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Kim Jong-un droht mit Krieg: Südkorea sieht ihn als verzogenen Bengel

Während Nordkorea und sein Diktator Kim Jong-un immer lauter mit Krieg und einem atomaren Angriff drohen, läuft das Leben in Südkorea mehr oder weniger normal weiter. Hier glaubt nicht wirklich jemand an einen Krieg mit dem kommunistischen Norden.

Gerade die jüngeren Südkoreaner bezweifeln die harten Drohungen des Nordens. Sie sehen keine akute Kriegsgefahr und gehen am Wochenende lieber in eine Bar. Viele meinen, dass eventuell eine Rakete abgefeuert wird oder etwas ähnliches wie 2010 bei der Insel Yeonpyeong geschehen könnte.

Die meisten Südkoreaner denken, dass der junge Diktator sich nur Respekt verschaffen will. Aber so ganz gelingt dies nicht, so wird er eher als "verzogener kleiner Bengel" angesehen. Außerdem bezweifeln die meisten einen Krieg, da der Diktator viel zu gut lebe und dies nicht gefährden werde.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Politik
Schlagworte: Krieg, Südkorea, Kim Jong-un
Quelle: www.spiegel.de

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12 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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15.04.2013 07:35 Uhr von blonx
 
+10 | -1
 
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Und die wenigsten Südkoreaner wünschen sich derzeit eine Wiedervereinigung mit dem Norden. Gerade die jüngere Generation sieht dieses Thema sehr pragmatisch und meint, dass es mittlerweile zu viele Unterschiede gebe und es die südkoreanische Wirtschaft gar nicht verkrafte, den bitterarmen Norden zu finanzieren oder aufzubauen.
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15.04.2013 08:03 Uhr von saber_
 
+12 | -8
 
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@blonx

die haben sich sicher ein beispiel an deutschland genommen...


und dann sahen sie sich selber im jahr 2030 wie sie fuer nordkorea immer noch solidaritaetszuschlaege zahlen und wie die infrastruktur suedkoreas seit zig jahren am broeckeln ist, waehrend in nordkorea alles vom feinsten ist....


und dann hatten sie keinen bock mehr drauf=)
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15.04.2013 09:06 Uhr von quade34
 
+2 | -4
 
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Wenn die Südkoreaner den Despoten so beurteilen, droht ihnen sicher die Ernüchterung. Hitler wurde in den ersten Jahren auch nicht für voll genommen und dann kam das böse Erwachen.
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15.04.2013 10:08 Uhr von Adam_R.
 
+1 | -5
 
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Immer, wenn ich den Fettwanst sehe, bekomme ich Appetit auf Schweinskopf in Aspik.
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15.04.2013 10:10 Uhr von Johnny Cache
 
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@ quade34
Was heißt hier in den ersten Jahren? Das würde ja bedeuten daß man heute das kleine Rumpelstilzchen ernst nehmen würde, was ich beim besten Willen oder auch im größten Suff nicht könnte.
Kleine Arschlöcher waren noch nie ein Problem. Das Problem waren schon immer die Helden die tun was ihnen andere sagen.
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15.04.2013 11:26 Uhr von Gorli
 
+0 | -1
 
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@ zeltmann: Schau dir doch ausländische oder unabhängige Reporterblogs an. Die berichten dasselbe. (naja bis auf die, die dieses Jahr schon mindestens 10 Verschwörungen gefunden haben)
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15.04.2013 11:57 Uhr von Nebelfrost
 
+2 | -0
 
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@quade34

kim jong-un mit hitler zu vergleichen, zeugt davon, wie sehr du keine ahnung hast.
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15.04.2013 12:16 Uhr von Nordwin
 
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@Nebelfrost

Die Paralellen zwischen Hitler und Kim Jong sind durchaus da:
Die politische Orientierung ist hierfür unnötig, vielmehr sollte der Blick auf den Umgang mit der Bevölkerung und dem systematischen schüren von Feindbildern gelenkt werden. Wer kein Problem damit hat das eigene Volk in Internierungslager (oder Umerziehungslager) zu stecken, hat auch kein Problem damit ungeliebte Volksgruppen systematisch zu vernichten.

Aber du hättest Recht, wenn du sagen würdest, dass einige andere totalitäre Regime als besseres Vergleichsmaterial dienen könnten (Bsp.: Pol Pot und andere rote Autokraten), da diese sowohl die politische Gesinnung, als auch den nicht religiösen (aber ideologischen) gedanklichen Hintergrund teilen...

Und muss ehrlich zugeben, dass sich Hitler und andere faschistoide Diktaturen in Brutalität nichts nehmen und gleichermaßen bedenklich sind.
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15.04.2013 12:18 Uhr von Schnulli007
 
+2 | -1
 
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Das Problem ist nicht dieser Typ, sondern sein greiser und seniler Beraterstab, bestehend aus verknöcherten Generälen.
Es gibt quasi kein Foto, wo der "gottähnliche Führer" nicht von mindestens fünf dieser Typen begleitet wird, denen schon der Sand aus der Tasche rieselt.
Der angeblich " geliebte Führer" wird von denen durch die Gegend geführt, wie ein Tanzbär, mit einer Kette in der Nase.
Hinzu kommt, dass Kim Jong-Un offensichtlich geistig sehr einfach strukturiert ist.
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15.04.2013 15:54 Uhr von Jason31
 
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@comic1

So ganz teile ich nicht dein Interesse an der Bilderreihe. Sie zeigt zwar Nordkorea, aber lediglich dass Bild, was gewollt ist. Der Reisende beschrieb es stellenweise selber sehr schön, hier einige sehr aussagekräftige Zitate:

"Laut Reiseleiter war das ein ganz normaler Laden, wo auch die normale Bevölkerung einkaufen könnten. Komisch nur, das kein einziger Besucher ein Nordkoreaner war"

oder auch:

"Es wurde sich ja um alles gekümmert. Transport, Hotel, Essen, Eintritt..., einfach alles war zuvor vorbereitet und arrangiert. Aber das war für mich auch wieder recht ungewohnt, nicht das machen zu können was man will. Speziell der Kontakt mit der Bevölkerung und all das Spontane eintauchen in das Leben hat einem doch gefehlt"

Da nehme ich doch dann lieber die gewöhnliche Presse, immerhin versucht diese Ecken zu beläuchten, die man nicht zeigen möchte.

Schlucken musste ich dann bei den Bildern zu den opulenten Festessen... so mancher Nordkoreaner wünscht sich gewiss nur einmal in seinem Leben an so einem Tisch sitzen zu dürfen... einem Großteil wird diese nämlich unter derzeitigen Bedingungen nie vergönnt sein.
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15.04.2013 16:55 Uhr von Nordwin
 
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@comic1

Glaube niemals blind einer Sammlung von Fotos, welche unter streng kontrollierten Bedingungen aufgenommen wurden. Ist ähnliche Propaganda, wie die Filmaufnamen aus dem Ghetto in Theresienstadt. Wer sowas auch noch glaubt, weil er ja Bilder von der Schokoladenseite sehen kann tut mir wirklich leid...

Wenn du wirklich wissen willst, wieweit den Medien eines Landes vertraut werden kann musst du dir die Spannweite von den Berichten anschauen. Wenn sie von bunten Zuckerl und goldenen Ponyeinhörnern und dem fabelhaften Vorbild ihres von einer Schwalbe an einem heiligen Berg prophezeiten Anführers berichten, kannst du ziemlich fix davon ausgehen, dass die Medien von DIESEM Land (klar KEINE Paralelle zu Nordkorea[/Sarkasmus]) absolute Propagandainstitutionen sind.

Wenn aber Nachrichten von verschiedenen Standpunkten ohne Zensur veröffentlicht werden, dann sind die Medien in geringerem Ausmaß Propagandaorientiert.

Wie gesagt das sind die Bilder die die Nordkoreaner zulassen, was fehlt sind Aufnahmen von den Internierungslagern für politische Gefangene und den Menschenrechtsverletzungen dort... Während in den "Westpropagandistischen" Medien von Abu Graib (Rechtschreibung?), Foltern, Morden und anderen Verbrechen von Regierungen berichtet wird...

[ nachträglich editiert von Nordwin ]
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16.04.2013 01:33 Uhr von Thomas_Covenant
 
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Da hatte maki ja ne schöne Reise bei seinen Freunden erlebt. Die Frage ist nur, warum ist er nicht gleich da geblieben.

Und übrigens auch von Nazi-Deutschland, Stalin-Russland und China unter Mao gibt es bestimmt schöne Touri-Aufnahmen.
Und gab es hier nicht gerade ne News zu den Roten Khmer und westlichen Linken? Wenn man nur in die andere Richtung schaut, ist jedes Land schön.

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