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Software-Patentierung - Diskussion in Deutschland flammt wieder auf

Eine aktuelle Debatte im Bundestag hat die Frage der Patentierung von Software wieder aufkommen lassen. Ein veröffentlichter Antrag wurde nun von allen Parteien abgelehnt. Allerdings sind die meisten Konzerne inklusive dem Wirtschaftsrat Deutschland dafür.

Die Wirtschaft hat nun die Lobbyarbeit für die Patente angekurbelt. "Patente schützen Innovationen und sorgen dafür, dass der Erfinder von seiner Arbeit, zumindest für einen gewissen Zeitraum, profitieren kann", so der Wirtschaftsrat Deutschland.

Die Politik dagegen ist gegen Software-Patente. Am 18. April bereits stimmten die CDU/CSU, SPD, FDP und Die Grünen für einen Antrag, der gegen die Patentierung von Computerprogrammen gestellt worden ist.


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WebReporter: Borgir
Rubrik:   High Tech
Schlagworte: Deutschland, Software, Patent, Diskussion
Quelle: business.chip.de

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2 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.05.2013 16:37 Uhr von Phyra
 
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@truth_hurts
patente sind aber nunmal wichtig, um genau zu sein, lebenswichtig. sie sollten nur halt auf einen kurzen zeitraum begrenzt sein, bei technologie udn software waeren 3 - 5 jahre vollkommen ok.

Ohne patente aber wuerde einfach ein unternehmen software/technik kopieren und guenstiger verkaufen, und das entwickelnde unternehmen bleibt auf millionen an forshcungskosten sitzen.
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02.05.2013 20:54 Uhr von NoGo
 
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@Phyra
Softwarepatente machen mehr kaputt, als sie schützen. Gerade Software kommt ohne bestimmte Grundbestandteile nicht aus. Software lebt davon, dass man einfach "drauf los" programmieren kann. Es gibt z.B. unzählige Programme für Faktura oder Onlineshops. Wäre Software patentierbar, könnte z.B. (Name des Patenthalters hier einfügen) einfach aufs geradewohl sämtliche kleinen Hersteller von Programmen, in denen Rechnungen erstellt werden können (davon gibt es tausende!) in Grund und Boden klagen. Da würden Milliardenwerte einfach so zunichte gemacht... Denn Softwarepatente schützen die Idee zu einer Software oder einem Teil davon. Wenn ein Teil, der für die Funktion wichtig ist, aber ansich nicht Hauptbestandteil des Programms ist, durch ein Patent geschützt wäre, reicht das z.B. schon aus, damit das gesamte Programm nicht mehr verkauft werden darf. Gerade kleine Hersteller und Einmannbetriebe werden dadurch an den Rand des Ruins gebracht. Man stelle sich nur mal vor, eine Individualsoftware kostet 3000€ und plötzlich kommen 15 Unternehmen und wollen für verschiedene Funktionen des Programms jeweils 100€ Lizengebühr -> So macht man Unternehmen kaputt. Bestes Beispiel ist der Papierkorb vom Betriebssystem. Ich glaube es war Apple, die damals Microsoft deswegen verklagt und gewonnen haben. Wenn man die Grundidee nimmt, also die Möglichkeit, gelöschte "Objekte" aufzubewahren, um sie später wiederherstellen oder endgültig löschen zu können, so gibt es diese Funktionalität heute wohl in jedem beliebigen Betriebssystem, und in vielen anderen Programmen, wie z.B. CMS.

Deswegen sollte bei Software einzig und allein das Urheberrecht gelten. Damit ist ausgeschlossen, dass eine Software 1 zu 1 kopiert werden kann/darf. Mehr braucht man nicht.

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