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USA: Erster Schritt zu Entwaffnung? Kalifornien leitet neues Gesetz ein

In den USA besitzen die Bürger über 400 Millionen Handfeuerwaffen. Das macht mehr als eine Waffe pro Person aus. Nach den Debatten für oder gegen eine Entwaffnung der US-Bürger hat am Mittwoch Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown ein neues Gesetz unterzeichnet.

"Potenziell gefährlichen Personen" ist von nun an der Besitz von Handfeuerwaffen untersagt. Davon sind immerhin 20.000 Kalifornier betroffen. Als potenziell gefährlich gelten Bürger mit einer strafrechtlichen Verurteilung oder einer psychischen Erkrankung. Dies berichtete die "Los Angeles Times".

Um "extremistischen Bedrohungen" vorzubeugen wurde in Florida eine 24 Stunden Hotline eingerichtet. "Wir wollen, dass uns die Menschen anrufen, wenn jemand auf der Straße sagt, dass er die Regierung oder den Bürgermeister hasst und ihn erschießen will", so Ric Bradshaw, Sherriff in Palm Beach County.


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WebReporter: Memphis87
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Waffe, Gesetz, Kalifornien, Schritt
Quelle: www.gegenfrage.com

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16 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.05.2013 21:01 Uhr von V3ritas
 
+4 | -0
 
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Man musste sich doch aber schon immer einer Überprüfung durch das FBI beim Kauf einer Waffe unterziehen...galt eine psychische Störung oder eine Vorstrafe dann bis jetzt nicht als Grund, weswegen man nicht zum tragen berechtigt war?^^
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02.05.2013 21:14 Uhr von Perisecor
 
+5 | -4
 
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@ V3ritas

Ja, in fast allen Staaten ist das so.

Wer aber eine Waffe kauft und erst dann straffällig wird, musste sie bisher abgeben - überprüft oder durchgesetzt wurde das Ganze aber kaum.

Das soll sich jetzt ändern, indem aktiv diesen Menschen die Waffen weggenommen werden.



20.000 Menschen sind bei der Gesamtzahl der kalifornischen Bevölkerung von etwa 38.5 Millionen Menschen (+x Millionen Illegale) lächerlich.

Vor allem wenn man bedenkt, was die Quelle daraus für einen fiesen Komplott machen möchte.
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02.05.2013 21:17 Uhr von CoffeMaker
 
+4 | -2
 
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@Haberal was ist mit "wow"?

In Deutschland MIT WAFFENVERBOT gibs ca 30 Millionen Feuerwaffen. Da kann man sagen WOW.
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02.05.2013 21:21 Uhr von Perisecor
 
+3 | -6
 
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@ Terrorstorm


Schon so lange auf Shortnews und noch immer nicht bemerkt, dass jeder einzelne Bundesstaat ein anderes Waffengesetz hat? Und dazu noch Bundesgesetze kommen?

Deine pauschalen Äußerungen sind so schlicht falsch.




"Ich verstehe die Mentalität einfach nicht."

Musst du ja auch nicht. Euch Deutsche versteht ja auch nicht jeder.

Was hältst du eigentlich davon, dass in Großbritannien die Verbrechen mit Schusswaffen massiv zugenommen haben, seit die dortige Regierung Ende der 90er Jahre eben jene verboten hatte?


Kannst du nicht verstehen, dass dieses Schicksal nicht alle Menschen teilen wollen?
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02.05.2013 22:23 Uhr von Perisecor
 
+2 | -4
 
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@ Terrorstorm

Nunja, die Verbrechensanstiege waren innerhalb von 2-3 Jahren nach der Waffengesetz-Reform. Ein Zusammenhang ist da schon überdeutlich.

Natürlich macht eine gewisse Beschränkung Sinn. Aber die gibt es in den USA. Und auch in den USA werden die mit Abstand meisten Verbrechen mit illegalen Waffen durchgeführt.


Der einzige Unterschied ist: Mit legalen Waffen passieren in den Staaten mehr Unfälle als in Deutschland, weil es eben mehr legale Waffen gibt.
An den Unfällen sind aber in aller Regel nicht die Waffen schuld, sondern ein Mensch.
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02.05.2013 22:26 Uhr von schlammungeheuer
 
+3 | -0
 
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@Perisecor
"Was hältst du eigentlich davon, dass in Großbritannien die Verbrechen mit Schusswaffen massiv zugenommen haben, seit die dortige Regierung Ende der 90er Jahre eben jene verboten hatte?"
Im Großen und Ganzen gibt es in GB in schlechten Jahren so fiel Schusswaffentote wie in den USA an 2 Tagen.Natürlich gehen zunächst die Verbrechen mit Schusswaffen nach oben wen man Schusswaffenbesitz zu einem Verbrechen erklärt ( Nicht unter 5 Jahre)
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02.05.2013 22:37 Uhr von schlammungeheuer
 
+1 | -0
 
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"Der einzige Unterschied ist: Mit legalen Waffen passieren in den Staaten mehr Unfälle als in Deutschland, weil es eben mehr legale Waffen gibt. "
Wen 70 % der Menschen die erschossen werden durch ihre eigene Waffe sterben würde ich nicht von Unfällen sondern von Suizid sprechen.
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02.05.2013 23:10 Uhr von kingoftf
 
+0 | -1
 
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2395 Schusswaffentote in den USA seit dem Massaker in Newtown am 14.12.2012
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02.05.2013 23:20 Uhr von Perisecor
 
+1 | -4
 
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@ schlammungeheuer


"Natürlich gehen zunächst die Verbrechen mit Schusswaffen nach oben wen man Schusswaffenbesitz zu einem Verbrechen erklärt ( Nicht unter 5 Jahre)"

Gestiegen sind aber vor allem Raubüberfälle mit Schusswaffen u.ä.

Vgl. z.B. http://news.bbc.co.uk/...




"Wen 70 % der Menschen die erschossen werden durch ihre eigene Waffe sterben würde ich nicht von Unfällen sondern von Suizid sprechen."

Es sind weniger als 70%. Gesichert sind etwa 50%.

Das hat mit meiner Argumentation aber auch nichts zu tun - mal ganz abgesehen davon, dass Leute, die sich umbringen wollen, immer einen Weg finden.

In Deutschland z.B. nutzt man dafür gerne mehrspurige Straßen. Das wiederum ist in den USA ein extrem seltenes Suizid-Phänomen.


Edit:
Der Gedanke, dass durch ein Verbot von Schusswaffen dann plötzlich die Todeszahlen sinken, ist schlicht irreführend. Illegale Schusswaffen bekommt man damit sowieso nicht los, also den Großteil der Verbrechen. Selbstmorde werden dadurch auch nicht spürbar weniger.
Die Leute steigen dann einfach auf andere Waffen um und das Nachsehen haben normale Bürger und nicht Kriminelle.

[ nachträglich editiert von Perisecor ]
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03.05.2013 00:19 Uhr von ROBKAYE
 
+2 | -1
 
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Ich finde es schon richtig, wenn geistig labile Menschen der Zugriff auf Waffen verwehrt bleibt. Das Problem ist nur, dass eine schwammige Auslegung des Gesetzes ebenso dazu missbraucht werden könnte, jedem Menschen, der jemals ein Anti-Depressiva verschrieben bekommen hat (und das sind eine Menge Menschen in den USA), oder z. B. Ritalin (was bei einer Vielzahl von Kindern verschrieben wird, um ADS zu behandeln) für immer das Recht auf Erwerb oder Besitz einer Waffe verwehrt bleiben kann. Es bleibt abzuwarten, wie der Personenkreis aussehen wird, auf den das Gesetz in Zukunft angewendet wird.

Ein generelles Waffenverbot nützt auf jeden Fall nichts, außer den Kriminellen, denn sie werden immer an illegale Waffen herankommen. Der brave, gesetzestreue Bürger, der seine Waffe abgegeben hat wird dann im Fall der Fälle derjenige sein, der am Ende in den Arsch gekniffen sein wird.

Fakt ist, ein Land, dessen Bürger bewaffnet sind, haben eine niedrigere Kriminalitätsrate, denn jeder Räuber, Mörder oder Einbrecher wird sich drei mal überlegen wird, ob er in ein Haus einsteigt, dessen Besitzer höchstwahrscheinlich einen Waffe im Schrank oder Handschuhfach liegen hat.

Sehr gutes Beispiel für ein bis an die Zähne bewaffnetes Land mit niedriger Gewalts-Kriminalitätsrate und vor allem niedriger Waffenmissbrauchsrate ist die Schweiz. Und das, obwohl die Schweizer sich mit Waffen aller Art und Anzahl eindecken dürfen. Es gibt keine gesetzlichen Beschränkungen für den Erwerb und Besitz von Waffen. Die Anzahl an Missbrauchsfällen im Jahr ist trotzdem nicht weiter Nennenswert.

@schlammungeheuer

Und der Unterschied bei der Bevökerungsanzahl und der Dichte in Ballungsgebieten nimmt hier auch maßgeblich Einfluss auf die Statistik...

[ nachträglich editiert von ROBKAYE ]
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03.05.2013 00:21 Uhr von schlammungeheuer
 
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@kingoftf
"2395 Schusswaffentote in den USA seit dem Massaker in Newtown am 14.12.2012 "
nein
"Matched Deaths: 3,819 or more since Newtown"
http://www.slate.com/...

@Perisecor
"Das hat mit meiner Argumentation aber auch nichts zu tun - mal ganz abgesehen davon, dass Leute, die sich umbringen wollen, immer einen Weg finden."
Nein Leute, die sich umbringen wollen scheitern in 80% der Fälle.

"Die Leute steigen dann einfach auf andere Waffen um und das Nachsehen haben normale Bürger und nicht Kriminelle."
Bei anderen Waffen gibt es nicht so etwas wie drive-by shootings oder Querschläger

"Jemarion Kyle, 4, was shot in the arm while playing outside with his siblings in Milwaukee, Wis., Tuesday night. Police believe the shooter was firing at people a few houses away but don’t have any suspects. The boy is recovering."
http://www.todaystmj4.com/...
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03.05.2013 00:35 Uhr von schlammungeheuer
 
+1 | -0
 
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@ROBKAYE "Fakt ist, ein Land, dessen Bürger bewaffnet sind, haben eine niedrigere Kriminalitätsrate, denn jeder Räuber, Mörder oder Einbrecher wird sich drei mal überlegen wird, ob er in ein Haus einsteigt,....
Sehr gutes Beispiel für ein bis an die Zähne bewaffnetes Land mit niedriger Gewalts-Kriminalitätsrate und vor allem niedriger Waffenmissbrauchsrate ist die Schweiz"
Die Einbrecher kommen eh wen niemand Zuhause ist
"Einbrüche: Schweiz ist Europameister"
http://www.sonntagonline.ch/...
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03.05.2013 10:15 Uhr von sooma
 
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"Musst du ja auch nicht. Euch Deutsche versteht ja auch nicht jeder."

:D +
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03.05.2013 10:30 Uhr von miyoko
 
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@ schlammungeheuer
Stimmt... die USA sind auch für ihre friedlichen Innenstädte bekannt.

In der Schweiz wurden die Leute mit Waffen aber auch an Waffen ausgebildet. Da darf eben nicht jeder einfach so eine Waffe besitzen. Das ist ein enormer Unterschied.
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03.05.2013 10:34 Uhr von Perisecor
 
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@ schlammungeheuer

"Nein Leute, die sich umbringen wollen scheitern in 80% der Fälle."

Das widerspricht meiner Aussage nicht.



"Bei anderen Waffen gibt es nicht so etwas wie drive-by shootings oder Querschläger"

Als ob drive-by-shootings mit legalen Waffen durchgeführt würden. Gerade die dafür prädestinierten Waffen - Maschinenpistolen - sind als Vollautomatik garnicht legal zu erwerben, von einer Hand voll Sammler-MP5 mal abgesehen.

Auch dein Beispiel deutet nicht darauf hin, dass da jemand seine legale (und damit registrierte und zurückverfolgbare) Waffe genutzt hat, um auf andere Leute zu schießen.
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03.05.2013 17:50 Uhr von schlammungeheuer
 
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@Perisecor
"Auch dein Beispiel deutet nicht darauf hin, dass da jemand seine legale (und damit registrierte und zurückverfolgbare) Waffe genutzt hat, um auf andere Leute zu schießen."
DAS Beispiel ist aus Wisconsin. Dort gib es keine Waffen
Registrierung nur eine 48h Wartezeit für Handfeuerwaffen

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