20.03.13 10:20 Uhr
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Studie beweist: Hersteller setzen immer mehr auf geplante Obsoleszenz

Eine Studie im Auftrag der Bundestagsfraktion der Grünen hat den Beweis erbracht, dass immer mehr Hersteller absichtlich Schwachstellen und technische Tricks anwenden, um die Lebensdauer von Elektrogeräten zu verkürzen.

Die Industrie setze zur geplanten Obsoleszenz sogar zusätzliche Bauteile ein, die einen Defekt nach einer bestimmten Laufzeit auslösen. Die Studie konnte diese Strategie an etwa 2.000 Beispielen nachweisen.

Die Grünen betitelten das Vorgehen der Industrie eine "Schweinerei", die nicht nur immense Müllberge verursacht, sondern einen Betrug am Verbraucher darstellt. Um diesem ein Riegel vorzuschieben müsse das "Gewährleistungs- und Garantierechts" überarbeitet werden.


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WebReporter: Teffteff
Rubrik:   Wissenschaft
Schlagworte: Studie, Hersteller, Produkt, Defekt
Quelle: www.spiegel.de

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42 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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20.03.2013 10:36 Uhr von no_trespassing
 
+59 | -0
 
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Nicht nur Elektrogeräte, auch Schuhe.
Gummi wird ein Zusatzstoff beigemischt, das es porös wird. Turnschuhe/Sneaker halten deshalb oft nur noch 5-6 Monate, nach ca. 50x Tragen bricht hinten die Ferse auf. Das rautenförmige Gummi (wie eine Waffel) drückt sich dann nach innen durch, Wasser läuft ein. Die Schuhe sind irreparabel.
Weil immer weniger Leute Schuhe für 150 EUR/Paar kaufen, wird nun eben der Zyklus klar verkürzt.

Und bei Elektrogeräten werden oft nur kleine Plastikstifte innen eingesetzt. Die brechen oft nach 100-maliger Benutzung ab. Wären die aus Metall, wie früher in den 70er Jahren, würden die Jahre länger halten.

Und dann empfehle ich noch folgende Doku (besonders das mit dem Drucker ist geil):

http://www.youtube.com/...
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20.03.2013 10:50 Uhr von Kanga
 
+25 | -1
 
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ja das ist doch schon seit jahren bekannt..
es wurde schon gut breitgetreten in den medien..
aber..weil die industrie ja gesagt hat..das sie das nicht macht..wurde es verboten sowas zu sagen..
und damit war das thema wieder vom tisch....

ja glaubt ihr denn die hersteller sind dumm??
das die alles nur für den kunden machen??
na bestimmt nicht..
lass doch einfach was kaputtgehen..der kunde wird sich eh nicht großartig aufregen...und er kauft dann wieder was neues....am besten wieder das gleiche produkt...
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20.03.2013 10:57 Uhr von spencinator78
 
+2 | -31
 
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20.03.2013 11:19 Uhr von Marco Werner
 
+24 | -1
 
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Ich habe mal bei einem Hersteller für Sat-Receiver gejobbt. Die hatten auch eine eigene Werkstatt für Reklamationsfälle. Dort habe ich gelernt,daß es gut ist, immer einen Lötkolben und ein paar Kondensatoren verschiedener Stärke daheim zu haben. Denn wenn was kaputt war, waren es praktisch immer irgendwelche Kondensatoren. Dank der "Sollbruchstelle" muss man ja nichtmal messen, was kaputt ist,man siehts ja meist schon.
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20.03.2013 11:43 Uhr von BoltThrower321
 
+17 | -2
 
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Autos genau so...nach fast genau X Km geht ein Teil kaputt, was nicht kaputt gehen darf!

Die Hersteller verengen z.b. den Öl Einfüllstutzen bewusst so eng, das ohne einen Spezialtrichter kein Öl eingefüllt werden, ohne die Suppe daneben zu kippen....Volkwagen macht das u.a.

Hier wird bewusst auf die Umweltvergiftung geschissen...hauptsache der Kunde fährt in die Werkstatt.
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20.03.2013 11:43 Uhr von tafkad
 
+16 | -0
 
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Einfache Lösung wäre, das die Hersteller in dem Fall kostenlos per Paket die defekte Ware zurücknehmen müssten.
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20.03.2013 11:44 Uhr von Child_of_Sun_24
 
+3 | -12
 
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@Marco Werner,

gebe ich dir recht, bei meinem Fernseher waren die Kondensatoren nach 1 1/2 Jahren beschädigt, leider kann ich selbst nicht feinlöten (zu Zittrige Hände) aber es war noch Garantie drauf, hatte ich wohl nochmal Glück.

Auch am PC sind es oftmals Kondensatoren die hinüber sind, eigentlich ist mir hier noch nie etwas anderes kaputt gegangen (Naja, außer Bauteile die durch defekte Kondensatoren mit Überspannung geschrottet wurden).

@Topic
Man muss aber auch mal ehrlich sein und die Sicht der Hersteller sehen, es macht einen gewaltigen unterschied ob die Produkte langfristig halten (Bedeutet weniger Gewinn, evtl. kann so etwas sogar eine Wirtschaftskrise auslösen, wie in den 20er Jahren) oder regelmäßig nachgekauft werden müssen.

Beim letzteren entsteht ein stabiler Absatzmarkt der dafür sorgt das die Hersteller auch weiter existieren können und somit auch in 20-30 Jahren ihre Produkte vermarkten können.

Was will ich mit einem Gerät das 60 Jahre halten kann wenn der Hersteller nach 20 Jahren Pleite ist und ich keine Ersatzteile mehr bekomme ?

Naja ist jedenfalls meine bescheidene Sicht, als Verbraucher finde ich das auch blöd weil es mich mehr Geld kostet und ich mich bei neuen Geräten immer erst eine Zeit an die Bedienung gewöhnen muss, als Kaufmann kann ich aber nachvollziehen warum dieses Modell von den Herstellern bevorzugt wird.
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20.03.2013 11:44 Uhr von dragoneye
 
+6 | -20
 
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20.03.2013 11:47 Uhr von El_Zane
 
+13 | -1
 
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@Spenc
Ja, du fällst hier jedem von uns tagtäglich mit grottenschlechten und völlig am Niveau vorbeirrennenden News auf, ohne auch nur in Ansatz den Knall gehört zu haben - regst dich aber bei anderen darüber auf, dass sie ihre (weitaus sachlicheren, interessanteren und besseren) News sich in der falschen Rubrik befinden...

Oh man, Junge, tu uns doch bitte allen einen Gefallen und lass es. Lass es einfach alles. Besten Dank.

@Teffteff
Gute und interessante News (wenn auch nicht wirklich was Neues ^^), dieses Problem ist leider wirklich schon länger bekannt und ehrlich gesagt haarsträubend.
Ich halte nichs von Boykotten oder ähnlichen, weil dies meist völlig am Problem vorbeigeht, aber hier in diesem Falle sind es tatsächlich einige Hersteller die Schwachstellen mit bloßem Kalkül der Absatzerhöhung einbauen, dies disqualifiziert diese Unternehmen (wenn man sie doch nur alle kennen könnte) in meinen Augen.
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20.03.2013 11:51 Uhr von mepl
 
+0 | -16
 
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20.03.2013 12:06 Uhr von Pils28
 
+8 | -0
 
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@Marco Werner: Da hast du vollends recht. Von Laptopnetzteilen, Grafikkarten, Receivern, Routern, überall platzt nur ein Elko auf. 10Cent mehr Materalkosten und die Teile hätten ewig gehalten.
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20.03.2013 12:28 Uhr von newschecker85
 
+8 | -0
 
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ich habs auch an meinen Fernseher gemerkt. August 2008 gekauft, Januar 2013 isser kaputt gegangen.grad mal knapp 4,5 jahre gehalten.
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20.03.2013 12:56 Uhr von Dr.Eck
 
+4 | -2
 
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@BoltThrower321

Quark. Was hat ein verengert Stutzen (den es imho gar nicht gibt, jedenfalls hat mein Volkswagen von 2011 sowas nicht) mit geplanter Obsoleszenz zu tun ?!
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20.03.2013 12:59 Uhr von Didi1985
 
+5 | -0
 
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@Marco Werner
Das Problem mit den Kondensatoren ist bekannt. Vor einiger Zeit waren massenweise PC-Bords von ASUS betroffen. Nach kurzer Zeit patzten die Kondensatoren im Netzteil auf. Es war billiger Schrott aus China. Außen mit 105°C gelabelt, war aber schon nach kurzer Zeit das Elektrolyt ausgetrocknet.
Das Dumme ist nur, dass man die schlechte Qualität von außen nicht erkennen kann.
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20.03.2013 13:01 Uhr von Huebbels
 
+7 | -2
 
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Sollbruchstellen bei VW kenn ich auch, el. Fensterheber.... anstatt etwas Metall für die verankerungen zu nutzen, isses billiges plastik....und schwubbs sind die kaputt und in der Werstatt haben die was von 200€ für die reparatur geredet.
Material kosten nichtmal 20 eus und eigener einbau von ca. 2h.
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20.03.2013 13:16 Uhr von Dr.Eck
 
+0 | -6
 
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Ah und das macht das gesamte Auto kaputt ... man sollte erstmal zwischen Obsoleszenz, die einen Gegenstand gezielt kaputt macht und zwischen "dummen" Einsparungen unterscheiden.

Ausgerissene Hinterachsen, abfackelnde Autos, selbstauslösende Airbags, rostanfällige Fahrzeuge bei Toyota, BMW, Mazda oder Mercedes etc. sind eben keine Obsoleszenz.
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20.03.2013 14:12 Uhr von psycoman
 
+0 | -5
 
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Und wo ist da jetzt das Probem? Das ist ja auch schon lange bekannt.

Aber warum auch nicht? Wenn ich Produkte baue, die ewig halten, kauft keine rmehr meine neuen Produkte, also schenide ich mir ins eigene Fleisch.

Solange die Geräte die gesetzliche Gewährleistungsfrist einhalten, ist doch alles in Butter, dannach kann den Herstellern keiner etwas. Ich bezweifele, dass es gesetzlich festgelegt ist, dass man nur gute, lange haltbare, Produkte herstellen darf.

Aus Verbrauchersicht ist das natürlich schlecht und ich ärgere mich auch, wenn dinge schnell kaputt sind.
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20.03.2013 14:52 Uhr von Azureon
 
+4 | -1
 
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"Ich bezweifele, dass es gesetzlich festgelegt ist, dass man nur gute, lange haltbare, Produkte herstellen darf."

Und ich bezweifle, dass es rechtlich in Ordnung ist, Gegenstände oder Geräte so zu bauen, dass sie trotz sachgerechter Benutzung und fehlender Materialermüdung absichtlich kaputt gehen.
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20.03.2013 15:01 Uhr von Slaydom
 
+3 | -0
 
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@mepl
Nö, es soll ja nicht ewig halten, es soll nur normale Verbrauchsspuren geben und kaputt gehen, wenn es kaputt geht, aber nicht zwanghaft. Und die Wirtschaft würde trotzdem nicht arg drunter leiden, solange sie immer bessere schönere Innovationen bringen, wie es bei den Smartphones der Fall ist, jedes Jahr ein neues Modell und die Lemminge schmeißen ihr Geld hinterher.
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20.03.2013 15:21 Uhr von xenonatal
 
+10 | -1
 
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@Child_of_sun_24
"Was will ich mit einem Gerät das 60 Jahre halten kann wenn der Hersteller nach 20 Jahren Pleite ist und ich keine Ersatzteile mehr bekomme ?"

Wenn es 60 Jahre vernünftig hält, dann brauche ich auch keine Ersatzteile !!!
Und wenn ich 60 Jahre damit zufrieden war, hat es seine Zweck erfüllt und war sein Geld wert.
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20.03.2013 15:24 Uhr von Captnstarlight
 
+2 | -0
 
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Ahnte ich schon, aber jetzt wohl Gewissheit. Die Firmen wollen mit Kaputtgehen ihrer Ware den Reibach machen.
Deshalb ist auch mein Rasierapparat so oft schon ins Jenseits gewandert. Insgesamt 6 Rasierer hatte ich bisher, Haltbarkeit 3 Jahre!
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20.03.2013 15:34 Uhr von ThomasHambrecht
 
+11 | -0
 
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Wenn ein Gerät auf der Bühne, wie ein Keyboard, Verstärker, Mischpult usw. kaputt gehen würde - könnte die Firma sofort dicht machen - kein Musiker würde so ein unverlässliches Produkt mehr kaufen.
In dem Bereich lebt man davon, dass ein Geräte tägliches Schleppen, Transportieren 20 Jahre und mehr mitmacht.
Daher sieht man, dass es die Firmen durchaus hinbekommen, langlebige Produkte zu produzieren.
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20.03.2013 15:40 Uhr von Floppy77
 
+0 | -11
 
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20.03.2013 16:49 Uhr von Petabyte-SSD
 
+8 | -0
 
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Kann man den Zähler bei den Druckern doch bestimmt mit einem Tool hochjagen?!
Ich habe so das Gefühl, dass mein Drucker eine Woche vor Garantieende DEFEKT ist, macht das alle so, damit die Wichser VIEL Arbeit bekommen, die brauchen ja Arbeit.....
Genau so andere Teile: Googeln was für Sollbruchstellen eingebaut wurden, dann kurz vor Garantieende ...Hossa!

[ nachträglich editiert von Petabyte-SSD ]
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20.03.2013 17:00 Uhr von georgygx
 
+1 | -5
 
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Ich kenne das sehr gut von meinen Kameras.
Innerhalb von 4 Jahren brauchte ich 3 Digicams ...

Und bei der neusten jetzt, der Canon SX 50 HS ist unglaublicherweise nur 1 Jahr Garantie drauf !!!!!!!
Habe mir direkt von Saturn eine 5 Jahres Verlängerung besorgt.

Die Politiker sollten mal direkt auf alles elektronische 5 Jahre Garantie erzwingen!

Mein letzer Drucker hat auch nur 2 Jahre gehalten und wieviel Grafikkarten ich mir schon kaufen musste, weil die vorherigen durchgebrannt sind...
Besonders der Punkt mit den Grafikkarten ist lächerlich, da man meist nach ca. 2 1/2 Jahren sowieso eine neue braucht, weil sonst die neusten Spiele nicht laufen.
Aber meine Grafikkarten halten ja nichtmal 2 Jahre durch und ich übertakte ja nicht einmal!

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