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England: Linguist identifiziert 15.000 Jahre alte "ultrakonservierte Wörter"

Dem Linguisten Mark Pagel und seinem Team an der University of Reading in England ist es gelungen, Worte zu finden, die vermutlich vor 15.000 Jahren bereits verstanden wurden.

Hätte man diese "ultrakonservierten" Begriffe einem Menschen im Europa oder Asien der damaligen Zeit gesagt, er hätte einen tatsächlich verstanden, so die Forscher.

Zu den Wörtern gehören "mother", "not", "what", "to hear" und "man".


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: England, Wort, Linguistik, Sprachwissenschaft
Quelle: www.washingtonpost.com

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.05.2013 12:23 Uhr von ThomasHambrecht
 
+6 | -2
 
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Ich habe neulich mit einer Linguistin zusammengearbeitet, die einen fast ausgestorbenen deutschen Dialekt (vom Tonband) digitalisieren ließ. Das ist ein hochinteressantes Thema.
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07.05.2013 13:51 Uhr von Nordwin
 
+6 | -1
 
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@labertaeschen

Alles was mit Geschichte zu tun hat läuft auf eine Rekonstruktion hinaus und hat doch viel mehr Wahrheitsgehalt als ein Iphone-Gerücht. Warum? Ganz einfach, es beruht auf wissenschaftlichen Tatsachen und ist somit eine wissenschaftliche Annahme.

Zeitverschwendung? Es gibt immer jemanden der sich für sowas interessiert und unter Linguisten findet man solche Leute erst recht. Auch sind viele moderne Sachen mehr Zeitverschwendung als die Erforschung von alten Sprachen, zmdst. wenn man den absoluten direkten Nutzen zum Leben von Menschen als Grundlage dazu sieht. Filme? Bücher? Internet? Musik? Theater? Geschichtswissenschaften? Soziologie? Alles Zeitverschwendung laut dir?
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07.05.2013 13:56 Uhr von Ruthle
 
+3 | -2
 
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damals war englisch schon die Weltsprache.....^^
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07.05.2013 14:12 Uhr von Schäff
 
+9 | -1
 
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labertaeschchen, Linguistik ist eine Wissenschafft. Aus statistischen Untersuchungen welche Wörter zu welcher Zeit in einer Sprache ersetzt werden, lassen sich allgemeine Gesetzmässigkeiten ableiten. Zum Beispiel die, dass weit verbreitete, oft benutzte Wörter langsamer durch neue Wörter ersetzt werden als weniger weit verbreitete/weniger oft benutzte. Daraus (und einigen anderen so gewonnenen Gesetzmässigkeiten) lässt sich indirekt schließen, welches vermutlich die ältesten Wörter einer Sprache sind und wie alt diese Wörter sind. Im Englischen lässt sich das sehr gut am Grundwortschatz erkennen, da er bis heute immer noch überwiegend Germanisch geprägt ist und ansonsten relativ wenige französische/lateinische Wörter beinhaltet (die ansonsten den Stamm für die große Mehrheit der englischen Wörter bilden).
97% der 100 gebräuchlichsten Worte sind bis heute, über 1000 Jahre nachdem die Normannen England besetzten, Germanisch geblieben, sowie 57% der 1000 gebräuchlichsten, aber nur noch 39% der 1000-2000 gebräuchlichsten und 36% der übrigen Wörter.
http://en.wikipedia.org/...

Wenn dieses Verfahren zwischen Sprachfamilien angewandt wird, lässt sich aufgrund der erweiterten Datenbasis das mutmassliche Alter eines Wortes noch genauer bestimmen. Genau das ist hier bei den 15000 Jahren geschehen.

Das ist wissenschafftlich-statistisch untermauert und hat nichts mit Gerüchten zu tun.
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07.05.2013 16:59 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -0
 
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@Ruthle
Englisch gibt es in der uns bekannten Form erst, seit die Angelsachsen hoch zogen (vor grob 1400 Jahren). Eigentlich ist Englisch ein alter (angelsächsischer) deutscher Dialekt.
Wenn du englische Sprache im 12. Jahrhundert liest, hast du das Gefühl einen mittelalterlichen Seemanns-Dialekt zu lesen (a maneken has spoken = ein Mann hat gesprochen)

[ nachträglich editiert von ThomasHambrecht ]

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