26.04.13 19:59 Uhr
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Die BRICS-Staaten wenden sich von der Weltwährung ab

Schon einige Stunden vor dem BRICS-Gipfel in Durban haben sich Brasilien und China darauf geeinigt, zukünftig mit der eigenen Währung zu handeln. Waren im Wert von 30 Milliarden Dollar sollen bald nur noch mit Yuan/Real bezahlt werden. Damit sinkt der Dollar-Umsatz der beiden Länder um ein Drittel.

Eine weitere schlechte Nachricht kommt aus Indien. Der Öl- und Gasminister Indiens, M. Veerappa Moily, dementierte die Behauptung der Nachrichtenagentur Reuters, dass Indien seine Einfuhren von Rohöl aus dem Iran stoppen werde.

Durch speziell eingerichtete Fonds will man die unilateralen Sanktionen gegen den Iran umgehen. Bei dem Treffen der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) wurde u.a. über einen gemeinsamen Währungspool oder die Gründung einer alternativen Entwicklungsbank diskutiert.


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WebReporter: Memphis87
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Dollar, Umsatz, Weltwährung, BRICS-Staat
Quelle: www.gegenfrage.com

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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26.04.2013 20:35 Uhr von Didi1985
 
+7 | -4
 
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Mal schauen, wann wir die D-Mark wieder haben...
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26.04.2013 20:37 Uhr von Onid_A
 
+8 | -7
 
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Endlich bekommt der Westen eine auf die Fresse!!!

Bin mal gespannt wie unsere Volksvertreter ("Das Volk treten") reagieren.
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26.04.2013 21:15 Uhr von Floetistin
 
+3 | -8
 
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Onid_A

Ja genau. Du bist auch "der Westen". Und wenn andere Staaten sich aufschwingen, geht es uns automatisch schlechter.
Somit freust du dich gerade, dass dir jemand ein Veilchen verpasst hat.

Suuuper :)
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26.04.2013 21:21 Uhr von uhrknall
 
+7 | -0
 
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Hätte ich auch nicht anders erwartet.
Wenn mehrere Staaten die selbe Währung haben, muss man sich auch auf ALLE diese Staaten verlassen können, dass sie verantwortungsvoll damit umgehen. Alle sitzen nämlich im selben Boot.

Wenn man sieht, wie momentan der Euro von ganz wenigen aber mächtigen Leuten mit Volldampf gegen die Wand gefahren wird, lernt man daraus. Die BRICS-Staaten verhalten sich nur logisch...
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26.04.2013 21:42 Uhr von tutnix
 
+3 | -3
 
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@uhrknall

hier gehts nicht um den euro, sondern dollar.
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26.04.2013 21:51 Uhr von Floetistin
 
+3 | -5
 
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Hm. Wieso 4 x Minus?

Weil ich sagte, dass es uns schlechter geht wenn es anderen besser geht?

Wacht mal auf Leute.

Ohne billige Importe aus China, Billig-Fleisch-Reste aus Osteuropa, billige Kleidungsproduktionen aus Albanien und Nordafrika würden wir hier ganz schön alt aussehen.

Geht es China gut und sie diktieren die Preise, werden wir mehr für unsere Produkte zahlen müssen.

Aber die Utopie das alle Staaten der Erde gleich gut zivilisiert sind und es allen Menschen gut geht ohne andere auszunutzen ist ein schöner Traum. Haltet möglichst lange daran fest :)


So. Und JETZT habe ich die Minus verdient. War ja böse zu euch :)
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27.04.2013 00:14 Uhr von mardnx
 
+5 | -0
 
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@ Floetistin
greif mal einen nackten mann in die tasche... merkst du was?
es ist die bittere wahrheit das hier im achso tollen deutschland viele menschen leben die nichts haben was man nehmen kann, man wartet regelrecht darauf das die mehrheit endlich begreift wie utopisch eure vorstellung der welt in wirklichkeit ist. da kommt halt eine solche nachricht besser an als irgendwelches gedudel von gauck, merkel und dem restlichen kuriositätenkabinett.
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27.04.2013 00:48 Uhr von Floetistin
 
+2 | -2
 
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Gothminister:

Hm. Deine Frage passt nicht so ganz. Aber vielleicht habe ich es auch falsch ausgedrückt.

Das was wir selbst produzieren ist zu teuer für uns. Wir können es uns nicht leisten.
Das was wir verbrauchen kommt aus dem Ausland. Entweder das vollständige Produkt oder das Rohmaterial dazu.
Würde der Albaner oder Marokkaner nicht deine Nike-Schuhe zusammenflicken, könntest du ihn nicht mehr bezahlen.
Tshirts würden keine 10 Euro kosten, sondern locker um die 60 - 70 Euro.
Elektronik in Deutschland? Keine Chance. Dein TV kostet dann keine 400 EUro mehr, sondern eher 1000 - 2000 euro.

Klar, du kannst versuchen alles im Inland zu bauen und den Binnenmarkt zu stärken - teilweise auch sinnvoll.
Aber du kannst eben nicht den vollständigen Bedarf decken. Das könnten wir evtl. mit den grundlegenden Dingen (Nahrung, Wasser, etc.). Aber die Metalle, das Öl, die Stoffe, etc. müssten nach wie vor importiert werden.

Unser Wohlstand beruht auch darauf, dass sehr viele bei uns einkaufen (daher der schaurig-schöne Titel "Export-Weltmeister") und uns das Geld geben.
Würdne wir nur für uns produzieren könntest du dir von deinem Gehalt zwar Nahrung kaufen aber ein Stück Fleisch gäbe es wie zu Großmutters Zeiten nur noch Sonntags. Für die Wurst am Morgen hättest du kein Geld.
Denn ein geschlossenes System hat keinen Mehrwert.

Beispiel:

Du arbeitest für 1000 Euro und beziehst deine Produkte aus dem Ausland.
Dort kostet das Tshirt in der Produktion 1 Euro und wird dir für 10 Euro verkauft.
Ok soweit.

Nun aber ist die Tshirtprodukton in Deutschland. Es kann also nicht mehr für 1 Euro produziert werden, sondern hat einen wesentlich höheren Personalkostenanteil.
Deine 1000 Euro wollen auch bezahlt werden. ABer wenn du das an dich selbst verkaufst, bezahlst du dich quasi selbst. Der Hund beisst sich selbst in den Schwanz.
Wird dein Lohn erhöht, steigen auch die KOsten für das Tshirt.

Erst dadurch, dass du teuer verkaufst und einen vergleichweise hohen Lohn bekommst kannst du dir Produkte kaufen, die günstig im Ausland produziert werden.

Was momentan gemacht wird ist allerdings eine Sauerei. Denn man bezahlt dir keinen hohen Lohn mehr, lässt dich aber hohe Qualität abliefern.
Was passiert? Du kannst dir nur noch billigere Produkte leisten - die in Ländern produziert werdne die noch billiger arbeiten als du.
Das wäre dann z.B. China.

Wenn China jetzt aber nicht mehr billig produziert, sondern siene Machtposition ausspielt werden die Produkte für dich teurer und damit unerschwinglich.
Klar, für China vermeintlich negativ. Aber da stellt sich die Frage wer den längeren Atem hat.
Lass mal hier in Deutschland die Kleidung wegfallen, die Supermarkt-Wurst+Nahrung auch. Lass mal spontan alles was im Ausland günstig produziert wurde wegfallen.
Wer geht hier eher auf Forderungen ein? China die dich zappeln lassen können oder Deutschland das auf die Importe angewiesen ist?


Eine Stärkung des Binnenmarkts ist natürlich wünschenswert. Aber eben nicht alleinig. Wir brauchen die billigen Produzenten aus dem Ausland damit wir unseren Standard halten können.

Das ist die traurige Wahrheit.


Ich hoffe ich habe mich verständlich ausgedrückt. Die Thematik ist sehr kompliziert und ich bin wirklich kein Autor (auch wenn ich Bücher schreibe *g*)

[ nachträglich editiert von Floetistin ]
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27.04.2013 03:36 Uhr von erw
 
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ich würd sagen, dass die entscheidung politischer natur ist. immerhin ist der dollar weit entfernt von den fluktuationen eines yuan oder real. egal, was man irgendwo anders mit dem dollar macht, die währung ist mit dem euro im vergleich zu allen anderen währungen stabil (die währungen, die ihren wechselkurs an die weltwährungen gekoppt haben, mal ausgenommen)

ich glaube, china hat mehrere gründe, sich gegen die usa zu wenden. einerseits ist die usa mit pauken, trompeten und ihren scharfmachern am untergehen (http://winfuture.de/...), andererseits wächst china und wird damit automatisch zum konkurrenten der usa auf der welt.

wir werden mit den usa leiden und vielleicht untergehen... die scharfmacher machen sich ja auch bei uns breit. alle bereiche, selbst soziale oder vermeindlich unabhängige (ARD und ZDF), werden von extremen wirtschaftsfanatikern unterwandert und bis zum zusammenbruch getrimmt. das wird nicht gutgehen.
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27.04.2013 03:53 Uhr von ElChefo
 
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Floetistin

Das Subventionsspiel durften wir doch hier gerade live miterleben.

Der Staat subventionierte bis vor kurzem noch die Solarbranche - puff, wir waren Weltmarktführer.

Dann kamen zwei Faktoren ins Spiel:
1. Der Staat stellt die Subventionen ein, da jeder eben diese Subventionen abgreifen wollte. Folge: Deutsche Solarindustrie ist so gut wie am aussterben.
2. China behält die Subventionen bei und erhöht die Export-Reduzierung auf seltene Erden.
...jetzt ist China Weltmarktführer bei Solarprodukten.

Würden "wir" - global gesehen - die Märkte sich selbst regulieren lassen, wäre der Ausgang dieser Geschichte ein vollkommen anderer gewesen sein, nicht mal zwingend mit der Marktführerschaft durch deutsche Betriebe, aber bestimmt auch nicht mit der chinesischen Industrie am oberen Ende der Nahrungskette.

Es ist halt immer eine Frage davon, inwiefern man bereit ist, die Wirtschaft einer politischen Entscheidung zu unterwerfen oder gar gezielt zu fördern. Hierzulande ist das diese Art Vorgehen verdammt worden. "Dort" ist es Staatsräson. Dazu gehören nebenbei auch die T-Shirts für Kik, Handies von Apple, gebaut bei Foxxcon und noch einiges mehr.
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27.04.2013 05:52 Uhr von meisterthomas
 
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Die Rolle der alternativen Weltwährung war einmal dem EURO zugedacht und auch ein wesentliches Motiv ihn einzuführen.

Die europäische Wirtschaft hat es vorgezogen, die BRICS-Staaten zu mästen und Europa auszuschlachten. Natürlich war und ist das nicht ohne die Unterstützung unserer Regierungen möglich und ist jetzt politisch auch nicht mehr umkehrbar. Denn längst bestimmt die Wirtschaft die Politik auch jeder Volkspartei.

Wenn VW heute sagt, an China führt kein Weg vorbei. Dann heißt das, an dem Selbstmord unserer Autoindustrie zugunsten kurz und mittelfristiger Gewinne führt kein Weg mehr vorbei.
Und weiter lässt sich weder rechnen, noch muss man weiter denken. Denn Geld und Gewinne finden schließlich auch woanders ihre Heimat.

Die deutschen Konzerne sind Meister der Globalisierung. — Aber der Preis für die globale Freiheit von Handel und Kapital ist Umverteilung und den bezahlen die Bürger.
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27.04.2013 07:06 Uhr von meisterthomas
 
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Nachtrag

Das Märchen von den selbstheilenden Kräften der Wirtschaft kann nur in einem geschlossenen Regelkreis funktionieren. Und dieser war einmal unsere Volkswirtschaft.

Wir hätten sicher auch die Strukturkrisen einer europäische Volkswirtschaft überwunden und wären an ihr gewachsen.
Aber die Seilschaft von Hab- und Machtgier setzte darauf, das Kapital zu stärken; Löhne und Arbeitskraft zu schwächen.
Was ihr auch mittels Globalisierung gelungen ist. Denn der volkswirtschaftliche Regelkreis zwischen Kapital und Arbeit ist im Grunde dahin, ist ausgerastet und funktioniert kaum noch in den Bereichen lokaler Märkte, sondern wird auch hier mittels Leiharbeit und Dienstleister ausgehebelt.

Die Strukturkrisen der Globalisierung sind eine ganz andere Dimension, sowie auch ihre Anforderungen an die Nivellierung von Angebot und Nachfrage, von Sozialabbau, Produktionsfaktoren und Standorten.

Damit aber auch unser Humor nicht zu kurz kommt, hier noch eine Satire:
http://www.ndr.de/...

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