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Hartz IV: Angst vor Dunkelheit kein Ablehnungsgrund für Job

Einer Hartz IV-Bezieherin kann zugemutet werden, einen Heimweg von 2,7 Kilometern zu Fuß zurückzulegen, auch nachts durch das örtliche Industriegebiet. Zuvor erhielt sie ein Jobangebot bei einer Wäscherei, welches sie mit der Angst vor dem dunklen Fußweg ablehnte. Darauf folgten Sanktionen vom Jobcenter.

Einen Pkw oder Fahrrad besitzt die Leistungsempfängerin nicht und obwohl die Schichten um 22:00 Uhr enden und der letzte Bus nur bis 20:00 Uhr verkehrt, sah das Jobcenter keine besondere Gefährlichkeit noch einen wichtigen Grund für die Ablehnung des Jobangebots und kürzte daraufhin die Leistungen.

Das Gericht (Aktenzeichen SG Mainz Az. S 10 AS 1221/11) bestätigte die Haltung des Jobcenters. Die Frau hätte ihre Hilfebedürftigkeit selbst verringern können. Zudem hätte sie prüfen müssen, ob sie den Heimweg mit anderen Kollegen gemeinsam antreten kann oder sich um eine Fahrgemeinschaft bemühen müssen.


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WebReporter: dapeppi
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Angst, Job, Hartz IV, Dunkelheit
Quelle: www.hartz-iv.info

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06.05.2013 07:31 Uhr von Ashert
 
+38 | -14
 
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Wie furchtbar, eines Tages kommt sie dann bestimmt auch nicht mehr zu Hause an, verschollen in der Dunkelheit! Das spricht sich doch bestimmt rum, wenn eine Frau immer den selben Weg alleine in der Dunkelheit gehen muss.

Oder wie das Jobcenter wohl sagen würde, Fall: Az. S 10 AS 1221/11 abgeschlossen... :|
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06.05.2013 07:53 Uhr von erw
 
+51 | -14
 
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Leute wie BastB sind mitunter daran schuld, dass Hartz4 noch existiert. Von Medien und der Politik hinters Licht geführt, empfinden es die Leute heutzutage als unsozial, einfach so Sozialhilfe zu erhalten in Deutschland. Und das trotz unser langen Sozialversicherungstradition.

Der Alltag bei der ARGE sieht ganz anders aus als man es nach außen hin immer bewirbt. Die Stellenangebote des Jobcenters sind oft sinnlos und man bekommt kaum eine sinnvolle Anstellung. Es geht den Jobcentern eher darum, die Leute im Lauf zu halten, sodass ein Teil immer aus der Statistik herausfällt. Meistens bekommt man erst einen Job, wenn man sich zu der Schikane der Jobcenter zusätzlich um eine Arbeitsstelle bemüht, was die ganze Hartz-4-"Hilfe" komplett aushebelt.

Rot-Grün beschloss Hartz4 ja mal, um Geld in den Sozialsystemen einzusparen, indem man die Behörden so reformierte, dass sie sich ein wenig mehr wie ein Unternehmen, weniger wie ein Amt verhalten und wirtschaften müssen. (Der Rest sind Gründe für Sendungen a la "Hart aber fair" oder Maischbergers "Reden und doch nichts damit ausrichten"). Jahrelang wurde Arbeitslosigkeit sukzessiv mit Sozialneid verknüpft und Sozialhilfeempfänger als potenzielle Betrüger, Schwarzarbeiter usw. in den Medien dargestellt, um vom Volk ungehindert weitere Einsparungen oder auch das Sanktionenmodell einzuführen und zu verschärfen.

Fakt ist, dass Hartz 4 heute mehr Geld verschlingt als das alte System aus Arbeitsamt und Sozialamt. Das ganze System macht gar keinen Sinn mehr und schikaniert unnötig Menschen, die es so schon nicht nicht gut haben. Unsere Gesellschaft prägt jeden von uns, dass Arbeiten sinngebend für ein Erwachsenenleben ist, jeder von uns hat das irgendwo in seiner Weltsicht verankert. Man verschließt sich nicht ohne Grund diesen Gesellschaftsnormen.

Jeder Bürger dieser Republik hat das Anrecht auf ein Mindestmaß an Lebensqualität. Ob er arbeiten geht oder nicht. Kein psychisch normaler Mensch wird sich die Möglichkeit nehmen lassen, eine Arbeit zu finden. Aber das solle nicht von Ämtern erzwungen und die eigenen Bestrebungen damit sabotiert werden.

Ich persönlich bin Akademiker und ein wenig älter. Ich habe die 80er ein wenig und die 90er sehr intensiv erlebt und es kotzt mich regelrecht an, was die aus dem deutschen Sozialsystem gemacht haben.

[ nachträglich editiert von erw ]
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06.05.2013 08:10 Uhr von JustMe27
 
+18 | -7
 
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Na, da würde ich aber ein Fahrrad wollen und zwar mit Beleuchtung! 2,7 km ist schon ne Marke, wenn man davor ne ganze Schicht lang gestanden hat... Als ich mit der Pflege anfing, habe ich an Feierabend manchmal die Strecke zum Bahnhof geschafft nach einer ordentlich stressigen Frühschicht. So sehr taten meine Füße weh, und damals war ich 28...

Das mit der Fahrgemeinschaft oder dem gemeinsamen Weg kassiert das Sozialgericht sowieso. Aber so sind die ARGEN halt, meinem Bruder wurde mal gesagt, er solle sich morgens um 4 von meinem Vater in ein Industriegebiet fahren lassen, wo ihn der Lumpensammelbus eines großen Versandhändlers (leider darf ich den Namen nicht mehr schreiben, da ich mir anderweitig eine Abmahnung deshalb eingefangen habe, aber dieser Fluß in Südamerika oder diese kämpferischen Weiber heißen auch so ähnlich) aufpicken sollte, was mein Dad aber als unzumutbar abgelehnt hat und Recht bekommen hat. Schließlich steht der selber ja "erst" um 5 auf.
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06.05.2013 08:14 Uhr von UICC
 
+11 | -17
 
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Was erwartet die? Nen Job unten im gleichen Haus oder was? 2,7km - lächerlich!
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06.05.2013 08:15 Uhr von architeutes
 
+6 | -11
 
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@erw
Ich habe die 80er intensiv erlebt ,dazu gehörte auch eine Arbeitslosigkeit ,in den schlechten Zeiten des Arbeitsmakrtes jener Jahre.
Damals wie heute war Eigeninitiative der Schlüssel zum Erfolg.
Entweder man bewegt sich ,oder man lässt es bleiben ,das ist schon immer so gewesen ,das Sozialsystem hat damit nichts zu tun ,das kommt für Bedürftige auf ,für sonst gar nichts.
Wie hier der Fall liegt kann ich nicht recht beurteilen ,aber wie ich zur Arbeit komme war den Arbeitgebern so ziemlich überall egal ,das löst man nur durch (eben wieder) Eigeninitiative.
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06.05.2013 08:18 Uhr von Kingbee
 
+4 | -11
 
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Habe ein fast neues Fahrrad zu verschencken!
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06.05.2013 08:40 Uhr von Allmightyrandom
 
+26 | -3
 
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Ein Familienangehöriger hatte seinen Job verloren. Die ARGE kürzte ihm die Bezüge, weil er nicht für 5€ / Stunde Pizza ausfahren wollte - mit dem EIGENEN PKW!

Das ist doch Volksverarschung hoch 10! Und (wie man hier sieht) gibts wieder genügend die das System auch noch verteidigen...

Bedingungsloses Grundeinkommen für alle (wegen mir auf Höhe der Hartz4-Sätze für den Anfang). Und weg mit 400€-Jobs und sonstigem Mist, dann geht es ALLEN besser!
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06.05.2013 08:50 Uhr von Aviator2005
 
+16 | -1
 
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Wow....

ein paar SN Kommentatoren finden innerhalb von Sekunden oder Minuten eine Lösung zu diesem Problem (Hier ein Lob an den konstruktiven Kommentatoren :-) ).

Das einige Menschen NICHT in der Lage sind, solche Problemen selbständig zu lösen ist ein gesellschaftliches Problem.

Die Oberpfeife vom HarzIV-Institut hätte, als geschulte Fachkraft, erkennen müssen, dass hier Unterstützung angesagt ist. Ein kleiner Tip von der Arge, wg. d. Shuttle Taxi, und das ganze Problem wäre gelöst.

Es gibt Menschen, die denken in Problemen, nicht in Lösungen.
Die Arge, als "Fachinstitut für den MENSCHEN, der seine Arbeit verloren hat" hat meiner Meinung nach total versagt.

Wie so oft......
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06.05.2013 08:57 Uhr von architeutes
 
+2 | -7
 
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@Allmightyrandom
Hat ja auch keiner gesagt das das System gerecht ist.
Grundeinkommen sollte möglichst rasch eingeführt werden usw... Aber hier geht es um einen Fall (nicht viele ,oder alle),das Argument mit dem Fahrrad ist "wackelig" ,jeder 2te Haushalt hat Fahrräder die nur in der Ecke stehen ,und Angehörige würden mit Sicherheit eins zu Verfügung stellen.

Hier geht es um diesen Fall mit den Fakten die in der News stehen (ob das nun alles ist ?? keine Ahnung ) aber das Argument der Wegstrecke ist bei der Geschichte eben nicht sehr stark .zu wenig Lohn bei zu schwerer Arbeit ist ein Grund ,unzumutbare Umstände sind ein Grund ,eine Ausnutzung der Situation sind ein Grund ,aber hier steht eben die recht kurze Wegstrecke zur Debatte ,da träumen viele Pendler von die täglich stunden unterwegs sind.
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06.05.2013 09:10 Uhr von spacekeks007
 
+3 | -9
 
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gibt bestimmt dierse soziale stellen wo man günstig ein fahrtüchtiges und verkehrs sicheres fahrad günstig kaufen kann.

evtl nen vorwand um da nicht hin zu wollen
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06.05.2013 09:16 Uhr von tafkad
 
+15 | -2
 
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Mich würde echt mal interessieren wie viele der H4 Hetzer hier für einen Lohn, nach sämtlichen Abzügen und einer 2 Zimmer Wohnung mit 45 qm², auf H4 Niveau arbeiten gehen würden. Ich wette die meisten derjenigen die hier hetzen sind dämliche Großmäuler.

Wobei ich allerdings zustimme ist der Grund, obwohl es wirklich Menschen mit diversen Ängsten gibt.
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06.05.2013 09:32 Uhr von Marco Werner
 
+6 | -10
 
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@tafkad
Ein Großteil derer,die hier das Maul aufreißen,dürften selbst zur "bemängelten" Klientel gehören. Musst dir nur mal die Zeiten anschauen,zu denen sie posten. Jemand,der wirklich einen geregelten Job am Tage hat, der postet nunmal nicht nachts um 3 oder zu anderen unpassenden Zeiten. Spricht man die Leute darauf an,kommen immer die gleichen Ausreden: "Ich habe gerade Urlaub!", "Ich habe Spätschicht!", "Ich darf im Büro im Internet surfen!" usw usw. Das mag zwar in Ausnahmsfällen mal funktionieren, aber nicht über längere Zeit,wie es bei diesen Konsorten der Fall ist.
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06.05.2013 10:04 Uhr von CoffeMaker
 
+11 | -0
 
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Nicht das ich es für gut heiße das eine Frau nachts durch dunkles Geländer wackeln muss aber objektiv betrachtet hat sie einen Fehler gemacht.

Auf die Arbeitsangebote die von der ARGE kommt muss man immer reagieren und wenigstens zu dem Vorstellungsgespräch hingehen. Bei diesem Gespräch kann man dann immer noch mit dem Arbeitgeber verhandeln, man kann ihn auf die Probleme des Arbeitsweges hinweisen. Entweder macht er eine Ausnahme das sie die Spätschicht früher beginnt um den letzten Bus zu bekommen (also 2 Stunden früher Schichtbeginn) oder aber er organisiert die Rückfahrt.

Erst wenn man da keine Einigung erreicht hätte sie ablehnen können.

Ich weiß aus Erfahrung das die ARGE gerne sogenannte "Scheißjobs" an Harzer anbietet um deren Arbeitsbereitschaft zu testen bzw. als Fallen auslegen um Gründe für Sanktionen zu finden. Daher ist das erste Gebot immer -> Vorstellen, Verhandeln -> Ablehnen/Annehmen
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06.05.2013 10:22 Uhr von bigpapa
 
+2 | -9
 
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Die Sanktionen sind zu Recht.

Ich bekomme selbst Hartz-4 nachdem ich 17 1/2 Jahre in der selben Firma gearbeitet habe. Gekündigt wurde ich weil im Rahmen von "Einsparungen" meine Abteilung nach Holland verlegt wurde.

Industriegebiete haben leider auch bei uns den Effekt, das sie von Bussen kaum angefahren werden. Ich habe mir deshalb damals als erster ein Roller gekauft (25 km/h) Teil gebraucht. Mein Chef hat mir gesagt, das das Bedingung für den Job wäre, und mir sogar eine Firmen interne Finanzierung angeboten. Da ich das als nicht so chic fand, hab ich das Teil damals in 2 Raten a 200 DM abbezahlt direkt beim Händler. Anmerkung dazu noch. Ich hatte ein Heimweg von 17 KM den ich dann jeden Tag mit den Teil gefahren bin. Im Winter hab ich dann ein Arbeitskollegen gefragt, oder bin mit Bus und hin und wieder ein Taxi zu Firma gekommen (nur bei nicht Roller-befahrbarer Straße).

Man ist mit so ein Teilchen einfach unabhängiger.

Ich finde es nur schlimm, das die Busunternehmen werben für mehr Kunden, aber dann die Gebiete wo die Kunden arbeiten, unter aller Sau anfahren. Es kann doch nicht so schwer sein, die Bus-Verbindungen an die Arbeitszeiten anzupassen.

@Jauchegrube
Deine Ansichten finde ich schlimm. Du Pauschalisierst. Das Jobcenter ist genau so böse wie gut. Man kann nicht einfach sagen, die sind immer böse. Sie müssen Entscheidungen treffen, nach den geltenden Recht. Dabei macht das meist schlecht geschulte Personal leider oft Mist. In unsere Gesellschaft hat man dafür dann das Gericht erfunden, dies korrigieren. So einfach ist das.

Gruß

BIGPAPA
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06.05.2013 10:23 Uhr von ThomasHambrecht
 
+6 | -1
 
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Meine Freundin konnte schon mindestens dreimal einen Job nicht annehmen, weil die öff. Verkehrsmittel nicht fuhren. Und das mitten in Stuttgart und Umgebung.
Allerdings hat sie sich immer vorgestellt und mit dem Arbeitgeber das Problem (und Schichtverschiebungen) angesprochen - und das in Stuttgart und Umgebung.

Vielleicht gehört den öff. Verkehrsmittel mal eins aufs Dach.
Fahrrad ist im Sommer immer eine Option - aber nicht im kalten Winter, bei Schnee, Glatteis und Regen, wenn man im Job wegen Kundenverkehr absolut korrekt gekleidet sein muss.
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06.05.2013 10:34 Uhr von bigpapa
 
+1 | -2
 
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@ThomasHambrecht

Musste ich auch sein, immer korrekt gekleidet.

Dazu hatte ich ein Vollkörper-Kondom (genannt Überzugsanzug) und in meine Spind eine komplette Garnitur Wäsche zum wechseln.

Aber wie du richtig sagst, man macht das den Arbeitgeber in Spe klar, und zu 99,9 % wollen die ein dann sowieso nicht, weil die Stress hassen.

Vorstellen muss man sich immer. Gewisse Arbeitgeber bieten nämlich Firmeneigene Möglichkeiten an. Eine Putzfirma hier in der Gegend z.b. hat eine 9 Sitzer mit den sie Ihre Kolonne für ein spezial Nachtschicht zusammensammelt und auch wieder Heim bringt.

Gruß

BIGPAPA
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06.05.2013 10:37 Uhr von Lavendelle
 
+8 | -2
 
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Leute, die hier schreiben, ihr wäre soetwas zuzumuten, der hat nie in seinem Leben an einer psychischen Erkrankung gelitten und ist auch noch nie Opfer einer Straftat geworden. Wer weiß warum sie Angst hatte. Vielleicht mal im dunkeln vergewaltigt worden? Hat sich das jemand gefragt? Nein. Jobcenter ist ein Arbeitsplatz für Menschen, die andere Menschen mobben wollen, nichts anderes. Und nein, ich gehöre nicht dazu. Ich hab mein Abitur unter den Jahrgangsbesten und arbeite bei einem bekannten Unternehmen. Allerdings habe ich Augen, Ohren und auch einen Mund.
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06.05.2013 11:26 Uhr von keakzzz
 
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@Marco Werner
Das finde ich übrigens unverschämt (sicherlich auch, weil ich mich damit direkt angesprochen fühle). Es gibt unzählige Jobs, die jenseits der "klassischen" Arbeitszeiten liegen - egal ob nun in im sozialen Bereich, in der Gastronomie oder in der Pflege/Medizin (und auch noch wahnsinnig viele andere!).

Selbst der klassische Einzelhandel kann nach der Arbeitszeitenverlängerung in Frage kommen, denn jemand der bis 22 Uhr arbeitet, fängt sicher nicht um 7 Uhr morgens an.

(Und von Bürojobs, bei denen man tatsächlich - ob nun erlaubt oder nicht - die Möglichkeit hat, zwischendurch im Netz zu trödeln, ganz zu schweigen)
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06.05.2013 11:50 Uhr von hanton
 
+2 | -9
 
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Also bei 2,7km von der Wohnung bis zum Arbeitsplatz erübrigt sich jede aber auch wirklich jede Diskusion ob zumutbar oder nicht. Das ist eine Entfernung von der die meisten nur träumen können. Mit den Fahrrad fast keinen Zeitverlust,keine Fahrtkosten und zur Not sogar zu Fuß möglich.

Das ganze hat halt den Nachteil das die gute Frau dann wieder für ihr Geld arbeiten muss, sowas geht ja garnicht.
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06.05.2013 12:02 Uhr von Maaaa
 
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FDP + will : Freien Organhandel!
Damit Arme sich und ihre Familien ernähren können, tja der Kauf eines Fahrrads wäre dann auch möglich!!

Die Linkspartei will: Bedingungsloses Grundeinkommen. Die Schikanen hätten ein Ende und die Gerichte würden entlastet.

Wahltermin: 22.09.2013
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06.05.2013 12:21 Uhr von Marco Werner
 
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@keakzzz
Irgendwann lässt jeder User mal durchblicken,was er beruflich macht. Und spätestens dann kann man an den Postingzeigen ersehen, ob das stimmen kann oder nicht. Ein Beispiel ist der klassische Bürohengst, der von 7-16 Uhr arbeitet. Der ist leicht zu erkennen, er ist in der Regel nur in den Abendstunden online,da er tagsüber arbeitet und nachts schläft.
Oder der angebliche Schichtarbeiter in rollender Woche: Seine Onlinezeiten variieren üblicherweise von Woche zu Woche, entsprechend der jeweiligen Schicht. Ich habe selbst etliche Jahre in Schichten gearbeitet und weiß,wie wichtig gerade da ein geregelter Tagesablauf ist, wann man da üblicherweise schläft und wann man wach ist. Denn sonst geht man nach spätestens 2-3 Monaten am Stock. Wenn jedoch die selbsternannten Moralapostel angeben, selbst so einem Job nachzugehen, aber sich ihre Onlinezeiten von Tag zu Tag (!) um viele Stunden unterscheiden, dann kann da in aller Regel was nicht stimmen.
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06.05.2013 15:31 Uhr von ArrowTiger
 
+6 | -2
 
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Es ist schon interessant, das trotz des verfassungsrechlichen Verbots der Zwangsarbeit, diese durch die Jobcenter offenbar straflos erzwungen werden darf.

Funktioniert der Rechtsstaat nicht mehr, werden die Bürger dies irgendwann selber in die Hand nehmen. Das kann nur im Chaos enden!
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06.05.2013 18:21 Uhr von Sonny61
 
+3 | -1
 
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In der Dunkelheit nur mit 9mm Begleitung!
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06.05.2013 19:56 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -4
 
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@ erw
In einigen Punkten gebe ich dir Recht. An anderen Stellen muss ich jedoch widersprechen.

"Meistens bekommt man erst einen Job, wenn man sich zu der Schikane der Jobcenter zusätzlich um eine Arbeitsstelle bemüht, was die ganze Hartz-4-"Hilfe" komplett aushebelt."
Es ist für mich das mindeste, dass erwerbsfähige Arbeitslose sich selbst um Arbeit bemühen. Ämter sollten da höchstens unterstützend wirken müssen.

"Unsere Gesellschaft prägt jeden von uns, dass Arbeiten sinngebend für ein Erwachsenenleben ist, jeder von uns hat das irgendwo in seiner Weltsicht verankert. Man verschließt sich nicht ohne Grund diesen Gesellschaftsnormen."
Die Frage ist, was solche Gründe sind. Ein Bekannter von mir fand, dass er von ALG 1 gut leben könne und das so recht angenehm wäre. Erst als ALG 1 auslief hat er sich ernsthaft um Arbeit bemüht und dann auch eine gefunden. Nicht unbedingt sein Traumjob, aber eben [in der Bezahlung im übrigen über dem deutschen Durchschnittseinkommen liegende] Arbeit.

"Kein psychisch normaler Mensch wird sich die Möglichkeit nehmen lassen, eine Arbeit zu finden."
Die Frage ist vielmehr, wieviel Unannehmlichkeiten Menschen dafür bereit sind in Kauf zu nehmen. Die Bereitschaft dazu reicht in manchen Fällen meines Erachtens nicht aus.

In dem vorliegenden Fall hat aber vor allem ein Gericht (meines Erachtens zurecht) geurteilt, dass die Beschäftigung zumutbar war.
Mit einem Fahrrad ist der Weg in ca. 1/4 Stunde zu bewältigen, und ein günstiges Fahrrad zu beschaffen sollte nun nicht das Problem sein. Vor allem gibt es eben ja die Möglichkeit von Fahrgemeinschaften (sie wird ja nicht die einzige sein, die zu der Zeit zu arbeiten aufhört) und vor allem auch noch ein Anruf-Sammel-Taxi.

@ NurIch3^3
"leider darf ich den Namen nicht mehr schreiben, da ich mir anderweitig eine Abmahnung deshalb eingefangen habe, aber dieser Fluß in Südamerika oder diese kämpferischen Weiber heißen auch so ähnlich"
Meinst du, dass Amazon-Mitarbeiter oder deren Rechtsbeistände, sofern sie das hier lesen, nicht merken, wer damit gemeint ist? Meines Erachtens bettelst du hier geradezu um Schwierigkeiten.

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