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NSU und andere Pannen: Journalist deckt auf - "Anwälte in Bomberjacken"

Der Journalist Thomas Kuban hat 15 Jahre lang verdeckt in der Neonazi Szene recherchiert und veröffentlichte im vergangenen Jahr seine Erkenntnisse in "Blut muss fließen - Undercover unter Nazis".

So sprach Kuban im Interview über Hitlergrüße, Hakenkreuze und Anwälte in Bomberjacken. So wundert er sich auch nicht über die Ermittlungspannen der Behörden im Fall der NSU-Terroristen. Im Rahmen seiner Recherchen habe er vielfach ähnliche Versagen der Behörden erlebt.

Laut Kuban hätten Journalisten im Fall der NSU, noch bevor alles aufflog, auf den rechtsextremistischen Hintergrund aufmerksam werden können. Stattdessen habe man sich bei der Berichterstattung an die Thesen der Polizei gehalten. Das Desinteresse der Medien damals kann er sich nicht erklären.


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WebReporter: Haberal
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Nazi, Journalist, NSU, Aufklärung
Quelle: www.cicero.de

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8 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.04.2013 16:34 Uhr von Jolly.Roger
 
+32 | -12
 
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"Laut Kuban hätten Journalisten im Fall der NSU, noch bevor alles aufflog, auf den rechtsextremistischen Hintergrund aufmerksam werden können."

Na, dann hat er ja selber auch ganz schön versagt.
Aber jetzt den großen Versteher mimen....

"Da kann ich nur spekulieren."

Ah ja.....

"Übergriffe gegen Asylanten oder ähnliche Personengruppen habe ich nicht erlebt."

Tolle Recherche....15 Jahre lang....


Kriegt da jemand seinen Film nicht verkauft?
;-)
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17.04.2013 17:08 Uhr von Pils28
 
+15 | -15
 
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Tut mir leid, aber der Kuban ist der hinterletzte Dünnbrettbohrer. Der labert so einen Schwachsinn, dass es wehtut dem zuzuhören. Frage mich, wie wenig kompetente Leute es gibt, dass man so einem zuhört. Quasi die unseriöse Version der Undercover Bildzeitung. Erzählt reißerische Kacke, um irgendwo Honorare abzugreifen.
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17.04.2013 17:27 Uhr von psycoman
 
+15 | -9
 
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Also hinterher groß herumtönen, dass der rechte Hintergrund so offensichtlich ist, kann jeder. Offensichtlich hat der Journalist das nicht gesehen, sonst hätte er ja damals schon etwas gesagt.

Das die Morde vermutlich durch Nazis verübt wurden, hat wohl weder die Polizei noch der Staatschutz vermutet, außerdem kamen Hinweise aus der Türkei, dass es wohl Morde im Drogenmilieu oder im "Tiefen Staat"-Prozeß waren und die Leute dürften dann doch einen etwas besseren Einblick in die Fälle haben als Journalisten.
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17.04.2013 18:46 Uhr von Jolly.Roger
 
+15 | -8
 
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@Haberal:

"Quelle: ? "

Habe ich dir bereits geliefert, aber du ignorierst ja gerne die Fakten, die dir nicht passen....

"Im Zuge der Ermittlungen gegen die Täter der rechtsextremistischen Mordserie in Deutschland haben Polizei und Justiz im Jahr 2006 aus der Türkei Hinweise auf Verflechtungen in die organisierte Kriminalität erhalten. Der parlamentarische Untersuchungsausschuss des Bundestages zu den zwischen 2000 und 2007 verübten zehn Morden stellte nach Informationen der ZEIT fest, dass tu?rkische Behörden den deutschen Beamten Ermittlungen im Bereich der Organisierten Kriminalität nahegelegt haben."

"Demnach hatte die 2005 in Bayern einberufene Sonderkommission Bosporus im Sommer 2006 Ermittlungsergebnisse aus der Tu?rkei erhalten, wonach eine Verbindung der NSU-Opfer zum Tiefen Staat zu vermuten sei."

http://www.zeit.de/...
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17.04.2013 19:57 Uhr von Strassenmeister
 
+22 | -9
 
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@ Haberal
Was meinst du als Unbeteiligter eigentlich zum Thema Intelligenz?
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17.04.2013 21:49 Uhr von Copykill*
 
+2 | -1
 
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Im Grunde ist es doch so wie bei allem was mit Terroristen zu tun hat.
Und da sind alle Regierungen gleich.

Wir werden immer nur das Erfahren was wir erfahren sollen.

Genug um erschreckt zu sein.
Genug um zu akzeptieren das wir mehr Sicherheit und Kontrolle durch den Staat zustimmen.
Genug damit es bei Regierung und Opositionen für Propaganda und Schuldzuschreibungen reicht.


Aber niemals wird man die 100% Wahrheit erfahren.
Und wie oben geschrieben, da ist jede Regierung gleich.
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17.04.2013 22:19 Uhr von Jolly.Roger
 
+8 | -6
 
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"Hinweise haben die Behörden bestimmt ..."

Du hast nach einer Quelle gefragt, ich habe sie dir gegeben.

Was du wieder hineininterpretierst, ist ehrlich gesagt völlig egal.

"Das ist wie in deinem Fall. Du hast ja auch aufgrund eines "Hinweises" die Opfer von Ludwigshaven beschuldigt .. Was solche Hinweise bedeuten können siehst du nun ;) - "

Ich hoffe du denkst daran, wenn du mal wieder, wie im Fall Backnang, den Vermieter beschuldigst und ihn verantwortlich für den Tod von 8 Menschen machst. ;-)

Im Gegensatz zu deiner Beschuldigung des Vermieters habe ich eine bisher nicht widerlegt Zeugenaussage aus dem FOCUS zitiert.

Und wenn du halbwegs schlau wärst, was ich jetzt nicht behaupten und dich damit verleumden möchte, dann würdest du nicht so auf deiner peinlichen Doppelmoral rumreiten. ;-)
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17.04.2013 23:25 Uhr von sooma
 
+8 | -6
 
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Ergänzend zu Jolly.Rogers Quelle:

"Türkische Medien nehmen kaum Notiz

Eine große Hilfe seien übrigens auch die türkischen Kollegen nicht gewesen, an die sich die deutsche Polizei gewandt hatte, heißt es im Buch [Semiya Simsek, Peter Schwarz: "Schmerzliche Heimat"]. Sie seien zwar auf den rechtsextremen Trichter gekommen, hätten ihn aber falsch herum gehalten: Ihre These lautete, dass Enver Simsek mit den militant-nationalistischen Grauen Wölfen verbandelt gewesen sei.

In der ganzen NSU-Sache habe sich die Türkei nicht mit Ruhm bekleckert, sagt der Journalist Fatih Demirtas. Er ist Chefredakteur des „Ekspres“ in Sarkikaraagac, einer Stadt unweit des Dorfs Salur, von wo aus Enver Simsek 1986 aufgebrochen ist. Vor dem November 2011 habe man in den türkischen Medien kaum Notiz genommen von den Morden an Landsleuten.

Danach habe man versucht, daraus politischen Profit zu schlagen. Politiker hätten sich mit Krokodilstränen hinter die Opferfamilien gestellt. „Man hat lautstark einen Untersuchungsausschuss eingerichtet, von dem man dann nie wieder etwas gehört hat.“ Es schwinge, so Demirtas, viel Häme mit, wenn von den Ermittlungsfehlern die Rede sei. „Nach dem Motto: Bei euch ist es auch nicht besser als bei uns."

http://www.stuttgarter-zeitung.de/...

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