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Geheimprotokoll belegt: Bundesbank warnte schon 1998 vor EU-Transferunion

Ein Bundesbank-Protokoll von März 1998 wurde lange Zeit geheim gehalten. Doch nun wurde das interne Schreiben öffentlich gemacht. Das Papier dürfte Politikern kurz vor dem Wahlkampf äußerst ungelegen kommen, denn der Zentralbankrat warnte zu jener Zeit vor einer EU-Transferunion.

Unterzeichnet hat das Schreiben Olaf Sieverts, seinerzeit Präsident der Landeszentralbanken Sachsen und Thüringen. Sieverts sah vor allem mit Italien und Belgien zwei Risikokandidaten. Die Länder seien damals schon so hoch verschuldet gewesen, dass eine Aufnahme in die Währungsunion kritisch sei.

Und sogar 1990 schrieb die Bundesbank in einem Bericht: "Letzten Endes ist eine Währungsunion damit eine nicht mehr kündbare Solidargemeinschaft, die nach aller Erfahrung für ihren dauerhaften Bestand eine weitergehende Bindung in Form einer umfassenden politischen Union benötigt."


WebReporter: no_trespassing
Rubrik:   Wirtschaft / Währungen
Schlagworte: Euro, EU, Warnung, Bundesbank, Währungsunion
Quelle: www.faz.net
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4 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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30.03.2013 09:30 Uhr von no_trespassing
 
+12 | -1
 
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Es muss Schluss sein mit einer Transferunion. Die Politiker segnen dieses Moral Hazard-Verhalten nachträglich ab, indem sie sagen: Was passiert ist ist passiert und jetzt müssen wir sehen, wie wir klarkommen. Nein! Es kann nicht sein, dass diejenigen, die sich in eine Währungsunion hineinbetrogen haben drin bleiben dürfen. Wenn ich in die Disco gehe mit gefälschtem Perso, dann sagt der Besitzer auch nicht: "Blöd gelaufen, aber du darfst trotzdem bleiben!" Entweder die oder wir müssen gehen!
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30.03.2013 10:45 Uhr von eugler
 
+1 | -6
 
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@no_trespassing

Dann zieh in ein anderes Land - du lebst in einer Transferunion seit deiner Geburt.

Die gleiche Grütze haben sicher auch die Preußen im 19. Jh. von sich gegeben, als Bayern zum Deutschen Bund gehörte.
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30.03.2013 11:20 Uhr von kemosabe666
 
+4 | -2
 
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das haben doch schon so viele politiker gesagt:
euro ist scheisse, aber wir können nicht mehr zurück.

fickt euch ihr wixer.
ihr zerstört mit euren scheiss dummen, korrupten köpfen ganz europa...
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30.03.2013 21:42 Uhr von tafkad
 
+1 | -0
 
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Das Problem ist weniger der Euro oder Europa, nichtmal die Länder welche nun gerettet werden sind es die wirklich an dem Problem schuld sind. Schuld ist einzig und allein die Gier einiger wenigen welche mit Spekulationen ganze Staaten ruinieren. Im Prinzip müsste hier zuerst eingegriffen werden sonst ändert sich hier nichts. Das Problem ist das eben diese wenigen mit den Politikern gemeinsame Sache machen zu lasten der kleinen Bevölkerung.

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