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Krankenkasse will Krebsheilung nicht bezahlen und schickt Patient dreisten Brief

Der Kfz-Mechanikermeister und BMW-Händler Karl J. (42) hatte Muskelschmerzen. Erst spät stellte er fest, dass es fortgeschrittener Prostatakrebs mit Metastasen war. Die normale Medizin hätte vorgesehen, alle Lymphdrüsen zu entfernen, Brustkorb und Bauchraum zu operieren und Hormone einzunehmen.

Statt den Leidensweg zu wählen, ging der Mann lieber zu Professor Aigner, einem Spezialisten für Regionale Chemotherapie (RCT). Das Anti-Tumormittel wird direkt in Tumor und Metastasen gegeben, gesundes Gewebe geschont. Karl J. blieb tatsächlich schmerzfrei und konnte vom Krebs geheilt werden.

Die Behandlung kostete 130.000 Euro. Das Geld wollte der Privatversicherte von seiner Kasse zurück. Doch die schrieb ihm dreist: "Im vorliegenden Fall ist eine medizinische Notwendigkeit für das gewählte Verfahren nicht erkennbar". Eine lebensverlängernde Therapie hätte ausgereicht, so die DKV.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Gesundheit
Schlagworte: Brief, Patient, Krankenkasse, Krebsheilung
Quelle: www.abendzeitung-muenchen.de

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31 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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09.04.2013 06:52 Uhr von no_trespassing
 
+74 | -2
 
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Es ist sehr interessant. Auf dem Markt gibt es längst viel geeignetere Methoden. In Heidelberg und Marburg stehen seit Jahren ungenutzt modernste Strahlengeräte herum, weil deren Einsatz den Kassen zu teuer sind.
Hier sieht man: Es gibt beste Anti-Krebs-Medizin, aber nur für die, die es sich leisten können.
Den Ärzten ist da kein Vorwurf zu machen, die wollen Forschungskosten wieder hereinholen. Die Kassen sind es, die Milliarden anhäufen und Patienten lieber sterben lassen. Ist halt billiger.
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09.04.2013 07:07 Uhr von Shagg1407
 
+15 | -5
 
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@ no_trespassing der konnte es sich leisten, er war ja sogar Privatpatient. Warscheinlich sitzt da wieder irgendein Idiot vor dem Computer der stur nach dem Arbeitet was sein Plan hergibt.
Es ist sicherlich nicht Alltag, dass ein Patient die Therapie der Krankenkasse ausschlägt.
Der Mann wird sicherlich das Geld einklagen und bekommt recht.
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09.04.2013 07:12 Uhr von no_trespassing
 
+33 | -0
 
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@Shagg1407: Der Amtsrichter in erster Instanz hat die Klage des Mannes abgewiesen. Er ist der Meinung, eine Palliativtherapie hätte ausgereicht. Der Mann geht jetzt in Berufung.
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09.04.2013 07:56 Uhr von Jaecko
 
+25 | -0
 
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"Eine lebensverlängernde Therapie" die über die Jahre gesehen auch leicht die 130.000 EUR übersteigen hätte können...
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09.04.2013 08:08 Uhr von Monstrus_Longus
 
+1 | -31
 
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09.04.2013 08:09 Uhr von face
 
+9 | -0
 
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1. Ist der/die Pazient/in erst tot
2. kostet diese/r kein Geld mehr
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09.04.2013 08:10 Uhr von Monstrus_Longus
 
+1 | -11
 
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09.04.2013 08:26 Uhr von DerMaus
 
+24 | -1
 
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Irgentwie werd ich das Gefühl nicht los, dass die Vorstände der DKV die Behandlung ohne Murren bezahlt bekommen hätten, wenn sie selbst an Krebs erkrankt wären...
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09.04.2013 09:41 Uhr von Berufspsycho
 
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09.04.2013 10:34 Uhr von turmfalke
 
+7 | -0
 
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Das kennt man von der DKV, war da auch mal Krankenversichert. Aber wollen die Kassen überhaupt für Normalos bezahlen? Tja wenn de Knete hast und selber zahlst da kannste nach Heidelberg und Co. aber für normal Bürger geht das nicht. Dreckspack elendiges!!!
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09.04.2013 11:05 Uhr von Maedy
 
+12 | -0
 
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Originalquelle: hilfloses Therapieangebot der Ärzte. „Neben einer Prostata-Operation wollte man mir noch Brustkorb und Bauchraum aufschneiden, um alle Lymphdrüsen zu entfernen. Die Knochenmetastasen sollten mit Osteoporosemitteln behandelt werden.“ Zusätzlich war eine Hormontherapie vorgesehen: „Das kommt nicht nur einer Kastration gleich, es ist auch körperlich extrem belastend." Trotzdem gaben ihm die Mediziner nur drei bis fünf Prozent Überlebenschance....und was hätte das alles gekostet?
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09.04.2013 11:21 Uhr von bigX67
 
+1 | -0
 
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die fälle, die ich kenne, denen lokale chemos verabreicht wurden, sind nicht positiv verlaufen. haben dafür aber deutlich weniger gekostet als im gegebenen fall. die kassen haben aber bezahlt.
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09.04.2013 11:43 Uhr von damagic
 
+9 | -0
 
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scheiß krankenkassen, wenn ein medikament/eine behandlungsmethode nicht auf deren "liste" steht, bewilligen sie es schlicht nicht.

"ok...das medikament hilft ihnen nachweisbar am besten, und es würde uns auch tausende von euro an unnützen behandlungskosten sparen...aber es steht einfach nicht auf der liste, tut mir leid. deswegen schicken wir sie weiterhin zu unnötig kostenverursachenden therapien, die ihnen absolut nix bringen" x[ und dafür zahlt man monatlich nicht wenig geld ein...schönen dank auch -.-
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09.04.2013 12:39 Uhr von Hallominator
 
+7 | -0
 
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Eine lebensverlängernde Therapie kann man doch nicht mit einer Heilung vergleichen... Ganz klar ist eine Heilung besser als eine lebensverlängernde Maßnahme, ich persönliche würde das schon als Notwendigkeit sehen, die beste Behandlungsmethode zu wählen.
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09.04.2013 12:44 Uhr von LucasXXL
 
+2 | -0
 
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@ Berufspsycho glaubst du wirklich was du da schreibst? Der hat nur die falsche Versicherung. Meine möchte auch gern mal was nicht zahlen. Aber nach einem Anruf ga es keine Diskusion mehr. Klar versuchen die Versicherungen zu sparen aber bei sowas offendsichlichen ist das nicht normal. Die DKV ist nu ja nicht gerade für ihr Zahlbereitschaft bekannt.

Aber wenn du bei einer Krankenkasse bist bekommst du nur Stabdartbestrahlung! Meiner Mutter wollten sie auch damit abwimmeln. Dann hab ich das Krankenhaus gewechselt mit Absrache der UniKlinik in Reutlingen und sie bekam die beste Behandlung. Leider ist sie dann an den Folgen des Bauchspeichelkrebs verstorben. Nur hat sie weniger leiden müssen, da die Chemo so gut wie keinen Nebenwirkungen hatte.
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09.04.2013 12:44 Uhr von Allmightyrandom
 
+8 | -0
 
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" Der Amtsrichter in erster Instanz "

Ja, das macht klagen ja auch so verdammt teuer.

Die "kleinen" Gerichte sind einfach nicht kompetent. Also gehts immer gleich über 2-3 Jahre... und die Kosten explodieren.

Eine Sauerei in einem Rechtsstaat, was die Amtsrichter hier für Urteile "im Namen des Volkes" aussprechen!
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09.04.2013 12:56 Uhr von Prachtmops
 
+0 | -3
 
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was hat in der news zu suchen, das er bmw händler ist?
ist er deshalb was besseres?
ich hab noch nie gelesen, das karl der metzger mit gebrauchten schweineteilen handelt und dann krebs bekam...
was hat also sein job hier zu suchen`?

zur krankenkasse.... joa ist leider ne private versicherung, die haben andere leistungen wie ne AOK, von daher, warum schimpft ihr?
klar sind die gesetzlichen krankenkassen nicht die besten, aber hier jetzt von allen zu reden ist doch bullshit.
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09.04.2013 13:50 Uhr von trakser
 
+7 | -0
 
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Wir haben also mittlerweile eine Drei-Klassen-Medizin:

1. Gesetzlich Krankenversicherte
2. Privat Krankenversicherte
3. Menschen, die ihre Behandlung selbst bezahlen können.
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09.04.2013 14:40 Uhr von Marple67
 
+9 | -0
 
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Was für eine beschissene Neiddiskussion hier manche wieder vom Zaun brechen. Auch kleine Beamte und Scheinselbstständige sind Privatversichert, mal drüber nachgedacht. Und wenn er ein s.g. Besserverdienender ist, dann hat er alles richtig gemacht und ihr Neidbolzen habt versagt!

Ansonsten finde ich die Aussage der PKV und des Richters das eine lebensverlängernde Maßnahme gereicht hätte, im höchten Maße menschenverachtend und verstörend!
Gut das sich der Mann vorher nicht die Genehmigung von der PKV eingeholt hat, so ist er gesund und halt ein bisschen verschuldet, besser als tot und schuldenfrei!
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09.04.2013 15:37 Uhr von perMagna
 
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Das ist doch mal ein Fall für die Presse. Ich glaube, dass es die Kasse weniger kostet, wenn sie einfach zahlt, anstatt dass dieser Vorgang ins öffentliche Licht gerät.
BILD und RTL: "Killer-Kassen: so wenig ist ein Leben wert"
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09.04.2013 16:33 Uhr von MurrayXVII
 
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"Eine lebensverlängernde Therapie hätte ausgereicht"

Typisch Krankenkassen...immer mehr Kohle wollen...Überschüsse bis sonstwo (die sich ja von einigen sogar schon Frau Merkel einkrallen wollte)...aber wenn es ums zahlen sind sie auf dem Ohr taub.

Warum soll der Mann sein Leben lang leiden wenn er so komplett geheilt ist?
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09.04.2013 16:35 Uhr von Saufhaufen
 
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ein menschen leben is denen nix wert, lebenslang einzahlen, wenn man dann mal was braucht wird man liegen gelassen, gibt ja genug andere deppen die brav weiter zahlen.

DANKE "sozialstaat Doofland"
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09.04.2013 18:38 Uhr von micha0815
 
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Da gehört eine Anzeige wegen versuchtem Mordes gegen den Sachbearbeiter gestellt.

Das Tatmotiv der Habgier ist definitiv nicht zu bestätigen.

[ nachträglich editiert von micha0815 ]
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09.04.2013 18:39 Uhr von micha0815
 
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Korrektur:

das Tatmotiv der Habgier ist zu bestätigen!
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09.04.2013 18:44 Uhr von blaupunkt123
 
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Das Vorgehen der Kasse kann ich nicht verstehen.

Wenn man liest, wie schnell Hunderttausend Euro für Krebspatienten im Endstadium ausgegeben werden.

Dann sind die 130000 Euro doch eigentlich ein Schnäppchen...

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