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USA: Höhere Profite für Krankenhäuser wenn eine Operation missglückt

Je mehr Komplikationen es bei oder nach einer Operation gibt, desto besser verdienen US-Kliniken. Dies wurde jetzt in einer Studie nachgewiesen. Bei Privatpatienten lag die Summe gegenüber erfolgreichen Eingriffen um 330 Prozent höher, wenn es Komplikationen gab.

Bei staatlich Versicherten betrug die Summe, wenn Komplikationen auftraten, 1.800 Dollar für jeden Patienten zusätzlich und damit etwa 190 Prozent mehr, als bei einer einer gelungenen Operation.

"Wir haben eindeutige Beweise gefunden, dass die Reduzierung von Schäden und die Verbesserung von Qualität in unserem aktuellen Gesundheitssystem auf perverse Weise bestraft werden", meint der Erstautor Sunil Eappen.


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WebReporter: Sunshine_1969
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: USA, Operation, Missgeschick, Profit
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.04.2013 17:16 Uhr von Sunshine_1969
 
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In Deutschland ist das anders. Hier gibt es feste Sätze. Was nicht unbedingt immer von Vorteil ist. Aber so abzukassieren ist schon frech.
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17.04.2013 17:35 Uhr von wombie
 
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Da ich in letzten Jahren das "Vergnuegen" hatte mehrfach in US-Krankenhaeusern zu liegen kann ich zumindest sagen dass die paar in denen ich war das nicht ausgenutzt haben.

Eher im Gegenteil, da war ich immer fix draussen, selbst nach einer groesseren Operation.
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17.04.2013 17:43 Uhr von Perisecor
 
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@ wombie

Das kann sich auch kein Krankenhaus erlauben. Stirbt ein Patient, zieht das unschöne Folgen nach sich. Ergeben sich zu viele Komplikationen, sind die Folgen noch gravierender.

Und wenn das irgendwann rauskommen würde, was nicht unwahrscheinlich ist bei der Menge an Beteiligten, wäre das Krankenhaus und sämtliche Verantwortlichen (Ärzte, Verwaltung, Mitwisser...) am Ende.



Die Studie besagt letztlich nur, dass Patienten, die keine perfekte Operation und Genesung haben, teurer sind.



Und das ist nun wirklich keine Überraschung.
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17.04.2013 17:52 Uhr von perMagna
 
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Ist ja klar, eine Komplikation, über die der Patient aufgeklärt worden ist, will auch behandelt und bezahlt werden.
Dass man jetzt aber vorsätzlich Komplikationen hervorruft kann ich mir kaum vorstellen, das Risiko wäre viel zu hoch. Ein paar verlorene Rechtsstreits und die Klinik kann zu machen.
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17.04.2013 19:38 Uhr von Petabyte-SSD
 
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@ perMagna
Wie willst Du beweisen, dass man Dir vorsätzlich z.B. bei einer Operation eine "Komplikation" verpasst hat?


Der Brüller war ein Bekannter von mir, der als Lehrling immer die Manschetten der Lenkstange oder so ähnlich zerstochen hat, damit es schöne neue Arbeit gibt, wenn die Lenkstamnge durch Dreck kaputt ging, und er ist auch noch stolz darauf seinem Chef damit schön Geld einzubringen.
Wieso soll es bei medizinischen Berufen anders sein?

[ nachträglich editiert von Petabyte-SSD ]
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17.04.2013 20:11 Uhr von Perisecor
 
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@ Petabyte-SSD

Komplikationen im Medizinsektor werden genau dokumentiert. Gibt es in einem Krankenhaus oder auch nur bei einem bestimmten Arzt Abweichungen vom Durchschnitt, wird nachgeforscht.
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17.04.2013 22:46 Uhr von Lombardie
 
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"Komplikationen im Medizinsektor werden genau dokumentiert. Gibt es in einem Krankenhaus oder auch nur bei einem bestimmten Arzt Abweichungen vom Durchschnitt, wird nachgeforscht. "

Die müssen aber auch erstmal gefunden werden. Und bis dahin kann sich jemand schon mal ein neuen Porsche leisten.
Nicht zu vergessen das man einem Patienten auch schön eine unnötige Operation einreden kann; das Haus will ja auch abgezahlt werden.
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17.04.2013 23:01 Uhr von Perisecor
 
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@ Lombardie

Klar, man verdient als Arzt ja so schlecht. Da geht man gerne das Risiko ein, ein bisschen Geld abzuzweigen. Dafür kommt man ja nur lebenslang hinter Gitter und verliert sein gesamtes Hab und Gut.

Bei einer Operation wird so oder so gezahlt. Es geht hier rein darum, dass Mehrkosten anfallen, wenn Komplikationen auftreten.
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17.04.2013 23:18 Uhr von Lombardie
 
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"Perisecor"
Jemand hat mal gesagt, das es für Geld kein Sättigungsgefühl gibt (oder so ähnlich).
Und wenn man sich unsere jüngste Geschicht so ansieht, glaub ich auch fest daran, das (nicht nur) Ärzte (aber nicht alle) nicht dagegen hätten, statt "ein" Geld "zwei" Geld zu besitzen, und dafür auch über die Gesundheit anderer, ihm föllig Fremder, zu gehen; notfalls auch über deren Särge.
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17.04.2013 23:25 Uhr von Perisecor
 
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@ Lombardie

Du verstehst es nicht, oder?

Ein Arzt hat langfristig viel mehr davon, wenn er gute Arbeit leistet.

Schlechte Arbeit - und dazu gehören nunmal jede Art von Komplikationen oder gar ein verstorbener Patient - wirken sich direkt auf die langfristige Verdienstmöglichkeit aus. Und natürlich auch auf die Ausgabemöglichkeit. Wie gesagt, im Gefängnis lebt es sich eher unbequem.

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