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Berlin: Prozessbeginn im Fall Jonny K. könnte sich verzögern

Nachdem nun nach einem halben Jahr alle sechs Tatverdächtigen, denen eine Beteiligung am Tod von Jonny K. am Alexanderplatz in Berlin vorgeworfen wird, inhaftiert sind, will die Staatanwaltschaft noch diese Woche Anklage gegen den letzten der Verdächtigen, Onur U., erheben.

Der Prozessauftakt könnte sich allerdings weiter verzögern, da die Verhandlung von Onur U. möglicherweise mit denen der übrigen verdächtigten jungen Männer zusammengelegt werden soll. Onur U. ist am Montag dem Haftrichter vorgeführt worden, der Untersuchungshaft anordnete.

Obwohl ein internationaler Haftbefehl ausgestellt war, hatte die Türkei den verdächtigen Onur U. ohne Verhaftung ausreisen lassen und zunächst auch keine eigenen Ermittlungen angestellt. Erst auf Druck von Kanzlerin Merkel kam Bewegung in den Fall und Onur U. kehrte nach Deutschland zurück.


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WebReporter: sooma
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Berlin, Mord, Fall, Prozessbeginn
Quelle: www.tagesspiegel.de

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09.04.2013 17:33 Uhr von psycoman
 
+15 | -3
 
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Hoffentlich schaffen es die türkischen Medien und der Botschafter diesmal sich rechtzeitig Plätze im Gerichtssaal zu reservieren, nicht das sie wieder Verfassungsbeschwerde einlegen wollen.

Wenn die Schuld festgestellt wurde, werden die Täter hoffentlich nie mehr frei kommen. Aber ich vergaß, Onur U. wollte ja Jonny vermutlich gar nicht töten, es war ja nur ein Unfall, Jonny ist nur unglücklich in Unurs Fäuste und Füße gelaufen.
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09.04.2013 18:08 Uhr von Faceried
 
+2 | -4
 
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"Obwohl ein internationaler Haftbefehl ausgestellt war, hatte die Türkei den verdächtigen Onur U. ohne Verhaftung einreisen lassen und zunächst auch keine eigenen Ermittlungen angestellt."

Onur U. ist kurz nach der Tat in die Türkei geflüchtet. Da war noch kein internationaler Haftbefehl ausgestellt.

"Noch bevor Berlins Strafverfolgungsbehörden auch nur seinen Namen kannten, setzte er sich in die Türkei ab." Gleiche Quelle andere News: http://www.tagesspiegel.de/...
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09.04.2013 18:24 Uhr von LhJ
 
+8 | -2
 
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Warum gibt es hier keine Verteidigenden Worte von Konstantin aka. Bir Haberal?
Das verstehe ich jetzt nicht.
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09.04.2013 18:32 Uhr von Jolly.Roger
 
+11 | -2
 
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Man sollte nochmal betonen, dass er erst dann freiwillig nach Deutschland zurückgekehrt ist, als klar war, dass er demnächst in der Türkei endlich per Haftbefehl gesucht wird.

In dem ganzen halben Jahr davor, in dem die türkischen Behörden trotz internationalem Haftbefehl NICHTS getan haben, lebte er gut und sicher in der Türkei.

Dann entschloss er sich aber, lieber vor ein deutsches Gericht zu treten, als vor ein türkisches....

Ein richtiger kleiner Feigling, typisch....


Ein kleiner Fehler in der News:
Die Türkei hat ihn trotz internationalen Haftbefehl AUSreisen lassen. Nicht einreisen. Die hätten ihn bei der Ausreise aus der Türkei festnehmen müssen....

Obwohl ein Haftbefehl bestand, haben die türkischen Behörden auch hier NICHTS unternommen. Peinliche Sache....
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09.04.2013 19:01 Uhr von Faceried
 
+1 | -8
 
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Laut Anwalt:

"Anwalt Weimann widerspricht: „Es gab in der Türkei nie einen Haftbefehl gegen meinen Mandaten. Wir hätten sonst gar nicht mit dem Flugzeug ausreisen können.“ Demnach hätten die türkischen Behörden bis Montag VERGEBLICH auf Akten aus Berlin gewartet. "
Quelle: http://www.bz-berlin.de/...
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09.04.2013 19:03 Uhr von sooma
 
+6 | -3
 
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@Faceried & Jolly.Roger:

Oops - wohl mein Fehler, bitte um Entschuldigung! Habe es gemeldet.

Selbstverständlich muss es heissen: "Obwohl ein internationaler Haftbefehl ausgestellt war, hatte die Türkei den verdächtigen Onur U. ohne Verhaftung ausreisen lassen ..." (so wie es auch in der Quelle steht).

[ nachträglich editiert von sooma ]
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09.04.2013 19:18 Uhr von Jolly.Roger
 
+4 | -2
 
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@Facepalm

Na sowas aber auch, sein Anwalt widerspricht der offiziellen Darstellung....dann muss es ja stimmen.

"Gegen Onur U. hatten zuletzt auch die türkischen Behörden wegen Mordes ermittelt."

http://www.spiegel.de/...

"Erst vor vier Tagen hatte die türkische Justiz mitgeteilt, U. werde als türkischer Staatsbürger nicht ausgeliefert. Stattdessen seien in der Türkei gegen den 19-Jährigen Ermittlungen wegen vorsätzlichen Mordes eingeleitet worden."

http://www.abendblatt.de/...

Es gab einen Haftbefehl, nur kein Interesse seitens der türkischen Polizei....
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09.04.2013 19:23 Uhr von sooma
 
+4 | -3
 
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@Faceried (19:01)

Was sich in anderer Schreibart wiederum ganz anders liest:

"Und dennoch hat es quälend viele Monate gedauert, bis die Türkei auch nur die simple Frage klärte, ob Onur U. die türkische Staatsangehörigkeit hat. In diesen Monaten haben türkische Politiker zweimal deutsche Behörden zu zügigen Ermittlungen „nach den wahren Ursachen“ aufgefordert, und zwar Stunden nachdem es in Backnang und Köln gebrannt hatte.

Dagegen drangen lange keinerlei Informationen nach Berlin, was die Türkei gegen Onur U. unternehmen will. Dass dort seit einigen Tagen wegen „vorsätzlichen Mordes“ ermittelt wurde, dürfte seine Rückkehrbereitschaft enorm befeuert haben. Denn hier erwartet ihn nur eine Anklage wegen Körperverletzung mit Todesfolge."

http://www.tagesspiegel.de/...

"Die Berliner Justiz hatte sich monatelang um Onur U.s Auslieferung bemüht - ohne Erfolg. Selbst Kanzlerin Angela Merkel hatte sich bei ihrer Türkei-Reise im Februar in den Fall eingeschaltet und für die Strafverfolgung eingesetzt. Anfang April hatte die türkische Justiz Ermittlungen wegen Mordes gegen U. aufgenommen."

http://www.spiegel.de/...

"Heilmann dankte vor allem Bundeskanzlerin Angela Merkel für ihren Einsatz. Sie hatte sich bei einem Türkei-Besuch Ende Februar persönlich in den Fall eingeschaltet. Nachdem sie die türkischen Behörden aufgefordert hatte, nach dem Tatverdächtigen zu fahnden, kam nach monatelangem Tauziehen Bewegung in den Fall."

http://www.n-tv.de/...

Hier auch noch etwas Interessantes dazu (11/2012):

http://www.bz-berlin.de/...
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09.04.2013 19:47 Uhr von Faceried
 
+2 | -4
 
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@Jolly.Pupser

"...dann muss es ja stimmen."

Ja der Anwalt ist auch ein Deutscher. Deutschen kann man immer Glauben schenken ;-)

Was gibt dir die Gewissheit, dass was die Presse schreibt immer stimmt?

Außerdem:
Die türkische Behörde hat die Ermittlungen eingeleitet aber kein Haftbefehl erlassen.(Siehe deine genannten Quellen.) Da steht nur was von einer Ermittlung aber nichts von einem Haftbefehl.

"Ermittlungen sind alle Erhebungen von Beweisen. Dazu gehören insbesondere Zeugenvernehmungen, insbesondere des Opfers der Straftat und die Sicherung aller Spuren am Tatort und der sonstigen Beweismittel. " Quelle: http://www.staatsanwaltschaften.niedersachsen.de/ und http://www.strafrecht-bundesweit.de/

Somit für die Türkei die Akten aus Berlin.

"Die Ergebnisse werden vollständig der Staatsanwaltschaft zur Verfügung gestellt und ist daher wichtig für die Entscheidungsfindung der Staatsanwaltschaft. "
"Der Haftbefehl: Die Staatsanwaltschaft beantragt beim zuständigen Ermittlungsrichter einen Haftbefehl gegen den Beschuldigten, wenn diesen einer Straftat für dringend verdächtig hält."
Quelle: http://www.strafrecht-bundesweit.de/

Kurz gesagt: Erst die Ermittlung ob eine Straftat vorliegt und dann erst wird ein Haftbefehl erlassen.
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09.04.2013 23:58 Uhr von Jolly.Roger
 
+3 | -2
 
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@Facepalm

"Ja der Anwalt ist auch ein Deutscher. Deutschen kann man immer Glauben schenken ;-) "

Er ist Anwalt. Das sollte wohl reichen.... ;-)

"Was gibt dir die Gewissheit, dass was die Presse schreibt immer stimmt? "

Wenn sie Aussagen von öffentlicher Stelle wiedergeben, schenke ich dem mehr Glauben als den Aussagen eines Anwalts, der seinen Klienten schützen möchte....

Aber wir können ja einfach den türkischen Behörden Glauben schenken:
"Nach den deutschen haben jetzt auch die türkischen Behörden Haftbefehl erlassen. „Der Haftbefehl gegen Onur U., der in der EU Gültigkeit hat, ist in der Türkei, die kein EU-Mitglied ist, nicht gültig. Jedoch haben auch die türkischen Justizbehörden einen Haftbefehl gegen Onur U. erlassen“, so ein Sprecher der türkischen Botschaft zur B.Z."

http://www.bz-berlin.de/...

"Mittlerweile hätten die türkischen Behörden einen eigenen Haftbefehl erlassen, heißt es in der Mitteilung der türkischen Botschaft."

http://www.rbb-online.de/...


Peinliche Sache, dass die Botschaft zugibt, dass ein Haftbefehl existiert und er trotzdem einfach so ausreisen konnte....
Zuerst das Rechtshilfegesuch bzw. den "internationalen Haftbefehl" nicht beachten, dann auf Druck selber aktiv werden weil es ja plötzlich ein türkischer Staatsbürger ist und dann doch die Füße still halten, weil man "das Problem" los werden will...

[ nachträglich editiert von Jolly.Roger ]

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