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Wirtschaftsweise kritisiert die Einführung einer gesetzlichen Lohnuntergrenze

Der Wirtschaftsweise Christoph Schmidt hat sich nun über den Mindestlohn von 8,50 Euro geäußert und schreibt in einem Vorabbericht, dass dieser Betrag viel zu hoch sei.

Arbeitsplätze müssen sich wirtschaftlich tragen können, ansonsten würden sie ganz wegfallen. Aus diesem Grund müsste der Mindestlohn viel niedriger angesetzt werden.

Schmidt gab aber zu, das viele Arbeitnehmer ihren Lohn mit Sozialleistungen aufstocken müssen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Der Grund dafür liege aber in einer Arbeitslosigkeit des Partners oder in vielen Kindern, so Schmidt.


WebReporter: Katastrophenschutz
Rubrik:   Wirtschaft / Arbeitsmarkt
Schlagworte: Einführung, Mindestlohn, Wirtschaftsweise, Lohnuntergrenze
Quelle: www.focus.de

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62 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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31.03.2013 14:34 Uhr von muhkuh27
 
+38 | -1
 
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Kommt mir vor als wäre da wieder jemand gekauft worden.

"Der Grund dafür liege aber in einer Arbeitslosigkeit des Partners oder in vielen Kindern, so Schmidt. "

Ja und der Arbeitgeber, der 5€ die Stunde zahlt hat damit wirklich garnichts zutun, klar..

Und wieso klappt das in den ganzen anderen Ländern mit dem Mindestlohn? Werden jetzt nur in Deutschland Millionen Arbeitsplätze wegfallen, weil der Arbeitgeber es sich nicht leisten kann 2€ mehr die Stunde zu zahlen oder wie?
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31.03.2013 14:48 Uhr von Katzee
 
+31 | -2
 
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Menschen, die Vollzeit arbeiten, sollten von ihrer Arbeit auch leben können. Es kann nicht sein, dass Großunternehmen ständig höhere Gewinne einfahren, ihre Arbeitnehmer aber durch Hartz IV ihren Lohn aufstocken lassen müssen, um überleben zu können. Wenn der Herr bemängelt, dass der Mindestlohn zu hoch ist,weil in Deutschland anscheinend zu viele Kinder geboren und unterhalten werden müssen, dann sollte er sich doch für die allgemeine Kinderlosigkeit einsetzen. Klar, dann fehlen in ein paar Jahren alle Arbeiter - aber so weit scheint dieser "Wirtschaftsw(ai)se" wohl nicht zu denken.
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31.03.2013 14:51 Uhr von Pils28
 
+27 | -1
 
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Sprich der Staat soll einen Teil des Auskommens für den Arbeitnehmer leisten. So etwas nennt man asozial. Sollte der Arbeitgeber nicht in der Lage sein mindestens 10€ zahlen zu können, dann trägt sich der Arbeitsplatz halt nicht.In der Praxis wird Lohndumping leider aber meist zur Gewinnmaximierung genutzt.
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31.03.2013 14:55 Uhr von xjv8
 
+31 | -0
 
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Wie war das denn früher? Hatte man einen Vollzeitjob konnte man sein Familie ernähren. Heute für viele fast nicht mehr machbar, ohne dass die Ehefrau mitarbeitet. Aber zu der Zeit hatten die Unternehmer noch soetwas wie Verantwortung für seine Angstellten und Arbeiter, heute geht der Porsche vor. Und wenn die Firma trotz niedrigen Löhnen, aber aufwendigen Lebenstils des Chefs vor die Hunde geht, man hat als Chef im allgemeinen soviel auf die Seite geschafft, dass man trotzdem seinen Standart halten kann. Der Arbeitnehmer darf dann gerne vor die Hunde gehen, dass ist dann Sache der Allgemeinheit.

[ nachträglich editiert von xjv8 ]
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31.03.2013 15:02 Uhr von Zephram
 
+12 | -0
 
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@Katzee vielleicht denkt er ja doch soweit ^^ Unsere Arbeiter werden so oder so eingespart wegen der Maschinen, und falls doch mal Drecksarbeit geleistet werden muss, haben wir ja unsere Fachkräfte ^^

Ausserdem schafft eine ausgedünnte Bevölkerung auch nicht mehr so leicht die kritische Masse für eine Revolution ;)

jm2p Zeph
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31.03.2013 15:07 Uhr von masteroftheuniverse
 
+28 | -1
 
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und solche asozialen dreckfressen dürfen an deutschen unis unterrichten, ihren menschenverachtenden müll zum besten geben und die nächste generation von "wirtschaftsexperten" heranziehen ..

armes deutschland...
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31.03.2013 15:14 Uhr von eckttt
 
+15 | -1
 
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soll der Wirtschaftsweise mal vormachen wie er von diesem Geld Leben könnte....

Nur wenn der Arbeitnehmer Geld hat kann er dieses Ausgeben, und wenn Mann so einen Hungerlohn bekommt und den noch vom Staat aufstocken lassen muß ist das ne Schande.

Meschen die Normal Arbeiten gehen müssen davon Leben können, und ende alles andere ist Sklaverei!!!
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31.03.2013 15:15 Uhr von Chris9988
 
+18 | -1
 
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fragt doch mal diesen Schmidt wann im Leben Er mal für 8,50 EUR oder 8,50DM gearbeitet hat !

Solche Pisser als Wirtschaftsweisen zu bezeichnen gehört doch schon in die Kategorie "Gotteslästerung", oder ?

Klar gibt es vieleicht mehr Arbeitslose bei einführung des Mindestlohnes.
Die dann aber als Arbeitslose genauso viel Geld haben oder sogar mehr als wenn Sie bei einem solchen Sklavenhalter arbeiten würden.

Arbeitgeber die Menschen für so wenig Geld beschäftigen, müssten im Grunde genommen alles was Sie als Arbeitgeber im Monat verdienen was über 380,-EUR geht,
an das Arbeitsamt abführen, da solche Menschen es nicht verdienen aus dem Minimal-Lohn den Sie Ihren Angestellten zahlen auch noch Profit zu schlagen.
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31.03.2013 15:15 Uhr von blaupunkt123
 
+3 | -4
 
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Naja im Prinzip bleibt ja nach der möglichen Einführung sowieso wieder alles beim alten.


Durch das mehr an Lohn, ziehen die Preise für alle möglichen Güter an, somit wären wir wieder am Anfang.
Und derjenige, der mehr Lohn bekommen hat, kann sich wieder das gleiche Leisten, wie davor
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31.03.2013 15:18 Uhr von Wil
 
+5 | -9
 
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Auch wenn ich Minus bekomme, ich kanns verstehen.

Nehmen mir mal an, ein fiktiver Ladenbesitzer ist selbstständig und muss seinen Laden 2x8 Stunden am Tag offen halten. Die ersten 8 Stunden schafft er alleine. Aber für die nächsten 8 Stunden braucht er eine zweite Person. Und die kostet ihn dann 8,50 Euro plus Steuern von nochmal etwa 2,50 Euro. Ergibt 11 Euro nur Personalausgaben. Also wenn er nur 10% Gewinn macht, muss er pro Stunde für 100 Euro Waren, Dienstleistung, Getränke, et cetera verkaufen. Also am Tag für 800 Euro, pro zusätzliche Person. Und das sind nur die Personalkosten. Miete/Pacht, Strom und Nebenkosten sind da noch nicht eingerechnet. Also das dürfte der Tod von weiteren Ladenlokalen & sogar Betrieben sein.

[ nachträglich editiert von Wil ]
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31.03.2013 15:21 Uhr von Chris9988
 
+7 | -0
 
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@blaupunkt123...
heißt das im umkehrschluss, wenn Du allen Politikern und Besserverdienenden klar machen würdest, das Sie doch lieber auf ein großteil Ihres Gehaltes verzichten würden,
dann alles wieder billiger wird ?
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31.03.2013 15:24 Uhr von Chris9988
 
+5 | -2
 
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@Wil....
da hast Du schon recht, solche Geschäfte würden dann schließen müssen.

Das war und ist bzw. sollte aber auch bis Heute der Grund sein,
warum man um sich selbständig zu machen, einen Businessplan aufstellt.
Um zu sehen ob sich ein Geschäft überhaupt lohnt oder eben nicht.
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31.03.2013 15:29 Uhr von Chris9988
 
+2 | -0
 
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Was dabei im übrigen heraus kommt,
siehe hier: http://www.shortnews.de/...
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31.03.2013 15:35 Uhr von asianlolihunter
 
+2 | -18
 
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31.03.2013 15:38 Uhr von xjv8
 
+7 | -0
 
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@wil

Diesen Zustand haben wir am Ende der Politik und der "geiz ist geil" Mentalität zu verdanken. Wäre es notwendig gewesen die Öffnungszeiten so zu verlängern, dass diese nur noch von Supermärkten zu bewältigen ist. Nein, sicher nicht. Das war doch der Tod der kleinen Läden. Und natürlich der angeborene Drang nur die Hälfte für ein Produkt zahlen zu wollen. Und jetzt sind wir wieder mal beim Mindestlohn. Vielen bleibt gar nichts anderes übrig wie nach Schnäppchen zu suchen.
Bedanken dürfen wir ins bei den klugen Politikern, die bei allen Entscheidungen, Sachverständige aus der Wirtschaft zu Rate zieht.
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31.03.2013 15:46 Uhr von Para_shut
 
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ein von der wirtschaft bezahlter wirtschaftsweiser eben ...
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31.03.2013 15:53 Uhr von Petaa
 
+14 | -1
 
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Jeder Arbeitgeber der einen Lohn von unter 8 Euro zahlt ist in gewisser Weise ein Sozialschmarotzer.

Wieso?

Weil es relativ wahrscheinlich ist, dass seine Arbeitnehmer bei diesem Gehalt zusätzlich Sozialleistungen in Anspruch nehmen müssen damit es zum leben reicht. Der Staat bezahlt dem Arbeitgeber damit indirekt einen Teil des Lohnes. Die Arbeitskraft wird durch den Staat quasi subventioniert.

Was muss sich ändern?

Sobald ein Arbeitnehmer mit min. 35 Stunden/Woche Sozialleistungen in Anspruch nimmt, da es sonst nicht reicht, dürfen sämtliche verursachten Kosten zu 100% dem/n Arbeitgeber/n vom Amt in Rechnung gestellt werden.

Wie sind weiterhin ein Sozialstaat und jeder Arbeitgeber hat bei einem Vollzeit Job die verdammte Pflicht dafür zu sorgen, dass der Arbeitnehmer auch davon leben kann. Tut er das nicht dann muss er halt dazu gezwungen werden.

Dabei gehen sicherlich einige Jobs verloren aber es werden auch genug Jobs endlich normal bezahlt.
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31.03.2013 15:57 Uhr von jschling
 
+4 | -0
 
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@Wil
ja tolle Rechnung die du da aufgemacht hast - 800 Euro am Tag zusätzlich einnehmen müssen nur für das Gehalt eines Mitarbeiters - das ist ja völlig unmöglich (eine Gewinspanne von 10% halte ich aber auch für sehr gering).
deine Rechnung hat nur einen Haken, womit sich die Berechnung schon deutlich relativiert:
auch in den ersten 8 Stunden des Tages, wo in deinem Beispiel der Chef selber arbeitet, müssen diese 800 Euro verdient werden *g* denn auch ein Chef kann nicht von den Einnahmen für Miete/Pacht, Strom, Nebenkosten leben :-))
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31.03.2013 16:46 Uhr von Wil
 
+2 | -4
 
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jschling

Die Rechnung hat keinen Haken, weil es nur um die Kosten geht die ein zusätzlicher 8,50 Euro Arbeiter kostet. Wenn man selbst arbeitet, muss man natürlich sogar noch mehr verkaufen. um das in der Stunde in der Tasche zu haben, denn man muss die Miete/Pacht voll bezahlen von seinen 8 möglichen Stunden, plus Nebenkosten, Strom. Und natürlich noch ein Gewinn um selbst Über-Leben zu können. Deshalb gibt es ja auch kaum noch Ladenlokale. Denn so blöd ist keiner mehr, bzw. nur noch die wenigsten, meist unwissende Neulinge oder "reingelegte" vom vorherigen Ladenbesitzer. ;-)
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31.03.2013 17:11 Uhr von Gothminister
 
+4 | -2
 
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"Der Grund dafür liege aber in einer Arbeitslosigkeit des Partners oder in vielen Kindern, so Schmidt."

Genau das Gegenteil ist der Fall. Singles kommen am Ende finanziell viel schlechter weg, u.a. weil sich eben nichts teilt!

So eine Knalltüte finanzieren wir alle auch noch mit und haben ihm auch sein Studium finanziert. WOFÜR?

Man sollte ihm dafür sein Gehalt/Honorar auf seine Mindestlohnforderung kürzen! Wär nur konsequent.
Auch bei ihm sollte gelten:
Mindere Leistung -> minderer Lohn.
Er kann es sich ja beim AA aufstocken lassen!
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31.03.2013 17:15 Uhr von Wil
 
+2 | -2
 
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Terrorstorm es geht ja hier gerade um die ganzen Friseurinnen, Kellner und Co.

Kostet dann nämlich eine Frisörin 11 Euro die Stunde, muss sie alle 15 Minuten eine Frisur für 25 Euro machen, durchweg die ganzen 8 Stunden, um ihre eigenen Kosten reinzubringen. Bei einer Kellnerin ist es ein Bier alle zwei Minuten. u.s.w.

Warum dachtes Du warum in den Gewerben das meiste Geld unter der Hand, extra verteilt wird. Weil sich das heute noch nicht mal rechnen würde.

[ nachträglich editiert von Wil ]
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31.03.2013 17:31 Uhr von Bud_Bundyy
 
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Ich bin ganz klar für einen Midestlohn und finde 8,50 € in den meisten Regionen für angemessen.

Aber ich muss zugeben damit hat er recht:

"das viele Arbeitnehmer ihren Lohn mit Sozialleistungen aufstocken müssen, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Der Grund dafür liege aber in einer Arbeitslosigkeit des Partners oder in vielen Kindern"
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31.03.2013 17:35 Uhr von Bud_Bundyy
 
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@Pils28
" Sollte der Arbeitgeber nicht in der Lage sein mindestens 10€ zahlen zu können, dann trägt sich der Arbeitsplatz halt nicht."

10 € Lohn heißt mit Lohnnebenkosten und Verwaltungskosten 15 €.

Das ist eine nachvollziehbare Forderung, aber nicht jeder Mitarbeiter kann das erwirtschaften.
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31.03.2013 17:41 Uhr von Bud_Bundyy
 
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@Petaa


"Arbeitnehmer mit min. 35 Stunden/Woche Sozialleistungen in Anspruch nimmt, da es sonst nicht reicht, dürfen sämtliche verursachten Kosten zu 100% dem/n Arbeitgeber/n vom Amt in Rechnung gestellt werden. "


Was kann der Arbeitgeber dafür wenn sich ein unqualifizierter, eine Hausfrau und drei Kinder leistet? Deine Forderung ist Weltfremd.

....und alle die Behaupten früher wäre es ohne Probleme gegangen mit einem Gehalt eine Familie zu versorgen.

Auf welchem Standard machten das Arbeiter früher? Wie sah der Wohnraum aus?
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31.03.2013 17:42 Uhr von quade34
 
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Zum 1.Post. Es werden Arbeitsplätze wegfallen. Man schaue sich die Arbeitslosenquoten in diesen Ländern an.

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