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Männergesundheitsbericht: Depressionen noch immer ein Tabuthema bei Männern

Der "Männergesundheitsbericht 2013", der von der Stiftung Männergesundheit und der Deutschen Krankenversicherung DKV, am heutigen Mittwoch (24.04.2013) veröffentlicht wird, besagt, dass seelische Erkrankungen, wie Depressionen und Angsterkrankungen, noch immer ein Tabuthema seien.

Während die offizielle Zahl der an Depressionen erkrankten Männer wesentlich geringer ist als die der Frauen, würden dreimal mehr Männer einen Suizid begehen. Oftmals würden die Anzeichen falsch gedeutet und die Betroffenen würden die Erkrankung verheimlichen.

Gerade gegenüber Ärzten würden die Symptome verschwiegen. Die Autoren des Berichtes sprechen von einer "Depressionsblindheit", außerdem würden sich Männer anders verhalten. So verhalten sie sich bei einer Depression eher aggressiv und risikofreudig und greifen verstärkt zu Alkohol und Drogen.


WebReporter: blonx
Rubrik:   Gesundheit / Krankheiten
Schlagworte: Mann, Alkohol, Depression, Suizid
Quelle: www.spiegel.de
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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.04.2013 13:59 Uhr von Katzee
 
+15 | -1
 
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Unsere Gesellschaft erkennt psychische Erkrankungen immer noch nicht an. Wenn bekannt wird, dass ein Mensch an Depressionen leidet, wird er als Schwächling gebrandmarkt. "Reiß Dich zusammen", "Hör auf zu jammern und tu was" etc. Oder es heisst, derjenige/diejenige sei einfach durchgeknallt. Für Männer ist es wahrscheinlich noch schwerer, damit umzugehen, als für Frauen, die immer noch gerne als das "schwache Geschlecht" betitelt werden. Dabei sind Depressionen der "Krebs" der Seele und können unbehandelt genauso zum Tod führen.
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24.04.2013 14:09 Uhr von Bildungsminister
 
+7 | -0
 
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Das Problem ist, dass Depressionen, oder psychische Erkrankungen generell, etwas sehr abstraktes sind. Vergleicht man es mit z.B. einer körperlichen Erkrankung, z.B. einer Erkältung, oder einem gebrochenen Bein, dann kann da jeder etwas mit anfangen. Hier kann man als Mensch sehr gut mitfühlen und aus Erfahrungen schöpfen.

Bei psychischen Krankheiten ist das anders. Uns fällt es schwer so etwas einzuordnen. Wie fühlt sich jemand mit dieser oder jener psychischen Erkrankung, was sind die Symptome, und wie kann man dagegen vorgehen oder jemandem helfen?

Das psychische Erkrankungen immer noch verspottet werden liegt wohl auch daran, dass es oftmals als Spinnerei abgetan wird. Eben auch weil es so schwer ist so etwas von außen zu beurteilen. Physische Krankheiten kann man sehen, psychische eher nicht, maximal die Symptome.

Dabei sind solche Krankheiten mittlerweile längst zur Volkskrankheit geworden. Sie zuzugeben bedeutet aber sich und anderen Schwäche einzugestehen. Hinzu kommt, dass solche Krankheiten, gerade Depressionen, nicht mal eben behandelt sind. Oft braucht es dazu verschiedene Medikamente, aber auch viel Zeit und Geduld.

Da hat sich in den letzten Jahren aber wenig getan. So offen wir heute auch sein mögen, wenn es um die Psyche geht, dann ist das einfach tabu. Wir sind deutlich offener wenn es um Sexualität geht, als bei solchen Themen. Ich kann mich gut erinnern, dass ich die gleichen Diskussionen schon vor 15 Jahren im Studium hatte, und im Grunde hat sich da bis heute nicht verändert.
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24.04.2013 14:15 Uhr von Skyfish
 
+4 | -1
 
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@ Katzee

Ich stimme dir zu, die gesellschaft erkennt psychische Krankheiten noch immer nicht wirklich an. Das liegt aber wahrscheinlich auch daran das jeder 2. der keine Lust hat zu arbeiten an einem "Burnout" leidet, Hanswurst hat regelmässig Migräne und klein Erna wurde zum 5. mal vergewaltigt weil sie ihren Willen nicht durchsetzen konnte usw.

Menschen die wirklich mit diesen echten Problemen zu kämpfen haben gehen in der Masse der Blender unter. Leider bin ich durch mein Umfeld auch so geprägt, das ich den Menschen ersteinmal ihre Geschichten nicht glaube, und das schon das eine oder andere mal zu Unrecht. Das tut mir wirklich Leid, aber ich kann da einfach nicht aus meiner Haut.
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24.04.2013 17:06 Uhr von magnificus
 
+1 | -2
 
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Mennooo. Könnt ihr mal damit aufhören *schnief*
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24.04.2013 18:10 Uhr von Jolly.Roger
 
+2 | -0
 
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Echte Männer haben keine Depressionen.
Echte Männer sind mal schlecht drauf.

SCNR ;-)

Wer als Mann etwas von Depressionen, Burn- oder Bore-Out redet, bekommt sowieso direkt nen Stempel drauf.
Das Problem ist einfach auch die Unterscheidung bzw. die richtige Diagnose. Nur weil ich mal ein paar Tage keinen Bock habe zu arbeiten, ist das keine Depression oder Burn-Out. Andererseits hat nicht jeder, der müde durchs Büro schlurft, nur keine Lust zu arbeiten.

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