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Billig-Mode ohne moderne Sklaverei unmöglich

Sklaverei existiert noch immer. In Ländern wie Usbekistan werden alle Bürger gezwungen gegen ein minimales Entgelt bei der Baumwollernte anzupacken. Nur so ist es für zahlreiche internationale Modehersteller möglich, die Niedrigst-Preise für ihre Produkte zu halten.

In Usbekistan bleiben sogar die Schulen während der Baumwollernte geschlossen. Per Gesetz sind alle Bürger - auch Kinder - verpflichtet, bei der Ernte zu helfen.

Die Modekette H&M hatte bereits versprochen, keine Baumwolle aus Usbekistan beziehen zu wollen. Jetzt kaufe H&M die Baumwolle bei einer Tochterfirma des Großkonzerns Daewoo, welche die Baumwolle wiederum aus Usbekistan beziehe, so Joanna Ewart-James von der Organisation Anti-Slavery International.


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WebReporter: donalddagger
Rubrik:   Brennpunkte
Schlagworte: Mode, H&M, Sklaverei, Usbekistan
Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de

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7 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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25.03.2013 08:06 Uhr von deereper
 
+32 | -0
 
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ich bin mir auch sehr sicher das teure Mode wie zB calvin Klein etc auch Sklaverei im Hintergrund haben. Die verlangen halt mehr dafür^^
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25.03.2013 09:16 Uhr von haguemu
 
+6 | -1
 
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Was glaubt Ihr den wo unser Lebensstandard her kommt?

1) Billige Arbeiter wo wie sie nicht sehen, also möglichst weit weg.
2) Irrer Energieverbrauch. In weniger Jahrhunderten verbrauchen wir Rohstoffe die Jahrmillionen brauchten um zu entstehen.

Unsere Kinder werden sich bedanken!
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25.03.2013 09:49 Uhr von Gnarf456
 
+9 | -2
 
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Könnte man heute auch alles mit Robotern machen, von der Ernte bis zur Produktion. Dann würde sich auch das Sklavereiproblem lösen, weil die Leute schlicht verhungern würden. Man muss es ja auch mal von der Seite sehen: wenigstens haben die Leute dort dadurch Arbeit, was in solchen Ländern ja wirklich keine Selbstverständlichkeit ist.
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25.03.2013 10:57 Uhr von Huebbels
 
+1 | -1
 
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Wie hat mal einer gesagt, als Haussklave bei den Römern hat man früher besser gelebt als vergleichsweise arbeiter heute!
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25.03.2013 11:43 Uhr von Schaumschlaeger
 
+1 | -0
 
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Das erinenrt ein bisschen an Pharmakonzerne, die sich damit brüsten, keine Tierversuche durchzuführen und am Ende ist die entsprechende Abteilung nur geoutsourced.
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25.03.2013 12:44 Uhr von brycer
 
+3 | -0
 
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"Billig-Mode ohne moderne Sklaverei unmöglich" <--- Na, erzähl mal was neues! ;-P
Aber irgendwo sind wir doch alle schizophren. Jeder will alles möglichst billig, wenn nicht gar umsonst, haben - aber auf der anderen Seite ist das Geschrei groß, wenn man dann hört, dass für diese Billigwaren woanders Menschen ausgebeutet werden.

Wenn man dann sagt: "Um Produkte ohne Ausbeutung zu erwerben müsstest du halt mehr zaheln!"
dann kommt die Antwort:
"So war das ja nun auch nicht gemeint... Ich hab ja selber nichts zu verschenken... Wichtig ist doch, dass es mir gut geht..."
Seien wir uns doch mal alle ehrlich: Wenn es an den eigenen Geldbeutel geht, dann sind uns die Schicksale anderer doch irgendwo egal. ;-P
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25.03.2013 13:47 Uhr von jens3001
 
+1 | -0
 
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Gnarf456:
Naja, in der Theorie ja. In der Praxis bekommen die Menschen dort gerade soviel bezahlt, dass sie nicht verhungern. Aber auch nicht mehr.
Wie du in der News lesen kannst muss sogar die Bildung hinter dem Broterwerb zurückstecken.

In der traditionellen Sklaverei wurde den Sklaven Haus und Brot und Wasser gestellt - aber halt keine Bezahlung.

Der Unterschied ist also nur, dass man sich das löchrige Dach, das verschimmelte Brot und das abgestandene Wasser selbst besorgen muss.


Also "besser" als gar nichts ist es definitiv nicht. Denn Arbeit hat nicht den Sinn die Führung mit mehr Geld zu versorgen, sondern die dort Arbeitenden mit den Möglichkeiten sich selbst vernünftig und zivilisiert zu Versorgen, sowie mit möglichst viel Kaufkraft auszustatten.

In unserem Kapitalismus wird das Prinzip leider pervertiert. Das Ziel von Arbeit ist es nicht mehr den Angestellten ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, sondern den Gewinn der Firma und die Boni der Manager zu erhöhen - von Jahr zu Jahr.
Sofern das Erstere nicht darunter leiden würde, wäre das Zweite auch nicht verwerflich.

Somit kann ich dir leider nicht zustimmen.


@dungalop: Wenn du die Deutschen Lohnverhältnisse mit denen in Usbekistan (oder ähnlichen Ländern) vergleichst hast keine Ahnung. Ist nicht böse gemeint, woher sollst dus auch wissen?
Aber auch ohne Aufstockung könntest du von den hiesigen Löhnen besser leben als im Verhältnis gesehen von den Löhnen in Usbekistan.

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