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Käufliche akademische Grade: Staatsanwaltschaft führt bundesweit Razzien durch

Nachdem die Lübecker Staatsanwaltschaft die Wohnung und den Arbeitsplatz der Journalistin Eva Ihnenfeldt wegen eines gekauften Ehrendoktor-Titels des MDLC-Instituts durchsucht hat, den sie aus Jux von ihren Kindern bekommen hatte (ShortNews berichtete), gehen die Razzien landesweit weiter.

Die Staatsanwaltschaft in Lübeck untersucht an die hundert Verfahren und stellt Anträge auf die Beschlagnahmung von Computern. In Deutschland stehen Redaktionsräume unter besonderem Schutz.

Laut Staatsanwaltschaft wurde der Arbeitsplatz der Journalistin Eva Ihnenfeldt versehentlich durchsucht. Laut dem Amtsgericht hieß es, die Durchsuchung sei "sicherlich verhältnismäßig". "Denn eine Durchsuchung dient auch der Entlastung der Verdächtigen. Und anders kommt man an die Beweise nicht ran".


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WebReporter: Haberal
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Betrug, Titel, Staatsanwaltschaft, Durchsuchung, Ehrendoktor
Quelle: www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.04.2013 22:38 Uhr von zabikoreri
 
+13 | -0
 
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@bad_beaver

Die Politiker kaufen sich doch keine Doktortitel. Die kopieren die Doktorarbeit. Das ist offenbar nicht strafbar - sonst hätte man schon einige Gefängnisszellen belegen müssen.
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24.04.2013 22:39 Uhr von TendenzRot
 
+10 | -3
 
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Ich bin dafür, solche Albernheiten wie Dr., Prof., etc. einfach nicht mehr im Namen bzw. der Anrede führen zu dürfen. Was sagt denn ein Doktortitel heutzutage noch aus? Im besten Falle, dass man in der Lage ist, Zitate als solche auszuweisen. Oder auch nicht.

Gut, im Vergleich zu den Österreichern ist das hier ja noch ziemlich harmlos, aber was soll das denn? Man begrüßt doch auch niemanden mit "Herr Automechaniker Schulz" oder "Frau Blumenbinderin Meier, Gattin des Automechaniker Schulz in Spe".
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24.04.2013 23:13 Uhr von Pils28
 
+10 | -0
 
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Die Dame hat ihren Titel nicht einmal genutzt, sondern nur einmal getwittert, was sie lustiges von ihren Kindern bekommen hat. Da Verlagsräume zu durchsuchen und es dann verhältnismäßig zu nennen, ist absurd. Ich schlag ja einem Bullen auch nicht ins Gesicht, weil ich denke, dass da ein Moskito saß, den ich verscheuchen wurde und kann man mich hinterher mit verhältnismäßige Nothilfe rausreden.
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25.04.2013 00:53 Uhr von shadow#
 
+2 | -0
 
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"Versehentlich" "verhältnismäßig" bei einem Phantasietitel den jemand nicht einmal führt, ja dessen tatsächlicher Besitz aus dem Blogeintrag nicht einmal ersichtlich war?

Hat Deutschland neuerdings russische Austauschrichter?

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