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Wegen Kritik an Hartz-IV-Sanktionen: Jobcenter-Mitarbeiterin wurde freigestellt

Inge Hannemann arbeitet für das Jobcenter in Hamburg Altona und betreibt den Blog "Altonabloggt". In diesem kritisierte sie die Sanktionen gegen Hartz-IV-Empfänger, die sie für nutzlos hält.

Wegen dieser Kritik wurde die 44-Jährige nun freigestellt und darf ihr Büro nur noch in Begleitung des Hausmeisters betreten.

Zeilen wie "Wie viele Tote, Geschädigte und geschändete Hartz-IV-Bezieher wollen Sie noch auf Ihr Konto laden? Wie viele Dauerkranke, frustrierte und von subtiler Gehirnwäsche geprägte Mitarbeiter wollen Sie in Ihrem Konstrukt "Jobcentermaschine" durchschleusen" sind Grund für ihre Freistellung.


WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft / Arbeitsmarkt
Schlagworte: Hamburg, Kritik, Jobcenter
Quelle: www.handelsblatt.com

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38 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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24.04.2013 12:21 Uhr von newsleser54
 
+45 | -3
 
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Na sie will bestimmt selbst ohne sanktionen den Job weg legen ;) Aber recht hat sie.
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24.04.2013 12:42 Uhr von Suffkopp
 
+19 | -60
 
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24.04.2013 12:44 Uhr von machi
 
+10 | -38
 
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24.04.2013 12:52 Uhr von Suffkopp
 
+8 | -37
 
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24.04.2013 12:59 Uhr von Bildungsminister
 
+45 | -6
 
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Gerade weil sie damit einen Konflikt mit ihrem Arbeitgeber herauf beschwört, ist es doch umso höher anzusiedeln, dass sie sich der Thematik dennoch widmet. Ich würde mir wünschen, dass mehr Menschen so viel Rückgrat hätten. Tatsächlich sind es aber wohl die wenigsten.

Für mich ist auch das durch das Recht auf freie Meinung gedeckt. Natürlich muss man sich in so einem Fall der Konsequenzen bewusst sein. Offenbar hat sie sich aber bewusst für diesen Weg entschieden.

Der Arbeitgeber reagiert denn auch recht typisch. Statt sich der Kritik zu stellen, die ja durchaus im Kern berechtigt ist, versucht er sich des Themas auf diese Art zu entledigen. So läuft es leider nur zu häufig, und ist eben auch der Grund warum sich niemand traut den Mund aufzumachen.

Frau Hannemann ist zudem nicht verbeamtet, weswegen sie jederzeit ihren Job verlieren kann. Ich finde ihre Thesen durchaus überzeichnet, aber im Kern diskutabel. Mitunter vertritt sie die These, dass Jobcenter als "Entmüllung" für Beamte dienen, und diese dort aufs Abstellgleis gestellt werden. Auch spricht sie von einer systematischen und gewollten Verarmung.

Durchaus interessant sich mit der Frau und ihren Thesen zu beschäftigen. Natürlich hat das alles immer zwei Seiten, aber offenbar ist hier auch nur eine Seite bereit zu reden.
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24.04.2013 13:18 Uhr von Butzelmann
 
+17 | -2
 
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hmmm, mal wieder ne nette News zum Thema "Meinungsfreiheit"...*würg*
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24.04.2013 13:30 Uhr von StraßenKind
 
+29 | -3
 
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Soviel zur Meinungsfreiheit...
Diese Frau beweist, Rückrat, Bravo!
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24.04.2013 13:34 Uhr von Suffkopp
 
+6 | -36
 
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24.04.2013 13:36 Uhr von Truth_Hurts
 
+4 | -2
 
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einerseits hat die Frau zwar prinzipiell nicht unrecht, aber seinem Arbeitgeber öffentlich ans Bein zu pinkeln? Mal schauen welche "Sanktionen" die Dame dann noch erwarten darf.
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24.04.2013 13:46 Uhr von Bildungsminister
 
+22 | -0
 
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@ Suffkopp

Mit Konsequenzen rechnen müssen, und freie Meinungsäußerungen sind zwei vollkommen verschiedene paar Schuhe.

Es gibt kein Gesetz, dass dieser Frau verbietet ihre Meinung zu äußern. Das ihr Arbeitgeber dann entsprechend darauf reagieren kann ist etwas vollkommen anderes. Das hat dann aber nichts mit der Meinung zu tun, das wäre die Unterstellung einer Lüge, sondern viel mehr mit einem zerrütteten Vertrauensverhältnis.

Natürlich kann jemand seine freie Meinung äußern, auch bei BMW. Er muss dann nur damit rechnen gekündigt zu werden, weil der Arbeitgeber keine Basis für eine weitere Zusammenarbeit sieht. Mit der zuvor geäußerten Meinung hat das aber per se nichts zu tun.

Etwas anderes wäre es natürlich wenn die Unwahrheit erzählt wird, aber auch das hätte dann nichts mit Meinung, sondern wohl eher mit Verunglimpfung zu tun.

Ob jemand dieses Risiko eingeht muss ihm oder ihr selbst überlassen bleiben. Ich finde es mutig. Gibt genug Leute die ihren Schwanz einziehen wo sie nur können, und als gebückte Menschen durchs Leben gehen. Wenn sie das wollen ist das ihre Entscheidung. Zum Glück gibt es aber auch Menschen die sich trauen zu ihren Überzeugungen zu stehen, und für die mögliche Konsequenzen eben nicht über alles gehen.
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24.04.2013 13:52 Uhr von Suffkopp
 
+2 | -22
 
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24.04.2013 13:53 Uhr von Bildungsminister
 
+12 | -1
 
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@ Suffkopp

Sagte ich ja bereits in meinem ersten Beitrag:

"Für mich ist auch das durch das Recht auf freie Meinung gedeckt. Natürlich muss man sich in so einem Fall der Konsequenzen bewusst sein."
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24.04.2013 14:02 Uhr von Suffkopp
 
+2 | -16
 
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24.04.2013 14:06 Uhr von Phone83
 
+22 | -2
 
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@Suffkopp

Es gibt manche Menschen die haben noch Eier.

Und wenn mir mein Chef dumm kommt mit Sätzen wie "Man kann auch mal ein paar Urlaubstage im Jahr nicht nehmen um seinen Job zu behalten"
Bekam er ne ganz einfache Antwort -->Dann machen sie das doch, ich habe nächste Woche Urlaub.
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24.04.2013 14:32 Uhr von Suffkopp
 
+3 | -10
 
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@Phone83 - darum geht es doch gar nicht. Aber das willst auch Du nicht verstehen. Ich habe mit keinem Wort gesagt das die Frau unrecht gehandelt hat, nein ich finde es sogar mutig das sie das gemacht hat. Sie hat aber gewusst was auf sie danach zukommt. Und die Konsequenz hat nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun.
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24.04.2013 15:02 Uhr von Silvi86
 
+8 | -1
 
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Grauenhaftes Sozialsystem welches hier in DE besteht. Das ist weniger ein Sozial, als ein Pflichtsystem mit Ausschlusskonsequenz bei mangelnder Zustimmung. Das unflexible Bildungssystem, welches unter anderen stark wegen der unbedachten Integrationspolitik leidet, dass rückständig soziale Verhalten der pro & kontra Gesellschaft, welche Blind für altruistische Lösungsansätze bleibt usw.. Ich frage mich ob es wirklich Sinn macht, Meinungsfreiheiten so hoch zu rangieren, wenn sich viele des kontroversen Kontextes nicht bewusst sind, oder schlimmer noch überhaupt nicht verstehen, dass man für Meinungsfreiheit unglaublich großzügige, wie tolerante Umgebungen benötigt (die haben die Menschen Heute noch nicht !). Damit schliesse ich jeden ein der eine Meinungsform zu verteidigen, oder solche anzugreifen gedenkt. Die Dame hier ist für mich mutig, da ihr bewusst war welche Konsequenzen ihr Handeln hat. Nicht zuletzt auch aufgrund der Tatsache, jener existierenden Argemitarbeiter (also aus interner Quelle heraus) die dem Klientel zuspricht, welches sonst eigentlich eine Kontrahaltung zur Durchführung von Bestrafungssanktionen einnimmt. Daraus schliesse ich (für mich persönlich), dass es doch nicht so totalitär vertretbar sein kann, wie es doch recht viele Leute zur Behauptung stellen und gerade Hartz4ler eher diskriminiert werden als zu Recht verurteilt.

Meine Mom und ich diskutieren manchmal darüber und sie erwidert dann auf mein Argument: "Es sind aber nicht alle Sozialschmarotzer" dann einfach,: "Das mag ja sein, aber die meisten". Dann frage ich oft ob sie denn alle kennt oO? Worauf Einzelfälle aufgezählt, einfach nur Blockhaltungen von ihr eingenommen, oder die Gespräche beendet bzw. gewechselt werden. Meine Erkenntnis daraus ziehe ich wie folgt ... .

Es steht niemanden zu über irgendwem zu urteilen den er nicht kennt und schon garnicht der anonymen Masse. Für wirklich eklige Fälle, wo die Probanden dann auch ich sage mal jung, gesund sind, oder kaum in ihrem Leben gearbeitet haben und eventuell noch den ganzen Tag an der Playstation hängen (oft ein männliches Phänomen .. hust), habe auch ich kein Verständnis mehr. ABER um das herauszufinden sind Fahnder oder sowas die richtige Wahl und nicht der Volksmund, der mit autonomen Parolen (oder doch heteronomischen Parolen durch Manipulation wer weiss ^^) unglaublich, öffentlichen Druck auf jeden Hartz4ler ausübt.

mfg
und schönen sonnigen Tag noch ^_-
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24.04.2013 15:19 Uhr von Sonny61
 
+8 | -1
 
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Die Anwendung des Paragraphen 5 des Grundgesetzes wird halt bestraft - das weis doch mittlerweile fast jeder!
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24.04.2013 15:21 Uhr von Schaumschlaeger
 
+16 | -1
 
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@Suffkopp
Hier geht es aber nicht um einen Arbeitgeber in der Freien Wirtschaft. Noch ist das Jobcenter (der Name ist eigentlich schon ein Witz, aber klingt ja besser als Arbeitsamt) eine Behörde und damit eine staatliche Einrichtung. Also ist der Arbeitgeber hier der Staat.

Das Jobcenter ist KEIN(!) Dienstleister in der freien Wirtschaft (auch wenn manche das gerne so hätten und darstellen). Das "Unternehmensziel" des Jobcenters wird durch solche Aussagen also auch nicht gefährdet. Damit hinkt schonmal dein Vergleich zu BMW.

Es ist nunmal so, dass eine Demokratie auch davon lebt, dass man Zustände offen und frei anprangern darf. Dass die Frau genau die richtigen Dinge kritisiert, wird durch die beurlaubung nur noch deutlicher.

Nachtrag:
Am besten mal die Quelle lesen, die "Stellungname" des Jobcenters spricht auch Bände.

[ nachträglich editiert von Schaumschlaeger ]
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24.04.2013 15:21 Uhr von Nothung
 
+3 | -15
 
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24.04.2013 15:57 Uhr von Biblio
 
+13 | -2
 
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@Schlottentieftaucher,
Du hast die Thematik anscheinend nicht verstanden,
es geht hierbei darum, dass ein Gewissenskonflikt bei der Frau entstanden ist, resultierend aus der Unvereinbarkeit ihrer Weltanschauung mit den Praktiken ihres Arbeitgebers.

Man kann von keinem Verlangen, den "Henker" zu spielen,
wenn dieser es nicht möchte.

Und genau darum gibt es auch Arbeitslose und auch HIV Empfänger.

Es liegt weniger an den sogenannten arbeitsloseen Nichtsnutzen, als an den gewissenlosen und wahnsinnigen, ethisch völlig unterbelichteten Arbeitgebern.



[ nachträglich editiert von Biblio ]
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24.04.2013 18:34 Uhr von Silvi86
 
+4 | -1
 
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@Schlottentieftaucher

Deine Äusserungen sind das Paradebeispiel für meinen vorherigen Post !

Du bist weder in der Position verallgemeinernd zu debattieren (wie eigentlich niemand), noch checkst du welchen Druck und Hohn du Menschen entgegenbringst, wenn du von dieser Art Hetze gebrauch machst. Du redest von Solidargemeinschaft, dann zeige auch Solridarität in dem du eben nicht in abwertender, allgemeiner Form daherredest, sondern dir Gedanken darüber machst, wo Lösungsansätze liegen könnten. Wenn du dich nämlich nicht für die Folgen von inkorrekter Politik verantwortlich fühlst, hast du auch keine rechtschaffende Basis dafür über die resultierenden Probleme zu urteilen !

Zu deinem Wortlaut, Gutmenschen ? Wären dir böse Menschen lieber ?, Oder Realisten, welche im Höhenflug genauso eigenperspektivisch daherflattern ? Oder welcher Typus ist deiner Meinug nach in einer akzeptablen Schublade ?

Wenn man in dieser Welt Freundlichkeit, zu einem der effektivsten zwischenmenschlichen Gütern erklärt, dann ist der erste Schritt Vorurteile abzubauen. Egal ob Links - Rechts, Reich - Arm, usw. .Niemand ist mehr für Scheiterungsmiseren verantwortlich. Wenn wir uns alle beteiligt fühlen erkennt man auch die wahren Probleme.

Menschen sind empfindsame Lebewesen. Ihr Äusseres, ihr Verhalten, Perspektive, Meinung ectr. wird von ihrer Umwelt reflektiert.

Es macht mich traurig wenn ich sehe was in heutigen Schulen, alleine vom Standpunkt der Verhaltenserziehung so abgeht. Und es macht mir Agnst, wenn Ich an eine Zukunft denke, in der noch geringfügigere Bildungspolitik betrieben wird und einhergehend damit, ein noch leichter beeinflussbarer "Mensch" resultieren könnte wie ... .

Edit: Dieser Post ist lediglich auf Äusserungen und Verhalten bezogen nicht auf den Menschen.
mfg

[ nachträglich editiert von Silvi86 ]
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24.04.2013 18:49 Uhr von Silvi86
 
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ausversehen fälschlich editiert, sorry löscht bitte diesen Post und verzeiht die Rechtschreibung im anderen xD.

[ nachträglich editiert von Silvi86 ]
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24.04.2013 19:12 Uhr von Zeus35
 
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@ Bildungsminister
Das sind keine Thesen sondern Fakten.

Und das du so viele Plus bekommst liegt wohl daran dass die Leser hier deinen Satz nicht verstehen.

"Ich finde ihre Thesen durchaus überzeichnet, aber im Kern diskutabel."

Du hältst also ihre "Behauptungen" für übertrieben. Klingt als ob du gut in die Maschine passen würdest.
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24.04.2013 19:24 Uhr von generalviper
 
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@Schlottentieftaucher:

Du kannst das System gerne verlassen. Es gibt auf der Welt über 90 andere Länder, in denen Du keine Abgaben zahlen musst, um andere, die in Not geraten sind zu Unterstützen.

Generell finde ich deine Ansicht mehr als Bedenklich:
- 3 Millionen Arbeitslose (offiziell, ich zähle nicht auf, was alles raus fällt)
- 6 Millionen Hartz IV Empfänger

scherrst Du mit deinen Aussagen ALLE über einen Kamm.
Mal abgesehen davon dass es noch nicht einmal 3 Millionen offene Stellen gibt, hat deine Argumentation 2 entschiedene Dinge, welche Du zu übersehen scheinst:
a) Jeder Arbeitslose, der eine "solidarische" Arbeit annehmen "muss" verstösst nicht nur gegen unsere geltenes Gesetz, sondern vernichtet in Gegensatz auch noch reguläre Arbeitsplätze. Zudem ist es eine Vorstufe von, ok drücken wir es krass aus, "Arbeitslagern", wo wir alle Arbeitslosen zusammenpferchen und was weiss ich machen lassen

b) glaube ich kaum, dass Du mit jedem einzelnen der 3 Millionen Arbeitslosen gesprochen hast, und dir erlauben kannst, zu sagen, dass alle faul sind. Dem gegenüber stehen nämlich die - deiner Meinung nach - "faulen" Aufstocker, so an die 1,5 Millionen, die Arbeiten und trotzdem nicht genug Geld bekommen. Somit arbeiten schon mindestens 1,5 Millionen "solidarisch" was immer das auch heissen mag^^

In einem Land wie Deutschland, wo Arbeitsplätze durch Computer und automatische Band-, und Produktionsanlagen zu tausenden weggefallen sind, sollte man einfach mal überlegen, ob diese Menschen wirklich alle faul sind.

Und ich persönlich glaube kaum, dass irgendjemand mit Hartz IV glücklich ist, und ein super Leben damit hat, geschweige denn in Luxus lebt.

Und wenn Du von Menschen sprichst die "Gutmenschen und Drückeberger im Chor, das Geld anderer verbrauchen" verweise ich Dich mal an unsere Politiker UND die vielen Steuerhinterzieher, die soviel Steuern verschwenden und hinterziehen, dass wir uns 2 Sozialsystem leisten könnten.

Nach unten treten, auf diejenigen, die nichts mehr haben ist immer leicht. Das der 55 Jährige Handwerker nach 38 Jahren seinen Job verliert, weil die Firma zumacht, und keine neue Stelle findet (zu alt, zu unflexibel, was auch immer) und nach einem Jahr in Hartz IV rutscht, diesen Menschen als faul zu bezeichnen, nun, sag ihm das doch mal in Gesicht. Vielleicht trifft dich dann die Erkenntnis, das Bild und RTL doch nicht immer Recht haben

Ansonsten rate ich dir, wenn dich diese Abgaben auf deinem Lohnzettel so sehr stören: ByeBye, mach es gut, und viel Erfolg in einem anderen Land! Hier zwingt dich keiner, hierzubleiben...

@Topic:
Die Entlassung ist mit Sicherheit korrekt, niemand darf seinen Arbeitgeber öffentlich denunzieren, Meinungsfreiheit hin oder her.
Jeder Arbeitgeber darf davon ausgehen, dass ein Mitarbeiter, der öffentlich Kritik an der Firma übt, egal in welcher Weise:
a) nicht mehr motiviert ist, sprich, seine Arbeitsleistung nicht bringt
b) dem Unternehmen durch seine öffentlich kundgetane Meinung schadet

Etwas anderes wiederum ist die Kritik selbst, womit Sie natürlich komplett Recht hat. Als Grundlage sollte man mal verinnerlichen, dass Hartz IV "!EXISTENZMINIMUM!" ist, man muss sich also fragen, wie man so etwas sanktionieren darf. Und das Mitarbeiter in den Jobcentern "gezwungen" werden, Sanktionen so oft und zu total unwirklichen Dingen auszusprechen sollte inzwischem jedem klar sein.

Natürlich bekommt der Hartz IV Empfänger sein Geld zurück, wenn die Sanktion zu Unrecht ausgesprochen wurde. Doch wer 3-4 Monate vor Gericht verbringen muss, und diese Zeit vom Existenzminimum auch noch 30% oder mehr abgezogen bekommt, ist echt arm dran.

Aber ich sehe immer mehr in Deutschland: Nach unten treten ist einfach...
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24.04.2013 19:36 Uhr von Biblio
 
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Ich sehe aber keinen Grund, hier auf Schlottentauchers Aussage oder der Person, die hinter den Worten steht, einzudreschen, denn seine Einstellung, arbeiten zu gehen und für seinen Lebensunterhalt selbst aufzukommen, ist ja lobenswert ... nur, alle anderen als faul zu bezeichnen, die aus welchen Gründen auch immer keiner Arbeit nachgehen, zeugt von Unverständnis, fast ein wenig so wie der militante Nichtraucher, der alle Raucher beschimpft, um seine eigene Einstellung zu schützen.

Es gibt viele Gründe, warum jemand nicht arbeiten geht oder gehen kann, sehr viele, so weit die Phantasie reicht ...

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