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Atheisten in den USA: Fast jeder Dritte unter 30 ist religionslos

In einem Interview berichtet die US-amerikanische Journalistin und überzeugte Atheistin Jamila Bey über ihre Erfahrungen. In den USA sei Gott allgegenwärtig und man komme am Thema Religion kaum vorbei. So sei es in einigen Bundesstaaten Atheisten verboten, ein öffentliches Amt zu bekleiden.

Aber die Zahl der "Ungläubigen" wächst stark an. So bezeichnet sich mittlerweile jeder Dritte unter 30 als Atheist beziehungsweise als religionslos. Und sie machen immer öfter auf sich aufmerksam, unter anderem durch Botschaften auf Werbetafeln und Bussen.

Doch immer wieder werden sie Opfer von Angriffen und offenen Anfeindungen. So berichtet die junge schwarze Journalistin, dass sie kürzlich von einem Nachbarn zu Boden gestoßen, getreten und mit einem "God bless you" verabschiedet wurde.


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WebReporter: blonx
Rubrik:   Kultur
Schlagworte: USA, Interview, Religion, Journalistin, Atheismus
Quelle: www.tagesschau.de

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26.03.2013 12:26 Uhr von blonx
 
+26 | -3
 
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Jamila Bey wurde schon mit vier Jahren klar, dass sie nichts mit der Kirche anfangen konnte. So erklärte sie in diesem Alter ihrer streng religiösen Mutter, dass sie nicht mehr an den Weihnachtsmann glauben würde und es unmöglich sei, dass jemand, der drei Tage tot war, wieder auferstehen könne.
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26.03.2013 13:17 Uhr von Wompatz
 
+20 | -3
 
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Hoffentlich ein erster Schritt weg von "In God we trust"....
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26.03.2013 13:28 Uhr von Smashpottklaus
 
+17 | -2
 
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Vernunft > Gott
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26.03.2013 13:29 Uhr von bigX67
 
+7 | -7
 
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jaja - die moderaten und toleranten christen.

wäre das einem christen mit muslimen passiert, würde hier jetzt die SN-anti-islam-gebetsmühle arbeiten und alle freunde dieser hätten hier ein lustiges stelldichein.
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26.03.2013 13:46 Uhr von ~frost~
 
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sie ist eine hexe!!!
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26.03.2013 16:12 Uhr von DerMaus
 
+18 | -1
 
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Eine einzige Hand die arbeitet, bewegt mehr als 10.000 Hände im Gebet.
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26.03.2013 17:31 Uhr von designkey
 
+7 | -0
 
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Bei shortnews dürfte die Atheisten Quote deutlich höher sein, schenkt man den Kommentaren glauben.
Bin übrigens selber einer.
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26.03.2013 17:33 Uhr von Borgir
 
+7 | -0
 
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Vielleicht glauben jetzt endlich immer mehr Leute, dass ein Gott, vor dem Mensch nur kriechen darf kein Gott ist.....
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26.03.2013 17:49 Uhr von Randall_Flagg
 
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26.03.2013 19:53 Uhr von Trallala2
 
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Atheist und Religionslos sind zwei verschieden paar Schuhe. Ich kenne sehr viele Menschen die religionslos sind, als Atheisten würde ich sie aber nicht bezeichnen.

Ich denke viel Atheisten wollen lediglich die Statistik zu ihren Gunsten beeinflussen und schnappen sich jeden den man gebrauchen kann.

Außerdem werden Menschen als Religionslos bezeichnet, die durchaus zu einer religösen Gruppe gehören, aber mehr oder weniger die Religon sozusagen ruhen lassen.

Wenn also einer eine Statistik liefen möchte, dann bitte eine saubere.
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26.03.2013 20:12 Uhr von Trallala2
 
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@Randall_Flagg

Zitat: "
Wenn´s nach mir ginge, würde man jeden Christen zwangsatheistisieren oder verbrennen. Man sollte ihn / sie vor die Wahl stellen. Keine Macht der Religion."

Habe ich das richtig verstanden, dass du als Atheist zum Genozid an zwei Milliarden Christen (laut Wikipedia) aufrufst?

Also ich weiß nicht wie viel Opfer das Christentum zu verantworten hat, aber gerade hast du als Atheist den Genozid an zwei Milliarden Menschen befürwortet. Und mindestens einem der Leser hat das gefallen.

Wo nehmen also die Atheisten die moralische Rechtfertigung Christen zu kritisieren? Weil die in der Vergangenheit entgegen ihren Geboten gehandelt haben? Du als Atheist hast gerade gesagt, dann man alle Christen verbrennen sollte. Der unterschied zwischen Christen und Atheisten ist also der, dass die einen sich in der Geschichte nicht mit Ruhm bekleckert haben, aber mit Atheisten uns ein Genozid ungeahnten Ausmasse hervorsteht (wenn sie an die Mache kommen sollten)?

Die Nazis haben sechs Millionen Juden vernichtet, du als Atheist hättest nichts dagegen wenn man zwei Milliarden Menschen verbrennen würde?

Ich denke das ist das Problem mit dem Atheismus - sie sind nicht besser, sie glauben es nur. Und während die Christen in der Vergangenheit schlimmes verbrochen haben, zeigt mir dein Beitrag, dass Atheisten nicht anders ticken. Sie behaupten es zwar, aber manchmal sind einige Atheisten einfach ehrlich und schreiben was sie glauben.
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26.03.2013 22:01 Uhr von Trallala2
 
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@Truth_Hurts

"Je tiefer der Glaube umso größer die Intoleranz."

Ist wohl ein Wunschdenken, denn vorerst kann wohl kaum einer das Gegenteil beweisen. Trotzdem, guck dir mal mal was Randall_Flagg geschrieben hat.
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26.03.2013 22:34 Uhr von Gierin
 
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@Trallala2:
"Ich denke viel Atheisten wollen lediglich die Statistik zu ihren Gunsten beeinflussen und schnappen sich jeden den man gebrauchen kann"
Ich bin als Katholik aufgewachsen, aber vor 16 Jahren aus der Kirche ausgetreten, weil ich nicht gläubig bin. Allerdings kennt der Katholizismus keinen Austritt (und bekannterweise auch keine Scheidung). Ich bin für sie also nach wie vor ein Katholik.
Also: Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.

Kleine Anektdote am Rande: Die katholische Kirche anerkennt grundsätzlich nur Ehen, die zwischen zwei Katholiken in einer "katholischen Zeremonie" geschlossen wurden. Ausnahme: Wenn zwei Katholiken, die aus der Kirche "ausgetreten" sind und infolgedessen nur zivil heiraten, gilt diese Ehe trotzdem als "katholisch anerkannt".
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26.03.2013 23:18 Uhr von Trallala2
 
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@Gierin

Wie viel Katholiken es in Deutschland gibt, das ermittelt das Statistische Bundesamt vor allem anhand der Daten beim Finanzamt. Steht da RK, ist man Katholik, steht da nichts, ist man ohne Religionszugehörigkeit.

So entstehen also die Statistiken, nicht wie du es gerade zu verkaufen versuchst, also dass die kat. Kirche die Statistik macht. Zufällig weiß ich aus meinem Umfeld, dass sehr viele sich durchaus weiterhin als Christ sehen, aber trotz dem aus der Kirche ausgetreten sind, aber nur um die K-Steuer zu sparen. Somit gibt es mehr Christen als die Statistik es aussagt.

Also, wie du schon sagtest: Traue keiner Statistik, die Du nicht selber gefälscht hast.

Was ich aber als Unverschämtheit ansehe ist, dass vor allem atheistische Organisationen sich der Religionsfreien bedienen und sie zu den Atheisten zählen.
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27.03.2013 00:28 Uhr von Gierin
 
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@Trallala2: Also ermittelt das Statistische Bundesamt _vor allem_ aber nicht ausschliesslich anhand der Daten beim Finanzamt!?
Ein Besipel aus Wikipedia: "Es ist jedoch zu bedenken, dass in einigen Ländern, z.B. in Spanien und in Polen, kein öffentlich-rechtlicher Kirchenaustritt möglich ist und somit Personen, die sich nicht (mehr) als katholisch betrachten, dennoch statistisch als katholisch erfasst werden"

Der Grund, warum ich speziell die Anzahl der Katholiken in Frage stelle ist der, dass in den letzten Jahren die Zahl der Katholiken (Anteil der Weltbevölkerung) stark zugenommen haben soll. Und dies obwohl im Zuge der Missbrauchskandale eine Rekord an Kirchenaustritten verzeichnet wurde!

Übrigens: Niemand tritt aus der Kirche aus um Steuern zu sparen! Klar, ich kenne auch Leute, die sagen zwar, sie seien nur ausgetreten um die Kirchensteuer nicht mehr bezahlen zu müssen. Aber tatsächlich haben sie mindestens den Glauben an die Kirche verloren (nicht unbedingt den Glauben an Gott)!
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27.03.2013 05:37 Uhr von Trallala2
 
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@Gierin

Wir wollen jetzt nicht zwei Sachen durcheinander bringen: erstens hast du dich ins Spiel gebracht, womit ich mal davon ausgehe, dass du Deutscher bist. Somit gilt das was in Deutschland gilt, und hier ist die die Sache nun mal so wie ich es beschrieben habe: wer RK gemeldet ist, ist Katholisch, usw.

Ob man nun gemeldet ist oder nicht, man ist entweder katholisch oder nicht. Selbst also dann wenn ich aus der Kirche austrete, bleibe ich katholisch, nicht einfach dann nur noch Christ. Christen sind ja alle Christen, aber die Feinheiten sagen aus ob man katholisch, evangelisch, oder sonst was ist. Es ist also egal ob einer den glauben an die Kirche verliert und austritt, er bleibt Christ.

Und ja, alle die ich kenne sind nur wegen Steuer ausgetreten. Einen kenne ich der laut eigener Aussagen den "Pfaffen" nicht das schöne Leben finanzieren wollte. Letztendlich war es aber wegen der Steuer.

Andere Länder andere Sitten. Mir ist es durchaus bewusst, dass in anderen Ländern die Erfassung viel schwieriger ist. Ein besseres Beispiel als Polen oder Spanien ist Frankreich, denn in Frankreich kümmert sich der Staat gar nicht um die Konfession der Bürger, sie sind somit nirgendwo mit ihrer Religion erfast. Da braucht man für Statistiken tatsächlich andere Informationsquellen und greift durchaus auch auf die Daten der Kirche zurück. Hier werden die Mitglieder der Gemeinde auf die Bevölkerung der Gegend berechnet.

Und was die Missbrauchskandale angeht, ich will es nicht schön reden, aber es reichen eine handvoll Skandale und jeder sieht schon in einem Priester einen Pädophilen. Ich ging zum Beispiel ein paar Jahre zu Schule außerhalb von Deutschland, und in der ganzen Schule fand sich keine einziges Kreuz, das kannst du mir glauben, sie hatte mit Religion also nichts am Hut, und trotzdem gehörte in dieser Schule die körperliche Bestrafung zur pädagogischen Erziehung. Im aktuellen Sprachgebrauch würde man heute sagen: die Kinder wurden in dieser Schule Misshandelt.

Fakt ist aber, es war eine andere Zeit und körperliche Bestrafung gehörte damals und dort zur Erziehung. Ich will jetzt nicht jeden als Pussi bezeichnen der heute in deutschen Fernsehn heult, weil er vor 40 Jahren paar auf die Löffel gekriegt hat, wenn er sich nicht benommen hat, aber früher war das nun mal üblich. Und nicht nur von Priestern und Nonnen. Alle Lehrer hatten die Möglichkeit es zu tun.
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27.03.2013 09:48 Uhr von DoctorWho
 
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@trallala2

und weil jetzt ein spinner so einen schwachsinn geschrieben hat, scherst du jetzt alle atheisten über einen kamm? genau das ist deinem beitrag nämlich zu entnehmen, zumindest erkennt man sehr genau, wie du zu nicht-gläubigen und atheisten grundsätzlich stehst.

das zeigt mir wieder mal, dass alle christen und allgemein gläubige keinen deut besser sind als die von ihnen so verhassten "ungläubigen"....

pauschalisierung und schubladendenken ist toll, nicht?
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27.03.2013 10:48 Uhr von GroundHound
 
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@Trallala2: Was Randall_Flagg von sich gibt ist mit Sicherheit eine absolute Einzelmeinung. Spinner gibt es überall.
Der überwältigenden Mehrheit der Atheisten würde es schon reichen, wenn Religion zur Privatsache wird.
Und auch Atheisten halten das Recht zur freien Religionsausübung hoch, obwohl in ihren Augen Religionen absoluter Bullshit sind.
“Ich halte Ihre Meinung für bescheuert, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen, dass Sie sie äußern dürfen.” (frei nach Voltaire)

[ nachträglich editiert von GroundHound ]
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27.03.2013 16:49 Uhr von Trallala2
 
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@DoctorWho

Du hast es richtig erkannt, ich habe klein wenig ein gespaltenes Verhältnis zu den Atheisten. Vielleicht weil ich schon mal fast, zwar nicht formal, aber de facto, dazugehörte. Nicht unbedingt aus Überzeugung, es ergab sich aber so mit der Zeit. Es waren aber die Atheisten die mich wieder zum grübeln brachten. Ich hab bei dem Kontakt mit ihnen festgestellt, dass sie genau so fanatisch sein können wie religöse Menschen. Und im Gegensatz zu denen sind einige noch radikaler. Randall_Flagg ist für mich keine Ausnahme, ich kenne viele Randall_Flaggs. Das Problem mit dem Atheismus ist nur, dass sie sich bisher durchaus erfolgreich eine Teflonschicht verpasst haben. Wenn es etwas positives zu berichten gibt, heißt es - so sind Atheisten. Wenn Menschen die keine Theisten sind, also Atheisten ein Massaker verursachen, wird argumentiert, das Atheisten keine Gruppe sein können, da sie keinen gemeinsamen Glauben haben, und man somit dieses Verbrechen ihnen nicht anlasten kann. Das Verbrechen wurde also nur zufällig von Leuten begangen die nicht gläubig sind, sie aber nicht allgemein zu den Atheisten gezählt werden dürfen. Diese Feinheiten werden den Christen zum Beispiel nicht zugestanden. Ist ein Christ durchgedreht, dann nur, weil alle Christen so sind. In der Regel geht man aber absolut kein Risiko ein und aus den Atheisten werden in solchen Fällen schnell Gläubige gemacht. Da wird selbst aus dem Kommunismus eine Art von Glaube produziert. Ganz einfach ist es wenn diejenigen mal getauft wurden. Sowas strahlt ab bis ins hohe Alter, selbst wenn derjenige sich offen als Atheist bezeichnet. Hat er was böses genant, war die Taufe schuld. Und wenn die Eltern bereits Atheisten waren, nun, er hat Kontakt mit mit den Großeltern, und die waren man gläubig.

Ich schätze dieses Winden und sich ständig ausreden hat zu dem gespaltenem Verhältnis geführt. Da ist keine Ehrlichkeit drin. Das ist mit Tricks sich sauber halten. Mag sein, dass jeder Atheist in den Atheisten einen Neubeginn sieht, aber es ist letztendlich das gleiche in grün. Bis auf, dass jeder Atheist sich durchaus einzeln sehen kann, also sagen kann - ich bin ein anständiger Mensch, also müssen alle Atheisten anständige Menschen sein - auf der anderen Seite sich aber zu allen Atheisten zählen kann. Die Spinner werden bei bedarf aussortiert, wenn sie das Bild stören könnten, sonst aber drin behalten. Und das ist mir zu windig.
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27.03.2013 17:04 Uhr von DoctorWho
 
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@trallala2:

Heftiger Tobak. Aber kann es sein, dass du da etwas grundlegend durcheinander gebracht hast? Ich bin überzeugt davon, dass es nicht einen einzigen dokumentierten Fall (oder vielleicht nur ganz, ganz wenige) gibt, in dem Atheisten eine Straftat begangen haben und das Ganze unter dem Namen ihres Nicht-Glaubens.

Das ist nämlich der Unterschied zwischen einem Ungläubigen und den Gläubigen egal welcher Religionszugehörigkeit. Egal ob Christentum in der Vergangenheit, oder (radikale) Islam-Gruppierungen auch noch in der heutigen Zeit: Immer wurden und werden im Namen eines Gottes Straftaten, Massaker, Terroraktionen und ganz Allgemein Vergehen gegen die Menschlichkeit begangen...

Nie hat man eine entsprechende Atheistengruppe oder auch Einzelpersonen gesehen, die auch nur annähernd solche Dinge IM NAMEN IHRES UNGLAUBENS und gezielt gegen Gläubige getan haben.

Es tut mir leid, wenn du schlechte Erfahrungen mit uns Gottlose gemacht hast, das mein ich ernst. Aber du solltest wirklich differenzieren und vor Allem genau hinsehen, warum und mit welcher Motivation Menschen Dinge tun, die nicht richtig sind.

Viele Grüße in Versöhnung,

DoctorWho, überzeugter und friedlicher Agnostiker.

[ nachträglich editiert von DoctorWho ]
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27.03.2013 19:22 Uhr von Trallala2
 
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Du hast Recht, im Namen des Atheismus oder des Unglaubens, hat noch nie einer ein Verbrechen begangen, bzw. ist es mir nicht bekannt. Wenn du aber die Geschichte des Christentums, die einige auch als Kriminalgeschichte des Christentums bezeichnen, differenzierter betrachtest, dann wirst du erkennen, dass im Namen des Glaubens weniger Verbrechen begangen wurden als einige es meinen wollen. Aber man konnte den Glauben oft gut dazu nutzen etwas zu rechtfertigen. Etwas im Namen Gottes tun oder es als unchristlich zu bezeichnen, schon hatte man eine Rechtfertigung. Ohne Religion ist es schwieriger, aber nicht unmöglich. In Amerika hat man es als unamerikanisch bezeichnet oder Menschen gleich wegen unamerikanische Umtriebe aus dem Weg geräumt. Im Kommunismus war man als Oppositioneller gleich Konterrevolutionär oder man kam gleich deswegen in den Knast. Selbst westliche Musik reichte dazu aus. Wie du siehst braucht man die Religion nicht unbedingt um Störenfriede aus dem Weg zu räumen. Da hat die Religion kein Patent drauf. Selbst in Deutschland gibt es die nette Nazikeule um unliebsame Zeitgenossen aus dem Weg zu räumen. Aber das Christentum - um es als Beispiel zu nutzen - existiert schon 2000 Jahre, außerdem schon in Zeiten wo Folter ein Teil der Rechtsprechung war und wo die Errungenschaften der Moderne noch nicht galten, so dass vieles aus der heutigen Sicht sehr brutal war. Vor 1000 Jahren wäre Eva Herman für ihr Zitat vielleicht auf dem Scheiterhaufen gelandet. Heute sind wir zivilisierter und runieren den Leuten nur den Ruf. Vielleicht hat man Glück und derjenige begeht vor sich aus Selbstmord?

Aber zurück zum Atheismus und der Frage ob in deren Namen schon was böses verbrochen wurde? Es gab mal eine Zeit vor etwa 2000 Jahren, da gab es nur 12 Christen. Es wurden mehr. Wenn man sich die Atheisten anguckt, dann entwickeln auch die gewisse Tendenzen sich zu organisieren. Sowas ist in der Regel der erste Schritt. Auch das Christentum brauchte paar hundert Jahre bis es Macht ausüben konnte. Nur weil so mache Organisation wie zum Beispiel die Brights erst gerade mal 10 Jahre existieren, bedeutet es nicht, dass da noch etwas draus werden kann. Vielleicht wird allen Atheisten in 300 Jahren vorgeschrieben wie sie nicht zu glauben haben. Und die kleinsten Tendenzen des Glaubens werden hart bestraft. Die Menschen tendieren nun mal dazu anderen ihren Glauben aufzuzwingen. Und wenn zu dem Glauben gehört nicht zu glauben, also auch sowas kann man anderen aufzwingen. Sieht dir mal Randall_Flagg der alle zwangsatheistisieren will. Nun stell dir vor es herrschen die richtigen Verhältnisse, man kann tun was man will und einer mit der Einstellung von Randall_Flagg kommt an die Macht.

Also in dem Punkt hast du Recht, man kann noch schlecht im Namen des Unglaubens Verbrechen begehen, aber wie oft geht es nicht um das Verbrechen selbst als um den Verbrecher. Ist er Christ, dann hat er das gemacht weil Christen oder Moslems sowas nun mal machen. Will man aber zeigen, das Atheisten nicht besser sind, wird irgendeine Verbindung zur Religion hergestellt. Stalin hatte religiöse Erziehung, Hitler hat sich zu wenig als Atheist geoutet, für so manche Atheisten war er sogar ganz gläubig und führte einen Religionskrieg.

Es sind die Wiedersprüche die das Verhältnis etwas trüben.

Das Problem mit der Welt ist, dass es noch nie so einfach war sie auszulöschen. Vor paar hundert Jahren brauchte man schon viel Zeit um viel Unheil anzurichten, und selbst da konnte man nur eine kleine Gegend entvölkern. Heute würde es ganz schnell gehen, wenn man es wollte. Mit Gesetzten kriegen wir auf die Dauer das nicht in den Griff, wir brauchen eine moralische Instanz die es den Menschen verbreitet auf den Knopf zu drücken. Nur sowas kann letztendlich funktionieren. Die alten Religionen sind da leider schon zu vorbelastet um die Aufgabe zu übernehmen, die Atheisten werden es aber auch nicht sein.
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28.03.2013 09:22 Uhr von limasierra
 
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Atheismus ist doch mittlerweile auch eine Religion und ist außerdem genauso überheblich wie alle anderen. Im Determinismus steht der Lauf der Dinge in einer "göttlichen" Position. Actio=>Reactio ist viel eher etwas, was man als Gott bezeichnen kann, als der Herr, der dich beschützt, der dir vergibt, bla bla bla.. Diese ganzen Bewertungen, die von den Religionen ausgehen sollen doch nur die Menschen ansprechen, welche gerade auf der Suche nach einem Vater, einem Allmächtigen, einem gerechten Richter, etc. sind.
Was ist mit "Mach dir kein Bild von Gott"?
Würden die Religionen das einhalten, könnten sie im Einklang mit den Naturwissenschaften existieren. Aber nein, jemand macht aus den Religionen Superclans, die gegeneinander und gegen die Wissenschaft arbeiten.
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28.03.2013 09:43 Uhr von Adam_R.
 
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Leuchttürme sind nützlicher als Kirchen.
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28.03.2013 14:29 Uhr von Sting24
 
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Es muss wahrscheinlich erst einen Krieg geben. Gläubige gegen Atheisten.Gott mit uns.

[ nachträglich editiert von Sting24 ]

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