22.04.13 20:12 Uhr
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Boston: Offizielle Anklage gegen den mutmaßlichen Attentäter wurde erhoben

Dschochar Zarnajew, der mutmaßliche Attentäter vom Boston-Marathon, ist nun offiziell angeklagt worden.

Jay Carney, Sprecher im Weißen Haus, will Dschochar Zarnajew nicht als "feindlichen Kämpfer", wie von den Republikanern gefordert, anklagen. Sondern er wird durch ein ziviles System angeklagt.

Unter dem Status "feindlicher Kämpfer" wäre Dschochar Zarnajew wie die Gefangenen von Guantanamo behandelt worden.


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WebReporter: Klickklaus
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Anklage, Attentäter, Boston
Quelle: www.focus.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.04.2013 20:16 Uhr von Perisecor
 
+8 | -8
 
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So viel also zu den ganzen Verschwörungstheoretikern und USA-Hassern in dieser News:
http://www.shortnews.de/...
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22.04.2013 20:22 Uhr von ZzaiH
 
+3 | -5
 
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trotzdem haben sie ihn wegen terrorismus angeklagt, damit bundesgesetze greifen anstatt das gesetz von massachusetts, welches sehr viel liberaler (u.a. keine todesstrafe) - soweit zum zivilisierten staat...
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22.04.2013 20:42 Uhr von Perisecor
 
+10 | -3
 
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@ ZzaiH

Das FBI wäre so oder so zuständig, schon alleine dadurch, dass die örtlichen Polizeibehörden bei der Fahnung die Hilfe des Bundes angefordert haben.
Dass das FBI dann in einem solchen Falle die Kompetenzen abgibt, ist äußerst unwahrscheinlich und in diesem Falle überhaupt nicht möglich (Verstöße gegen Bundesgesetze, eventuell Helfer im Ausland involviert etc.).

Und die Bundesgesetze sind natürlich genauso zivilisiert und rechtstaatlich wie die Gesetze der einzelnen Bundesstaaten.


@ binguter

Das Recht zu schweigen hat er natürlich auch in diesem Falle.
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22.04.2013 20:56 Uhr von Perisecor
 
+5 | -3
 
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@ binguter

Ich bin mir sicher.

Dass er seine Miranda-Rechte verwirkt hat, wirkt sich nicht auf weiterführende Rechte aus.

Ihn erwartet nun also ein ganz normales Gerichtsverfahren.



Das Recht zu schweigen zieht ja sowieso nur vor einem ordentlichen Gericht. Wäre er also vor ein Kriegsgericht gekommen - bzw. als feindlicher Kombattant eingestuft worden - wäre das fehlende Recht zu schweigen sowieso sein geringstes Problem gewesen.
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22.04.2013 20:59 Uhr von Katzee
 
+5 | -6
 
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@ Perisecor
Jetzt hüpf mal nicht gleich vor Freude auf Deinem Stuhl auf und ab.

Der Anklage vor dem Militärgericht - wie es die Republikaner gefordert haben (gehört zur Einstufung als "feindlicher Kämpfer") - ist der Killer nur entgangen, weil er einen us-amerikanischen Pass hat. Wäre das nicht der Fall, könnte er seine Rechte in die Tonne treten. Seit "911" läuft im US-Rechtssystem eine Menge schief.
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22.04.2013 21:13 Uhr von Perisecor
 
+5 | -4
 
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@ Katzee

Feindlicher Kämpfer und Militärgericht sind zwei verschiedene Paar Schuhe - frag mal die Leute in Guantanamo, die zwar feindliche Kämpfer sind, für die sich Militärgerichte aber regelmäßig nicht zuständig fühlen.


Eine Verpflichtung aufgrund des US-Passes gibt es nicht, genau so wenig, wie es ohne einen US-Pass gleich auf ein Leben ohne Rechte hinausläuft.
Das entscheiden im Einzelfall letztlich Ermittlungsbehörden und Staatsanwaltschaften bzw. Gerichte.



Im US-Rechtssystem hat sich seit dem 11. September auch wenig verändert. Es gibt nun neben Zivilisten und feindlichen Soldaten eine dritte Art, nämlich feindliche Kämpfer (= Terroristen). Und US-Behörden haben nun, nach expliziter Genehmigung durch den Präsidenten, das Recht, US-Bürger, die im Ausland dem Terrorismus nachgehen, auszuschalten.

Beides ist hierfür wenig relevant und betrifft 99,99% der Weltbevölkerung eh nicht. Aber Hauptsache, du redest von "es geht eine Menge schief".
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22.04.2013 22:05 Uhr von Vomito
 
+2 | -5
 
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Find ich gut.
Vielleicht wird daudurch auch der Ablauf seiner Festnahme besser durchleuchtet, darüber wird im Netz nämlich gerade sehr kontrovers diskutiert.

Hier eine kurze Zusammenfassung:

http://alles-schallundrauch.blogspot.de/...

Eure Meinung bitte!
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22.04.2013 22:29 Uhr von Perisecor