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Wenn der Hauptberuf zum Leben nicht reicht: Immer mehr Menschen haben Nebenjobs

Die Zahl der Menschen, denen ihr Hauptberuf nicht mehr zum Leben reicht, ist in den letzten Jahren stark angestiegen, so auch im Raum Koblenz und dem Kreis Mayen Koblenz. Dafür verantwortlich seien Niedriglöhne und immer höher steigende Kosten für Strom, Gas und Öl.

Das Pestel-Institut in Hannover hat im Auftrag von ver.di und der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aktuelle eine Untersuchung durchgeführt, wieviele Menschen auf einen Zweit- oder gar Drittjob angewiesen sind, um sich und ihre Familie vernünftig finanzieren zu können.

Dabei kam heraus, dass allein in Koblenz 3.847 Berufstätige einen Nebenjob brauchen, im Kreis waren es 7.211. Verglichen mit 2003 ist das ein Anstieg von gut 131 Prozent, im Kreis sogar von 149,4 Prozent. Um dieser Entwicklung entgegen zu steuern, fordert ver.di einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Leben, Mindestlohn, Koblenz, ver.di, Nebenjob, Hauptberuf
Quelle: www.rhein-zeitung.de
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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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18.04.2013 13:16 Uhr von blonx
 
+14 | -0
 
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Diese Untersuchung gibt es zu zahlreichen Kreisen und Städten in ganz Deutschland. Zum Beispiel in Dortmund sind es über 14.000 Menschen, die auf einen Zweitjob angewiesen sind. Marion Paul, Geschäftsführerin des Verdi-Bezirks Koblenz, sagt dazu: „Aus der puren Lust an einer 55- oder 60-Stunden-Woche macht das jedenfalls keiner.“
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18.04.2013 14:03 Uhr von bigJJ
 
+8 | -1
 
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Eben wie es in den USA normal geworden ist. Nix besonderes mehr...
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18.04.2013 14:18 Uhr von FlatFlow
 
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Und von den 8,50 € die Stunden (168 Std. pro Monat), kann man dann sich selbst, oder gar die Familie vernünftig finanzieren? Ich meine Von ~1050 € Netto kann man zwar als Single Überleben mehr auch nicht und das mit der Familie sollte man sich zweimal überlegen.
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18.04.2013 14:52 Uhr von Rychveldir
 
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"1050 € Netto kann man zwar als Single Überleben mehr auch nicht und das mit der Familie sollte man sich zweimal überlegen."

Also nur überleben würde ich das nicht nennen. Es sei denn du suchst für dich alleine eine 60+ m² Wohnung oder lebst in einer Innenstadt. In letzterem Fall brauchst du dafür kein Auto. Also mal ehrlich, als single mit 1050€ lebt es sich doch recht gut, wenn man nicht gerade 250€ im Monat sparen will.
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18.04.2013 16:40 Uhr von FlatFlow
 
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@franz.g Entschuldige, aber da liegst du Falsch, du redest von Export orientierten Firmen, jeder, oder der größte Teil diese Firmen zahlt weit mehr als 10 € die Std.
Schau mal wer weniger als die 10 € die Std. bekommt, das sind die Jobs die nur im Inland Geld erwirtschaften, oder soll ich meine Harre nach China schneiden fahren?
Als bsp. die polnische Friseusen verdient inzwischen mehr als die "Ost"deutsche Kollegin, wieso?

@Rychveldir das geht vielleicht in einem kleinen Kaff, versuch mal in Berlin City-nah (10km) eine 40m² große Wohnung für unter 400 € kalt zu finden... Vielspaß dabei!
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18.04.2013 19:35 Uhr von Rychveldir
 
+1 | -1
 
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"@Rychveldir das geht vielleicht in einem kleinen Kaff, versuch mal in Berlin City-nah (10km) eine 40m² große Wohnung für unter 400 € kalt zu finden... Vielspaß dabei! "

Ich sagte ja "außer man lebt in einer Stadt" ...
Ich kenne bei Gott mehr als genug Menschen, die mit wesentlich weniger als 1000 Euro in einer Großstadt ein ganz angenehmes Leben führen.

"die meisten haben leider nicht begriffen wieso die löhne immer niedriger werden, es liegt an der globalisierung, länder wie china haben sich weiterentwickelt, die einfachen produktions-jobs werden in den usa auch nicht mehr rosig bezahlt. dementsprechend sinkt unser lohnniveau hier genau so in diesen bereichen."

Und wenn das nicht der Fall wäre, dann könnte sich der Durchschnittsbürger weder Fernseher noch Geldbörse leisten. Natürlich sinken die Löhne in Mitteleuropa aber was man in Deutschland für den Lohn kaufen kann, weil es BILLIGST in Niedrigstlohnländern hergestellt wird, darfst du nicht einfach unter den Teppich kehren.

[ nachträglich editiert von Rychveldir ]
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19.04.2013 00:07 Uhr von TheRoadrunner
 
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Wäre es nicht sinnvoll, die Anzahl der auf Zweitjobs angewiesenen in Relation zur Anzahl der Erwerbstätigen zu setzen?

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