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Forscher machen überraschende Entdeckung in der Nähe eines Schwarzen Lochs

Eigentlich sind Wissenschaftler bisher davon ausgegangen, dass in der Nähe eines Schwarzen Lochs keine Sterne entstehen können. Die Gravitation des Schwarzen Lochs ist viel zu groß, als dass sich Gaswolken zu einem Stern verdichten könnten.

Doch Forscher machten jetzt mit dem Teleskops ALMA eine ganz andere Entdeckung. Sie fanden Anzeichen, dass sich nur zwei Lichtjahre entfernt von dem Schwarzen Loch im Zentrum unserer Galaxie doch Sterne bilden. Verantwortlich dafür ist ultraviolette Strahlung oder aber auch kollidierende Gaswolken.

Farhad Yusef-Zadeh von der Northwestern University in Evanston (USA) sagte: "Wir sehen Moleküle, die aus dichten Gaswolken herausströmen. Solche Strömungen sind typisch für Sternentstehungsgebiete in anderen Regionen der Galaxis."


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WebReporter: leerpe
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Forscher, Entdeckung, Nähe, Schwarzes Loch
Quelle: www.weltderphysik.de
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15 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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07.04.2013 10:19 Uhr von Ganker
 
+12 | -2
 
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Danke für die News. Lässt sich gut lesen. 5 Sterne von mir dafür. Weiter so!
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07.04.2013 12:28 Uhr von Joeiiii
 
+2 | -11
 
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Zwei Lichtjahre sind nun aber auch eine ordentliche Entfernung, selbst im Weltraum.
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07.04.2013 14:06 Uhr von Joeiiii
 
+8 | -2
 
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Ich kann mich irren, aber auch die "Reichweite" eines schwarzen Loches ist endlich. Und 17 Billionen Kilometer, was in etwa der 127.000-fachen Entfernung zwischen Sonne und Erde entspräche, ist nicht gerade wenig. Im Vergleich zur Unendlichkeit??? des Universums sicherlich, aber gerade mal um die Ecke würde ich das auch nicht nennen.

Nur mal so nebenbei eine Frage an die Neunmalklugen: Wovon ging man denn bisher aus, wie weit etwas von einem schwarzen Loch weg sein muß, damit sich Sonnen, Planeten oder was auch immer bilden kann?
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07.04.2013 15:19 Uhr von D_C
 
+8 | -4
 
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@Joeiiii

2 Lichtjahre Vs. 13,7 Milliarden Lichtjahre

Fällt dir was auf?
Einige supermassive Schwarze Löcher haben einen Wirkungskreis von 100 Millionen Lichtjahren, in dem sie Gamma-Streams aussenden.
Zwei Lichtjahre ist also noch nichtmal um die Ecke, sondern direkt vor der Haustür. Dürfte also noch im Ereignishorizont sein. Und das hat man bisher für unmöglich gehalten.
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07.04.2013 15:50 Uhr von Again
 
+7 | -0
 
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@ D_C:
"Dürfte also noch im Ereignishorizont sein."
Nein, dann würde man nichts sehen.
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07.04.2013 16:40 Uhr von D_C
 
+4 | -2
 
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@Again

Stimmt. Demnach dürfte sich das ganze noch ein wenig vor dem EH abspielen. Aber immer noch im Einflussbereich des SL, wo man eine Sternenbildung bisher für unmöglich hielt.

[ nachträglich editiert von D_C ]
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07.04.2013 18:07 Uhr von Leeson
 
+0 | -0
 
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Nur weil sich scheinbar Gaswolken aneinander kuscheln
und etwas verdichten, bedeutet es noch nicht, dass Sterne entstehen.

Trotzdem interessant, weil diese Gaswolke könnte ja weg geschleudert werden und dann entsteht der Stern woanders ;)

Wir werden die Sache einfach mal beobachten ^^
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07.04.2013 18:52 Uhr von Maika191
 
+4 | -1
 
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Nicht streiten, fragen wir einfach Sheldon^^
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07.04.2013 23:18 Uhr von Paganini
 
+3 | -0
 
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@D_C:

Tut mir leid, aber die Größe des Ereignishorizontes wird durch den sogenannten Schwarzschildradius bestimmt, und der ist selbst für die größten Schwarzen Löcher höchstens ca. 10 Astronomische Einheiten groß, also um die 1,5 Mrd. Kilometer. Zwei Lichtjahre sind aber schon 19 Billionen Kilometer und damit ist dieser Abstand deutlich größer als die Ausdehnung des Ereignishorizontes selbst des größten Schwarzen Loches.

[ nachträglich editiert von Paganini ]
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08.04.2013 10:33 Uhr von D_C
 
+1 | -0
 
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@Paganini

Öhm...... nö, die größe des Ereignishorizonts wird nicht durch den Schwarzschildradius bestimmt.
Der Schwarzschildradius bestimmt, wann ein massereicher Körper zu einem schwarzen Loch kollabiert.
Daraus ergibt sich aber nicht automatisch die Ausdehnung des Ereignishorizonts, also so gesehen der "Tellerrand" der Singularität.
Zwar sind beide Begriffe eng verwandt, haben aber eine eigenständige Berechnungsformel.
Zumal der Schwarzschildradius nur für nichtrotierende schwarze Löcher gilt.^^
Bei unserer Sonne würde der Schwarzschildradius gerade mal knapp drei Kilometer sein. Wobei man unterstellen müsste, das unser Stern genügend Masse aufbringen könnte um zu einem SL kollabieren zu können.^^
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08.04.2013 10:44 Uhr von Zerberus76
 
+0 | -1
 
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Sicher nur der Ereignishorizont von DC oder anderen hier gemeint.

"Sie fanden Anzeichen, dass sich nur zwei Lichtjahre entfernt von dem Schwarzen Loch im Zentrum unserer Galaxie doch Sterne bilden. Verantwortlich dafür ist ultraviolette Strahlung oder aber auch kollidierende Gaswolken. "

UV Strahlung ist nun wofür verantwortlich? für die Anzeichen, für die Bildung von Sternen?


In der Quelle steht das UV Licht junge Sterner verursacht einen Kollaps der Wolke der zu jungen Sternen führt deren UV Licht zum Kollaps führt wodurch junge Sterne.... ja ja ...

[ nachträglich editiert von Zerberus76 ]
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08.04.2013 10:45 Uhr von mr.science
 
+1 | -1
 
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D_C

"Einige supermassive Schwarze Löcher haben einen Wirkungskreis von 100 Millionen Lichtjahren, in dem sie Gamma-Streams aussenden."

Das stimmt absolut nicht. Zwar ist die Reichweite der Gravitation im Prinzip unbegrenzt, da ihre Kraft aber mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt, kann auch das supermnassivste schwarze Loch nicht annähernd so weit Einfluss ausüben.

"Zwei Lichtjahre ist also noch nichtmal um die Ecke, sondern direkt vor der Haustür. Dürfte also noch im Ereignishorizont sein. Und das hat man bisher für unmöglich gehalten. "

Innerhalb des Ereignishorizonts? Der ist maximal einige astronomische Einheiten groß, niemals aber ein poaar Lichtjahre.
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08.04.2013 11:21 Uhr von Zerberus76
 
+0 | -1
 
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der Ereignishorizont unseres bekannten Universums beträgt ca. 47Mrd LJ! kann also größer sein.

Das Loch in unserer Galaxie ist ca. 1AE groß = SSR,
der EH ist auch nicht viel größer.

die Gravitation in 2LJ ist aber extrem!
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08.04.2013 13:38 Uhr von D_C
 
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@Zerberus76

Miß du erstmal deinen eigenen Ereignishorizont.^^



@mr.science

"Das stimmt absolut nicht. Zwar ist die Reichweite der Gravitation im Prinzip unbegrenzt, da ihre Kraft aber mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt, kann auch das supermnassivste schwarze Loch nicht annähernd so weit Einfluss ausüben."

Wie kommst du darauf?
Selbst Neutronensterne haben eine Reichweite von 50.000 Lichtjahren, wenn sie GRB´s aussenden. Die Wellenfront wurde ja gemessen.

http://de.wikipedia.org/...

Das die Intensität abnimmt bezweifelt ja keiner.

Schwarze Löcher kommen auf 100.000 Lichtjahre reichende GRB´s beim Kollaps selbst..
Zumindest laut BBC-Doku mit führenden Astronomen.

Hier wird auch einiges erklärt:
http://pluslucis.univie.ac.at/...
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08.04.2013 14:03 Uhr von Zerberus76
 
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Könnte ich ausrechnen wenn ich ein Schwarzes Loch wäre. Aber was haben wir davon?
Bisher sind alles nur Annahmen mit Rechenmodellen...
Kein Wunder das es immer wieder zu neuen widersprüchlichen Neuigkeiten kommt...

und was da passiert, passiert im Rahmen der Naturgesetze also was ist daran also so erstaunlich?

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