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Illegale Waffenlieferungen nach Mexiko durch Heckler & Koch bestätigt

Nachdem vor mehr als drei Jahren eine Anzeige erstattet wurde, mit dem Vorwurf illegal Sturmgewehre vom Typ G36 in Unruheprovinzen Mexikos geliefert zu haben, hatte das Unternehmen Heckler & Koch eine eigene Untersuchung gestartet. Diese hat nun ergeben, dass die Vorwürfe tatsächlich zutreffen.

Der Waffenhersteller hat bekannt gegeben, dass zwei Angestellte eigenmächtig diese Lieferungen nach Mexiko veranlasst hätten. Die Staatsanwaltschaft ermittelt allerdings gegen mehr als zwei Personen.

Aufgrund Menschenrechtsverletzungen und des Drogenkrieges hatte das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle dem Waffenhersteller nur eine eingeschränkte Exportbewilligung erteilt. In die mexikanischen Bundesstaaten Chiapas, Chihuahua, Guerrero und Jalisco dürfen keine Waffen geliefert werden.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Mexiko, Verdacht, Waffenlieferung, Heckler und Koch
Quelle: www.spiegel.de
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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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05.05.2013 17:41 Uhr von Nathan.der.Weise
 
+10 | -0
 
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"In Unruheprovinzen." Es wäre vielleicht ganz nützlich zu wissen, ob es an die Drogenbanden, Waffenhändler oder an die Polizeibehörden ging. Aber mit dieser recht zentralen Information geizen die Medien. Lieber mal Empörung schüren.
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05.05.2013 18:04 Uhr von Tibbii
 
+3 | -0
 
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Tja, Mord und Totschlag sind und bleiben nun mal ein lohnendes Geschäft. Wo der Geldberg stetig steigt, dort sinkt auch oft die Moral.
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05.05.2013 18:24 Uhr von ROBKAYE
 
+4 | -5
 
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Erinnert mich irgendwie an... "Operation Fast and Furious" - Dabei wurden die US-Regierung durch einen dummen Zufall dabei ertappt, wie sie US-Waffen über die mexikanische Grenze geschmuggelt hatte. Empfänger des tödlichen Präsentkorbes? Niemand geringer als das mexikanische Drogenkartell...

Die "Operation Fast and Furious" ist ein gutes Beispiel für eine stets als "Verschwörungstheorie" verrissene Geschichte, die sich schlussendlich in eine handfeste "Verschwörung" verwandelt hat.

Nachzulesen auf Wikipedia.de:

http://de.wikipedia.org/...
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05.05.2013 19:55 Uhr von Dracultepes
 
+1 | -3
 
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@Robkaye
Natürlich unterschlägst du ganz unabsichtlich dass die Lieferung abgefangen werden sollte, was nicht klappte. Und das es um verdeckte Ermittlungen ging um eben jene Waffenlieferungen durch Strohmänner aufzudecken.

Bei dir klingt das so böse. Mit den richtigen Infos klingt das nach Polizeiarbeit die schiefgegangen ist.
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05.05.2013 20:12 Uhr von Graf_Kox
 
+0 | -3
 
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Manche blenden halt in ihrer kleinen Fantasiewelt gerne alles aus was nicht verschwörerisch genug ist. Da ist Rob hier nicht der Einzige.
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05.05.2013 20:35 Uhr von rolf.w
 
+3 | -0
 
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" In die mexikanischen Bundesstaaten Chiapas, Chihuahua, Guerrero und Jalisco dürfen keine Waffen geliefert werden."

Ehm, das klingt für mich so, als würde es zb eine Genehmigung geben, Dinge nach Hessen, Bayern, NRW zu exportieren, nicht aber nach Niedersachsen, Baden Württemberg oder ins Saarland.
Wie funktioniert denn sowas? Normal hat ein Land nach außen eine Grenze und wenn eine Sache einmal eingeführt wurde kann es im Land überall hin gebracht werden.
Ist das in Mexiko anders?
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05.05.2013 22:52 Uhr von Floppy77
 
+0 | -1
 
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Wenn es nicht die deutschen liefern, tuts wer anders. Und so sind ein paar Arbeitsplätze in Deutschland etwas sicherer.
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06.05.2013 01:53 Uhr von ElChefo
 
+2 | -0
 
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...ist der gleiche Unsinn wie damals, als Saif Ghaddafis auf einem Pick-Up mit einem G36KE gefilmt wurde.

Obwohl recht klar war, das dieses Gewehr aus einer bewilligten Charge einer Lieferung an Ägypten stammte, gab es in Oberndorf Bürodurchsuchungen.

...rolf.w und buergerschreck haben schon recht. Welchen Sinn macht es, an Staaten zu liefern, allerdings einzelne Provinzen auszuklammern?! Wie und wo ein Staat seine Aquisen einsetzt ist dessen Verantwortung, nicht die eines Unternehmens, das ihn beliefert.

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