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Portugal: Abschaffung des 14. Monatsgehalts für Rentner und Beamte ist illegal

Das portugiesische Verfassungsgericht hat am gestrigen Freitag Teile des Sparhaushalts für ungültig erklärt. Das betrifft unter anderem die vorgesehene Streichung des 14. Monatsgehalts für Rentner und Beamte sowie Angestellte im öffentlichen Dienst.

Außerdem war vorgesehen, dass Abgaben auf Arbeitslosenhilfe und Krankengeld gezahlt werden sollten. Mit dieser Entscheidung könnte die Krise in dem Land weiter verschärft werden, denn Portugal muss sparen, um weitere Milliarden von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF) zu bekommen.

Das Urteil ist sogar rückwirkend gültig. Mit diesen Maßnahmen sollten insgesamt 1,25 Milliarden Euro eingespart werden. Wie diese nun von dem überschuldeten Staat aufgebracht werden sollen, will das portugiesische Kabinett unter Ministerpräsident Pedro Lassos Coesfeld heute in einer Krisensitzung beraten.


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WebReporter: Kamimaze
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Rentner, illegal, Portugal, Beamte, Abschaffung
Quelle: www.welt.de

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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.04.2013 11:22 Uhr von Kamimaze
 
+14 | -1
 
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14. Monatsgehalt für Rentner? Sag das mal einem deutschen Rentner, der hat noch nicht mal eine 13. Rentenzahlung im Jahr. Daher wird sich Portugal sicher auch nicht weiter anstrengen müssen, denn was in Deutschland gespart wird, kann ja in die Südstaaten überwiesen werden.
Weiter so!
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06.04.2013 12:05 Uhr von SkyWalker08
 
+6 | -1
 
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14. Monatsgehalt??? Ich bekomme nicht mal ein 13. Monatsgehalt...
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06.04.2013 12:32 Uhr von Kamimaze
 
+2 | -1
 
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@Ghost-Rider:

Na sicher, das BIP pro Einwohner (nominal) liegt ja in Portugal auch nur bei 22.413 US-$, in Deutschland ist es mit 43.742 US-$ aber fast doppelt so hoch.

Du kannst nicht immer Äpfel mit Birnen vergleichen, das ist ja genau das Problem der Südländer: sie gönnen sich ähnlich hohe Gehälter und Sozialleistungen, ohne dass ihre Wirtschaft nur annähernd so stark ist, wie die Deutsche. Das muss früher oder später zu Schieflagen führen, das ist einfach pure Mathematik.

Übrigens: zypriotischen Rentnern geht es noch besser, die haben sogar 15 Jahresgehälter, nämlich auch noch Ostergeld:

--> http://www.bild.de/...
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07.04.2013 09:40 Uhr von Kamimaze
 
+2 | -0
 
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@Ghost-Rider:

Richtig, in einer globalisierten welt ist alles miteinander verbunden, aber sicher nicht so, wie du´s oben beschrieben hast.

Die deutschen Exporte in die Eoro-Zone sind in den letzten Jahren eher rückläufig und machen nur einen Teil aus. Außerdem gibt es den zollfreien Markt in Europa schon seit 1992, dazu brauchte es keinen Euro!

Das Problem liegt ganz woanders, nämlich in der totalen Überschuldung der Südländer und daran, dass deren Wirtschaft international nicht konkurrenzfähig ist.

Wusstest du z.B., dass die Lohnstückkosten, das ist das Verhältnis zwischen Lohnsteigerung und Steigerung der Produktivität, in den Jahren 2000 bis 2008 in Deutschland um 0,8 % gesunken sind, in den Südländern aber um bis zu 27 % gestiegen sind?

Die meisten Südländer haben sich viel zu hohe Lohnabschlüsse genehmigt und gleichzeitig ihren Arbeitsmarkt nicht reformiert.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder, man passt sich wirtschaftlich international an, was nur mit sinkenden Reallöhnen und Sozialstandards einhergeht, Deutschland hat es mit Hartz IV, Niedriglöhnen und Leiharbeit vorgemacht, oder Europa schottet sich mit Protektionismus ab. Dann fallen aber tatsächlich rund 2/3 der deutschen Exporte weg.

Wie du schon schriebst, in einer globalisierten Welt hängt alles miteinander zusammen.

Schönen Sonntag!

[ nachträglich editiert von Kamimaze ]

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