02.04.13 11:15 Uhr
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Trotz Atomausstiegs: Deutschland exportiert so viel Strom wie seit langem nicht

Laut Statistischem Bundesamt hat Deutschland trotz Atomausttiegs im Jahr 2012 so viel Strom exportiert, wie schon lange nicht mehr.

Über die deutschen Netze wurden 66,6 Terawattstunden (TWh) Strom hinausgeführt.

Den meisten Strom verkaufte man in die Niederlande, nach Österreich und die Schweiz. Frankreich, Dänemark und Tschechien speisten wiederum den meisten Strom in deutsche Netze ein.


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WebReporter: mozzer
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Deutschland, Strom, Export, Atomausstieg, Statistisches Bundesamt
Quelle: www.spiegel.de

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20 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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02.04.2013 11:55 Uhr von kaysho
 
+32 | -1
 
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Strom im Überfluss...

...und wir Verbraucher in Deutschland bezahlen dafür so viel, als wäre das ein knappes Luxusgut, Tendenz jährlich steigend.

Bulgarien hat´s vorgemacht, als Anfang des Jahres tausende Bürger gegen die Erhöhung der Strom-/Energiepreise demonstriert und die zuständige Politik dort durcheinander gebracht haben. Wir dagegen schlafen weiter, oder meckern auf ShortNews ;-) ... und die Energiekonzerne reiben sich glücklich die dicken Bäuche.
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02.04.2013 11:59 Uhr von Tinnu
 
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kaysho, du hast recht!

also, was können wir tum um nicht mehr abgezockt zu werden?
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02.04.2013 12:06 Uhr von PeterLustig2009
 
+8 | -5
 
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Wieviel Atommeiler wurden 2011 bzw 2012 stillgelegt?

Richtig nicht einer. Nur weil der Atomausstieg beschlossen ist heißt es nciht dass die Atommeiler die am Netz sind kein Strom mehr produzieren!

Erklär mir mal lieber jemand warum wir 40 TWh importieren und 63 TWh exportieren
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02.04.2013 12:11 Uhr von tutnix
 
+2 | -0
 
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02.04.2013 12:54 Uhr von Allmightyrandom
 
+6 | -0
 
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"Erklär mir mal lieber jemand warum wir 40 TWh importieren und 63 TWh exportieren"

Weil:

1. Mal zuviel und mal zuwenig Strom da ist. Da man ihn nicht gescheit speichern kann wird er auch gerne mal kostenlos abgegeben um die Netze nicht zu überlasten.

2. Weil eine Weiterleitung von der Nordsee an den Starnberger See teurer sein kann als den Strom aus dem Norden in die Niederlande zu verkaufen und dann in Tschechien neuen Strom einzukaufen und nach Süddeutschland zu leiten ;).
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02.04.2013 13:20 Uhr von tafkad
 
+4 | -0
 
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Ich frage mich eher wieso wir den Strom so teuer subventionieren und die Konzerne Ihn dann lieber kostenlos abgeben...
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02.04.2013 13:32 Uhr von SN_Spitfire
 
+3 | -1
 
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Wo steht hier denn irgendwo etwas davon, dass Strom kostenlos abgegeben wird???

Man exportiert den überschüssigen Strom, aber doch nicht kostenlos!

Allmightyrandom hats schon entsprechend korrekt ausgedrückt.
Was bringt es, wenn in einem Gebiet viel Energie zur Verfügung steht, aber ihn keiner braucht, es aber zu teuer ist, den Strom über weite Strecken an einen anderen Ort zu transferieren?
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02.04.2013 13:36 Uhr von tafkad
 
+5 | -0
 
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@SN_Spitfire

In anderen Artikeln zu dem Thema steht das teilweise sogar kostenlos abgegeben wird.

Und zu dem zu teuer zum transferieren ist ja gut und schön aber wenn ich mir die Strompreise anschaue kann ich das derzeit leider nicht nachvollziehen.
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02.04.2013 14:06 Uhr von Nickman_83
 
+3 | -1
 
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@ tafkad:
das liegt daran, dass den strom zu exportieren, kein verkauf ist.
der export von strom, soll, wie mighty schon schrieb unsere netze entlasten. und jetzt kommt die farce.
da die anderen länder uns einen dienst erweisen, indem sie unseren strom abnehmen (nämlich, dass unsere netze dadurch nicht überlasten), geben wir ihnen auch noch geld dazu oder wie in dem beispiel mit der schweiz: sie bekommen es für lau.

daher ist ein erhöhter stromexport die logische folge. denn wohin mit dem dauerhaft durch wind erzeugten strom, wenn ihn keiner nutzt, weil gerade nacht ist oder so?
nen meiler oder ein kohlekraftwerk könnte man runterfahren.
biostrom muss dann eben exportiert werden.
und dann kommen noch die anderen argumente wie oben beschrieben dazu.

Es ist kein Zuckerschlecken, Vorreiter zu sein.
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02.04.2013 15:38 Uhr von Allmightyrandom
 
+3 | -0
 
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Also mal ehrlich:

Wenn wir nachts zu viel- und Tags zu wenig Strom haben wäre ich einfach dafür Talsperren zu bauen und nachts Wasser hochzupumpen...
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02.04.2013 16:03 Uhr von tafkad
 
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@Nickman_83

Das ist mir schon klar nur sehe ich nicht wieso wir als Kleinverbraucher diese Zeche zahlen sollen.
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02.04.2013 17:32 Uhr von FamousK
 
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Jährlich neue Rekordgewinne, natürich müssen wir mehr zahlen als Strom eigtl wert ist.

http://www.shortnews.de/...

Energie, Wasser, KK, ÖPV usw in öffentliche Hand und es ginge einem Prozent der Bevölkerung ein wenig schlechter, aber den anderen 99% viel besser....

[ nachträglich editiert von FamousK ]
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02.04.2013 22:11 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ allnightyrandom
"Wenn wir nachts zu viel- und Tags zu wenig Strom haben wäre ich einfach dafür Talsperren zu bauen und nachts Wasser hochzupumpen... "
Genau das wird quasi schon gemacht. Nur wird der Strom nach Österreich geschickt, um dort in Pumpkraftwerken Wasser noch oben zu pumpen. In Zeiten höheren Strombedarf lässt man dieses Wasser wieder herunterfließen, um damit Turbinen anzutreiben und so wieder Strom zu erzeugen.

Warum haben wir keine bzw. zu wenig solche Pumpkraftwerke? Darüber kann ich nur mutmaßen. Es würde mich allerdings nicht wundern, wenn es einfach noch braucht, bis man alle nötigen Genehmigungen hat und dann noch Umweltaktivisten besänftigt hat, die meinen, dass durch den Bau eines Pumpkraftwerks nun irgendeine Tier- oder Pflanzenart leiden müsse.
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02.04.2013 22:44 Uhr von shadow#
 
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@TheRoadrunner

"Warum haben wir keine bzw. zu wenig solche Pumpkraftwerke? Darüber kann ich nur mutmaßen."

Schon mal eine topologische Karte Österrreichs mit einer Deutschlands verglichen?
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03.04.2013 17:44 Uhr von hofn4rr
 
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liste der talsperren in deutschland:
http://de.wikipedia.org/...

m. e. wären das erstmal genug talsperren wo man wasser zurückpumpen könnte.

anscheinend ist man zu doof dafür eine oder zusätzliche pumpen anzuschliessen, bzw. die geistige beweglichkeit, die einem gartenschlauch bei 30° kälte gleichen, verhindert gedankengänge der grünninen in diese richtung.
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03.04.2013 18:27 Uhr von shadow#
 
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@ hofn4rr
Dass du dafür je 2 Speicherbecken brauchst und das Ganze ohne mehrere hundert Meter Höhenunterschied einfach keinen Spaß (und auch nicht viel Strom) macht, ist dir bewusst?
Scheinbar nicht...
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03.04.2013 20:10 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ shadow#

Natürlich sind die Möglichkeiten da bei uns nicht so ausgeprägt wie in Österreich. Was sollte Deutschland aber davon abhalten, zumindest die vorhandenen Möglichkeiten auszunutzen?
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03.04.2013 22:02 Uhr von hofn4rr
 
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@shadow

um das wasser zurückzupumpen braucht man keine 2 gleichgrossen staubecken.

das becken im tal ist viel kleiner und entsprechend mit weniger aufwand verbunden.

zum anderen braucht man auch keine mehrere hundert meter höhenunterschied.

es ist nur eine frage des willens, genauso wie der netzausbau, wo man sich leider von den privaten konzernen zu sehr abhängig gemacht hat, die ohne milliarden gewinne für unsere interessen keinen finger krumm machen.

erschwerend kommen dann auch noch umweltschutzorganisationen hinzu, die solche projekte wegen einem vogelbrutpaar (als ob die nicht wo anders nisten könnten) mit klagen blockieren.
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04.04.2013 00:03 Uhr von shadow#
 
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"um das wasser zurückzupumpen braucht man keine 2 gleichgrossen staubecken. das becken im tal ist viel kleiner und entsprechend mit weniger aufwand verbunden."

Das kleinere Becken begrenzt die Speicherkapazität und damit die Betriebsdauer oder Leistung des Kraftwerks.
Oder wo soll das Wasser hin wenn es voll ist?

"zum anderen braucht man auch keine mehrere hundert meter höhenunterschied."

Weniger Höhenunterschied, weniger gespeicherte Energie.
Wie viele der von dir angesprochenen Talsperren ermöglichen denn überhaupt einen Höhenunterschied der über der Höhe der Staumauer liegt?

"es ist nur eine frage des willens, genauso wie der netzausbau..."

Bullshit!
Du schlägst in übertragener Größenordnung gerade vor, eine Nord-Süd Trasse als Erdkabel zu verlegen und dafür Installationsleitung aus dem Baumarkt zu verwenden.

Leistung x Betriebsdauer / Baukosten (kWh/€)

Das ist, wenn du noch den voraussichtlichen durchschnittlichen Tagesbedarf am jeweiligen Ort einberechnest, ganz grob die Rentabilität eines Pumpspeicherkraftwerks und der einzige Grund warum nicht an jeder noch so kleinen Pfütze eins gebaut wird.

Die bösen bösen Umweltschützer... Alles klar!
Sieh lieber mal nach wie viele dieser Kraftwerke in Deutschland bereits in Planung sind.
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04.04.2013 01:49 Uhr von hofn4rr
 
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@shadow
>> Das kleinere Becken begrenzt die Speicherkapazität und damit die Betriebsdauer oder Leistung des Kraftwerks. <<

nein, die speicherkapazität befindet sich im großen becken "oben".

das kleinere becken braucht nur so gross dimensioniert zu sein was die pumpen bei überschüssiger energie wegpumpen können.

siehe z. b. den riesigen silvretterstaudamm (war da schon vor ort), dagegen ist das becken im tal winzig dagegen.

>> Weniger Höhenunterschied, weniger gespeicherte Energie.
Wie viele der von dir angesprochenen Talsperren ermöglichen denn überhaupt einen Höhenunterschied der über der Höhe der Staumauer liegt? <<

so gut wie jede talsperre ermöglicht das zurückpumpen.

die höhe der "fallhöhe" lässt sich relativ einfach auf hundert meter und mehr erhöhen, auch wenn die staumauer nur 50 meter hoch ist.
die fallrohre folgen dem flussverlauf, der zwangsläufig weiter unten liegt je weiter man dem fluss folgt.

>> Bullshit!
Du schlägst in übertragener Größenordnung gerade vor, eine Nord-Süd Trasse als Erdkabel zu verlegen und dafür Installationsleitung aus dem Baumarkt zu verwenden. <<

materialien aus dem baumarkt habe ich nicht vorgeschlagen, weshalb mir der begriff "bullshit" etwas deplaziert erscheint.

fakt ist, wir brauchen einen netzausbau, wenn man die energiewende noch irgendwie ernst nehmen möchte.

ebenso die ausnutzung der vorhandenen speichermöglichkeiten von energie.

die nötige umsetzung ist wesentlich günstiger als den strom weiterhin quasi über die strombörse zu verschenken (teilweise nur für 1 - 3 cent je kw/h, während der ökostrom um ein vielfaches subventioniert wird.

die bremse für die nötigen schritte ist die politik die zu eng mit den großen energiekonzernen verbandelt sind, und nur projekte in anspruch nehmen die am besten sofort gleich milliardengewinne mit sich bringen.

ein neues staatliches energieunternehmen wäre eine antwort auf die fehlenden investitionen der privatiesierten energieunternehmen.

man zahlt als bürger ein paar jahre etwas mehr, dafür hat man für immer ruhe vor den hemmungslosen preistreibenden aktionären.

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