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Gegen Burnout helfen keine Psychopharmaka

Laut dem Psychiater Joachim Bauer von der Uniklinik Freiburg sollte man das Burnout-Syndrom nicht sofort mit einer Depression in Verbindung setzen.

So empfiehlt der Neurowissenschaftler zur Vorbeugung gegen das Burnout-Syndrom mehr Abwechslung bei der Arbeit am Arbeitsplatz, Sport und genügend Schlaf. Tabletten seien dagegen keine Lösung.

Laut Professor Bauer würden Faktoren wie unter anderem Hetze, fehlende Pausen sowie andauernde Erreichbarkeit per E-Mail und Smartphone die Gesundheit von Arbeitnehmern gefährden.


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WebReporter: Haberal
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Psychopharmaka, Burnout-Syndrom, Neurowissenschaft
Quelle: www.welt.de

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11 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.05.2013 16:06 Uhr von Katatonia
 
+5 | -6
 
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Wichtig - hier geht es um die Prophylaxe und nicht um den Zustand Burnout. Und hier irrt Herr Bauer, denn ein ausgebrochenes Burn-Out Syndrom ist nun mal mit einer Depression gleich zu setzen. Es ist eine Depression, verursacht durch eine entsprechende Belastung. Jede Depression ist individuell, pathologisch aber immer gleichend.

Und Herr Bauer irrt auch, indem er den Burnout auf die reine Arbeitsebene hebt. Ein Burnout findet auf mehreren Ebenen statt - Arbeit, Familie, Freunde, Beziehung, individuelle Ebenen, weitere Belastungen im Privaten.
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06.05.2013 18:27 Uhr von spencinator78
 
+2 | -3
 
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Dazu ist der erste Absatz komplett aus der Quelle kopiert. Und keine Sau interessiert das ^^
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06.05.2013 19:50 Uhr von sooma
 
+1 | -2
 
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Der (wohl durch nachlässiges Copy&Paste entstandene) Satzbaufehler im zweiten Absatz wurde ebenfalls übersehen:

"So empfiehlt der Neurowissenschaftler beim Burnout-Syndrom zu mehr Abwechslung bei der Arbeit am Arbeitsplatz, Sport und genügend Schlaf."
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06.05.2013 20:27 Uhr von sooma
 
+1 | -1
 
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Ja, das immerhin. Schade, dass der Checker nicht nur das nicht schon beim Durchwinken bemerkt hat und man erst drauf aufmerksam machen muss.
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06.05.2013 21:00 Uhr von ThomasHambrecht
 
+3 | -1
 
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Komischerweise gibt es auch Leute, die sich absichtlich in Dauerstress begeben und erst krank werden, wenn sie gerade nichts tun können. Denn dann kann man über sich nachdenken und bekommt vom Grübeln Depressionen - die Arbeit und der Stress halten einen davon ab über sich selbst nachzudenken. Der Namen dieser Krankheit fällt mir gerade nicht ein.

Dumm auch, dass man bei Stress und Auftragsflut, eben keine Zeit für Abwechslung und Sport hat - und durch den 18-Stunden-Tag auch nicht zum ausreichenden Schlaf kommt. Trifft auf viele Selbständige zu.
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06.05.2013 21:12 Uhr von losmios2
 
+1 | -2
 
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quatsch.... auf jeden erstma pillen nehmen...
was ist denn das für ein psychiater, der keine pillen verschreibt um die SYMPTOME zu lindern!

dann müsste der schon längst pleite sein... welcher pharma-riese würde sowas finanzieren ;)

fail.......
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06.05.2013 21:53 Uhr von shadow#
 
+1 | -3
 
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Burnout ist nichts anderes als eine Depression mit einer klar definierten Ursache.
Ohne gegen diese Ursache anzugehen sind Psychopharmaka keine Lösung, die generelle Aussage im Titel ist aber kompletter Schwachsinn.
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06.05.2013 22:07 Uhr von Katatonia
 
+2 | -0
 
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@ThomasHambrecht

Das gehört doch zum BurnOut. Entweder knallt man irgendwann durch oder die Person verlernt es sich zu entspannen. Wobei letzteres sowieso immer der Fall ist. Über Jahre verlernen Betroffene sich zurück zu nehmen, zu entspannen und etwas mit ihrer freien Zeit an zu fangen. Ist der BurnOut dann erst mal schon da, wissen viele gar nicht, was sie z.B. in ihrer freien Zeit anstellen sollen. Es tritt ein große Leere ein. Und die Phasen der Entspannung sind von körperlicher Last gekennzeichnet. Häufig wird man im Urlaub oder am Wochenende krank. Ich z.B. war am Wochenende völlig fertig. Ich vernachlässigte viel - weg gehen, soziale Kontakte, etc. Die freie Zeit diente ausschließlich zur Regeneration bis zum nächsten Arbeitstag. Die Probleme schiebt man vor sich her. Die Arbeit kann zum Hauptbestandteil des Lebens werden. Der Betroffene denkt ausschließlich nur noch an die Arbeit und kann sich auch nur noch darüber unterhalten.

Grübeln gehört ganz klassisch zur Depression. Nicht mehr abschalten können, pausenlose Gedankenspiralen. Selbst vor dem einschlafen, wenn man denn einschlafen kann.

Der Körper ist permanent Stressoren ausgesetzt, ein gesundes und vitales Leben kaum mehr möglich.

Ja Selbstständige sind dem Ganzen sehr oft ausgesetzt. Es kommt wie schon geschrieben immer auf die weiteren Faktoren und Lebensbereiche an und wie stark derjenige in seinen Bereichen verankert ist und wo er noch zusätzliche Belastungen erfährt oder sogar Entlastungen. Funktioniert die Beziehung wunderbar oder hat man einen stabilen Freundeskreis, so können diese Bereiche viele Stressoren eliminieren.

@losmios2

Das Problem an Psychiatern ist, da sie keine Psychotherapeuten sind, können sie oft nur medikamentös den Patienten unterstützen. Bei leichter oder mittlerer Depression kann eine geringe Dosierung schon gut unterstützend wirken, muss es aber nicht. Antidepressiva sind oftmals überbewertet, wenn auch oft trotzdem notwendig, um positiv auf den komplizierten Botenstoffhaushalt (Serotonin, Dopamin, etc.) des Körpers einwirken zu können. Es gibt schlichtweg keine anderen und schnellen Wege der Biochemie das zutun.
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07.05.2013 08:10 Uhr von losmios2
 
+1 | -0
 
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@ katatonia

ich finde es weit sinnvoller betroffene zu therapieren, ohne ihnen im hirnstoffwechsel rumzufuschen... der griff zur pille ist gerade bei depressionen oder burnout ein fehler, denn genau hier entsteht sehr schnell eine abhängigkeit..

die pille sollte das letzte mittel sein um erkrankungen dieser art zu lindern, denn heilen können sie diese nicht..
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07.05.2013 08:45 Uhr von Katatonia
 
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@losmios2

Weißt du überhaupt, worüber du schreibst?

Die Kombination aus Psychotherapie und medikamentöser Therapie hat sich als am erfolgreichsten heraus gestellt. Dass Medikamente allein keine sinnvolle Therapie darstellen, schrieb ich bereits. Heilen können sie trotzdem, aber allein nur in den seltensten Fällen.

Antidepressiva sind nicht süchtig/abhängig machend. Woher hast du diesen Unsinn? Nebenbei ist es absolut unverantwortlich so etwas zu behaupten! Bitte die Umstellung des körperlichen Stoffwechsels bei Zunahme oder Absetzsymptomatik nicht mit Abhängigkeit verwechseln. Wenn etwas wirken soll, dann muss auch etwas im Körper geschehen. Alles andere macht keinen Sinn. Genauso wenig wie jede Wirkung auch eine Nebenwirkung bedingt. Nebenwirkungsfreie Mittel können damit auch nie wirkend sein. Hierzu muss man sich einfach nur mal die Wirkungsweise von Psychopharmaka auf die Nervenzellen/Neuronen anschauen.

Es kann sein, dass man mehrere Präparate testen muss, um die ideale Einstellung und Wirksamkeit zu finden. Sie können dann sehr gut helfen. Antriebssteigernd, Rücknahme der Suizidgedanken und/oder ein positiveres Grundgefühl.

Bei einer schweren Depression sind Medikamente unabdingbar. Es wird nicht im Hirnstoffwechsel herum gepfuscht, die Wirksamkeit vor allem alter Antidepressiva-Mittel sind wirksam belegt. Mir helfen sie jedenfalls ganz gut und ich weiß wie es ist, ohne zu leben.

Wenn ein Gefühl in dir permanent über dein ableben und die Hoffnungslosigkeit grübelt, bist du froh ein helfendes Mittel zu haben. Eine Psychotherapie hilft hier dann wenig - insbesondere in einer ambulanten Form mit höchstens einem Termin pro Woche. Die Psychotherapie ist eine langfristige Sache. Im akuten Krisenfall bringt sie weniger. Hier helfen dann Akut-Medis wie Tavor sehr gut. Die machen in der Tat nach einer Weile abhängig. Daher nur als Akutmedikation zu gebrauchen.
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11.05.2013 18:22 Uhr von Falap6
 
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@ Katatonia
naja, sicherlich kann man auch durch private Belastungen ein Burnout-Syndrom ähnliches Problem entwickeln, aber das Burnout-Syndrom ist traditionell und definitionsgemäß durch Probleme am Arbeitsplatz bedingt, wobei man Arbeitsplatz ja weit definieren kann, eine Hausfrau und/oder Mutter arbeitet ja auch.

Das Burnout-Syndrom ist eben nicht mit einer Depression gleich zu setzen. Hier ist Prof. Bauer mit vielen anderen seiner Berufskollegen einer Meinung. Das burn-out Syndrom beschreibt ein Konstrukt von Ursachen, Symptomen und Auswirkungen von denen Depression eine sein kann, es gibt aber auch Menschen mit Burnout-Syndrom, die nicht die Diagnosekriterien für eine Depression erfüllen. Bei denen liegt evtl keine Störung im Neurotransmittersystem vor, was eigtl. Voraussetzung für eine Depression ist und deshalb ist es auch möglich, dass Antidepressiva einfach keinen Effekt haben auf solche Menschen. Genau davor warnt ja auch der Arzt in diesem Interview.

Wenn gesunde Menschen Antidepressiva nehmen, werden diese auch nicht glücklicher, die haben dann einfach keine Wirkung (außer den NW)

Im Übrigen: Wenn man eine fassbare oder organische (beides blöde Wörter, weil eine Depression eigtl. auch eine organische Ursache hat) Ursache für eine Depression findet, wie z.B. eine Störung der Schilddrüse; das ist dann im Prinzip auch keine Depression, wobei man sowas dann flapsig eine "organische Depression" nennt, es ist aber genau genommen ein Ausschlusskriterium für die Diagnose.

Abgesehen davon gibt es auch kein akutes Burnout-Syndrom, dafür gibt es aber zahlreiche Menschen, die aus dem nichts und ohne erkennbare Ursache plötzlich eine akute schwere Depression bekommen. Gelegentlich findet man vllt einen auslösenden Faktor, der für andere Menschen nicht nachvollziehbar erscheint. Sowas würde niemals ein Burnout-Syndrom auslösen.

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