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Frankreich: Durch wahnwitziges Arbeitsrecht sind Entlassungen nahezu ausgeschlossen

Die französischen Gewerkschaften sind für ihre Kampfbereitschaft bekannt, wenn es um Umstrukturierungsmaßnahmen in größeren Betrieben geht und den damit verbundenen Freisetzungen von Arbeitskräften. Ein strenges Arbeitsrecht tut sein Übriges, denn es macht Entlassungen fast unmöglich.

Doch dadurch ist es den Unternehmen in Frankreich ebenfalls fast unmöglich, dort wo unrentable Arbeitsplätze wegfallen sollen, neue zu schaffen, nämlich in den Bereichen Forschung und Entwicklung, sowie in der Hochtechnologie.

Ein Beispiel ist der Pharmakonzern Sanofi. Er wollte bereits vor einem Jahr in Toulouse ein unrentables Labor schließen. Doch die Gewerkschaften stellen sich bis jetzt quer und so wird dort noch immer gearbeitet. Dafür fehlt jetzt das Geld für Investitionen in neue Arbeitsplätze.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Frankreich, Entlassung, Gewerkschaft, Arbeitsrecht
Quelle: www.welt.de

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17.04.2013 14:42 Uhr von Borgir
 
+19 | -26
 
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Wahnwitzig nennt man das wohl, weil es Wirtschaftsfeindlich ist und Arbeitnehmer vor Kündigungswellen schützt. Ich nenne das in Ordnung so.
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17.04.2013 14:51 Uhr von Kamimaze
 
+14 | -8
 
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@Borgir:

Also, du meinst, Arbeitsplätze auf Biegen und Brechen erhalten, und seien sie noch so unrentabel, oder wie?

"... und Arbeitnehmer vor Kündigungswellen schützt. Ich nenne das in Ordnung so."

Schön. Und was ist mit den Arbeitnehmern in Kleinbetrieben, bei Handwerkern und in Gaststätten etc.? Gilt das für die dann nicht...???
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17.04.2013 14:57 Uhr von ArrowTiger
 
+13 | -3
 
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Es steht in der WELT, wo sonst... 8-D

Hier soll wohl eine negative Neiddebatte eröffnet werden?

Es gab wohl mal Zeiten, da wurden gesamtgesellschaftlich wertvolle Dinge mit Hochachtung vor der kulturellen Leistung goutiert. Heute gilt etwas hingegen schon als Wahnsinn, sobald es die "Märkte" irgendwie negativ berührt - völlig egal, ob es der Gesellschaft nutzt. Und Menschen, die sich der Zustimmung verweigern, ihr eigenes Grab still und lächelnd auszuheben, gelten als asoziale Schmarotzer.

Definitiv ein Fall für den Psychiater...
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17.04.2013 15:31 Uhr von El-Diablo
 
+13 | -7
 
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LOL als ob ich das geahnt hätte, dass solch eine NEws vom AXEL SPRINGER VERLAG kommen würde.

Aha man nennt es Wahnwitzig bzw. macht es lächerlich, wenn Arbeitnehmer geschützt werden und nicht ausgenommen werden dürfen.

Naja hauptsache man wählt wieder CDU/FDP
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17.04.2013 17:49 Uhr von perMagna
 
+12 | -1
 
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Arbeit ist leider kein Selbstzweck. Bezahlt ja auch keiner Geld dafür, dass eine Grube ausgehoben und wieder zugeschaufelt wird. Man muss einen gesunden Mittelweg zwischen Sicherheit des Arbeitsplatzes und wirtschaftlicher Zumutbarkeit für das Unternehmen finden.
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17.04.2013 18:10 Uhr von generalviper
 
+6 | -6
 
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Ich gebe den Arbeitgebern voll und ganz recht.
Hier in Europa muss sich endlich etwas tun. Es kann doch nicht sein, dass alle Arbeitnehmer Rechte haben. Die dürfen doch froh sein, dass sie Arbeiten dürfen.

Bitte lockert endlich sämtliche Rechte der Arbeitnehmer, und kürzt auch am besten alle Löhne.

Und liebe Arbeitgeber:
Wenn ihr dann endlich alle pleite seit, weil keiner mehr eure Waren konsumieren kann, und ihr mit eurer "Geiz ist geil" Mentalität endlich erkannt habt, dass Arbeitsplatzvernichtung und Unterbezahlung eurer eigenen Arbeitnehmer eure Firma in den Ruin getrieben haben, können wir vielleicht endlich mal wieder vernünftig über das neoliberale Marktwirtschaftssystem reden.
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17.04.2013 18:12 Uhr von quade34
 
+3 | -3
 
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Selbst alles blockieren, was der Wirtschaft helfen könnte, aber Deutschland auffordern die Lohnkosten zu erhöhen, damit man selbst mehr exportieren kann. Französische Logik vom Feinsten.
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17.04.2013 20:25 Uhr von ThomasHambrecht
 
+5 | -0
 
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Dann macht man ein Subunternehmen auf, verkauft die unrentable Abteilung an das Subunternehmen - und meldet Konkurs. Etwas flexibel muss man schon sein, wenn Arbeitnehmer an völlig unrentablen Arbeitsplätzen kleben.
Erinnert mich an die englischen Zeitungs-Setzer, die sich geweigert haben auf digitalen Zeitungsdruck umzusteigen. Nur ja nichts verändern.
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18.04.2013 11:04 Uhr von GroundHound
 
+0 | -0
 
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@ThomasHambrecht : Unrentabel ist ein sehr relativer Begriff.
Ist es in Ordnung, wenn man einen Produktionsstandort schließt, obwohl gute Gewinne erwirtschaftet werden, weil im Nachbarland die Löhne niedriger sind und so der Gewinn gesteigert werden könnte?
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18.04.2013 11:57 Uhr von expert77
 
+0 | -0
 
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"@ThomasHambrecht : Unrentabel ist ein sehr relativer Begriff.
Ist es in Ordnung, wenn man einen Produktionsstandort schließt, obwohl gute Gewinne erwirtschaftet werden, weil im Nachbarland die Löhne niedriger sind und so der Gewinn gesteigert werden könnte?"

Obwohl ich nicht für Thomas sprewchen möchte, für mich geht das in Ordnung. Was nämlich immer wieder vergessen wird: Der Unternehmer trägt das Risiko, bringt das Kapital und viel seiner Abreitskraft ein - und dann wollen andere entscheiden, was er in seinem Unternhemen zu tun hat?

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