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Falsche Lehrerin fliegt nach 15 Jahren auf - Nun soll sie alles zurück zahlen

An einem Gymnasium in Mölln ist jetzt eine Frau aufgeflogen, die dort 15 Jahre als Lehrerin gearbeitet hat, obwohl sie gar keine war. Sie hatte zwar zur Wendezeit ihr Lehrer-Diplom in der DDR noch gemacht, aber nicht in den passenden Fächern.

So "frisierte" sie ihr Diplom und ersetzte Staatsbürgerkunde durch Sozialkunde. Zudem fälschte sie auch noch zwei Staatsexamens-Zeugnisse. So gerüstet arbeitete sie 15 Jahre lang als Lehrerin an einem Gymnasium.

Dem neuen Direktor fielen aber ihre schlechten Leistungen auf, denn diese passten nicht zu den guten Examensnoten. Nun flog der Schwindel auf und das Land Schleswig-Holstein will sämtliche Beamten-Bezüge zurück. Dabei soll es um rund 200.000 Euro gehen.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Lehrer, Schleswig-Holstein, Fälschung, Enttarnung
Quelle: www.express.de

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26 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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03.05.2013 10:32 Uhr von jpanse
 
+28 | -36
 
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@Xence
Weil es schlicht und ergreifend Betrug ist...
Zudem noch Urkundenfälschung...
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03.05.2013 10:34 Uhr von Pink_Lady
 
+87 | -3
 
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Naja, ich meine, wenns nach 2, oder 3 Jahren aufgefallen wäre, ok.
Aber wenn die das erst nach 15 Jahren merken, mit der Begründung: "Dem neuen Direktor fielen aber ihre schlechten Leistungen auf...",
dann ist da vorher aber ganz schön was schief gelaufen. Und ejtzt die gesamten bezüge zurückzufordern ist auch idiotisch. Sie hat ja dort gearbeitet, wie effizient sei mal dahingestellt, aber sie hat gearbeitet. Wieso sollte sie dafür nicht entlohnt werden?
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03.05.2013 10:36 Uhr von CrazyWolf1981
 
+32 | -3
 
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Viel wichtiger finde ich: wie steht es um die Schüler? Haben die durch sie jetzt schlechtere Zensuren, sind sie benachteiligt? Hier geht es um die Zukunft der Kinder, aber was an 1. Stelle steht ist erstmal das Geld. Wir hatten auch früher einen Lehrer, seine Klassen waren im Schnitt immer bis zu 2 Noten schlechter als im gleichen Fach bei anderen Lehrern. Da stell ich auch die Kompetenz in Frage.
Daher ist hier doch klar die Frage offen: Hat sie ihren Job so gut gemacht dass es keinem auffiel, oder war sie immer inkompetent und keiner hat reagiert?
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03.05.2013 10:41 Uhr von ted1405
 
+16 | -1
 
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@jpanse:

Richtig.
Und dennoch hat die Frau 15 Jahre lang eine Leistung in irgend einer Form erbracht. Für gewöhnlich sollte es deutlich schneller auffallen, wenn eine erbrachte Arbeitsleistung unterirdisch schlecht ist.

Mal anders gedacht:
angenommen, die Diplome wären nicht gefälscht, die Arbeitsleistung aber dennoch absolut unzureichend ... wäre es dann nicht ebenso in Ordnung, die Bezüge zurück zu verlangen? ;)

Wobei - bei all dem darf man nicht übersehen, dass es eine News des Express ist. Ich gehe entsprechend stark davon aus, dass hier lediglich die Forderung eines entsprechenden Beamten/Lokalpolitikers oder Anwalts zur News gemacht wurde, ohne dass dem dabei bereits ein rechtlicher Hintergrund oder gar ein Gerichtsurteil zugeordnet wäre. Letztlich gehe ich davon aus, dass die Gerichtsverhandlung noch offen steht und das Urteil dann wahrscheinlich eine ganz andere Sprache spricht oder es zu irgend einem Vergleich kommen wird.
Einfach mal abwarten.

[ nachträglich editiert von ted1405 ]
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03.05.2013 11:08 Uhr von meckerpott
 
+12 | -1
 
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Ich hatte fünf Jahre lang einen Mathelehrer, der war damit überfordert, beispeilsweise binomische Formeln zu erklären. Den Physik-Unterricht gestaltete er, indem er sich in den Nebenraum verzog und Groschenhefte las. Uns Schülern gab er den Tipp, derweil die Hausaufgaben zu machen. Eigentlich hätte man den faulen Pauker auf Schaudenersatz verklagen müssen. Aber damals...
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03.05.2013 11:09 Uhr von MC_Kay
 
+9 | -2
 
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Die "News" kann nicht stimmen!

"[...] und das Land Schleswig-Holstein will sämtliche Beamten-Bezüge zurück. Dabei soll es um rund 200.000 Euro gehen."

200.000 Euro in 15 Jahren?
Das macht 13.333 Euro im Jahr!
Das sind 1.111 Euro im Monat.

Wer bitte arbeitet für diesen Hungerlohn? Schließlich ist das eine Schule und sie soll Beamtenbezüge (ohne -) bekommen haben.
Irgendwie kann ich dieser News nicht ganz glauben ....
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03.05.2013 11:11 Uhr von sub__zero
 
+10 | -0
 
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Würde mich nicht wundern, wenn der Sachverhalt ein wenig anders ist, als es der Express darstellt.
Das Land Schleswig-Holstein will "nur" ca. 13.000 Euro pro Jahr zurück, das klingt eher nach einen Differenzbetrag, weil sie sich durch die gefakten Staatsexamina die ein oder andere Besoldungsgruppe ermogelt hat.
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03.05.2013 11:26 Uhr von gugge01
 
+9 | -5
 
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Ja, es war für viele die ein Pädagogikstudium in der DDR Absolviert hatte nach der Wende sehr schwierig auf das Westniveau runter zu kommen.
Dass mit den „schlechte Leistung“ halte ich für eine Schutzbehauptung des Rektors.

Ich denke vielmehr die Lehrerin wird den Rektor als Bunten Stromlinienförmigen Karrierebeamten bei verschiedenen Gelegenheiten klar gemacht habe was er für ein Realpädagogischer Versager ist.

Vielleicht hat sie auch die pädagogische Todsünde eines Bunten-Republik-Lehrers überhaupt begangen!

Nämlich eine Arbeit der entsprechenden Klassenstufe mit DDR – Aufgabenstellungen schreiben zu lassen.
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03.05.2013 11:30 Uhr von puri
 
+3 | -0
 
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Ich frage mich gerade wie man in "Deutsch" - für das sie ja zumindest ausgebildet wurde - und in "Sozialkunde" als Lehrer schlechte Leistungen bringen kann.

Vor allem nach 15 Jahren lehren sollte man den Stoff schon gut genug verinnerlicht haben auch wenn man "fachfremd" war, ist ja nicht so dass sich in den beiden Fächern jedes Jahr massive Änderungen ergeben.

Also wenn dann sind das pädagogische Fehlleistungen, das hat aber mit dem Betrug nicht viel zu tun, denn sie war ja diplomierte (DDR-)Lehrerin.
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03.05.2013 11:34 Uhr von MurrayXVII
 
+5 | -2
 
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Warum sollte sie es zurückzahlen? Müssen unsere Doktortitelbetrüger ihre Gelder zurückzahlen? Nö. Ist wärend der 15 Jahre aufgefallen dass sie ihren Job nicht richtig macht? Nö.

Also was wollen die von der Frau? Ob Urkundenfälschung oder nicht: Sie hat den Job gemacht für den sie bezahlt wurde.

@sommermensch1: Da die Unterrichtsqualität (wenn man sich die Volltrottel ansieht die aus der Schule kommen und absolut Ausbildungsunfähig sind) sowieso in Deutschland mehr als mies ist (geplanter Weise denn gebildete Menschen würden am Ende noch erkennen dass sie nach Strich und Faden vom Staat verarscht werden) fällt das wohl kaum ins Gewicht
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03.05.2013 12:00 Uhr von dagi
 
+0 | -0
 
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wenn sie alles zurückzahlt kann der gehalt von wulf ein jahr bezahlt werden !!! aber da beide beamte sind überniemt das wieder der steuerzahler !!!
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03.05.2013 12:24 Uhr von psycoman
 
+1 | -0
 
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@dagi:
"wenn sie alles zurückzahlt kann der gehalt von wulf ein jahr bezahlt werden !!! aber da beide beamte sind überniemt das wieder der steuerzahler !!! "

Wenn ich mir deinen Text so ansehe, vermute ich, dass du bei der Dame aus der Nachricht Deutschunterricht hattest.

Wulff ist Rechtsanwalt und dass er Beamter war, oder ist, ist mir neu.

In der News geht es doch gerade darum, dass eben nicht der Steuerzahler das Geld bezahlt, da man Teile des Gehaltes, das ganze Gehalt kann es bei der Summe nicht sein, zurück fordert.
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03.05.2013 12:29 Uhr von dommen
 
+6 | -0
 
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Also so schlecht kann Sie gar nicht gewesen sein, wenn Sie das 15 Jahre durchziehen konnte
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03.05.2013 13:12 Uhr von Bud_Bundyy
 
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@Xence
Du bist also der Meinung das jeder Arbeitgeber einen Datenabgleich mit allen in der Bewerbung genannten Stationen machen dürfen sollte?
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03.05.2013 13:43 Uhr von BoltThrower321
 
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Da haben wir es wieder...die Aufregernachricht des Tages, welche dem Bürger den Raub seines Datenschutzes subtil in den Mund legt, clevere Taktik....
"Pre employment screening" nennt sich das, wo man komplett sein Leben offenbaren muss...tut man es nicht...kein Job. Illegal, scheiss egal, kaum zu beweisen.
Fast jeder schummelt irgendwie beim Lebenslauf, wenn das obige Beispiel schule macht...na dann gute Nacht....15 Jahre eine Leistung erbracht und dann kein Geld für bezahlen...Lohndumpig mal ganz offiziell.

Reisserisch ist die Nachricht ohnehin...wer kann den Ggenbeweis erbringen, das damals niemand in der Lage war, die Fächer entsprechend an die westlichen Normen und Namen anzupassen?

Ich denke nur an meinen Meisterbrief....wo die HwK zu blöd für war, dies ins Englische zu übersetzen....
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03.05.2013 14:13 Uhr von Katatonia
 
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Schöne Summe. Das Land wird jedoch niemals diese Summe zurück erhalten. Die Frau wird schlichtweg nicht von selbst in der Lage sein. Das wird für sie die Privatinsolvenz bedeuten.
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03.05.2013 14:17 Uhr von merlin1999de
 
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@ Xence
Bin genau deiner Meinung Sie hat da gearbeitet, also soll sie es behalten.


Wenn man bei Ihr das Geld zurückfordert sollte man es bei diversen Politikern auch erstmal machen. Aber nein die bekommen weiterhin brav ihr Ehrensold, Büros und Autos bezahlt.
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03.05.2013 14:52 Uhr von V3ritas
 
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Ein Armutszeugnis, das sowas erst nach 15 Jahren auffällt. Aber anscheinend gibt es in diesen Bereichen keinen Grund, die Bewerbungen auf Richtigkeit zu prüfen. Schließlich gibt es auch viele Fälle, in denen welche zb in Kliniken als Ärzte praktiziert haben,ohne jemals eine Uni besucht zu haben.

Das man jetzt die gesamten Bezüge zurückzahlen soll ist eine Unverschämtheit. Wenn sie da 15 Jahre gearbeitet hat, dann können die Leistungen ja nicht soo schlecht gewesen sein.
Also mit welchem Recht fordert man jetzt von ihr das Geld zurück?!

Es gab auf den Schulen die ich bisher besucht habe, oft genug Lehrer, die nicht wirklich gute Leistungen abgeliefert haben. Die zb den Notenschnitt einer ganzen Klasse nach unten gezogen haben, innerhalb eines Schuljahres....und diese Leute unterrichten meines Wissens nach noch heute und beziehen dafür volles Gehalt.
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03.05.2013 20:13 Uhr von ms1889
 
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sie hat gearbeitet und wenn die behörden ihrer sorgfalspflicht nicht nachkommen und die diplome prüfen, sind die behörden selber schuld.
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04.05.2013 03:15 Uhr von bloody-venom
 
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So schlecht kann die aber nicht gewesen sein, wenn es 15 Jahre nicht auffällt. Oder alle anderen waren selbst nicht schlau genug um das zu bemerken ;-)
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04.05.2013 07:54 Uhr von Nico_
 
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@ouster
"Stimmt es eigentlich, dass man mit einem bayrischen Abitur in anderen Bundesländern direkt am Gynmnasium unterrichten darf? (Achtung! das ist kein Witz und definitiv keine Verarsche!)"

Nein, denn um in anderen Ländern unterrichten zu dürfen, muss man der deutschen Sprache mächtig sein.
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04.05.2013 09:44 Uhr von Bloedi
 
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Sie war 15 Jahre als Lehrerin tätig. Ihre Vergütung erfolgte aufgrund ihrer Arbeit.

Insofern ist eine gefälschte Urkunde dabei völlig irrelevant, weil dieser Tatbestand sie zwar in die Position eines Lehrer beförderte, der sie ja zudem auch ist, aber ihre Vergütung ihrer Tätigkeit zuzuschreiben ist.
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04.05.2013 13:38 Uhr von Whiteisblack
 
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Da kann man aber auch sehen, wie wenig Wert auf auf Kompetenz gelegt wird, wenn das 15 Jahre niemandem auffällt. ;)
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04.05.2013 15:20 Uhr von Bloedi
 
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Weil Kompetenz nicht zwangsläufig aus universitär erworbenem Wissen resultiert, sondern häufig naturgegeben und intuitiv erlangt und verbessert bzw. in der Lebenserfahrung trainiert und gestärkt wird.

Unsere Schulen und andere Bereiche wären möglicherweise besser, wenn man den Fokus nicht auf Abschlüsse, sondern auf Können legen würde.

Ich weiß aus eigener Praxis, was teilweise für ein Quatsch universitär gelehrt wird, um didaktisch im Berufsalltag zu bestehen.
Und ich habe meine berechtigten Zweifel, daß dieses vermittelte Wissen dazu beitragen kann, ein guter Lehrer zu werden.


Ich vertrete die Auffassung, daß man manchen Menschen trotz ihres Abschlusses ihre berufliche Zulassung wieder entziehen sollte, weil deren Handlungen desaströse Folgen für die Gesellschaft haben.

Eine dümmliche Universitätsurkunde mag formell belegen, daß jemand befähigt sei, einen bestimmten Beruf auszuüben.
Ob diese formelle Zusage auch praktisch gewürdigt und verantwortet werden darf, ist eine völlig andere Frage.


[ nachträglich editiert von Bloedi ]
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04.05.2013 17:01 Uhr von bigdaddy2
 
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na ja 15 Jahre hat sie gearbeitet, da fällt einem neuen Direktor erst auf das sie schlechte Leistungen hat?

Staatsbürgerkunde durch Sozialkunde ersetzt, na und, war ja im Grunde nach das selbe.

sie hat aber doch ein Lehrer Diplom, ich denke mal das ist nur Diskriminierung, wurden doch etliche Abschlüsse aus der DDR nach der wende nicht anerkannt und hier hatte es doch irgend jemand geschafft.

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