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Auktionshaus Neumeister: Auktionsprotokolle aus der NS-Zeit sind aufgetaucht

Im Münchner Auktionshaus Neumeister gab es vor Kurzem eine sensationelle Entdeckung, die die Diskussion über NS-Raubkunst neu entfachen wird. In einem Stahlschränkchen im Keller des Hauses hat ein Mitarbeiter annotierte Auktionsprotokolle der Zeit zwischen 1936 und 1945 entdeckt.

Dort sind sämtliche Gegenstände aufgeführt, die das Auktionshaus in München und Wien versteigert hatte, von wem sie kamen und wer sie gekauft hat. Außerdem stehen neben zahlreichen Stücken Anmerkungen wie Gestapo oder Gotthilf, der Name eines jüdischen Architekten und Kunstsammlers.

Der damalige Inhaber Adolf Weinmüller profitierte mehrfach durch die Judenverfolgung der Nazis. So zerstörten sie nicht nur seine jüdische Konkurrenz, sondern erlaubte ihm auch, Raubkunst zu versteigern. Zwischen 1936 und 1945 versteigerte er rund 34.500 Gegenstände.


WebReporter: blonx
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: München, Zeit, Versteigerung, Auktionshaus, NS
Quelle: www.faz.net

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14.04.2013 16:19 Uhr von blonx
 
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Nach Ende des Zweiten Weltkrieges erklärte er im Spruchkammerverfahren, dass er sich nicht mehr an die Eigentümer oder die Käufer der Raubkunst erinnere. Außerdem würde es keine schriftlichen Protokolle über die Auktionen geben. Die heutige Geschäftsführerin des Auktionshauses will die Protokolle nun der Wissenschaft für eine Auswertung zur Verfügung stellen.

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