26.04.13 11:08 Uhr
 787
 

Urteil: Caritas-Kündigung nach Kirchenaustritt eines Mitarbeiters rechtens

Ein Sonderpädagoge bei einer Caritas-Einrichtung trat wegen des Missbrauchsskandals aus der Katholischen Kirche aus, worauf ihm gekündigt wurde.

Der 60-Jährige ging wegen der Entlassung vor das Bundesarbeitsgericht, doch dies stufte die Kündigung nun in seinem Urteil als rechtens ein.

Die Richter begründeten ihr Urteil mit dem schweren Loyalitätsverstoß, den der Angestellte durch seinen Austritt dem Arbeitgeber gegenüber begangen habe.


Videoplayer auf dieser Seite ausblenden
WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Kündigung, Caritas, Kirchenaustritt
Quelle: www.sueddeutsche.de

Jetzt Deinen
Kommentar abgeben!

DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Gasexplosion nach Zugunglück in Bulgarien
Düsseldorf: "König der Taschendiebe" nach Marokko abgeschoben
Dresden/Urteil: Bewährung für Mann der Kinder für Sex bezahlte

Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben

17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

Kommentar ansehen
26.04.2013 11:23 Uhr von Niels Bohr
 
+13 | -6
 
ANZEIGEN
Aha....also unterstützt das Gericht damit dan den Mißbrauch von Kindern und Schutzbefohlenen durch die kath. Kirche.
Denn das sich die kath. Kirche in gewissem Maße mit daran schuldig macht indem sie diejenigen die das Verbrechen begangen haben nicht kategorisch aus der Kirche ausschließt und den Job kündigt, sollte wohl klar sein.
Der Pfarrer wird dann einfach in eine andere Pfarrei versetzt, bekommt einen Klaps auf die Finger und dann ist gut.
Kommentar ansehen
26.04.2013 11:26 Uhr von Gierin
 
+7 | -2
 
ANZEIGEN
Habe ich Verständnis dafür. Ich bin auch vor Jahren ausgetreten. Für mich ist es selbstverständlich, dass ich deshalb auch keinen "Nutzen" aus kirchlichen Einrichtungen oder Dienstleistungen ziehe.

[ nachträglich editiert von Gierin ]
Kommentar ansehen
26.04.2013 11:42 Uhr von Child_of_Sun_24
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
Er hätte auch einfach seine Kirchenzugehörigkeit wechseln können, statt ganz auszutreten, dann hätte er noch seinen Job und einen stillen Protest.

Aber das reichte ihm wohl nicht, immerhin arbeiten Muslime, Evangelische, Katholische und andersgläubige Bürger bei Diakonie und Caritas, weswegen ein wechsel des Glaubens wohl eher nicht zur Kündigung geführt hätte.
Kommentar ansehen
26.04.2013 12:39 Uhr von Suffkopp
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
Was ist daran jetzt seltsam? Wer z.B. bei einer ev. Einrichtung (Diakonie usw.) arbeitet hat das sogar in den gültigen Tarifverträgen so stehen. Und bei der Caritas wird es nicht anders sein, zumal ja beide zum öffentl. Dienst gehören
Kommentar ansehen
26.04.2013 12:48 Uhr von jschling
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
also ih verstehe es nicht wirklich
aus Sicht des [edit] Vereins natürlich verständlich, eine Sache, aber arbeitsrechtlich ? also da hätte der Mann auch Moslem werden können ohne Sanktionen.
Staat = religionsneutral = Arbeitsschutzgesetze gelten für alle gleich.

Wir sollten uns auch alle im klaren darüber sein, dass Caritas zwar kirchlich ist, aber ein reines Wirtschaftsunternehmen, welches sich seine Leistungen vom zuständigen Kostenträger erstatten lässt - nicht 1 Cent Kirchensteuer wird dabei ausgegeben

das die Kirche keinen Abtrünnigen einstellt ist verständlich, aber das es rechtlich einwandfrei ist mit der Begründung zu kündigen ist der Hammer. Lider sagt die Quelle auch nicht aus, wie es bezüglich Berufungsverfahren aussieht. Eigentlich hält die Entscheidung schon dem Grundgesetzt nicht stand :-(
Kommentar ansehen
26.04.2013 12:57 Uhr von Suffkopp
 
+1 | -1
 
ANZEIGEN
@jschling - dann beschäftige Dich mit dem Thema "kirchliches Arbeitsrecht" - vlt. verstehst Du dann, denn es steht überall in den Arbeitsveträgen oder den dem Arbeitsvertrag unterliegen Vorschriften. Dieses übliche "ansonsten unterliegt dieser Arbeitsvertrag dem kirchenrechtlichenTarifvertrag in der Fassung vom...."

Ist nunmal so.
Kommentar ansehen
26.04.2013 12:58 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -3
 
ANZEIGEN
@Niels Bohr
Augen auf beim Eierkauf...

Du arbeitest bei einer Einrichtung der katholischen Kirche!!
Du trittst aus der katholischen Kirche aus!!!

Damit ist es völlig rechtens dass er dich entlässt und hat nichts mit Sympathie zum Kindesmissbrauch zu tun
Kommentar ansehen
26.04.2013 13:01 Uhr von PeterLustig2009
 
+1 | -2
 
ANZEIGEN
@ hoenipoenoekel

[...]Und das die so viele Kinder missbrauchen konnten, ist nur darauf zurück zu führen, das CDU und SPD sich ihrer Verantwortung gegenüber den Schwächsten der Gesellschaft entzogen haben[...]
Aber sonst noch alles frisch in der Birne?

Die Politik kann wohl kaum was dafür dass diese Dinge passiert sind und passieren!!!
Oder meinst du das Individium Mensch wird in der katholischen Erziehung zum Pädophilen geprägt?

In staatlichen Einrichtungen ist das Problem zwar nicht so omnipräsent aber genauso vorhanden!!

Staat und Kirche sind 2 getrennt zu betrachtende Systeme
Kommentar ansehen
26.04.2013 13:12 Uhr von Suffkopp
 
+0 | -3
 
ANZEIGEN
Und ich möchte mal wissen was für ein Sturm speziell hier bei SN losgehen würde, wenn es bei Caritas/Diakonis usw. anders wäre. Wenn es plötzlich nicht mehr von der Konfession abhängig ist, und (es ist nur ein Beispiel ohne Wertung) Moslems, Buddhisten, Atheisten usw. in der Caritas/Diakonie usw. tätig sein könnten.

Na das wäre ein Spaß - aber auch genau das ist das heuchlerische an vielen Kommentatoren hier.

Deswegen sage ich imemr wieder Heuchler - Heuchler - Heuchler
Kommentar ansehen
26.04.2013 13:23 Uhr von Child_of_Sun_24
 
+4 | -0
 
ANZEIGEN
@Suffkop
In welcher Welt lebst du ?

Muslime und andere Glaubensrichtungen sind schon lange bei Diakonie und Caritas geduldet.
Kommentar ansehen
26.04.2013 13:27 Uhr von puri
 
+2 | -2
 
ANZEIGEN
Es steht wortwörtlich in jedem Arbeitsvertrag mit der Caritas/Diakonie drin, dass bei einem Kirchenaustritt auch das Arbeitsverhältnis beendet wird.

Wenn er tatsächlich der Überzeugung war - und das bezweifle ich nicht einmal - dass er aus seinen Gründen nicht mehr Mitglied der Kirche sein möchte, dann ist das auch sein gutes Recht. Aber dann muß man auch so konsequent sein, dass man auch nicht mehr für die Kirche arbeiten will.

Er hätte z.B. auch jederzeit von der katholischen zur evangelischen Kirche wechseln können, ohne eine Kündigung fürchten zu müssen.

Von daher finde ich die Aufregung hier stark übertrieben.
Kommentar ansehen
26.04.2013 13:27 Uhr von Maedy
 
+0 | -1
 
ANZEIGEN
Hier wird nicht wegen mangelnder Leistung sondern wegen persönlicher Einstellung zur Religion gekündigt.Mich würde echt interessieren was da im Arbeitsvertrag drin gestanden hat....
Kommentar ansehen
26.04.2013 13:29 Uhr von Suffkopp
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@Child_of_Sun_24 - vlt. verstehst Du was ich meine wenn ich geschrieben hätte:

"... losgehen würde, wenn eine News erscheit mit der Überschrift "Moslems dürfen jetzt auch in der Caritas arbeiten""

Verstehst jetzt?

Nebenbei bemerkt: meine Frau arbeitet bei der Diakonie, als weiß ich schon wer da alles arbeiten darf.

[ nachträglich editiert von Suffkopp ]
Kommentar ansehen
26.04.2013 13:32 Uhr von puri
 
+1 | -0
 
ANZEIGEN
@maedy

Die Arbeitsvertragsrichtlichnen der Caritas/Diakonie sind öffentlich zugänglich, z.B. die AVR der Diakonie Bayern:
http://www.diakonie-bayern.de/...

" Ein wichtiger Grund im Sinne des § 626 BGB liegt insbesondere vor bei Vertrauensbrüchen
oder groben Achtungsverletzungen gegenüber der Kirche oder ihrer Diakonie, bei Austritt aus der
Evang. Kirche oder bei schweren Vergehen gegen die Gebote der kirchlichen
Lebensordnung oder die
staatliche Rechtsordnung oder bei sonstigen groben Verletzungen der sich aus dieser Richtlinie
ergebenden Dienstpflichten. Bei Dienstnehmern / Dienstnehmerinnen, die zum Zeitpunkt der
Einstellung nicht der Evangelischen Kirche angehö
rt haben, sondern einer anderen Kirche oder
Glaubensgemeinschaft, die der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen angeschlossen ist, gilt ein
Austritt aus dieser Kirche oder Glaubensgemeinschaft grundsätzlich als wichtiger Grund."
Kommentar ansehen
26.04.2013 14:18 Uhr von jschling
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ DerBelgarath
kannst du mir das Gesetzt, deiner Meinung nach sogar Grundgesetz, nennen, welches der Kirche dieses Recht einräumt ?

Ich will es jetzt nicht abstreiten, Kirche hat leider einen grossen Einfluss, sonst gäbe es auch keine Kirchensteuer bei uns, aber trotzdem kann ich das nicht glauben
Kommentar ansehen
26.04.2013 14:30 Uhr von puri
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
@ jschling
Allgemein über §4 GG zu §140GG, spezifischer dann im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz §9 geregelt:
http://www.gesetze-im-internet.de/...

[ nachträglich editiert von puri ]
Kommentar ansehen
26.04.2013 23:32 Uhr von Ayla87
 
+0 | -0
 
ANZEIGEN
Muslime werden nur so lange geduldet bis sie einen befristeten Vertrag haben.Soll es zu einem unbefristeten Vertrag kommen,lassen die Herrschaften den Vertrag auslaufen!!!

Refresh |<-- <-   1-17/17   -> -->|
Diese News zu meinen Favoriten hinzufügen Beitrag abgeben


Copyright ©1999-2016 ShortNews GmbH & Co. KG

Die News auf dieser Website werden eigenverantwortlich von Nutzern erstellt. Die Shortnews GmbH & Co. KG nimmt keinen redaktionellen Einfluss auf die Inhalte.

impressum | agb | archiv | usenet | zur mobilen Ansicht
SCHLIESSEN

Willst Du die Seite wirklich verlassen?


DAS KÖNNTE DICH AUCH INTERESSIEREN

Gasexplosion nach Zugunglück in Bulgarien
Aiman Mazyek fordert mehr muslimische Vertreter im Rundfunkräten
Düsseldorf: "König der Taschendiebe" nach Marokko abgeschoben


...oder unseren und keine aktuellen News mehr verpassen?