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Urteil: Stören den Nachbar zu große Pflanzen, müssen sie gekappt werden

Manche Gartenbesitzer haben nicht nur als Einfriedung einen Zaun, sondern wollen auch vor lästigen Blicken geschützt sein. Ideal dafür sind hohe Pflanzen. Doch nun entschied ein Richter des Amtsgerichts München, dass man Pflanzen im eigenen Garten nicht beliebig hoch wachsen lassen dürfe.

Jetzt soll ein Gartenbesitzer seine Eiben und Thujen kappen, die den Grenzzaun um mehr als 20 Zentimeter überragten. Die Pflanzen befinden sich allesamt auf dem Grundstück des Besitzers. Der Nachbar holte einen Gutachter. Der bestätigte, dass die Bäume zu viel Schatten werfen.

Außerdem würden bei Wind Baumnadeln auf sein Grundstück wehen. Das würde dessen Bodenqualität beeinträchtigen. Der Richter urteilte, der Pflanzenbesitzer müsse die Nadelbäume auf die Höhe des Zauns zurückschneiden. Auch soll er Sorge tragen, dass die Baumwurzeln nicht mehr über den Zaun hinausgehen.


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WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Urteil, Streit, Nachbar, Pflanze, Zaun
Quelle: www.t-online.de

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6 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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06.04.2013 10:22 Uhr von no_trespassing
 
+21 | -0
 
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Der streitsuchende Nachbar hat kapiert, wie deutsche Gerichte ticken. Der hat nicht einfach geklagt, sondern erst einmal einen Gutachter beauftragt. Da Richter alles fressen, was in einem Gutachten steht, auch wenn es der letzte Scheiß ist, braucht es erst ein teures Gegengutachten. Ansonsten gewinnt der andere locker. Wer am meisten in einen Rechtsstreit investiert, gewinnt. Das ist der deutsche Rechtsstaat. Kann mittlerweile jeden verstehen, der lieber Selbstjustiz macht.
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06.04.2013 10:36 Uhr von uhrknall
 
+10 | -0
 
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Ich hätte da lieber ein wenig mehr Grün in meiner Nachbarschaft als solch einen Nachbarn...

Ach ja, ich würde einen 10 Meter hohen und lichtundurchlässigen Zaun bauen, sodass die Bäume da nur noch bis zu 20 cm drüber rausragen :)

[ nachträglich editiert von uhrknall ]
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06.04.2013 10:43 Uhr von SNnewsreader
 
+8 | -0
 
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Meine Nachbarn hatten das Glück das deren Nachbar Tannen gepflanzt hatte und diese zuletzt 10m hoch waren. An der Außenwand ihres Hauses bildete sich Moos. Sie haben es im Guten über vier Jahre versucht, aber er wollte die nicht auf 3m stutzen.

Zuletzt hat die Eigentümerversammlung des "Tannennachbarn" die Tannen komplett entfernt und kleinwüchsige Nadelgehölze gepflanzt. Die werden max 3m hochund damit war Ruhe. Aber auf "Zaunhöhe" .... etwas Sichtschutz wollen wir doch Alle.

Die Richter sollen mal langsam den gesunden Menschenverstand benutzen.
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06.04.2013 12:53 Uhr von SNnewsreader
 
+1 | -0
 
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lamer2000
Du bist auch so intelligent und würdest einen Nussbaum an die Grundstücksgrenze setzen .... Aber auch da darf man, wenn es die Bausubstanz schädigt. Nur sollte man bei solchen Bäumen eine Erlaubnis einholen. Bei Tannen unter 10cm Stamm geht das aber auch ohne.
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06.04.2013 17:50 Uhr von SNnewsreader
 
+1 | -1
 
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Wo steht was von Nussbaum in der News? In meinem 1. Kommentar auch nicht.

Brille=Fielmann
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26.04.2016 21:31 Uhr von olli58
 
+0 | -0
 
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Ich würde nur noch nackt über mein Grundstück hüpfen, insbesondere wenn der Nachbar Besuch hat.
Meine Gartenmöbel so aufstellen, dass meine Blicke und die meiner Besucher, unweigerlich zum Nachbargründstück gerichtet sind. Den Nachbarn Optisch so lange nerven bis er von selbst 3m hohe Bäume pflanzt.

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