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Urteil: Verkauf von "gebrauchten" E-Books bleibt verboten

Das Landgericht Bielefeld hat entschieden, dass der Verkauf von "gebrauchten" E-Books als illegal einzustufen ist.

"Bei digitalen Dateien gibt es keinen Qualitätsverlust durch Benutzung. Deshalb bräche der Primärmarkt für digitale Kreativgüter zusammen, wenn Verbraucher E-Books und andere digitale Inhalte einfach ,gebraucht‘ weiterverkaufen dürften", so Börsenvereinsjustiziar Christian Sprang zu dem Urteil.

Das Herunterladen von "gebrauchten" E-Books ist also weiterhin nur mit Zustimmung der Rechteinhaber erlaubt.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Urteil, Verkauf, Verbot, E-Book
Quelle: www.boersenblatt.net

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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22.04.2013 14:12 Uhr von Karlchenfan
 
+10 | -0
 
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Hmmm.
Was soll man dann zu all den Geschäften sagen,die gebrauchte DVD´s und Spiele CD´s verscherbeln?Der Inhalt ist ja ebenfalls Digital,wo bitte ist dann da ein Unterschied?Ob ich nun ein Spiel für ´ne Konsole gebraucht kaufe oder ein gebrauchtes/von jemand anderem erworbenes E-Book,ich seh da keinen wirklichen Unterschied.Einzig die Art der Weitergabe wär da von Belang.Auf CD brennen und verticken ist dann wahrscheinlich eine unerlaubte Vervielfältigung,genauso wie auf USB Stick ziehen.
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22.04.2013 14:12 Uhr von Jaecko
 
+6 | -0
 
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Bin schon mal neugierig, wann da die ersten findigen Leute auf die Idee kommen, nen künstlichen Verschleiss einzuführen. Also mit jedem Mal lesen einer Seite wird die Schrift dunkler etc...
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22.04.2013 14:13 Uhr von gossip
 
+1 | -2
 
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"Das Herunterladen von "gebrauchten" E-Books ist also weiterhin nur mit Zustimmung der Rechteinhaber erlaubt"

Für wen gilt das? Genau, für den Beklagten.
Die News hört sich aber sehr pauschalisierend an.
Nicht einmal der BGH stellt für alle Gerichte rechtsverbindliche Regelungen auf, dann wohl auch kaum das LG in Bielefeld.

Und nebenbei: die Begründung von dem Heini ist ja mal total lächerlich.
Was ich gekauft habe, gehört auch mir und somit kann ich damit tun und lassen, was ich will (Argument Bruce Willis bzgl der itunes Bibliothek)
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22.04.2013 14:24 Uhr von Bildungsminister
 
+9 | -0
 
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Und dann wundern die sich, dass solche Urteile die Leute in die Illegalität treiben, indem sie sich eBooks zukünftig direkt umsonst laden. Solche Urteile sind vollkommen weltfremd, und stammen aus einer Zeit, in der es wahrscheinlich kein Internet gab. Anders ist das nicht zu erklären, denn zeitgemäß ist es gewiss nicht.
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22.04.2013 14:26 Uhr von ted1405
 
+2 | -0
 
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Neija ...

die Begründung des Gerichts ist zwar nachvollziehbar, andererseits auch sehr schwarz gemalt. Alle Medien, ob nun Bücher, CDs, DVDs oder Software werden auf dem Markt gebraucht verkauft und auch dabei ist der "Wert- oder Qualitätsverlust" in der Regel minimal bis nicht gegeben. Dennoch kann man wohl nicht behaupten, dass der Markt dadurch nennenswert beeinflusst wäre oder gar zusammen bricht.

Tatsache ist, dass der Mensch meistens viel zu bequem ist, um großartig nach gebrauchten Angeboten zu suchen. Es ist viel einfacher, auf einem vertrauten Portal das gesuchte zu erwerben. Allein deshalb würde auch der Verkauf gebrauchter E-Books den Markt keineswegs zum Erliegen bringen. Davon abgesehen gibt es auch genügend Menschen, die ihre Waren direkt beim Erscheinen oder auch neu haben möchten - auch diese wären von einem Gebrauchtmarkt unbeeindruckt.
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22.04.2013 14:43 Uhr von vmaxxer
 
+3 | -0
 
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So ein schwachsinniges Urteil.
Warum sollte ich dann ein eBook (zum gleichem Preis wie ein gedrucktes) überhaupt noch kaufen? Gleicher Preis aber weniger Rechte. Und für den Verlag? Ca 80% weniger kosten dazu.

Danke nein.

Ich lese zwar eBooks, aber sowas kaufen scheidet für mich aus.



Achso, vieleicht sollte man diese Verlage auch mal vom Vebrraucherschutz durchleuchten lassen. Denn wenn nur im Kleingedruckten steht das man keinerlei Rechte erwirbt könnte das ja schon eine nicht grad geringe Benachteiligung ergeben.
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22.04.2013 15:08 Uhr von Perisecor
 
+2 | -0
 
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@ Zensus @ gossip

Du erwirbst aber in aller Regel kein Eigentum, sondern eine Nutzungslizenz.


@ Karlchenfan

CDs und DVDs haben aber ebenfalls Abnutzungserscheinungen - von Kratzern bis hin zur Unlesbarkeit durch Alter.

Es geht hier aber um rein digitale Güter. Und diese unterliegen eben keiner Alterung.
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22.04.2013 15:14 Uhr von saber_
 
+3 | -0
 
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@Perisecor

ob ich eine datei auf einer festplatte speicher oder auf einer dvd... das prinzip ist das selbe!


zwar hat eine dvd abnutztungserscheinungen, doch aendern diese nichts an der qualitaet des inhaltes! auch zerkratzte dvds haben 1:1 den selben inhalt wie unverkratzte!

und die datentraeger auf denen sich ebooks befinden haben auch abnutztungserscheinungen...egal wie du es drehst;)


von daher sehr komisches urteil...
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22.04.2013 15:18 Uhr von azru-ino
 
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naja dieses urteil ist doch richtig, stellt euch mal vor, ihr würdet ein buch schreiben dass 10000 mal gelesen wird aber nur 100 haben bezahlt. autoren haben auch ein recht auf schutz sonst schreibt in zukunft keiner mehr was.
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22.04.2013 15:30 Uhr von Bildungsminister
 
+6 | -0
 
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@Azru-Ino

Genau das was du beschreibst passiert jeden Tag tausend-, wenn nicht sogar millionenfach mit ganz normalen Büchern, sprich Taschen- oder Hardcover. Diese werden gekauft, gelesen und sehr häufig auch wiederverkauft. Gibt dafür sogar extra Portale, oder z.B. Amazon, oder eBay, oder Buchläden die so etwas anbieten.

Es ist ja nun nicht so, als würde es das nicht geben. Es wird eben nur für digitale Varianten untersagt. Bei anderen ist es schon lange Alltag. Bei normalen Büchern kann ich diese verkaufen, verschenken, verleihen oder auch verbrennen. Nur digital wird es stigmatisiert.
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22.04.2013 15:33 Uhr von bigpapa
 
+2 | -0
 
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Das Urteil macht Sinn.

Im Gegensatz zu eine gebrauchten CD / DVD die trotz digitaler Daten sehr wohl Abnutzungserscheinungen haben kann, hat ein heruntergeladenes Buch keine.

Wenn ich (was ich oft mache) DVD´s / CD´s in meiner Videothek kaufe, dann hat die leichte Kratzer, die Hülle ist nicht mehr "schön". Das sind klare Mängel.

Ich persönlich denke sowieso, das sich Geschäftsmodelle was elektronische Bücher angeht, grundlegend ändern werden.

Da die Kosten nach erscheinen kaum steigern mehr pro Exemplar , wird man wohl auf ABO-Modelle ähnlich einer Leihbücherei vor Ort ausweichen. Oder aber man wird die Bücher zum Billigpreis abgegeben.

Damit das möglich wird, ist man ja dran (oder hat schon) die "Preisbindung des Buchhandels" aufzugeben, bzw. aufzuweichen.

Fakt ist. Nach diesen Urteil wird der Markt nicht mehr so stark steigen, da man als Käufer kein "Wiederverkaufswert" einkalkulieren kann. Und das machen sehr viele meiner Bekannten die sagen, wenn ich es gelesen hab, verkauf ich / schenk ich es weiter.

Alles in allen ist das ganze ein System was erst mal von Markt (Verkäufer und Käufer !!) stabilisiert werden muss.

Und wenn der Verkäufer da nicht was macht, wird er schnell merken das der aktuell super steigenden Markt ein Windei wird.


Gruß

BIGPAPA
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22.04.2013 15:55 Uhr von Perisecor
 
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@ saber_

Nein, das Prinzip ist nicht dasselbe. Wenn die DVD verkratzt ist, kann ich sie nicht mehr abspielen und muss mir eine neu kaufen.

Bei rein digitalen Daten entfällt diese Abnutzung.


Ehrlich gesagt ist das Gerichtsurteil weder kompliziert noch schwer zu verstehen.


Ich kann lediglich nachvollziehen, dass man subjektiv eine andere Auffassung hat (die habe ich auch - eBooks sind in Deutschland viel zu teuer), aber das ändert nichts an den objektiven Gegebenheiten.
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22.04.2013 15:56 Uhr von Perisecor
 
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@ Bildungsminister

Dasselbe Buch kann man aber nicht unendlich oft ausleihen. Ein eBook allerdings schon - denn es findet keine Abnutzung (angerissene/ausgerissene Seiten, vergilbtes Papier, Knicke, ausgelaufener Kaffee...) statt.
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22.04.2013 16:37 Uhr von tr1n
 
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Klarheit würde es schaffen, wenn der Verkauf von den relativ neuen Medien wie MP3`s oder Ebooks vom Handel besser gekennzeichnet werden als das, was sie sind: Nutzungsrechte, etwas zu hören/lesen (meist beschränkt auf einen selber).

Ein DVD-Film z.B. hat auch Nutzungsrechte, wo auch niemand behaupten kann, er könne jetzt mit diesem anstellen, was er wolle.

[ nachträglich editiert von tr1n ]
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22.04.2013 21:03 Uhr von azru-ino
 
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@Bildungsminister

Bei gebrauchten Büchern ist es aber eigentlich doch was anderes, spätestens beim dritten besitzer sind doch einige seiten ganz bemerkbar abgenutzt und bücher kaufe ich persönlich lieber neu, weil mir benutzte bücher nicht geheuer sind (was hygiene angeht/ Ausnahme mach ich bei Fachbüchern) und ebooks dagegen verlieren nie an Qualität
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23.04.2013 01:27 Uhr von marcel385
 
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"Bei digitalen Dateien gibt es keinen Qualitätsverlust durch Benutzung. Deshalb bräche der Primärmarkt für digitale Kreativgüter zusammen, wenn Verbraucher E-Books und andere digitale Inhalte einfach ,gebraucht‘ weiterverkaufen dürften"

und wenn man das auf ne cd oder dvd brennt und ausdrücklich diese als gebraucht verkauft?
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23.04.2013 06:48 Uhr von saber_
 
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@Perisecor

wenn der sektor auf dem das ebook liegt defekt ist kannst du das buch auch nicht mehr oeffnen...


in beiden faellen handelt es sich ausschliesslich um digitale daten....

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