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Dortmund: Ein einziger streikender Eisenbahner sorgte für Chaos

Zum Wochenanfang gab es einen Warnstreik bei der Bahn. In Dortmund (Nordrhein-Westfalen) beteiligte sich lediglich ein einziger Eisenbahner an diesem Streik. Doch dies reichte aus, um ein Chaos im Zugverkehr auszulösen.

Der streikende Fahrdienstleiter stellte im Stellwerk Dortmund-Süd alle Signale, die in seinem Bereich lagen, auf rot.

Insgesamt fielen 13 Züge zwischen Dortmund-Lütgendortmund und Unna aus. Darüber hinaus wirkte sich der Streik auch auf die Anschlusslinien der S1 und S2 aus. Der Fernverkehr war ebenfalls betroffen.


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WebReporter: rheih
Rubrik:   Wirtschaft
Schlagworte: Dortmund, Streik, Zug, Chaos
Quelle: www.ruhrnachrichten.de

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19 User-Kommentare Alle Kommentare öffnen

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19.03.2013 16:11 Uhr von Leimy
 
+33 | -19
 
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Also das ist für mich mehr als ein Streik, das ist Sabotage.
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19.03.2013 16:30 Uhr von RazonT
 
+30 | -2
 
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@Leimy:
Hätte er also lieber alles auf Grün oder Rot lassen sollen, wie es eigentlich bei einem streik gehört? (Nichts machen) :-)
Ich will mir nicht ausmalen was passiert wäre, wenn er keine weichen oder sonstiges geschaltet hätte und die Lichtsignale grün geblieben sind oder eben rot...Das hätte bei eine Kollision tote geben können....
Dann doch lieber alles auf Rot oder?
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19.03.2013 16:54 Uhr von AlphaTierchen1510
 
+7 | -3
 
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immerhin besser als alles auf Grün zu stellen :p
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19.03.2013 18:26 Uhr von Revej
 
+4 | -2
 
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Eine sehr effiziente Bestreikung. Die Streikkassen werden geschon, da jeder andere zur Arbeit antritt, der Fahrdienstleiter hat vorbildlich seine Signale alle auf rot gestellt und dann seinen Posten verlassen.
Daumen hoch dafür!
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19.03.2013 18:34 Uhr von a.maier
 
+1 | -7
 
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@ Graf.Crackula Ich glaube nicht das Du für das Gehalt arbeiten würdest. Die Löhne bei der Bahn wurden immer weiter zurückgefahren, auch dank Hansen und Mitstreiter.
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19.03.2013 18:48 Uhr von lopad
 
+7 | -2
 
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Würde mich aber interessieren warum sonst niemand gestreikt hat?

Graf.Crackula
Asozial ist es, streikende als asozial zu bezeichnen ;). Nur weil man selbst vllt. von solch einem Streik betroffen ist sollte man nicht gleich auf die Leute schimpfen, denn niemand streikt aus Spaß an der Freude. Da das immer Lohneinbußen nach sich ziehen.
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19.03.2013 19:58 Uhr von lopad
 
+7 | -1
 
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Graf.Crackula
"achja wann haben denn das letzte mal zum beispiel die bäckereifachverkäuferinnen gestreikt? eben, weils bei denen nix bringt. dann gibts halt kein brötchen zum frühstück, hält man aus. "

Drollige Naivität, wenn ich das mal so sagen darf.

"Bäckerfachverkäuferinnen", um dein Beispiel mal aufzugreifen, streiken nicht weil die größenteils nicht Gewerkschaftlich organisiert sind und nicht weil es den Kunden nicht schmerzt wenn er mal einen Tag keine Brötchen hat.

Solch Warnstreiks werden außerdem lange vorher angekündigt, wer sich dann keine Alternativmöglichkeit sucht hat es nicht anders verdient als seinen Termin zu verpassen.
Aber du kannst dich ja mal mit Gewerkschaften in Verbindung setzen und alternative Arbeitskampfmethoden vorschlagen.

Der Streik ist einfach die einzig legale, sinnvolle Methode seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen wenn der Arbeitgeber abblockt.
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19.03.2013 20:22 Uhr von TheRoadrunner
 
+3 | -0
 
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Wie ist das, wenn dieser Mann sich krank meldet oder kurzfristig ausfällt? Fallen dann auch etliche Züge aus? Mich verwundert sehr, dass hier nicht jemand kurzfristig einspringen konnte. Sollte alleine aus Sicherheitsgründen so sein.
Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es von dem "alle Signale-rot" - Zustand gar nicht so einfach ist, in einen normalen Betrieb zu wechseln.

@ razonT
Wie wäre es z.B. auf Gleisen, die nur in eine Richtung befahren werden, alle Geradeausfahrten zuzulassen?
Bei normalem Betrieb sind schließlich immer irgendwelche Signale auf grün, man hätte also auch einfach den letzten Zustand lassen können statt bewusst alle Signale auf Rot zu stellen, so dass auch ja gar nichts mehr geht.

@ Theo
Bei so wichtigen Terminen würde ich am Tag vorher anreisen. Wenn sich eine Verspätung trotz aller erdenklichen Vorsichtsmaßnahmen nicht vermeiden lässt, sollten vernünftige Geschäftspartner dafür auch Verständnis aufbringen.

[ nachträglich editiert von TheRoadrunner ]
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19.03.2013 21:32 Uhr von opa2012
 
+3 | -2
 
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Gut gemacht.
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19.03.2013 22:01 Uhr von fromdusktilldawn
 
+1 | -6
 
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richtig, das ist sabotage, den würde ich rausschmeissen, aber achtkantig
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20.03.2013 05:38 Uhr von Leimy
 
+3 | -4
 
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@alle die so etwas hier befürworten:

Ich bin täglich auf die Bahn angewiesen, um zur Arbeit zu kommen. Wer bezahlt mir / meinem AG die verlorenen 2 oder 3 Stunden? Oh wir haben ja Gleitzeitmodell. Das heißt ich darf wegen Bahnstreikern 2 Stunden an irgendeinem Bahnhof rumsitzen und diese 2 Stunden dann auch noch nacharbeiten. Ja, ich kann bei Streik Geld von meinem Verkehrsverbund wiederbekommen. Aber dafür muss ich ein Formular ausfüllen, um dann ganze 1,50 € wiederzubekommen. Dafür mache ich mir die Mühe nicht.

Zum Vergleich: Alle die nicht auf die Bahn angewiesen sind. Stellt euch einfach vor, die Polizei würde streiken und einfach mal die Innenstadt abriegeln. Ihr kommt weder rein noch raus. Dann will ich sehen, wie ihr im Stau steht, aussteigt und den Polzisten noch auf die Schultern klopft und sagt: "Gut gemacht, streiken ist dein Recht". Wer will kann für Polizei auch LKW-Fahrer einsetzen oder sonst was.

Nicht falsch verstehen, streiken ist richtig und wichtig, aber es sollten nicht die falschen drunter leiden.
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20.03.2013 08:17 Uhr von Kanga
 
+3 | -0
 
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ich stand auch auf nem bahnhof in essen..und kam nicht weg zur arbeit..
ja und..einfach ne andere bahn genommen..und nen kleinen umweg gefahren...
is doch alles nicht so schlimm
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20.03.2013 09:13 Uhr von Kanga
 
+2 | -2
 
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@ Leimy

es sollen nciht die falschen drunter leiden??

ja wie soll denn ein streik sein..zb bei der bahn..
wenn da kein falscher..also in diesem fall der zugfahrende...drunter leiden müsste
wie soll der sreik denn funktionieren..wenn es trotzdem mit allem weitergeht..

das ist ja sinn der sache..das der kunde sich beschwert..damit die bahn einlenkt....und den streikenden die zugeständnisse macht..die sie haben wollen...

wenn man das nicht akzeptieren will..
dann sollte man sich nur noch zu hause einschliessen..und bloß nicht rausgehen..
was wäre wenn der öffentliche dienst streiken würde...und der müll nicht mehr abgeholt wird..
hören dann alle auf zu essen..weil sie den müll nicht mehr loswerden??

Das Streikrecht ist so mit das Beste was es hier in Deutschland gibt...
und dann kommen da so ein paar....unverbesserliche..und sind auch noch gegen das streiken....
ich werd nicht mehr

[ nachträglich editiert von Kanga ]
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20.03.2013 17:33 Uhr von Leimy
 
+0 | -0
 
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ahja, was denkst du denn passiert, wenn ich mich beschwere. Da kommt dann höchstens noch: "Es tut uns leid für die Unannehmlichkeiten" und das wars dann. Das tut der Bahn doch nicht weh.

Anders sieht es bei den Zugbegleitern aus, wenn diese - angekündigt - ein Tag lang keine Fahrscheine kontrolliert. Ich will nicht wissen, wieviel Geld der Bahn da entgeht. Aber Mitarbeiter eines Unternehmens auf das viele andere angewiesen sind, darf einfach gegenüber den Kunden nicht so reagieren. Demnächst könnten die Stadtwerke ja mal wegen Streik für 2 h den Strom abschalten, dann läuft bei uns auf Arbeit gar nichts mehr (ich bin Programmierer). Meinst du der Arbeitsausfall wird vom Stromanbieter bezahlt?!? Nützt es was, wenn man sich darüber beschwert?
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20.03.2013 18:47 Uhr von Liberal72
 
+1 | -0
 
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Alle systemrelevanten Eisenbahner wurden früher nicht ohne Grund als Beamte eingestellt. Das waren Fahrdienstleiter, Lokführer, Rangiermeister, Aufsichtsbeamte usw. Diese Laufbahnen wurden geschlossen, und seitdem sind das eben Tarifkräfte. Und selbstverständlich dürfen die streiken. Basta!
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20.03.2013 19:14 Uhr von TheRoadrunner
 
+1 | -0
 
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@ Leimy
Es steht dir doch frei, andere Verkehrsmittel zu nutzen. Auf die Bahn *angewiesen* ist letztlich niemand. Wenn du aus Kosten- oder anderen Gründen die Bahn *wählst*, dann ist das deine Entscheidung.

Und zum Vergleich mit Stromausfall: an Stelle deines Arbeitgebers würde ich Laptops, ggf. mit Ersatzakkus, und/oder eine Notstromversorgung anschaffen.
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20.03.2013 19:50 Uhr von Chromat
 
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@RealAcidArne
"...Ich bin selbst abhängig beschäftigt und wähle weder FDP, noch CDU, Grüne oder rechte Parteien..."

Aber die BILD liest du bestimmt täglich, oder?
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20.03.2013 23:08 Uhr von Leimy
 
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@TheRoadrunner

1. Welche anderen Verkehrsmittel stehen mir denn zur Verfügung? Bus fährt dort nicht und Auto kann ich mir nicht leisten, mit dem Fahrrad werde ich auch ganz bestimmt nicht 40 km zurücklegen.

2. Die USV unseres Servers hält höchstens 10 Minuten, danach ist Pumpe. Eine Notstromversorgung wäre viel zu aufwändig. Bitte rede nur von Dingen, die du auch verstehst. Du kannst mir ruhig glauben, dass bei Stromausfall bei uns so gut wie alles dicht ist. Immerhin fangen die Leute dann aber an ihre Schreibtische aufzuräumen :)
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21.03.2013 19:43 Uhr von TheRoadrunner
 
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@ Leimy
1. Entschuldigung, aber was kann die Bahn dafür, dass du 40 km weit weg wohnst und dir kein Auto leisten kannst? Und mit Verlaub, ein guter und entsprechend bezahlter Programmierer sollte dieses Problem nicht haben.

2. Wenn eine Notstromversorgung zu aufwändig ist, heißt das im Umkehrschluss nur, dass das Risiko eines längeren Stromausfalls und die damit verbundenen Probleme nicht schwer genug wiegen. In dem Unternehmen, für das ich arbeite, haben wir eine Notstromversorgung, die über einen längeren Zeitraum hält (frag mich nicht wie lange, auf jeden Fall mehrere Stunden).

[ nachträglich editiert von TheRoadrunner ]

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