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Münster: Kampfsportler erhält für tödlichen Tritt über vier Jahre Haft

Ein 30-jähriger Kampfsportler hatte im Juli vergangenen Jahres eine Auseinandersetzung mit einem anderen Mann. Im Laufe dieser Auseinandersetzung hatte er diesem mit einem Taekwondo-Tritt an den Kopf eine tödliche Schädelverletzung beigebracht.

Der Angeklagte erklärte vor Gericht, dass er in Notwehr gehandelt habe, weil er mit einem Gasbrenner attackiert worden sei. Das Gericht argumentierte jedoch, dass der Kampfsportler auch die Beine oder den Körper des Angreifers hätte treffen können.

Wegen Körperverletzung mit Todesfolge erhielt der 30-Jährige nun eine Haftstrafe von vier Jahren und drei Monaten.


WebReporter: kleefisch
Rubrik:   Brennpunkte / Delikte
Schlagworte: Haft, Münster, Tritt, Todesfolge, Taekwondo
Quelle: www.westline.de

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53 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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29.03.2013 11:07 Uhr von mario_o
 
+83 | -38
 
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Was ist das denn wieder für ein Quark? Wirst angegriffen, wehrst dich und musst 4 Jahre in den Bau?

Ich möchte ja gerne mal einen der Richter sehen, wenn sie von einem Mann mit Gasbrenner angegriffen werden, und sich dann in aller Ruhe überlegen, wo sie den Angreifer treffen können, damit er sich möglichst nicht weh tut.

[ nachträglich editiert von mario_o ]
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29.03.2013 11:18 Uhr von blubb42
 
+43 | -32
 
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Dem Richter sollte man auch mal mit dem Gasbrenner auf den Leib rücken.
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29.03.2013 11:33 Uhr von Wompatz
 
+47 | -31
 
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Schön das Ihr Zwei über mir die gesamten Hintegründe kennt und alles so objektiv beurteilen könnt....Ihr sollte in die USA auswandern und schön einen auf Geschworene machen...;-)
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29.03.2013 11:41 Uhr von norge
 
+52 | -17
 
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@ mario_o , blubb42 und Graf.Crackula
hätte hier ein polizist einen angreifer in den kopf geschossen, wäre von euch sicher ein sturm der entrüstung ausgegangen. der richter hat recht. als kampfsportler weis ich genau, was ich zu tun habe. denkt mal drüber nach ;o)

[ nachträglich editiert von norge ]
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29.03.2013 11:52 Uhr von V3ritas
 
+27 | -9
 
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@mario_o

Das Gericht hat es doch erklärt. Als Kampfsportler hat er genügend Kontrolle über sich, das ein Tritt gegen den Kopf unnötig ist. Er hätte ihm genauso mit einem Push auf Abstand halten können. (Richtig angesetzt wäre der Typ mit seinem Brenner erstmal geflogen.)

Ausserdem ist Selbstverteidigung (Hosinsool) ein Bestandteil des Trainings und jeder Prüfung ab dem...hm..ich glaub es war ab dem grünen Gurt.

Er hatte also durchaus andere Möglichkeiten mit der Situation umzugehen. Davon abgesehen, kann man von jedem Kampfsportler erwarten, dass er in jeder Situation alle anderen Möglichkeiten ausschöpft, bevor er zur Gewalt greift, um einen Konflikt zu lösen.

Ein gezielter Tritt an den Kopf sieht einfacher aus, als er ist und benötigt schon ein gewisses Maß an können, um sich in einer Kampfsituation nicht selbst auf die Schnauze zu legen. Also kann man von dem jungen Mann erwarten, dass er länger als 2 Tage Taekwondo betreibt. Insofern kann man vom ihm auch die emotionale Reife erwarten, solche Situationen ohne eine derarte Eskalation zu lösen.

[ nachträglich editiert von V3ritas ]
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29.03.2013 12:02 Uhr von V3ritas
 
+17 | -2
 
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@Jauchegrube

Gezielt lernt man das in den wenigsten. Im Taekwondo Training kann ich aus meiner Erfahrung nur sagen, dass Tritte gegen den Kopf absolut Tabu waren. Selbst im Sparing mit Kopfschutz war das ein absolutes nogo und man konnte sich auf einen mächtigen Anschiss einstellen, wenn man dann doch mal angeben wollte und es versucht hat.

Das gleiche galt auch für Handkantenschläge gegen Hals oder Kehlkopf. Solche Sachen wurden zwar beigebracht, aber im Sparing und im Training ansich nur angedeutet.

Betrachtet man einen Sport nicht als solchen,sondern als eine Möglichkeit zu lernen, wie ich wie Bruce Lee leute verwurste...dann ist selbst ein Sport wie Boxen dazu geeignet zu lernen, wie man einem Menschen den Schädel zertrümmert. Es kommt immer darauf an,aus welchen Intentionen man selbst den Sport betreibt und wie man den Sport vom Trainer vermittelt bekommt.
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29.03.2013 12:06 Uhr von V3ritas
 
+11 | -7
 
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@Graf.Crackula

Es ist aber ein Unterschied, ob man als "normaler Mensch" in Notwehr jemanden tötet oder ob man dies als ausgebildeter Kampfsportler tut. Denn dieser weiß genau was er tut und welche Auswirkungen es haben kann. Außerdem sagte ich bereits,das man von einem Kampfsportler eine deeskalierende Haltung erwarten darf, denn dies ist gerade bei den asiatischen Kampfsportarten ein grundlegender Bestandteil.

Man lernt, um zu lernen wie man es nicht anwenden muss und nciht um zu lernen,wie man es anwendet.
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29.03.2013 12:11 Uhr von Johnny Cache
 
+10 | -8
 
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Klingt mal wieder nach klassischem Täterschutz. Andere bekommen für einen tödlichen Angriff teilweise deutlich geringere Strafen.
Auf der positiven Seite wird wenigstens der Täter niemanden mehr angreifen.
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29.03.2013 12:19 Uhr von Super-Jenny
 
+11 | -6
 
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Nu klar...wenn Dir jemand den Gasbrenner in die Fresse hält, erst mal abwarten (es könnte ja sein, dass er es nicht böse meint...) notfalls den Anwalt seines Vertrauens anrufen und vorher erörtern, welche rechtlichen Konsequenzen der entsprechende Schlag oder Tritt haben könnte...aus den Texten einiger Vorschreiber entnehme ich, dass sie keine Kampfsportler sind, denn sonst würden Sie wissen, dass ein Schlag/Tritt ausgeführt wird noch ehe man nachgedacht hat... (die Notsituation mal ganz außer Acht gelassen)

[ nachträglich editiert von Super-Jenny ]
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29.03.2013 12:20 Uhr von V3ritas
 
+9 | -5
 
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Und zur Sache Täterschutz...ich glaube der andere liegt jetzt unter der Erde. In der Quelle steht, das es ein Streit mit einem Nebenbuhler war..also ist 1. nicht sicher, das die Behauptung mit dem Brenner stimmt und 2. ist es doch eher unwahrscheinlich, das er ihn mit dem Brenner hätte umgebracht. Also ist die Reaktion,welche geplant gewesen sein muss, (niemand Tritt ausversehen gegen den Kopf) doch völlig überzogen gewesen.

Für mich stellt sich das eher so dar, als wenn die beiden sich gestritten haben und er als Kampfsprtler einfach mal zeigen wollte,was er kann. Also wer ist hier das Opfer und wer der Täter?

Aber ich will euch alle mal sehen, wenn so ein fehlgeleiteter Möchtegern Bruce Lee euren Bruder oder euren Vater umbringt, nur wegen einem Streit. Da schreit ihr dann wahrscheinlich auch noch wegen dem "Schutz" des Täters. -.-

[ nachträglich editiert von V3ritas ]
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29.03.2013 12:20 Uhr von thugballer
 
+9 | -10
 
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an alle "kampfsportexperten":

im ernstfall ist der andere zu allem bereit, vor allem wenn er bewaffnet ist.
da wird man lieber den anderen niederstrecken als zu riskieren, dass man bei einem misslungenen entwaffnungsversuch selbst schwer verletzt oder getötet wird.

und da wirst du auch nicht nachdenken "hmmm wooooo trete ich ihn am besten hin", sondern führst die effektivste dir zu verfügung stehende attacke durch, weil wie oben schon erwähnt ein nichtaussergefechtsetzen des anderen schwere verletzungen oder den tod meinerseits zur folge hätte.
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29.03.2013 12:22 Uhr von V3ritas
 
+2 | -5
 
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@Graf.Crackula

Dann ist es ja gut, das meine "verquere" Welt, die gleiche ist, in der sich die Gerichte unseres Landes bewegen und nicht die, irgendwelche User mit fragwürdigen Namen. :D
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29.03.2013 12:24 Uhr von Schaumschlaeger
 
+3 | -2
 
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@norge
Polizisten sind auf diese Situation vorbereitet und dafür ausgebildet. Denk mal drüber nach.
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29.03.2013 12:25 Uhr von V3ritas
 
+5 | -4
 
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Was ihr hier für einen Stuss schreibt. Echt unfassbar, kann ich mir auch nicht mehr geben. Weitermachen...hoffentlich trefft ihr mal so einen "Kampfsportler" ,mit solchen Ansichten wie es thugballer gerade beschrieben hat, Nachts vor der Disco! Ich bin raus^^
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29.03.2013 12:28 Uhr von GulfWars
 
+6 | -1
 
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Als nächstes mal nur das Kniegelenk brechen und den dann mit den schmerzen liegen lassen bis der gerufene Krankenwagen kommt. Sollte auch ausreichen.
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29.03.2013 12:38 Uhr von raterZ
 
+6 | -5
 
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Kampfsport ist fast gleich zu setzen, wie eine Waffe.
Hätte er ein Messer gezückt und ihn damit umgebracht zur Notwehr, wäre das gleiche Ergebnis gewesen und säße jetzt auch im Bau.
Natürlich ist das ganze kein einfaches Thema, weil Notwehr eben reflektorisch passiert. Da kann man schlecht abschätzen, ob das ganze jetzt wirklich verhältnismäßig ist oder nicht - es wird dennoch gefordert und auch so bewertet.
Nichts desto trotz, würde ich im Ernstfall auch eher dann wohl in den Bau wandern, als mich selber umbringen oder verstümmeln zu lassen.
Da sind unsere Gesetze halt so, hier wird das körperliche Wohlergehen nicht so hoch bewertet, wie in anderen Ländern, wie die USA bspw.
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29.03.2013 13:04 Uhr von LucasXXL
 
+2 | -11
 
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das ist eine Schand, der hätte min 10 Jahre bekommen sollen, mit unser Jutiz geht es auch nur noch berab...
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29.03.2013 13:07 Uhr von norge
 
+4 | -0
 
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@ Schaumschlaeger
kampfsportler auch, denk mal drüber nach...
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29.03.2013 13:09 Uhr von V3ritas
 
+5 | -6
 
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Also nur um das nochmal hier klar zu stellen. Der wird wohl kaum einen Brenner mit Gaspullen dabei gehabt haben, also sprechen wir hier von so einem Miniformat Brenner, der als Feuerzeug gekauft werden kann. Jetzt mal ganz von der Tatsache abgesehen das man mit so einem Teil jemanden kaum umbringen oder verstümmeln kann...was ist das für ein Verhältnis? Jemand kommt mit einem Feuerzeug auf euch zu und statt es ihm aus der Hand zu schlagen oder zu treten oder ihn mit einer Selbstverteidigungstechnik zu entwaffnen (und ja das KANN man von einem ausgebildeten Kampfsportler erwarten!Auch in so einer "bedrohlichen" Situation.), wämst der ihn volle Kanone vor die Birne...was jedem normalen Menschen klar sein dürfte ist, das so ein Tritt gegen den Kopf mindestens verheerende,wenn nicht tödliche Auswirkungen hat.

Und da frage ich euch alle ernsthaft...gehts euch noch gut!? Wie kann man sowas entschuldigen oder sogar noch unterstützen? Ihr würdet also auch in einer Schlägerei dem anderen den Kopf mit einer Eisenstange zertrümmern...kann ja sein, das er euch mit seinen Fäusten umbringt...also lieber reagieren statt denken.

Wenn sowas heute wirklich normal ist, wundert mich garnichts mehr.
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29.03.2013 13:19 Uhr von amrandebemerkt
 
+11 | -7
 
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Die Gutmenschen wieder, IHR VOLLDEPPEN !

Echt, da platzt mir die Krawatte! Kommt mal vorbei ihr Kampfsportler, dann üben wir ein bisschen ;-D

Wenn ich nicht so blöd gewesen wäre hätte ich damals eben NICHT das Knie angegriffen und hätte heute noch 4 echte Zähne und keine Probleme mit einem doppelten Nasenbeinbruch. Das Knie des Angreifers ist meines Wissens nach vollständig verheilt. Da hab ich aber was von.

Das nächste Mal wird es gleich richtig gemacht.
Der Angreifer hat sich ja wohl sein Schicksal ausgesucht, oder etwa nicht ?

Echt ..Der Richter gehört mal Nachts in der übelsten Gegend Frankfurts, Berlins oder der Bronx mit einer Waffe ausgesetzt. Mal sehen, ob er Gebrauch davon machen würde oder seinem Gegenüber das Gesetzbuch vorliest...


Ach ja.. "Mein Angreifer" hat zwar vor Gericht verloren und muss alle Behandlungskosten bezahlen, aber ich muss sie vorstrecken und werde sie im Leben nicht mehr bekommen da er wieder in die "Heimat" zurück ist. Implantate sind teuer und wären nicht nötig gewesen wenn ich gleich das richtige Körperteil gewählt hätte...

[ nachträglich editiert von amrandebemerkt ]
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29.03.2013 13:19 Uhr von ksros
 
+7 | -1
 
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Kann es sein, daß hier einige den Gasbrenner mit Flammenwerfer verwechseln? Ich habe auch einen Gasbrenner, der ist so groß wie ein Kugelschreiber.
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29.03.2013 13:23 Uhr von TheRoadrunner
 
+5 | -4
 
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Als allererstes wäre die Frage, um was für eine Art Gasbrenner es sich handelt. Ein besseres Feuerzeug? Damit lässt sich kein ernsthafter Schaden anrichten. Ein Gasbrenner mit Gaszufuhr über einen Schlauch? Dann sollte es ein leichtes sein, sich aus der Reichweite des Gasbrenners zu bewegen. Ein Kampfsportler sollte wendiger sein als jemand, der noch eine Gaszufuhr mit sich schleifen muss.

Unser Recht sieht übrigens vor, dass man es selbst in einer Notwehrlage damit nicht übertreiben darf:
http://de.wikipedia.org/...

Nein, natürlich kann ich die genaue Lage nicht beurteilen. Das können aber diejenigen, die es für angemessen hielten, dem anderen den Schädel einzutreten, wohl genausowenig.
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29.03.2013 13:25 Uhr von Lawelyan
 
+4 | -0
 
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Was für eine Diskussion.

Fakt ist, die Information sind unzureichend als das man das ganze bewerten kann.

Ob tötliche Gewalt in einer Notsituation angemessen ist, hängt einfach von der Situation ab.

Hab ich einen bewaffneten Einbrecher in meinem Haus. Er steht vor mir und meine Familie hinter mir. Dann ist tötliche Gewalt ggf. angemessen.

Stehe ich aber mit meinen Kumpels einem Typen mit seinen Kumpels gegenüber. Dann ist tötliche Gewalt wohl nicht das Mittel der Wahl. Sondern einfach nur übertrieben und gehört bestraft.
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29.03.2013 13:25 Uhr von LucasXXL
 
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amrandebemerkt was ist der Wert von 4 Zähnen gegen das Leben einen Menschen! Du bist kein Kampfsportler, du bist ein Hampelmann!
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29.03.2013 13:35 Uhr von thugballer
 
+8 | -3
 
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LucasXXL,
Willst du für jeden Hundesohn der sich nicht im Griff hat 4 Zähne hingeben?

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