30.04.13 11:57 Uhr
 232
 

Deutschland wird wohl Predator-B-Kampfdrohnen von den USA kaufen

Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums hat nun bestätigt, dass Deutschland wegen des eventuellen Kaufs von Kampfdrohnen bei den USA angefragt hat. Diese soll bereits im Januar 2012 erfolgt sein. Im Mai wollen die USA Angebote für die Lieferung von Predator-B-Drohnen machen.

"Spiegel Online" hatte zuvor berichtet, dass die USA bereits einer Lieferung von drei Drohnen und vier Bodenstationen zugestimmt hätten. Das Nachrichtenportal bezog sich dabei auf die Lieferung von Reaper-Drohnen, eine Weiterentwicklung des Predator-Systems.

Am heutigen Dienstag werden Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière und sein Kollege Chuck Hagel in Washington über das Thema sprechen. Eine der Drohnen würde umgerechnet etwa 13 Millionen Euro kosten.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: Borgir
Rubrik:   Politik
Schlagworte: USA, Deutschland, Thomas de Maizière, Predator, Kampfdrohne
Quelle: news.de.msn.com

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Innenminister Thomas de Maizière will Social Bots vor Bundestagswahl verhindern
Flüchtlingspolitik: Thomas de Maizière will Flüchtlinge auf See zurück nach Nordafrika schicken
Deutschland: Thomas de Maizière will Videoüberwachung erweitern

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

9 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
30.04.2013 12:15 Uhr von ElChefo
 
+1 | -7
 
ANZEIGEN
Gar nicht mal schlecht, der Preis scheint auch in Ordnung.

Allerdings bin ich mal neugierig, wie groß das Volumen an Nationalisierungspotential ist, das man "mitgekauft" hat.
Was diesen Punkt angeht, wäre ich eher dem Angebot Heron-TP zugeneigt gewesen, da IAI in den anfänglichen Beratungen weitaus flexibler war und nationale Weiterentwicklungsambitionen direkt positiv beschieden hat. Dort haben die Amerikaner sich gesperrt, letztlich auch durch das Veto aus Kalifornien. Vielleicht hat sich da ja was getan.
...abgesehen davon wäre Heron-TP (meines Erachtens) geeigneter gewesen, da Heron-Staffeln ja schon in der Luftwaffe vorhanden sind und der Dienstbetrieb läuft.
Kommentar ansehen
30.04.2013 12:29 Uhr von Pils28
 
+6 | -2
 
ANZEIGEN
Da man zur Landesverteidigung keine Drohnen benötigt und das irgenwie noch das Hauptziel der Bundeswehr sein solltem sehe ich das skeptisch. Ebenso mindern Drohnen die Hemmschwelle bei tödlichen Intervention, da es noch unpersönlicher und günstiger ist, als ein bemannter Angriff.
Kommentar ansehen
30.04.2013 12:39 Uhr von ElChefo
 
+0 | -5
 
ANZEIGEN
Pils

"Da man zur Landesverteidigung keine Drohnen benötigt und das irgenwie noch das Hauptziel der Bundeswehr sein solltem sehe ich das skeptisch."

Vorgeschoben.
Das dem nicht so ist, sieht man zum Beispiel an der Planung zur Nutzung von Herons und EuroHawks zur Überwachung der Nord- und Ostsee, die momentan durch in die Jahre gekommene P3C Orion durchgeführt wird. Den Steuerzahler freuts, die Anforderungen werden trotzdem erfüllt.

"Ebenso mindern Drohnen die Hemmschwelle bei tödlichen Intervention"

Ebenfalls übertrieben, populistisch und unkorrekt. (Kampf-)Drohnen - da Teil der deutschen Streitkräfte - unterliegen genauso dem parlamentarischen Vorbehalt und dem Primat der Politik wie jeder Soldat und jedes Waffensystem in deutschen Diensten.

"da es noch unpersönlicher und günstiger ist, als ein bemannter Angriff."

Ebenfalls populistische Übertreibung, die nicht der Realität entspricht. Um wieviel ist denn bitte das Ausklinken einer Bombe oder Rakete von einem Kampfjet "persönlicher"? Der Pilot im Cockpit sieht von seinem Ziel sogar noch weniger als der Pilot in der Bodenkontrollstation. Bis hierhin stimmt lediglich der Punkt "günstiger". Die Langzeitfolgen für die Besatzungen der Drohne sind sogar noch drastischer als für diejenigen von Kampfjets, allein schon durch die höhere Verweildauer im Raum sowie die bessere Aufklärungstechnik, vergleiche etwa hier:
http://www.zeit.de/...
Kommentar ansehen
30.04.2013 12:54 Uhr von Pils28
 
+5 | -0
 
ANZEIGEN
Es geht weniger darum, wie es gerade ist, sondern, wo die Entwicklung hingeht. Drohnen werden, sofern man sie einsetzt über kurz oder lang autark werden. Da wird es keinen Feuerbefehl mehr geben, das wird alles automatisiert werden. Dann entscheidet die KI selbstständig, auf was geschossen wird und die Hemmschwelle existiert lediglich in der Firmware. Sobald man den Weg Drohnen einschlägt, wird man dort landen, weil es technisch nicht anders möglich ist, effektiv kurze Reaktionszeiten zu gewährleisten und weil es noch billiger ist. Zur Meeresüberwachung sehe ich durchaus Sinn in Drohnen, welche aber komplett anderem Design unterliegen sollten. Sprich unbewaffnet, benötigen keinerlei Stealth Features und ähnliches. Gibt es auch schon, nur an denen sind wir anscheinend nicht so stark interessiert. Im Kampfjet hat es wenigstens einen Piloten, der die endgültige Entscheidung vor Ort trifft, im Optimalfall das Ziel visuell identifiziert und hinterher zu der Entscheidung stehen muss. Ist nicht viel besser, ist es aber dennoch. Und vergiss den Preis nicht. Ich denke, die meisten Kriege wurden noch verhindert, weil sich die Parteien den Krieg finanziell nicht leisten konnten. Das soll auch schön so bleiben. Und nenne mich nicht populistisch. Drohen sind der einfache Weg, um die Ängste des Volkes vor Moslems zu instrumentalisieren, um effektiveres Kriegsgerät zu kaufen, mit denen man böses Zeug in fernen Ländern tätigt. So etwas ist ziemlich nah an der Definition von Populismus.
Kommentar ansehen
30.04.2013 13:17 Uhr von ElChefo
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Pils

Zu den Punkten:

- Autarkie

Auf absehbare Zeit nicht machbar. Wenn es schon daran krankt, einem Panzer geschweige denn einem Soldaten eine ordentliche IFF-Befähigung mitzugeben, wie sollte dann eine Drohne autark ein Ziel erkennen? Bis jetzt gibt es nicht mal eine ordentliche Mustererkennung, hauptsächlich benutzt man Temperaturunterschiede zum Tracking von Objekten. Genau aus diesem Grunde erhalten die Bediener auch immer noch eine klassische Luftbildauswerter-Ausbildung.

- Stealth-Features

Weder Predator, Reaper noch EuroHawk sind wirklich nach "stealth" designed. Überwiegend erreicht man einen gewissen Grad an "stealth" durch den niedrigen RCS eines naturgemäss kleineren Fluggerätes und die Auswahl von entsprechenden Materialien.
In der Praxis erkennt aber ein System wie etwa Ozelot immer noch genug, um eine Drohne bekämpfen zu können. Zur Teilnahme im nicht gesperrten, öffentlichen Flugraum werden Drohnen aber genauso wie alle bemannten Flieger Transponder tragen und ihre Flüge werden genauso bei EUROCONTROL gemeldet wie alle anderen auch. Alleine schon zur Sicherheit für die kommerziellen Airlines. Was die Meeresüberwachung angeht, die ist geplant mit Heron und EuroHawk - beide unbewaffnet.

- Visuelle Identifizierung

Die nimmt nicht der Pilot vor, sondern im Regelfall der Fliegerleitoffizier, die B-Stelle oder der JFST/FAC/TacP am Boden. Also genauso wie bei der Drohne. Ja, das ist die Doktrin der Bundeswehr.
...und wie gesagt: Die Fähigkeit zur visuellen Identifizierung ist bei der Drohne deutlich besser ausgeprägt als im Kampfflugzeug. Während die Drohne extrem hochwertige Aufklärungsausstattung mit sich bringt, schaut der Pilot "lediglich" durch Ziel- und Aufklärungsgeräte wie etwa SNIPER ATP oder RECCE LITE.

- Preis

Der Preis spielt - erstmal - keine Rolle. Da die Drohne wie alles andere bei den deutschen Streitkräften im Gefecht der verbundenen Waffen zum Einsatz kommt, bestimmt sich der Preis in allererster Linie durch den Einsatz von Kräften vor Ort. Lediglich die Dienstleistung "Close Air Support" wird günstiger und einfacher verfügbar. Ein Absinken der Hemmschwelle negiert sich schon alleine dadurch, das immer noch dieselbe (deutsche) Politik dahinter steht. Ob eine Fliegerbombe oder eine "Drohnenbombe" irgendwo einschlägt ändert nichts daran, das die Geschichte immer noch durch denselben Untersuchungsausschuss des Bundestages gehen wird.

"Drohen sind der einfache Weg, um die Ängste des Volkes vor Moslems zu instrumentalisieren,"

Wüsste jetzt nicht, was Drohnen mit dem Islam zu tun haben. Sorum gesehen müsste der Dingo 2 auch untrennbar mit dem "Kampf gegen Moslems" verbunden sein, weil er während dem Afghanistan-Einsatz beschafft wurde.

PS: Trotzdem (+), die sachliche Art gefällt mir soweit :)

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
Kommentar ansehen
30.04.2013 14:40 Uhr von Pils28
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Wenn ich mir die Leitwerke und auch den Rumpf angucke, ist das speziell designt, um eine möglichst kleine Radarsignatur zu ermöglichen.
An den Mustererkennungen wird intensiv geforscht. Also Google und Facebook können das schon sehr gut.
Wer jetzt die letzte Identifizierung macht ist mir egal, solange das ein Mensch ist, der auch nicht unbedingt einen Ping von mehreren Sekunden unterworfen ist.
Dass die Drohnen billiger sind, hast du oben noch geschrieben. Und bei dem was ein bemanntes Flugzeug pro Flugstunde kostet, da kann man eine ganzes Drohnengeschwader betreiben.
Kommentar ansehen
30.04.2013 15:25 Uhr von ElChefo
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
Eigentlich hat die Formgebung aktuell recht wenig mit dem RCS zu tun. Den Löwenanteil an Tarnmaßnahmen erlangt man tatsächlich über die Auswahl entsprechender Materialien.
Nimm mal als Beispiel die Drohne KZO. Die Formgebung ist absolut klassisch, kein bischen zu sehen von den allseits bekannten Kanten, Rundungen und Formen, die Radarstrahlen zerstreuen statt zu reflektieren. Trotzdem hat dieses Gerät einen Radarquerschnitt vergleichbar mit dem eines Spatzen, vielleicht gar einer Taube.
Was bei modernen Drohnen bleibt, ist eine futuristische Formgebung, die allzu einfach für "Stealth" gehalten werden kann, es aber nicht ist. Glaub es oder nicht, ich habe genug verschiedene Drohnen auf Feuerleitradars verschiedener Flugabwehrsysteme gesehen.

...und ja, es stimmt auch, das geforscht wird. Aber selbst das, was vielleicht in 5 oder 10 Jahren verfügbar sein wird - vom jetzigen Stand ausgehend - wird nicht für autarke Flugroboter ausreichen. Das ist nebenbei auch "Lehrmeinung" sämtlicher Drohnensymposia, spätestens seit der Tötung eines Kameramannes im Irak durch die Besatzung eines Apache. Wenn ein Bordschütze schon Probleme dabei hat, kannst du dir sicher ausrechnen, wie problematisch es für eine Maschine ist, eine TV-Kamera von einem Raketenwerfer zu unterscheiden.

Zur Identifizierung per Bodenpersonal kommt noch ein entscheidender Faktor hinzu: Die Zielmarkierung etwa für Lasergelenkte Bomben. Klar, man kann auch einen Markierer an der Drohne verwenden, aber "einfach so" eine Drohne in einen Raum zu schicken ist dann - zumindest für deutsche Kräfte - zu aufwendig und unsicher.

Schlussendlich sei noch gesagt: Selbst wenn Drohnen hypothetisch in der Lage sein würden, Ziele selbstständig zu erkennen und zu bekämpfen, würden sie immer noch durch eine deutsche Armee eingesetzt, die immer noch dem Primat der deutschen Politik unterworfen wäre. Das Lotto-Spiel würde kein Offizier mitmachen, im Fall der Fälle dann noch für den Flugauftrag juristische Konsequenzen tragen zu müssen. Dagegen wäre das Theater um Brigadegeneral Klein ein reinstes Kindergartengeplänkel gewesen.

PS:
Zum Kostenpunkt: Natürlich könnte man das. Allerdings nicht bei einem Kaufvolumen von 3 Fluggeräten und 4 Bodenstationen. Und ebenfalls wohl auch nicht mit einer Armee unterhalb 200.000 Soldaten. Da sind noch ein paar andere Branchen auszustatten.

[ nachträglich editiert von ElChefo ]
Kommentar ansehen
30.04.2013 19:26 Uhr von zahntech
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
fragt doch Iraner die könnten viel billiger liefern! oh man was für
ein elend !
Kommentar ansehen
05.05.2013 21:04 Uhr von yeah87
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
So langsam sollten wir aufwachen und aktiver dagegen vorgehen und nicht nur andere parteien wählen.

Sondern unseren missmut öffentlich verkündigen auf den strasse gegen krieg gegen lügen und den gegendruck halten und verstärken.

Lieber fallen alle systeme als dass das aktuelle so bestehen bleibt

***viva la revolution***


[ nachträglich editiert von yeah87 ]

Refresh |<-- <-   1-9/9   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Innenminister Thomas de Maizière will Social Bots vor Bundestagswahl verhindern
Flüchtlingspolitik: Thomas de Maizière will Flüchtlinge auf See zurück nach Nordafrika schicken
Deutschland: Thomas de Maizière will Videoüberwachung erweitern


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?