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Köln: Museum Ludwig gibt Kokoschka-Bild als NS-Beutekunst an die jüdischen Erben

Nach einem jahrelangen Streit um die Rückgabe des Kokoschka-Bildes haben die Stadt Köln und das Museum Ludwig nun beschlossen, den Erben des legendären jüdischen Kunsthändlers Alfred Flechtheim das Gemälde auszuhändigen. Der Wert des Bildes wird auf gut drei Millionen Euro geschätzt.

Damit folgt die Stadt der Empfehlung der beratenden Kommission zur NS-Raubkunst. Das berühmte Gemälde "Portrait Tilla Durieux" des österreichischen Malers Oskar Kokoschka befindet sich seit der Haubrich-Schenkung im Jahr 1946 im Besitz des Museums.

Bislang hatte die Stadt Köln bezweifelt, dass es sich um NS-Raubkunst handele, da der jüdische Kunsthändler Alfred Flechtheim schon während der Weimarer Republik wirtschaftliche Schwierigkeiten hatte. So setzte er das Bild als Pfand für Schulden ein und verkaufte es 1934 schließlich.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: Bild, Köln, Museum, NS, Beutekunst
Quelle: www.derwesten.de

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09.04.2013 23:35 Uhr von psycoman
 
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Wieso beschließt die Stadt Köln das denn? Gab es dazu ein deutsches Gerichtsurteil, dass den Erben den Anspruch verbrieft?

Nun, wenn die Erben nett wären, würden sie das Bild dem Museum für Austellungen leihen. Bedeutende Kunst sollte sich nicht in irgendwelchen Privatsammlungen befinden, sondern der Öffentlichkeit zugänglich sein, wenn der Künstler mehr als 70 Jahre tot ist, wie auch geim Urheberrecht, soweit ich weiß.

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