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"Unsere Mütter, unsere Väter": Protest in Polen

In Polen wird nun am ZDF-Dreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" harsche Kritik geübt. Der Film entspreche nicht der Wahrheit. Das Bild der polnischen Kämpfer sei verzerrt.

Juliusz Braun, Chef von Polens öffentlich-rechtlichen Fernsehsender TVP, weist die Darstellung der Widerstandskämpfer als Antisemiten zurück. Der Zuschauer habe fast ausschließlich polnische Antisemiten gesehen. Das zeichne ein "vollkommen falsches Bild".

Der Film habe versäumt, dem Zuschauer den Unterschied zwischen den Kämpfern der polnischen Heimatarmee und der SS klarzumachen.


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Rubrik:   Entertainment
Schlagworte: Kritik, Protest, ZDF, Polen, Unsere Mütter unsere Väter
Quelle: www.spiegel.de
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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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27.03.2013 15:12 Uhr von quade34
 
+15 | -3
 
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Geschichte kann niemand wahrheitsgemäß verfilmen. Die Aufarbeitung ist immer den Historikern vorbehalten, sofern sie denn objektiv sein können. Jede Facette betrachtet jeder Laie anders. Weil dieses Thema aber einen so jungen Hintergrund hat, sind die emotionalen Befindlichkeiten schnell geweckt. Die Reaktionen sind zu bewerten, aber nicht als Maßstab für künftige ähnliche Filme zu beachten.
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27.03.2013 15:58 Uhr von acdcrulez
 
+16 | -1
 
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Das Problem ist einfach die historische Aufarbeitung in den genannten Ländern. In Deutschland sind wir da weiter, als in den Ländern des Ostblockes. Wir differenzieren stark zwischen Tätern/Opfern und auch in diesen Gruppen wird noch einmal stark unterschieden, wie sehr wer genau wo drin verstrickt war.

Gerade in Polen und Tschechien ist dies bis heute undenkbar. Dort ist die Rolle als "Opfer" der nationalsozialistischen und anschließend stalinistischen Herschaft fest in den Köpfern verankert. Dass es selber vielfache kollaboration mit eben jenen Besatzern gab, besonders mit den Nationalsozialisten, der Wehrmacht und SS wird im Grunde komplett geleugnet und will Gesellschaftlich de facto nicht betrachtet werden.

Deshalb jetzt diese "Empörung". Die Wahrheit ist halt nicht so schön, wie man sie gerne hätte.
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27.03.2013 16:12 Uhr von -Count-
 
+9 | -4
 
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Auch in Polen und anderen ehemaligen Ostblockländern war und ist Antisemitismus stark verbreitet, jedoch ist es wesentlich bequemer, den Kopf in den Sand zu stecken und mit dem Finger auf den bösen Nachbarn zu zeigen...
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27.03.2013 17:31 Uhr von Phillsen
 
+5 | -2
 
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Ja genau, die Polen waren überhaupt keine Antismiten.
Ahja ist das so?

Der Opa von meiner Frau hat seine Sozialisation bei Danzig genossen bevor er dann im Zug in Richtung Kasachische Steppe verfrachtet wurde.. Der ist zwar schon gut über 90 aber eins weiß der noch ganz genau. An allem waren die Juden schuld. Und genausogut weiß er dass er ganz sicher kein Faschist ist.
Ich will dem heutigen Durchschnittspolen bestimmt nicht mehr Antisemitismus andichten wie dem heutigen Durchschnittsdeutschen.
Aber die älteren Semester hatten/haben doch recht klare Vorstellungen davon was man von Juden zu halten hatte...

[ nachträglich editiert von Phillsen ]
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27.03.2013 18:58 Uhr von Akaste
 
+0 | -4
 
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der film gehört in die rubrik unterhaltung, und nicht unter den dokumentantionen.

vielleicht wird das in polen nicht so sehr getrennt wie im rest der welt
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27.03.2013 19:53 Uhr von theiny85
 
+1 | -0
 
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mich hat das ganze sehr unterhalten. sehr gut gemacht für einen deutschen film ;)
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27.03.2013 20:13 Uhr von Floetistin
 
+4 | -0
 
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Na klar. Im erzkatholischen Polen wird es auch keinen Antisemitismus gegeben haben oder geben.

Der war und ist den Deutschen vorbehalten.

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