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NSU-Prozess: Presseplätze werden nun verlost

Das Münchner Oberlandesgericht hat sich entschieden, die Presseplätze im NSU-Prozess auszulosen, nachdem das Bundesverfassungsgericht das Gericht zu einer neuen Vergabe der Sitzplätze aufgefordert hatte.

Zunächst hatten türkische Presseorgane keinen Platz erhalten, jetzt werden für sie vier Plätze reserviert - alle anderen werden zufällig ausgewählt.

Darüber hinaus erhalten auch griechische Medien einen festen Platz, genauso wie persische Pressevertreter. Für "deutschsprachige Medien mit Sitz im Ausland und fremdsprachige Medien" gibt es zehn weitere Plätze.


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WebReporter: tante_mathilda
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Prozess, NSU, Auslosung, Presseplatz
Quelle: www.spiegel.de

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5 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.04.2013 11:33 Uhr von Bildungsminister
 
+11 | -4
 
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Und auch hier wird es am Ende solche geben die sich immer noch benachteiligt fühlen, schlicht weil man es sowieso nicht allen recht machen kann. Bei dem Verfahren muss man allerdings aufpassen, dass man sich nicht verrennt.

Was letztendlich noch fehlt, dass man Wahrsager und Hellseher befragt, Pentagrame auf den Boden malt, mit der Wünschelrute durchs Gericht geht, und ein Opfer am Richtertisch darbringt, um dann in feierlicher Runde eine Hexe am Scheiterhaufen zu verbrennen.

Eventuell, nur eventuell, kann man jetzt aber auch einfach mal aus einem Gerichtsprozess machen, wozu er eigentlich gedacht ist, und nicht eine solche Kasperleveranstaltung wie es Medien und Politik und vor allem türkische Vertreter aktuell veranstalten. Wahrscheinlich ist das aber auch schon zu viel verlangt.

Und ich wette hier Stein auf Bein - Egal was am Ende für ein Urteil steht, es wird für das Gros der Schreihälse weder gerecht noch rechtens sein. Denen geht es um Profilierung, nicht um einen fairen Prozess, oder gar ein Urteil. Wie könnte es auch...

[ nachträglich editiert von Bildungsminister ]
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19.04.2013 11:38 Uhr von grotesK
 
+5 | -1
 
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Wieso ein persischer Vertreter? Waren das nicht acht Türken und ein Grieche? Warum also ein Sonderplatz für den Iran und andere Persischsprachige?
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19.04.2013 11:58 Uhr von Shifter
 
+9 | -2
 
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Gerecht geht anders, Türken werden wie immer und überall bevorzugt und Deutsche müssen hinten anstehen.
Wundert sich da wirklich noch jemand das es dem normalen Bürger etwas zuviel wird?
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19.04.2013 15:31 Uhr von ElChefo
 
+6 | -1
 
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...und es wird immer besser:

http://www.spiegel.de/...

"Allerdings droht auch mit der jetzt gefundenen Regelung neuer Ärger: Ein freier Journalist, der bei der ersten Akkreditierung einen Platz erhalten hatte, drohte rechtliche Schritte an, falls er diesmal nicht berücksichtigt werden sollte."

Ist ja jetzt nicht so, das es nicht von Anfang an klar war, das bei einem erneuten Verfahren die akkreditierten Pressevertreter auf ihre ausgestellten Akkreditierungen pochen würden. Tja. Man wollte keinen Revisionsgrund schaffen, nun ist es also doch vollbracht. Dieses Thema wird spätestens nach der Urteilsverkündung wieder hochkochen, je nach Art des Urteils von der entsprechend beungünstigten Interessengruppe.
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19.04.2013 16:15 Uhr von grotesK
 
+4 | -1
 
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@Bericht von ElChefo:

Eine Komödie ... mehr ist das bald nicht mehr.