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NSU-Prozess: Vorsitzender der Türkischen Gemeinde fordert lebenslange Haft

Kenan Kolat, der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, hat sich nun zum anstehenden Prozess zur Mordserie der mutmaßlichen Terroristen des rechtsextremistischen "Nationalsozialistischen Untergrunds" in einem Interview geäußert.

In diesem fordert er die Höchststrafe für die Angeklagten. In Anbetracht der Tatsache, dass es sich um einen Jahrhundertprozess handele, reiche es nicht aus, die Beschuldigten lediglich zu verurteilen. Seiner Meinung nach müsse es in diesem Fall zum Urteilsspruch "Lebenslange Haft" kommen.

Des Weiteren sei in Deutschland, nach Meinung Kolats, eine offene Debatte über Rassismus erforderlich, da dieser schon längst die Mitte der Gesellschaft erreicht habe.


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WebReporter: NoPq
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Prozess, Haft, Gemeinde, NSU-Prozess, Vorsitzender, Kenan Kolat
Quelle: www.morgenpost.de
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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.05.2013 08:21 Uhr von psycoman
 
+14 | -4
 
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Die Urteilsfindung soll er doch bitte dem Richter überlassen. Sollte Frau Zschäpe denn nachgewiesen werden, dass sie bei den Morden beteiligt war, oder andere schwere Straftaten, dann ist lebenslange Haft durchaus gerechtfertigt.

"Des Weiteren sei in Deutschland, nach Meinung Kolats, eine offene Debatte über Rassismus erforderlich, da dieser schon längst die Mitte der Gesellschaft erreicht habe. "

Stimmt, wenn wieder Leute mit "Scheiß Deutscher" betitelt und deswegen angegeriffen werden, dann sollten diese rassistischen Straftaten ebenso verfolgt werden wie "Scheiß Türke". Egal ob ausländische Rassisten oder deutsches Nazipack, alle in einen Sack und Knüppel drauf, trifft nie den falschen.
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06.05.2013 08:22 Uhr von dajus
 
+15 | -3
 
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"Des Weiteren sei in Deutschland, nach Meinung Kolats, eine offene Debatte über Rassismus erforderlich, da dieser schon längst die Mitte der Gesellschaft erreicht habe."

Ob er immer noch so laut über ne Rassimusdebatte schreit, wenn dann dabei herauskommt, dass die meisten wirklichen rassistisch motivierten Straftaten von seinen Landsleuten ausgeht?
Oder wird er sich dann wieder ganz still und leise in sein Loch zurückziehen?
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06.05.2013 08:52 Uhr von ZzaiH
 
+7 | -3
 
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ähm wird nicht überhaupt festgestellt, _ob_ sie schuldig ist?
ach ich vergas, dass wurde ja in der politik und medien schon entschieden und kann übersprungen werden...

warum wird überhaupt soviel aufwand betrieben...lasst sie heute vor den richter treten, der verliest das urteil und dann kann sie gleich gehängt werden...
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06.05.2013 09:46 Uhr von Jolly.Roger
 
+11 | -3
 
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Das offenbart ja wieder ein interessantes Rechtsverständnis....

Egal wer, egal wieso, es muss irgendwie "lebenslänglich" rauskommen.

Ich würde mir wünschen, dass zuerst mal die Schuld bewiesen wird und die Wahrheit ans Licht kommt. Aber das ist nur eine Kleinigkeit am Rande....
*rolleyes*
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06.05.2013 15:07 Uhr von dajus
 
+6 | -1
 
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Der Angeklagte gilt so lange als unschuldig, bis seine Schuld bewiesen ist.

Sehr geeherter Herr Kolat:
Ein RECHTSSTAAT zeichnet sich dadurch aus, dass Richter ein Urteil fällen und nicht irgendwelche Vorsitzende von irgendeinem Zentralrat!
Sie durfen sich also wieder zurücklehnen und ohne uns mit irgendwelchen türkischen Basar Mentalitäten ein Urteil vorzuschreiben, schweigend abwarten!
Rufen Sie doch bitte genau so laut nach einer lebenslangen Strafe für Onur K., dem Tottreter vom Alexanderplatz!
Rufen Sie doch genau so laut, wenn es darum geht, die feigen Mörder von Kirchweyhe zu bestrafen!
Wenn Sie dazu in der Lage sind, dann, aber erst dann können Sie sich zaghaft aus Ihren Loch heraustrauen, um höflich die Gerechtigkeit anzusprechen!!!
Ohne Grüsse
Ein Bürger, der von Ihren ständigen einseitigen Forderungen die Nase voll hat!!!
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06.05.2013 21:48 Uhr von micha0815
 
+1 | -0
 
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bevor der kaspar etwas fordert, soll er erstmal seine "U-Bahnschläger" zurückpfeifen. Wenn er damit fertig ist, dann kann er mal über ein kopftuchverbot in deutschland nachdenken sollte er da meistern, dann hat er die lebensaufgabe seine migranten endlich in deutschland zu integrieren.
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10.05.2013 03:45 Uhr von roadblock
 
+1 | -0
 
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Wenn ich die letzten Wochen eine Türki-News gelesen hab dann bestand die grundsätzlich aus dem Wortbaukasten

[Türk. Dingsbums] fordert [Schwachsinn]

Man hat anscheinend erkannt wie man seine Interessen durchsetzt. Während insbesondere unsere Politiker knallhart gegen das eigene Volk agieren fallen sie bei jeder Forderung aus dem Ausland um - auch wenn "das Merkel" zwischendurch vor laufender Kamera so tut als wenn man das nicht akzeptieren würde, etc. etc. Spätestens nach einer Woche hat xyz aus dem Ausland seine Forderungen durchgesetzt und Merkel (oder andere) kommentiert das mit Worten wie "wir haben alles dafür getan" ... "soziale Gerechtigkeit".

Wie Richter in Deutschland agieren wissen wir ebenfalls. Dem Einheimischen trifft die volle Härte des Gesetzes, bei Ausländern werden fragwürdige Urteile mit fragwürdigen Urteilsbegründungen gesprochen. Wie der NSU-Prozess ausgeht dürfte nicht großartig überraschen, egal ob schuldig oder unschuldig, da man einfach einen Sündenbock braucht. Ein Freispruch ist da so gut wie nicht drin - andernfalls würde die Türkei bis zum letzten Tag der BRD Sachen fordern (!), dass uns hören und sehen vergeht ;-)

Und Danke Herr Kenan Kolat, es ist für uns sehr interessant das sie uns Einblicke in die türkische Gerichtsbarkeit gewähren und zeigen, wie in ihrem Land richterlos "gerechte" Urteile gefällt werden. Nicht das ich etwas anderes erwartet hätte, aber ich finde das sehr interessant!

[ nachträglich editiert von roadblock ]

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