17.04.13 14:30 Uhr
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Angehöriger eines NSU-Opfer fordert eine Videoübertragung des Prozesses

Ismail Yozgat, Vater von Halit Yozgat, hat durch seine Anwälte eine Videoübertragung des Prozesses gegen Beate Zschäpe in einen weiteren Gerichtssaal beim Oberlandesgericht beantragt. Damit sollen mehr Menschen den Prozess verfolgen können.

Yozgats Rechtsanwälte Thomas Bliwier, Doris Dierbach und Thomas Kienzle wollten diesen Antrag eigentlich am ersten Prozesstag stellen. Durch die Verschiebung haben sie diesen Antrag nun vorab eingereicht. Bislang hatte das OLG München eine Videoübertragung abgelehnt.

Die Anwälte argumentieren mit dem großen Interesse der Öffentlichkeit und die geringe Anzahl von Zuschauerplätzen im Gerichtssaal. Die 100 Sitzplätze gehen zur Hälfte an Medienvertreter und an private Zuschauer.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Video, Prozess, Opfer, NSU, Angehörige
Quelle: www.spiegel.de

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10 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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17.04.2013 14:35 Uhr von Kamimaze
 
+16 | -2
 
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In Deutschland gibt es das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung, daher kann er fordern, was immer er auch will. Ein Videoübertragung eines Gerichtsprozesses ist aber durch die Strafprozessordnung ausgeschlossen
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17.04.2013 14:45 Uhr von Mecando
 
+13 | -3
 
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Was ein Geschrei um den Prozess...

Einfach die Öffentlichkeit grundsätzlich ausschließen und eine Hand voll Vertreter der dpa mit reinsetzen. Diese können den Inhalt dann an alle interessierten Medien dieses Planeten verteilen und ruhe.

Mit dem Rumgeeiere gibt man den Befürwortern der NSU doch auch nur eine Plattform..
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17.04.2013 15:38 Uhr von Kamimaze
 
+13 | -3
 
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Herr Yozgat hat offenbar noch immer nicht begriffen, dass es in Deutschland keine Schauprozesse gibt. Das mag in seiner Heimat vielleicht anders sein, in Deutschland ist es aber so!
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17.04.2013 16:06 Uhr von Perisecor
 
+11 | -4
 
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Als Nebenkläger ohne irgendwas zu melden halte ich mir auch immer drei (!) Anwälte.


Um das mal ins Verhältnis zu setzen: Beim Mammut-Prozess um Kachelmann hatte der Angeklagte nur zwei Verteidiger - und da ging es um was.
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17.04.2013 16:24 Uhr von Kamimaze
 
+8 | -2
 
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@Perisecor

Hm, ich frag mich schon lange, wer die ganzen Anwälte der Nebenkläger eigentlich bezahlt...???

Ich muss mein Posting oben etwas korrigieren, nicht in der StPO steht, dass Filmaufnahmen während des Prozesses verboten sind, sondern im Gerichtsverfassungsgesetz (GVG).

§ 169 Satz 2 GVG lautet: "Ton- und Fernseh-Rundfunkaufnahmen sowie Ton- und Filmaufnahmen zum Zwecke der öffentlichen Vorführung oder Veröffentlichung ihres Inhalts sind unzulässig."

Noch Fragen?

Was hat Herr Yozgat für Anwälte, welche ihm dann trotzdem zu so einer Forderung raten? Eine Videoübertragung wird doch daher niemals genehmigt, "Man kann sich doch nicht über den verkorksten Start eines Prozesses beschweren, wenn man mit ständigen Forderungen an dessen "Scheitern" beteiligt ist"...
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17.04.2013 17:45 Uhr von psycoman
 
+6 | -3
 
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Wenn Videoaufnahmen zwecks Veröffentlichung nicht erlaubt sind, warum sollte man hier eine Extrawurst braten?

Tolle Anwälte, ja Plural, hat der Herr. Wozu braucht der Vater eines Ermodeten denn bitte drei Anwälte/Anwältinnen?
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18.04.2013 03:30 Uhr von shadow#
 
+1 | -2
 
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@ Kamimaze

"Ton- und Fernseh-Rundfunkaufnahmen sowie Ton- und Filmaufnahmen zum Zwecke der öffentlichen Vorführung oder Veröffentlichung ihres Inhalts sind unzulässig."

Der zweite Teil trifft auf eine Videoübertragung in einen zweiten Gerichtssaal nur dann ein klitzekleines bisschen zu, wenn jemand die Übertragung partout verhindern will.

Denn eigentlich mangelt es der Videübertragung in einen zweiten Saal sowohl an der "Aufnahme" als auch an der "Öffentlichkeit".

Die Münchner Richter wollen nicht.
Und nach dem Debakel mit der Platzvergabe ist das nur verständlich und wohl auch besser so.
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18.04.2013 03:40 Uhr von Mustermann08
 
+2 | -1
 
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Haberal, ich bin deiner Meinung.. Daß schwere Straftaten hinter verschlossenen Türen verhandelt werden, obwohl der Steuerzahler das ganze Theater bezahlt, ist ein Witz.. Vor allem wenn man sich ansieht welche Urteile da so zustande kommen...Bei einer live Übertragung könnte der Bürger diesen Experten auf die Finger schauen...
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18.04.2013 09:54 Uhr von Perisecor
 
+3 | -2
 
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@ Haberal

Jeder Antrag vor Gericht ist eine Forderung.
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06.05.2013 18:55 Uhr von ElChefo
 
+0 | -1
 
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Haberal

1. Schau mal auf die Adressleiste, wenn du auf den Spiegel-Link klickst.

Da steht folgendes:
"/nsu-prozess-angehoeriger -fordert-videouebertragung-a-894882.html"

2. Fragen wir doch mal wiktionary:
http://de.wiktionary.org/...
oder im Duden
http://www.duden.de/...
...schau jeweils unter Synonyme.
...von daher:
"Seit wann ist das Synonym von beantragt --< fordert ??????"
Seit es so in Wörterbüchern steht. Einfach genug.

Also ist die News nicht als falsch wiedergegeben zu betrachten. Was ist dein wahres Motiv, diese News zu torpedieren? Unbequem? Neid, weil du sie nicht mehr einliefern konntest?

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