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Bitcoins sind rückverfolgbar und nicht anonym

In einem Interview mit dem US-Sender CBS stellte der Bitcoin-Entwickler Jeff Garzik jetzt einige Dinge klar. Demnach würden momentan viele vor allem junge Leute in Bitcoins investieren, um sich der Rückverfolgung von Behörden zu entziehen.

Garzik sagte dazu: "Es wird behauptet, Bitcoins seien anonym und nicht rückverfolgbar. Aber genau das Gegenteil trifft zu. Es ist absolut nachvollziehbar, jeder einzelne Bitcoin-Benutzer hat eine Kopie des öffentlichen Bitcoin-Bestandsbuches auf seinem Computer."

Bitcoin arbeitet nach Angaben von Garzik sogar mit der US-Regierung zusammen. Als Grund gab er an, dass Bitcoins nur durch diese Strategie tatsächlich erfolgreich sein könne. Kritiker sprechen bei Bitcoins sogar von einem Schneeballsystem, welches die meisten Nutzer zu spät merken werden.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Regierung, System, Anonymität, BitCoin
Quelle: recentr.com

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17 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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10.04.2013 12:43 Uhr von ishariot
 
+39 | -4
 
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wann, bzw. ob die kritiker auch merken, dass unser geldsystem ein schneeballsystem ist.. ?
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10.04.2013 13:26 Uhr von shadow#
 
+6 | -3
 
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Das klingt wie ein netter Versuch, den Kurs ein bisschen zu knicken...
Momentan werden Bitcons massiv zur Spekulation verwendet - die Blase ist bereits kurz vor dem Platzen.
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10.04.2013 13:28 Uhr von Johnny Cache
 
+12 | -1
 
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Bloß weil man etwas zurück verfolgen kann bedeutet das noch lange nicht daß man die einzelnen Positionen auch identifizieren kann.
Eine vollständige Anonymität wird es wohl nie geben, aber vergleichen mit dem was wir als Alternativen haben ist das schon ein deutlicher Fortschritt.
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10.04.2013 13:40 Uhr von SN_Spitfire
 
+2 | -4
 
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Die haben Schiss, dass die Bitcoins eingestampft werden könnte, daher versuchen sie derzeit mit allen Mitteln dieses "System" als unangenehm dastehen zu lassen.

Gut, ich würde ein Geld auch nicht in reinen Datenbestand aus Bits und Bytes umtauschen. Da vertrau ich lieber den Werten, die ich vor mir habe und anfassen kann.
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10.04.2013 14:08 Uhr von lunartune
 
+5 | -0
 
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Das Interview ist von 2011. ´jetzt´ und ´momentan´ stimmt nicht.
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10.04.2013 14:58 Uhr von Johnny Cache
 
+13 | -1
 
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@ SN_Spitfire
Geld ist nichts anders als imaginäre Hühner, Schweine und Kamele. Einen realen Wert hat Geld noch nie besessen.
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10.04.2013 15:04 Uhr von DerMaus
 
+6 | -1
 
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Wenn man seine Bitcoins grundsätzlich nur über ein sicheres VPN (Nein, nicht das TOR-Network!) verwendet, sollte man schon relativ anonym sein.

Zwar kann jede Transaktion nachvollzogen werden, aber eben nur, dass Nutzer ABC eine Transaktion über N Bitcoins an Nutzer XYZ geschickt hat.
Wenn man nicht weiß, welche reale Person hinter Nutzer ABC/XYZ steht, bringt einem das herzlich wenig. Und da soche Zuordnungen von den Behörden im Normalfall über die IP-Adresse ermittelt werden, ist man weitestgehend sicher, solange diese immer hinter einem sicheren VPN versteckt wird.

[ nachträglich editiert von DerMaus ]
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10.04.2013 15:55 Uhr von Adam_R.
 
+3 | -2
 
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@Der Maus
Genau so ist es. Sogar im QT- Client kann man die Einstellungen so vornehmen, dass dieser sich über Proxy oder Tor verbindet. VPN ist auch ok. Da kann man nichts mirnixdirnix nachvollziehen. Die haben nur die Hosen voll vor Bitcoins. Die News strotzt nur so vor Halbwissen.
Auch ein Bitcoinverbot würde nichts bringen, da Bitcoins dezentral erzeugt werden. Würde ungefähr soviel bringen wie ein Goldverbot oder soviel wie das Alkoholverbot zur Zeit der Prohibition in den USA. Die Menschen haben genug von der Knechtschaft der Banker und deren Zinssystem. Es wird auch sicher nicht "dieBlase platzen".

[ nachträglich editiert von Adam_R. ]
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10.04.2013 16:17 Uhr von SN_Spitfire
 
+1 | -1
 
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@Johnny Cache
Richtig erkannt.
Deswegen ist Geld für mich auch kein realer Wert.
Ich meinte mit Werten eher die Waren vor mir, die ich sehe.
Sei es Haus und Hof, sei es das Auto, sei es der Schmuck, sei es die Kuh, der Esel, die Gans etc.
Jeder hat da so seine eigenen Vorlieben.

Mit den von mir vorher genannten Werten meinte ich nicht den Geldschein, oder die Geldmünze!
Jemand, der mir mit Geldscheinen vor der Nase herumfuchtelt würde ich sagen: Tolles Papier hast du da!
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10.04.2013 16:33 Uhr von dunnoanick
 
+5 | -0
 
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Das einzige Währungsmittel, dass nicht nachvollziehbar ist, ist und bleibt: Bargeld (wenn man Realwerte, wie Gold und so außer acht lässt).

Alles andere hinterlässt irgendwo eine zurückverfolgbare Spur. Die Frage ist nur: Ist man selbst wichtig genug, dass sich irgendjemand die Mühe machen wird dieser Spur zu folgen.

[ nachträglich editiert von dunnoanick ]
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10.04.2013 18:30 Uhr von keakzzz
 
+1 | -1
 
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@SN_Spitfire
"Gut, ich würde ein Geld auch nicht in reinen Datenbestand aus Bits und Bytes umtauschen. Da vertrau ich lieber den Werten, die ich vor mir habe und anfassen kann."

wobei diese "Werte" letzten Endes auch rein virtuell sind. was ist denn "Papiergeld" eigentlich? es erhält ja nur deshalb einen Wert, weil ihm dieser zugeschrieben wird.
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10.04.2013 20:25 Uhr von Humpelstilzchen
 
+0 | -0
 
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Finde ich schön, das es Leute gibt, die über dieses Wissen verfügen! Zuviele haben das nicht! Und dieses Wissen sollte weitergegeben werden, anstatt sich über dumme Menschen lustig zu machen! Ist kein feiner Charakterzug!
Und Tschüss!!!

[ nachträglich editiert von Humpelstilzchen ]
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10.04.2013 23:08 Uhr von dashandwerk
 
+1 | -0
 
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Ich muss mir das noch mal erklären lassen.

Ich kaufe mir bitcoins. Sagen wir mal zu 20€ das Stück.

Wo überweise ich das Geld hin ?

Die bitcoins gehen ab und sind auf einmal 100 € Wert.

Ich verkaufe die und woher bekomme ich das Geld?

Falls es über mein Konto geht ist da nichts mehr Anonym.

Wie kann ich also von Anonym und nicht nachvollziehbar sprechen?
Gehen z.Bsp. 10000 € auf meinem Konto ein muss ich es dem FA als Einnahme melden weil ich es versteuern muss.
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11.04.2013 01:21 Uhr von dunnoanick
 
+3 | -0
 
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@ dashandwerk:

Bitcoins sind wie eine Aktie ohne einen realen Wert.

Hinter jeder Aktie steht ein Teil des Kapitals der Firma, welche die Aktien ausgegeben hat. Meistens ist dies ein Euro oder ein Dollar oder so. Person A denkt sich, dass die Aktie im Wert steigen wird und kauft sich eine Aktie zum Preis von 10 € von der Firma. Dadurch dass Person A der Firma die 10 € gegeben hat und dieser Preis registriert wurde, hat die Aktie den Wert von 10 € bekommen.
Einige Zeit später will Person A die Aktie verkaufen und findet jemanden, der bereit ist für die Aktie 20 € zu zahlen. Durch die darauffolgende Transaktion bekommt die Aktie den Wert von 20 € zugewiesen (natürlich stark vereinfacht. Jeden Tag werden je nach Aktie mehrere tausend Transaktionen durchgeführt.)
Also ist die Aktie das Wert, was die handelnden Parteien als Preis ausmachen.

Bei den Bitcoins haben sich einige Wirtcshaftler zusammengesetzt und eine Währung konzipert, welche ohne eine wirtschaftliche Grundlage auskommen sollte. Dadurch, dass sie nicht nachgeprägt werden kann und die Gesamtmenge begrenzt ist, sollte eine Inflation verhindert werden. Diese und andere Überlegungen führten zur Schaffung der Bitcoins. Der Preis der Bitcoins wird genauso wie die Preise der Aktien durch Angebot und Nachfrage definiert. Die erste Transaktion zum Beispiel war der Kauf zweier Pizzen für 10.000 Bitcoins. Heute wird niemand mehr sich auf solch eine Handel einlassen. Das wäre, wie wenn man ein Brot mit einer Apple-Aktie bezahlen wollte.
Dadurch, dass viele Leute glauben, dass die Bitcoins soviel Wert sind, sind sie es auch.

Die Transaktionen werden über einen Mittelsmann von Käufer an Verkäufer vorgenommen. D.h. dein Geld geht von deinem Konto auf das Konto von Person B - dem Verkäufer.
Wenn du deine Bitcoins wieder verkaufen willst, sagst du dem Mittelsmann, dass du sie verkaufen willst. Der verkauft sie für dich an jemanden, der bereit ist deinen Preis (meistens der im Moment übliche Kurs) zu bezahlen und überträgt die Bitcoins von deinem Bitcoinkonto (so wie ein Girokonto, dass statt in Euro in Bitcoins geführt wird) auf das Konto des Käufers. Das "reale" Geld, also die Euro wandern den umgekehrten Weg. Also von dem Girokonto des Käufers über den Mittelsmann auf dein Girokonto.

Und da du durch dieses Geschäft (hoffentlich) einen Gewinn erziehlt hast, muss der auch versteuert werden. Aber frag mich nicht, wo auf dem Einkommenssteuerformular du das angeben musst^^.

Bitte entschuldige den langen Text, aber es ist ein kompliziertes Thema.

LG
dunnoanick
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11.04.2013 10:29 Uhr von Adam_R.
 
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@dashandwerk

"Wo überweise ich das Geld hin ? "
Du kaufst Bitcoins ganz normal von einem Bitcoinmarktplatz im Internet. z.B. hier. https://www.bitcoin.de/... Das Geld überweist du ganz normal per Onlinebanking direkt an den Verkäufer.


"Die bitcoins gehen ab und sind auf einmal 100 € Wert.

Ich verkaufe die und woher bekomme ich das Geld?"
Du stellst ein Angebot auf demselben Marktplatz ein und der Käufer überweist dir das Geld direkt auf dein Bankkonto.


"Falls es über mein Konto geht ist da nichts mehr Anonym. "
Dann machst du es wieder anonym :-) Du kannst dir so viele Wallets machen wie du willst und ebensoviele Bitcoinadressen erstellen. Ich habe mir den Bitcoinclienten runtergeladen und die Bitcoins von meinem Onlinekonto auf meinen Client übertragen. Dort befindet sich auch die "Wallet" also die Bitcoingeldbörse. Wenn man den Client runtergeladen und Bitcoins auf dem Client hat, sollte man SOFORT die Wallet mit einem starken Passwort verschlüsseln und ein Backup auf einen Datenträger erstellen.

Backup erstellen geht so:
Windowstaste drücken > in die Zeile ausführen schreiben und "Ausführen" anklicken > Dann %APPDATA%\Bitcoin eintragen und auf ok klicken. > Dann erscheint der Ordner und man kopiert nur: wallet.dat und fügt es auf den Stick oder einen anderen Datenträger ein.

So eine Walletguthaben kann man mittels Client wieder an eine andere Wallet senden und wieder und wieder und wenn man superparanoid ist noch einmal :-). Aber IMMER Backup und Verschlüsselung vornehmen und nie das Passwort verlieren denn sonst ist alles weg.


"Wie kann ich also von Anonym und nicht nachvollziehbar sprechen?
Gehen z.Bsp. 10000 € auf meinem Konto ein muss ich es dem FA als Einnahme melden weil ich es versteuern muss."

Alles was man auf dem Bankkonto sieht ist eine schlichte Überweisung. Ich muss aber schon sagen, wenn ich Gewinn mache, kann ich auch ein wenig Steuern zahlen, denn ohne Steuer gehts eben nicht. Krankenkassen Strassenbau, soziale Einrichtungen usw. hängt alles davon ab. Der Staat besteht nicht nur aus den Prollen der Banker und vieler Bundestagsabgeordneten, die nur fürs Kopfnicken bezahlt werden sondern wir gehören selbst dazu.
Also: Rom geben was Rom gehört. :-)

Nochmal zur Anonymität: Bitcoinclienten so einstellen dass er über Proxy oder Tor läuft oder einfach hinter einem VPN starten. D.h. Immer erst VPN starten und DANN den Bitcoinclienten, da VPN alle Anwendungen durch den Tunnel zwingt.



[ nachträglich editiert von Adam_R. ]
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11.04.2013 13:04 Uhr von dunnoanick
 
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@ Adam_R.:

"Alles was man auf dem Bankkonto sieht ist eine schlichte Überweisung."

Da gibt es zwei Seiten. Zum einen siehst du das, was auf deinem Kontoauszugsdrucker steht, also nur dass du eine ÜW mit dem und dem Verwendungszweck gemacht hast.

Auf der anderen Seite steht die Bank und die Informationen, welche die Bank hat. Und dazu gehört die Kontonummer und die Bankleitzahl. Und dadurch kann man genau rausfinden wohin das Geld ging. Dieser Spur kann man weiterfolgen, wenn man entweder die Computerkenntnisse hat oder was wahrscheinlicher ist, ein Gericht die Bitcoinbörse, welche die Wallets veraltet, zur herausgabe der Daten, also der Bitcoinströme zwingt.

Heutzutage ist nichts, was elektronisch abläuft, nicht nachvollziehbar. Es badarf einigen Aufwands: Ja. Aber wenn jemand mit genügend Einfluss oder guten Hackern wissen will, wie das Geld fließt, dann findet er das auch raus.

Die einzige Möglichkeit Geldströme vom Radar verschwinden zu lassen ist Bargeld und auch da muss man aufpassen, dass auf dem einen Konto nicht steht:
Barauszahlung von 5000,00 €
und auf dem anderen eine kurze Zeit später
Bareinzahlung von 5000,00 €.
Besonders nicht, wenn jemand schon eine Verbindung zwischen den beiden Kontoinhabern vermutet.

[ nachträglich editiert von dunnoanick ]
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11.04.2013 15:29 Uhr von Adam_R.
 
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"Auf der anderen Seite steht die Bank und die Informationen, welche die Bank hat. Und dazu gehört die Kontonummer und die Bankleitzahl. Und dadurch kann man genau rausfinden wohin das Geld ging."

Aber keiner kann beweisen, dass es sich um einen Bitcoinverkauf handelt. Es ist nur eine Überweisung. Aus der geht nicht hervor, was ich gekauft oder verkauft habe. Wenn ich von dir Bitcoins kaufe, dann überweise ich das Geld direkt ohne Umwege von meinem auf dein Konto. Da gibt es keine Umwege über einen Marktplatz. Auf dem Bitcoinmarktplatz muss nur der Erhalt des Geldes deinerseits bestätigt werden, damit ich die Bitcoins erhalte bzw. der Marktplatz die Bitcoins freigibt.
Was anderes wäre es, wenn man die Server auf dem Marktplatz beschlagnamen würde. So könnte man wahrscheinlich den Transaktionen nachgehen. Dann kann man wiederum auch nur sehen, dass Bitcoins ge.-bzw verkauft wurden. Was ich allerdings mit den Bitcoins selbst kaufe, hat damit wieder rein gar nichts zu tun.
Mir selbst ist das egal, ob wer sieht dass ich BTC gekauft habe oder nicht. Wäre der BTC Handel jedoch verboten, würde ich eben auf aussereuropäischen Plattformen handeln.

[ nachträglich editiert von Adam_R. ]

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