäre Bosman-Urteil berühmt geworden.

Dupont beklagt, dass die Finanzregelungen europäisches Wettbewerbsrecht und die EU-Freiheiten verletzen würden. "Mit anderen Worten verbietet diese Regel einem Vereinsbesitzer, sein eigenes Geld seinem eigenen Club für ein Wachstum nach seinen eigenen Vorstellungen zuzuführen", so der Experte.

Das "Financial Fair Play" fordert, dass die Ausgaben von Klubs deren Einnahmen nicht übersteigen dürfen. Laut Dupont führe dies zu Einschränkungen, die gegen geltendes Recht verstoßen könnten. Die UEFA und die EU-Kommission hatten noch im letzten Jahr die Rechtmäßigkeit betont.


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WebReporter: sicness66
Rubrik:   Sport
Schlagworte: Fußball, Kommission, EU-Kommission, Beschwerde
Quelle: www.transfermarkt.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.05.2013 14:47 Uhr von Semper_FiOO9
 
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Im Grunde hat der Herr Dupont ja recht. Man sollte mit seinem Geld machen dürfen was man will.

Klar ist es für andere Vereine/ Menschen ohne Geld unfair...aber darf jetzt deswegen niemand mehr Geld ausgeben nur damit die, die kein Geld haben nicht beleidigt sind??

[ nachträglich editiert von Semper_FiOO9 ]
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07.05.2013 15:00 Uhr von saber_
 
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07.05.2013 16:14 Uhr von Nickman_83
 
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@ saber: wenn man keine ahnung hat, könnte man mal fragen!

allein, dass du denkst, dass nur erlöse für verkäufe dafür herhalten müssen, wenn man einen neuen spieler kaufen will, ist doch quatsch.

Beispiel Bayern (fiktiv): Sie nehmen im jahr zwischen 350 und 390 Mio € ein (Umsatz). Davon sind ca 50-80 Mio Gewinn. Da zählen Vermakrtung, Übertragungsrechte, Ticketerlöse, Ablösen verkaufter Spieler etc rein.
Jetzt könnte Bayern also jedes Jahr für 50-80 Mio einkaufen, ohne auch nur einen Spieler verkaufen zu müssen. Da wäre noch im FFP.

Es geht aber um Vereine wie PSG. Die haben vielleicht auch ca 30 Mio Gewinn aus ihren ganzen Geschäften, wollen aber 100-150 Mio für neue Speiler ausgeben. Wo kommt die Kohle her? Nicht vom Verein. Sondern vom Scheich. Das ist nicht FFP und auch in meinen Augen unfair.

Das auch kleine Vereine nicht so viel ausgeben können, halte ich für richtig, da sie eben klein sind und nicht so viel geld haben. Das liegt auch daran, dass sie nicht so viel wert haben. Nicht für die Übertragungsrechte, nicht beim Trikotverkauf und nicht bei der Vermarktung überall. Das ist eben so und hat nix mit Fairness/Unfairness zu tun. Das man langsam wachsen kann, hat Dortmund in den letzten Jahren gezeigt und Bayern seit dem Ende der 70er auch.

[ nachträglich editiert von Nickman_83 ]
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08.05.2013 02:05 Uhr von ms1889
 
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fussball ist eh kein sport mehr, sondern moderner menschenhandel... ausserdem sind millionenbeträge für eine person unangemessen hoch und zeigen den menschenhandels gedanken, der ja auch in den verträgen sich wiederspiegelt. bzw wie die vereine mit menschen (spielern) umgehen (zB kinder, die nicht frei vereine wechseln dürfen nach dfb).

[ nachträglich editiert von ms1889 ]
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08.05.2013 04:57 Uhr von no_trespassing
 
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Die Argumentation hinkt.

Die Fußballvereine können sich teilweise nur noch mit dubiosen Geschäften über Wasser halten.

- In Italien werden Schiris bestochen, weil Vereine sonst pleite wären, wenn sie nicht international spielen. Juve wurde mit einem Jahr 2. Liga bestraft und das war es schon.

- In Spanien werden immer undurchsichtigere Deals abgewickelt. Stadien werden ver- und wieder zurückgekauft, Real Madrid ließ sich sein Trainingsgelände von der Stadt durch einen Immobilienvertrag mal eben um 480 Mio. EUR aufwerten.

- In England fordern Clubbesitzer bereits, dass Tabellenplätze festgeschrieben werden (kein Scherz!). D.h., bestimmte Clubs sollen z.B. nicht absteigen dürfen, weil sie sonst finanziell kaputt wären.

Wenn die Geldgeber wirklich mit ihrem Eigenkapital haften würden, dann wäre das kein Problem, aber letztinstanzlich haftet der Steuerzahler. Der muss für die maroden Kredite aufkommen.

Bei Real butterte der Besitzer von ACS zig MIllionen in den Verein, die Firma übernahm heillos verschuldet noch Hochtief. Dadurch gingen Banken wie "Bankia" erst den Bach runter, die dürfen dann Notkredite aus dem ESM erhalten, die wiederum der deutsche Steuerzahler bezahlt.

Das ganze System ist so komplex, dass viele längst den Überblick verloren haben.

Das fehlende Financial FairPlay hat außerdem erst der Wettmafia den Boden bereitet.
Wenn niemandem Schaden entstehen würde, dann sollte tatsächlich jeder mit seinem Geld machen dürfen, was er will, aber leider wird hier der Allgemeinheit wieder eine hohe Bürde aufgehalst.
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08.05.2013 06:57 Uhr von saber_
 
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@mr.easht & Nickman_83

richtig, um spielerkaeufe geht es nur am rande....war auch nur ein beispiel...


man kann auch seinen trainingsplatz fuer 1 milliarde verkaufen und dann wieder fuer 1 euro kaufen...


egal was, man kann alles ueberteuert verkaufen und unter preis kaufen.... und hat am ende dickes plus in der bilanz
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08.05.2013 07:54 Uhr von Suzaru
 
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Das Financial Fair Play kann und wird mit billigsten Tricks umgangen.
Einfaches Beispiel: Ein Klub will einen Spieler für 30 mio. € kaufen, kann das aber aus Financial Fair Play Gründen nicht. Dann überweist der Klub nur 1 Mio. € und die restlichen 29 Mio. € werden vom Oligarchen bzw. Mäzän als "Schenkung" an den anderen Klub abgegolten. Fertig!
Sponsorengelder und Schenkungen sind im Übrigen weiterhin ohne jegliche Begrenzung möglich um die Klubkasse aufzubessern.

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