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Schweiz: Ist man arm, wenn man sich Reitstunden leisten kann?

Bei unseren Schweizer Nachbarn sorgt derzeit die Geschichte einer alleinerziehenden Mutter mit zwei Kindern für hitzige Diskussionen. Denn die verwitwete Frau lebt mit ihren beiden Töchtern nach Abzug der Miete von 2.800 Franken im Monat.

Damit gilt sie bei unseren Nachbarn als arm. Doch von diesem Geld kann sie einer ihrer beiden Töchter sogar Reitstunden bezahlen. Das spaltet die Gemüter in der Schweiz. Während die einen von Jammern auf hohem Niveau sprechen, sprechen andere in diesem Fall tatsächlich von Armut.

Diese wünschen der Frau Kraft und fordern gar einen kostenlosen Krippenplatz für das andere Kind.


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WebReporter: spencinator78
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Schweiz, Diskussion, Armut, Reitschule
Quelle: www.20min.ch

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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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16.04.2013 09:13 Uhr von Kanga
 
+20 | -6
 
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ist doch hier genauso..

nur das es nicht um Reitstunden geht...sondern um nen vollen Einkaufswagen
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16.04.2013 09:20 Uhr von 24slash7
 
+12 | -4
 
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Die Schweizer
verkommen zur Neidgesellschaft.
Gönnen dem Kind die Reitstunden nicht.
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16.04.2013 09:25 Uhr von Jaecko
 
+8 | -2
 
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Da wärs halt interessant zu wissen, wie viel die Reitstunden kosten...
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16.04.2013 09:25 Uhr von Bildungsminister
 
+22 | -3
 
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Der Titel, welcher aktuell lautet:

"Schweiz: Ist man Arm, wenn man sich Reitstunden leisten kann?"

zeigt mal wieder, warum Rechtschreibung elementar wichtig sein kann. Es geht in der News ja nun nicht um einen Arm, sondern um Armut.

Jaja, ich weiß. Klugscheißer und so. Trotzdem. So schwer kann es doch nicht sein, oder?
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16.04.2013 09:51 Uhr von jpanse
 
+1 | -0
 
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Nach Abzug der Miete 2800 CHF.
Nach allen Versicherungen und sonstigen Ausgaben...ist die zumindest mal arm dran....mit dem was übrig bleibt kommst hier nicht weit....
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16.04.2013 09:53 Uhr von bigpapa
 
+6 | -0
 
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Ist immer das selbe.

Das Land ist egal.

In den Beiträgen für Hartz-4 sind, Kultur, Genußgüter (Zigaretten,etc) mit eingerechnet.

Wenn nun einer kein Interesse an Theater hat, nicht raucht oder säuft, keine Party feiert, bleibt offiziell noch Geld übrig um sich ein anders Freizeitvergnügen zu leisten.

Nur das Problem ist, das gewisse Vergnügen als "Für die Reichen" angesehen werden.

Man vergisst dabei halt, das die Armen eine Menge andere Dinge dafür Opfern weil ihnen diese "Vergnügen" hilft, sich noch als Mensch zu fühlen.

Selbst wenn sie es sich im wahrsten Sinne des Wortes , vom Munde ab sparen und vielleicht nur 1 x im Monat ein Braten im Ofen haben.

Gruß

BIGPAPA
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16.04.2013 09:56 Uhr von Timmer
 
+3 | -1
 
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Anscheinend scheint die gute Frau ja gut zu wirtschaften bzw. wie von labertäschchen angesprochen eine Jugendorganisation als Hilfe zu nützen.


Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was es da zu meckern gibt. Die Kinder sollten halt so wenig wie möglich an der Armut leiden und Reitstunden sind tolle Erfahrungen als Kind.

Aber in jedem Land gibt es den Bürokratenheini bzw. den bescheuerten Maulesel, der meint, es ginge allen viel zu gut und man sollte am besten nur noch im Keller wohnen und den ganzen Tag Radio lauschen bei einem Zwieback und dreimal neu aufgebrühten Tee.
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16.04.2013 10:09 Uhr von sevenofnine1
 
+4 | -2
 
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Noch dazu kostet wöchentlich eine Reitstunde für ein Kind tatsächlich weniger, als jede Woche 2 Schachteln Kippen. So eine durchschnittliche Reitstunde in einem durchschnittlichen Schulbetrieb kostet zumeist zwischen 8 und 10 Euro. Wenn man nicht unbedingt im Exklusivstall mit Exklusivreitlehrer steht. Und es geht sogar noch günstiger. Manche Leute suchen nämlich sogar Reitbeteiligungen, die die Arbeit am Pferd übernehmen und dafür kostenlos reiten dürfen.
Aber es ist natürlich wieder so wie in der Pferdesteuerdebatte. Wer ein Pferd hat, ist reich. Dass sich viele (besonders Freizeitreiter) an allem anderen doof sparen, um die 250 Euro im Monat für das Pferd zu haben, wird dabei nicht beachtet. Nein, da kann man gerne 700 Euro Steuern drauf knallen, das merken die sicher nicht. (Wer Ironie findet, kann sie behalten)
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16.04.2013 10:18 Uhr von Jlaebbischer
 
+4 | -0
 
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Da tut die Frau das beste, was sie ihrem Kind geben kann, nämlich das kind mikt Tieren und gleichaltrigen Freunden druassen aufwachsen zu lassen. Und dann gibts noch eins auf den Deckel.

Und ich kenne hier in D übrigens auch ein paar Leute, welche jeden Euro 3-4x umdrehen, damit wenigstens die Kinder ihre Freizeit im Stall mit den Pferden verbringen können, statt zuhause vorm Fernseher zu hocken, oder Unsinn anzustellen.
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16.04.2013 10:43 Uhr von Draco Nobilis
 
+1 | -0
 
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Das einzige was mir diese News sagt ist das mit ihr eine polarisierende Reaktion provoziert werden will.

Na und das der Begriff Armut eben von Land zu Land unterschiedlich definiert wird. Die Schweiz ist, nicht nur in meinen Augen, deutlich wohlhabender als DE.

@ Kanga
Einen vollen Einkaufswagen mit Reitstunden vergleichen, ernsthaft?
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16.04.2013 10:58 Uhr von Allmightyrandom
 
+1 | -2
 
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Selbst wenn in der Schweiz die Lebensunterhaltskosten 30% höher wären als hier entspräche das hier in D. ca. 1700€!

Und ich kenne persönlich nicht wenige Leute die Vollzeit arbeiten und unter 1000€ Netto "verdienen"...

So gesehen gibt es viele die gerne - nach Schweizer Maßstäben - arm wären!
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16.04.2013 11:14 Uhr von the-driver
 
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2´800 Fr, davon gehen ca. 550Fr. KV ab und dann noch ca. 230 Fr. Steuern. Bleiben 2´020 Fr. für Lebensmittel etc. Im Schnitt wird sie ca. 800-900 Fr. im Monat für Lebensmittel brauchen. Bleiben noch rund 1´100 Fr. übrig. Miete ist ja wohl schon bezahlt und Renten-/Arbeitslosenversicherung wird sie nicht zahlen müssen. Für Kleider, Telefon, Fernsehen etc. gehen ca. 500-600 Fr. drauf. Bleiben noch 500-600 Fr. Rest. Davon kann man auch hier leben. Keine grossen Sprünge machen, aber besser Leben wie in Deutschland. Mehr hatte ich am Anfang in der CH auch nicht und das mit Frau und Kind und 2 Hunden.
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16.04.2013 11:47 Uhr von necromacer
 
+2 | -0
 
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Hier in der Schweiz ist dies so eine Sache. Schön wäre es, wenn die Lebensunterhaltkosten wirklich nur 30% mehr als in DE wären. Ich wage jetzt mal zu behaupten (viele Gespräche mit deutschen Arbeitskollegen berücksichtigt), dass die Unterhaltkosten ca. 60 - 70 % höher sind (wenn nicht noch mehr), als in Deutschland.
Die oben erwähnten 550.- für KV sind zu knapp, ich zahle schon alleine für mich jeden Monat knapp 500.- (nur die Grundversicherung).
Ich vergleiche es lieber so: wenn ich mal in DE einkaufen gehe, bekomme ich für das selbe Geld ungefähr das drei bis vierfache an Ware. Gerade die nötigsten Dinge wie Hygieneprodukte oder Gemüse/ Fleisch, sind hier enorm viel teurer.
Ich denke, diese Frau läuft auch mit 2´800.- auf dem Zahnfleisch. Klingt krass, ist aber so und dies wohl viel häufiger, als man denkt.
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16.04.2013 14:57 Uhr von DerMaus
 
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Reitstunden gegen Pflege sind nicht viel teurer als andere Sportarten, die Kinder machen. Statt viel Geld zu bezahlen, helfen Kinder oder Eltern bei der Pflege der Pferde und beim Ausmisten der Ställe. Dadurch verringert sich der Preis relativ stark.

Was anderes wäe es natürlich, wenn die Dame ein eigenes Pferd besitzt und unterhält, das wäre imho klar Luxus.

[ nachträglich editiert von DerMaus ]
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16.04.2013 21:31 Uhr von Jlaebbischer
 
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und zudem gibt es kaum etwas besseres, einem Kind Verantwortung beizubringen.

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